Kinderkellner

Halle bei "Keep on Rocking"
Es ist jetzt schon ein wenig her, aber am 18. Oktober habe ich das letzte Mal gekellnert. Nicht auf einer Hochzeit, nicht auf der Geburtstagfeier. Auf einem Konzert oder besser gesagt: Auf einem Konzert für Nachwuchsbands. Metal, dann Folk-Punk a la Dropkick Murphys, dann Ska und zuletzt irgendwas, was ich nicht beschrieben kann. Allesamt recht gut, aber in einem muss ich vielen Eltern zustimmen: Konzerte sind heute fast immer zu laut, weswegen ich froh war, so kleine Ohrenstöpsel mitgehabt zu haben.
Ich stand da nun hinter der Bar zusammen mit 3 Freundinnnen, mt denen ich viel Spass hatte. Ich sollte erwähnen warum ich mir das überhaupt antue: Jedes Jahr findet dieses Konzert statt und jedes Jahr schenke ich aus - weil immer weibliche Vertreter der Party-Connection mitarbeiten.
Auf jeden Fall wird dieses Konzert jährlich von der örtlichen Jugendorganisation organisiert - und dementsprechend sieht auch das Publikum aus. Und das bedeuted, dass ich bis 21:00 (bis auf die Security) der Älteste im Konzertsaal bin.
Um die Ausweiskontrollen für Alkoholkäufe zu vereinfachen, bekommt jeder Gast von der Security beim Einlass einen farbigen Stempel: rot für unter 16, grün für 16 bis 18 und schwarz für 18. Bei einer Bestellung frage ich somit nicht nach dem Ausweis sondern nach dem Stempel - passt der nicht, gibts nix. Und bis 22:00 waren mehr als 50% der Kunden zu jung für Alkohol. Und obwohl ich schon relativ früh mit Parties und Fortgehen angefangen habe, lasse ich mich darauf ein Minderjährigen Alkohol zu verkaufen. Basta. Und genau das hat mich in eine ziemlich prekäre Situation gebracht.

"Ein Bacardi Cola bitte."
"Darf ich deinen Stempel sehen?" ... "Nein, du bist leider zu jung - ich kann dir keinen Alkohol verkaufen."

Nun, sie hatte einen roten Stempel und somit war auch sogar Bier für sie tabu. Das war aber trotzdem kein Grund für sie aufzugeben. Sie wartete kurz und sprach mit lächelnd mit versucht lasziver Stimme noch einmal an.

"Du, weißt du überhaupt?"
"Tobi."
"Was machst du hier"
"Arbeiten."

Spätestens nach der Aussage "Arbeiten", die ich extra nüchtern und stoisch von mir gab erkannte sie, dass sie wohl a) zu jung sei und b) ich zu alt sei. Sie zog von dannen, und ich berichtete meinen Mädls wie eben gerade eine 15jährige versucht hatte mit mir zu flirten.
Wie auch immer - als ich Becher einsammelte kam eine anderes Mädchen, das zuvor noch neben der ersten gestanden hatte auf mich zu. Sie griff meinen Arm, klammerte sich an ihn und bettelte.

"Bist du schon 18?"
"Ja, seit einigen Jahren."
"Kaufst du mir ein Vodka Bull. Ich gebe dir auch das Geld."
"Du, ich verkaufe Minderjährigen keinen Alkohol."
"Du arbeitest hier?"
"Ja."
"Dann schenk mir doch eins."

Just in diesem Moment kam das Mädchen von zuvor auf mich zu - und klammerte sich an meinen anderen Arm.

"Wenn sie was bekommt, dann bekomme ich aber auch mein Bacardi Cola."

Es war peinlich. Da stand ich also, und an mich pressten (ja pressten) sich zwei Mädchen, die wahrscheinlich noch in der Grundschule waren als ich mit dem Studium längst begonnen hatte. So richtig mit allem was sie hatte, oder eigentlich irgendwann einmal haben würden. Eigentlich mag ich das ja - aber dafür müssen wir genauer sein: Ich mag es den Körper einer Frau zu spüren, nicht eines Mädchens. Eher vielleicht älter als ich als jünger. Aber nicht von 15jährigen, die versuchen an Alkohol zu kommen.

"Verschwindts! Verschwindts!"

Ich habe schon viel beim Kellnern erlebt: Weinende Braut, Stockbesoffener Kellner, snobistischer Prolet, arroganter Maturant (Abiturient). Aber flirtende 15jährige die nach Alkohol betteln - das ist mir noch nie untergekommen.

Praxis

Es ist Freitag 19 Uhr und ich sitze noch immer im Büro. Und diesemal ist das keine Situation die ich bedauere oder verfluche - immerhin habe ich innerhalb dieser Woche fast den gesamten praktischen Teil meiner Diplomarbeit geschrieben. Mein Kollege neben mir hat recht, ich bin schon ein wenig wahnsinnig.

Noch einmal

"Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!"
3. Akt, 1. Szene - Heinrich, der V.

William Shakespeare

Rechtslogik

"Wenn sie einen Bauernhof erben, dann ist das unbewegliches Gut - zusammen mit der Scheune, dem Feld, dem Wald und dem kleinen Hoppelhäschen, das über die Weisen hoppelt. Wenn sie aber das Hoppelhäschen mit einer Flinte totschießen wird das tote Hoppelhäschen zu einem beweglichen Gut."

Soviel zur Logik des österreichischen Rechtssystems, wobei mir diese Ansichten aber immer gefallen haben.

Killers nebenbei

Ich habe gerade beim Pubquiz den Song "Read My Mind" von den Killers nicht erkannt. Zwar wusste ich sofort, dass es die Killers waren und ich konnte den Text mehr oder minder mir zuammenstoppeln aber ich bin nicht auf den verdammten Refrain gekommen. Und das nachdem ich einmal zwei Monate nur Killers gehört habe (besser als das halbe Jahr nur Tom Waits - das macht grantig und depressiv). Trotzdem - Vullschas!

Schockschwerenot

Mein Kollege aus der gleichen Arbeitsgruppe, der mit mir das Studium begonnen hat (und eigentlich der erste Student war, den ich in meinem Studium angesprochen habe) hat heute die Benotung seiner Diplomarbeit empfangen. Ich schreibe gerade an meiner. Also aktiv, der experimentelle Teil ist fertig. Glaube ich (das muss man immer dazusagen).
Wie auch immer, er hat mir gerade den größten Schock der letzten Zeit versetzt.

"Ich habe gerade die Benotung für meine Diplomarbeit bekommen."
"Und?" (schreibe am Laptop weiter)
"Ja, ich bin zufrieden."
(etwas abgelenkt) "Was ists?"
"Ein Dreier."

Obwohl eigentlich Überstunden machte und pro Woche mindestens 55 Stunden im Labor stand, meine gesamte Arbeit über, habe ich jetzt kaum noch Zeit. Im Frühjahr gab es einen Monat in dem nicht einmal der einfachste Sensor funktionierte. Im Sommer kümmerte ich mich um amerikanische Austauschstudenten. Im September gab es eine Summerschool unseres Institutes und kurz vor Oktober ein Projektmeeting für das ich Daten vorbereiten musste. Nun soll ich am 1.1. mit meiner Disseration beginnen - soweit ich weiß - und bis dahin mein Studium fertiggestellt haben. Nun, ich rotiere somit etwas. Genau deswegen bekomme ich jetzt auch Sorgen, dass meine Arbeit nicht so schön werden wird wie die 3-wochenlang formatierten und gestylten (ja, es gibt durchgestylte Diplomarbeiten) Arbeiten mancher Kollegen. Aber wenn selbst seine eine 3 bekommt - was habe ich dann zu erwarten?

"Nein, ist eh eine 1."
" ... Das ist nicht witzig. Überhaupt nicht. Wirklich nicht. Für mich jedenfalls, aber das ist nicht witzig."

Die ganze Situation dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde, aber genau das ist mir durch den Kopf geschossen. Während mein Puls ausgesetzt hatte.

Cesa

Cesa Frutti #1

Cesa Frutti #2

Ich habe ganz vergessen...

...wie erholsam ein freies Wochenende ist.

Sandbox 2006 - Promo-Video

Bald kommt wieder meine Lieblingszeit: Snowboard-Zeit.


Mir fällt gerade wieder einmal auf...

...dass ich für mein Studium keine Bücher brauchte. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich zum ersten Mal ein paar Bücher im 6. Semester ausgeborgt - als ein paar Prüfungen an der Reihe waren. Heute habe ich mir wieder Bücher ausgeborgt, über anorganische Komplexechemie und Metallorganik. Anscheinend fehlt mir da noch eine Prüfung. Wie auch immer, die Biliothekarin sagte mir, dass bei mir Leihgebüren ausständig seien, von meinem letzten Buch. Vom Januar 2007.

Nordwand

Es sind jetzt Wochen - nein - Monate vergangen, seitdem ich mich versucht habe, sozial und nicht beruflich mit anderen Leuten zu treffen. Also jetzt nicht Pubquiz, das gilt nicht. Immerhin ist das die einzige Möglichkeit wie ich nicht ganz durchdrehe. Ansonsten würde ich nur noch auf der Uni rumhängen.
Jetzt habe ich wenigstens etwas, was mich auf das Ende dieser Arbeitswoche ausblicken lässt. Kino und Melanie.

Das Plakat, das ich am Ende meiner Diplomarbeit auswendig kenne...

Das Plakat, das ich am Ende meiner Diplomarbeit auswendig kenne...
...weil ich zum Mittagessen jeden Tag am Tisch gegenüber im Sozialraum sitze.

Blockflöte

Ich stehe heute morgen im Lift neben einem Kollegen von einem anderen Institut, der bei uns am Fluorimeter öfters Proben vermisst. Er hält eine Gibson E-Gitarre in der Hand.

"Deine? Spielst du?"
"Ja. Du, spielst du ein Instrument?"
"Eigentlich nicht. Aber ich habe einmal Blockflöte gespielt."
"Ich auch. Das hat glaube ich jeder einmal."
"Aber nur für ein Jahr, dann hat mich meine Musiklehrerin aus der Volksschule (Grundschule) mehr oder minder rausgeworfen."
"Ah.
(schweigt) Und dann?"
"Dann habe ich Comeback bei der Erstkommunion im Jahr darauf versucht. Aber ich war mit dem Xylophon wohl meiner Zeit vorraus."
"Ah."
"Oder ich habe selbst bei den 3 Tönen, die ich am Xylophon gespielt habe, Fehler eingebaut."

Soviel zu meiner musikalischen Karriere.

Der klassische Singleeinkauf

Wie sieht denn der klassische Single-Studenten-Einkauf aus? Ich weiß es nicht, aber ich dachte immer so an Bier, Chips, Tiefkühlpizza und Fertigsuppen. Und irgendwie war mir immer danach, dass ich auch in diese Kategorie rutschen würden. Bin ich aber nicht. Habe ich heute ganz deutlich gemerkt. Denn ich war gerade einkaufen. Ja, während der Arbeitszeit. Aber auch nur deswegen weil ich a) mich um das falsch betankte Auto kümmern musste und b) zumeist so spät nach Hause komme, dass alle Geschäfte zu haben.
Und was findet sich in meinem Einkaufswagerl: Nichts. Ganz klar: Ich habe ja ein Einkaufssackerl. Ich brauche ja nicht mehr. Ein schönes Einkaufssackerl, aus Stoff - vom Body Shop. Und in dem findet sich:
  • "Weniger Süß - Knuspriger Apfel" Müsli
  • 2 Buttermilch
  • Bärlauch Pesto
  • Vollkorn Nudeln
  • 4 Granny Smith Äpfel
Für wen oder was kaufe ich da eigentlich ein? Für ein Biologentreffen der neuen Alternativen? Ach nein, für mich. Jedenfalls glaube ich das. Die Kassiererin jedenfalls glaubte das nicht...

Holzbedarf

"Come down off the cross, we could use the wood"
(Komm vom Kreuz, wir könnten das Holz gebrauchen)

aus:
Tom Waits - "Come on up to the House"

Benzin oder Diesel

Eigentlich wollte ich hier etwas über den Samstag schreiben, über das Konzert, auf dem ich gearbeitet habe. Eigentlich wollte ich was von Jugendlichen schreiben, die alles versuchen an Alkohol zu kommen. Von solchen Dingen, von Spass und von feschen Kolleginnen. Aber seit etwa 16:00 ist das alles irrelevant. Denn heute ist etwas besonderes geschehen.
Ich habe es geschafft in das Auto eines Freundes Benzin statt Diesel zu tanken und so lange zu fahren, bis nichts mehr fuhr. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Der alte Steyr 15 und ich

Mein Vater hatte einst einen Steyr 15. So einen richtig alten, den man normalerweise am Straßenrand sieht, mit einem Bauernhofsherrn am Steuer samt Blaumann, gelben Gummistiefeln, Filzhut und seiner Frau (optional: Mutter) am Kotflügelsitz. Das soll jetzt nicht denunzierend der älteren Landbevölkerung gegenüber wirken, sondern das ist die Realität. Wer es mir nicht glaubt, der ist in die Südsteiermark eingeladen, eine solche Szene live zu erleben.
Und ich lernte Traktor fahren, irgendwann mit 8 Jahren. Was ist denn schon dabei: Abwürgen geht kaum, wenns beim Schalten ruckelt machts nichts und beim Runterschalten muss man ein wenig Zwischengas geben. Ich bin mir sicher, das hat mir beim Autoführerschein einerseits geholfen, aber auch geschadet. Einen Opel Astra (mein Fahrschulauto) sollte man nicht so hart schalten wie einen Traktor.
Als ich im Sommer 2006 meinen Requisiteursposten bei einem Filmdreh hatte, bin ich mit einem Traktor durch die halbe Südsteiermark gegurkt, von einem Drehort zum nächsten. Ohne Traktorführerschein. Hab' ich wohl vergessen zu erwähnen: Ich habe nie einen gemacht. Für was denn auch, ich konnte ja schon Traktor fahren. Sollte bei uns ein Polizist einen Traktor aufhalten, dann weil er (selbst erlebt) 3 Kühe hinten angebunden auf der Straße mitnimmt, in Schlangenlinien fährt (auch selbst erlebt) oder weil er brennt (noch nicht erlebt, aber in freudiger Erwartung). In Leutschach, das ist im Niemandsland zwischen Slowenien, Leibnitz, Mur und Weinstraße fahren 12jährige Bauernburschen Traktor. Braver als die meisten 18jährigen mit ihren VW Golfs.
Wir sind bei einem Mittagessen auf der Uni einmal auf dieses Thema gekommen und als man durch die Runde fragte, wer denn Traktor fahren könne, war ich der einzige, der sich meldete. Und alle starrten. Als sei das eine besondere Qualifikation, so wie Wurzelziehen im Kopf oder Parfums an den Flakons erkennen. Ich finde das ist etwas, was ganz normal ist. Bei uns. Am Land. In der Provinz. So etwas lernt man hier nun einmal, genauso wie der Umgang mit Motorsägen, Reiten oder Schafe melken.
Warum ich das schreibe? Keine Ahnung, ist mir gerade nur so eingefallen, weil ich witziges Video auf YouTube gesehen habe.

(Direkt via Spreeblick)

Neue Abendbeschäftigung

Eigentlich mache ich Abends nichts anderes als essen, trainieren und schlafen. Immerhin sind meine Tage lang und die Arbeit ermüdend. Zwar nicht körperlich stark anstrengend, aber ermüdend. Sollte ich aber nicht ganz wegbrechen, bleibt mir immer noch ein wenig Zeit für Filme, und eine Auswahl habe ich ja. Auf Dauer zu klein freue ich mich grade, denn mein Postbote hat mir grade ein ziemlich grosses Paket von amazon in die Uni gebracht. Und was da alles drin ist:
Ich freue mich schon auf die kommenden Abende. Mal sehen, mit wem ich was anschauen werde...

Harkamp

Essen mit Panorama
Okay, das Kellnern, zumindestens wie ich es betreibe, ist kein Zuckerschlecken. Aber ich glaube, das geht allen so. Trotzdem: Ich hätte gerne mal wieder ein freies Wochenende, zwecks Ausschlafen. Oder so wie letztes, dass ich mich auch am Samstag und Sonntag ins Labor stellen kann. Nein, ich glaub das war keine gute Idee. Aber beim Service für Cateringküchen lernt man ziemlich viele neue Küchenchefs kennen, so wie letzten Samstag den Herrn Miller. Und den Heinz. Heinz ist Heinz Harkamp, der Koch und Chef des Hotel-Restaurant Harkamp. Weltklasse Koch, regional-typische Gerichte aus der Südsteiermark mit italienischem Einschlag. Weltklasse, wenn ich daran denke, dann bekomme ich immer Hunger. Selbst in der Früh.

Radioaktiv für Werber

"Anscheinend ist das höchste Gut unserer Kultur heutzutage, das einem Künstler zugestanden wird, in einer Werbung aufzutreten - idealerweise nackt und auf der Haube eines Autos posierend. Ich habe mich strikt und wiederholt dieser zweifelhaften Ehre verweigert, ...während die Gerichte mich nicht ins Radio bringen können, verwende ich sie um mich giftig für Werbeschaffende machen können."
Tom Waits

Musik-Tipp: 5 Sterne Deluxe - "Dein Herz schlägt schneller"


Erinnert mich irgendwie an die coolen Schulzeiten, als alles noch viel einfacher war. Die Rübe zuknallen, biddl unartig sein, die Öffentlichkeit ärgern und immer ein bisserl - seltsam halt. Was man als Jugendlicher so halt macht.

Mondfinsternis am 16. August

Mondfinsternis 1

Mondfinsternis 2

Acetylene in der Sonne

Acetylen in der Sonne
Was man mitten in der Stadt von Graz nicht so alles sieht. Beim Einkaufen, fürs Mittagessen sieht man neben einer Volksschule ungesichert und in der prallen Sonne eine Acetylene- und eine Sauerstoffgasflasche stehen. Unser Arbeitsinspektor würde rotieren.

Kein Klassentreffen

Einmal mit Profis arbeiten - wie toll wäre das denn. Dieses Frühjar wurde noch viel geschrieben, wir sollten ein Abschlussklassentreffen auf die Beine stellen. 10. Oktober. So halt. Und ich habe natürlich drauf vergessen und bin gestern dann noch nach Leibnitz gehetzt. Und was war: Es haben so wenige zugesagt, dass alles wieder abgesagt wurde. Also eigentlich wurde dann halt nichts gebucht. Aber es hat niemand geschrieben, dass es jetzt nicht stattfindet. Schweinerei!

Klassentreffen

Ist ja gut, dass ich den Google-Kalender nutze. Denn der schickt mir alle Kalendererinnerungen als SMS auf mein Handy und hat mir gerade angekündigt, dass in 30 Minuten mein Maturatreffen beginnt. Ich sitze eigentlich im Labor, habe keine Lust extra dorthin zu fahren - aber was macht man nicht alles. Mal sehen was sich da herausstellt.

Des Nachts in Graz

Des Nachts in Graz

Erwachsen sein. Punkte 31-40.

Irgendwie eine Beobachtung, die ich in letzter Zeit auch bei mir habe beobachten können.

31. Für einen IKEA-Einkauf musst du den Kofferraum langmachen.
32. Im Badezimmer steht nicht mehr AXE.
33. Beim Auswahl einer Pizzeria ist nicht mehr der Preis das entscheidende Kriterium.
34. Der Kaffee wird zwar schwächer, aber nicht günstiger.
35. Auf die Frage "Was machst du derzeit?" antwortet man nicht mehr mit Lobgesängen auf sich selbst sondern mit einer kurzen Antwort.
36. Es kein Spiegel nötig um sich eine Krawatte zu binden.
37. Und das geschieht freiwillig.
38. Die Frage, wer aktuell in den Charts sei, kann man nicht beantworten.
39. Der Anteil der Nahrungsmittel in der Küche, die von Maggi oder Knorr produziert wurden, nimmt ab.
40. Flughafenaufenthalte sind Routine, keine Abenteuer.

Die Welt von oben

Wunderbare Fotographien findet man bei boston.com.

(via)

Ein Stein vom Herzen

Ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind. Heute in der Früh wollte ich unser Fluorimeter kalibrieren. An sich keine Schwierigkeit, immerhin kann man mit dem Ding dann besser messen. Oder so halt, ich verschone den Leser mit wahrscheinlich uninteressanten Gerätespezifikationen. Auf jeden Fall schraube ich so an den dafür vorgesehenen Justierungsschrauben umher und - auf einmal ist das Licht weg. Weg. Also so richtig weg, flutsch und jetzt in Timbuktu oder Gott weiß wo. Auf jeden Fall kommt dort, wo Licht rauskommen sollte kein Licht mehr raus.
Kein Problem? Großes Problem. Wir haben zwar 2 Fluorimeter, aber davon sind 2 immer ausgelastet - also würde eine Verringerung der Gerätekapazität (vulgo: Eines ist kaputt) ein Problem darstellen. Ausserdem kostet dieses Ding mehr als ein einfacher Porsche Cayenne. Und sollte ich das jetzt zerstört haben glaubt es mir niemand, wenn ich sage, ein Hund hätte irgendwas gefressen oder umgestoßen.
Naja, aber wie das Leben so spielt: Nachdem ich nichts mehr zu verlieren hatte und der Doktor (einer meiner zwei Chefs) auch drauf losschraubte (und ich mich dann darauf rausreden könnte, nicht allein Schuld zu sein), ist das Licht auf einmal wieder aufgetaucht. Einfach so. Als wäre es nie weg gewesen; würde es reden können hätte ich wohl gehört "Hm, war was?".
Drecks Fluorimeter. Ich dachte schon ich müsste eine Niere verkaufen.

Rupert

Das erinnert mich ein wenig an... wie hieß er noch. Das junge Reh, das meine Tante für etwa ein Jahr aufzog. War zwar etwas größer, aber auch niedlich. Ja, niedlich. Aber nicht so sehr wie dieses hier.


(Direkt via darkroastedblend)

Geld ist nur

"Money's just something you throw off the back of a train"
(Geld ist nur das, was man hinten im Zug herauswirft)

aus: Tom Waits - "Long Way Home"

Musik-Tipp: TokTok vs. Soffy O. - Day Of Mine

Was wäre da mit BILD gewesen?

Wäre BILD auch darauf reingefallen?

1. Oktober

Woran merkt man, dass der 1. Oktober ist? Man sitzt im Labor in der Uni und eine fesche, junge Studenten kommt auf einen zu und fragt.

"Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen wo der Hörsaal 017 ist?"

Vielen Dank für das "Sie".

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