Mittwoch, 21. Mai 2008

Besser

Ich weiß nicht genau wievie Zeit seit dem letzten Treffen verwangen war, aber am Montag Abend traf ich mich mit C.. Es ist wirklich schon lange her - und das Treffen ging nicht von mir aus, sondern sie meldete sich bei mir. Ich hatte dieses Thema Ende letzten Jahres abgehakt, nachdem sie mir so unmissverständlich klar gemacht hatte, was sie von mir halten und wie sie über mich denken würde. Enttäuschend, dass ich so lange brauchte um mir über einen Menschen so klar zu werden; aber wir alle haben irgendwo unsere Schwachen Momente. Und Liebe macht blind. Zumindest war ich nicht so blöd in Selbstmitleid zu versinken sondern machte weiter.
Wir trafen uns im Eckhaus, sie verspätete sich und setzte sich zu mir als ich schon einen schwarzen Tee mit Milch trank. Warum sollte ich denn auch Alkohol trinken? Muss ja nicht sein, was sie aber nicht verstand. Es fing an mit Smalltalk, sie beugte sich quer über den Tisch oder ich missinterpretierte einiges. Bis ich ihr erzählte, dass ich nicht mehr Single sei. Von da an gab es kein anderes Thema mehr, überhaupt keines. Sie wollte alles über M**. wissen, wer sie sei, ob sie sie kenne, ob sie hübsch sei(Was für eine Frage), ob sie schlau sei, was sie mache, wer ihre Freunde seien. Ich hielt mich nur zurück - denn obwohl ich nicht gerne auf böse Zungen höre, hielt ich das für die beste Entscheidung. Und immerhin kommen wir beide aus der selben Landei-Provinz, wo jeder jeden kennt.
Sie sagte, sie sei viel ausgeglichener geworden. Selbstbewusster. Sie könne sich selbst mit Stolz entgegentreten. Und sie habe gelernt, mit ihren Neurosen umzugehen - was mir nur ein müdes Lächeln abrang. Sie erzählte mir, was ich tun sollte, um mein Leben aufregender zu gestalten. Um Abwechslung in den Alltag zu bekommen, um Verantwortung zu übernehmen, um Abschalten zu können.
Ich habe mich in den letzten Monaten noch nie so gelangweilt wie an diesem Abend. Es war alles so - belanglos, uninterresant. Es waren aufgesetzte Sprüche. Es waren Belehrungen von jemandem, der nur Stücke meines Lebens kennt und nicht einmal die wichtigen aus meiner Kindheit und Jugend. All die Erfahrungen, die mich so seltsam machen wie ich bin. Das beste an dem Abend war, wie die Kellnerin zu kassieren kam. Und ich bin schon lange nicht mehr so zufrieden über mich selbst eingeschlafen. Mit der Gewissheit, keinen groben Fehler begangen zu haben.

Betreuung

Eigentlich bin ich ja derzeit mit Arbeit eingedeckt. Einerseits durch die Diplomarbeit, die etwa 55 bis 65 Stunden die Woche in Anspruch nimmt, andererseits aber auch durch das Kellnern, worauf 15 bis 25 Stunden die Woche entfallen. Dazu kommt jetzt, dass ich letztes Jahr für ein Forschungsprojekt in Amerika an der Syracuse University war und dieses Jahr kommen ein paar Amerikaner zu uns. Jetzt sind Betreuer gesucht und ich habe mich gerade freiwillig gemeldet. Nicht, weil mir gerade zu fad ist - sondern weil ich auf diese Sonderlinge wieder gespannt bin. Nicht, dass ich etwas gegen Amerikaner habe; aber sie sind so nett und süß, wenn man ihnen von Europa erzählt. Und ich bin mir sicher, dass die hilflos sein werden.

Dienstag, 20. Mai 2008

Vorgestellt werden

Kürzlich auf einer Hochzeit, auf der ich kellnerte (es war nicht der Bräutigam):

Darf ich vorstellen: Meine zukünftige Ex

Montag, 19. Mai 2008

Blu’s “MUTO-Animation” auf öffentlicher Mauer



(via)

Freitag, 16. Mai 2008

Baumhäuser

Es gibt Dinge, die nie an Faszination verlieren. Baumhäuser zum Beispiel sind solche Dinge, sie erinnern mich immer an Versteck- und Abenteuerspiele der Kindheit. Die deutsche Firma "baumraum" zum Beispiel baut professionelle Baumhäuser. Wenn ich jetzt Geld hätte, eine Haus und einen eigenen Baum dann würde ich mir sofort eines bauen lassen.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Musik meines Lebens #3

The Killers: "When You Were Young"

Als im Sommer 2006 soviel passierte, auf das ich gerne verzichtete hätte rettete mich etwas. Es war ein Job, aber nicht nur irgendeiner. Ich lag im Freibad und mein Handy klingelte. Am anderen Ende war eine Dame der Ausstattungsabteilung der Satel-Film und Bavaria Film. Es sollte eine Fernsehfilm in meiner schönen Südsteiermark gedreht werden und man suche einen Mitarbeiter, der hier sowohl Region als auch Leute kenne, Zeit hätte und die Arbeit nicht scheuen würde. Ich weiß nicht wer auf mich verwiesen hat und nachdem ich eigentlich in jenem Sommer Uniprüfungen machen wollte, lehnte ich ab. Aber nur für 2 Sekunden, denn nachdem sie mir sagte, ich würde täglich einen dreistelligen Eurobetrag verdienen sagte ich sofort zu.
Die Konditionen waren etwas anders als gedacht, immerhin arbeitete ich pro Woche nicht die vereinbarten 60 Stunden, sondern etwa zwischen 80 und 100 Stunden. Dennoch war das einer der interessantesten Jobs, die ich je hatte. Bis auf die stressige Regisseurin waren alle Setmitarbeiter freundlich und zuvorkommend, zeigten mir Tricks und erklärten mir die Hierachie am Filmset.
Anscheinend lernte ich gut genug, um zum nächsten Film mitgenommen zu werden, einem Projekt in Bad Aussee bei dem ich so lange mitarbeitete, wie es mir mein Sommerurlaub gebot. Dort zahlte man mir ein Hotelzimmer, Kilometergeld für meine Anreise sowie noch eine vergrößerte Essenspauschale. Es geht jetzt aber nicht so sehr um das Geld, das ich verdiente. Es war der Umgang mit den Mitarbeitern. Es waren neue Leute, die mich nicht so mitleidig ansahen wie die Freunde zu Hause, es waren Leute die von mir Arbeit forderten und trotzdem nachher mit auf ein Bier gingen.
Wieviel kann ich davon erzählen. Nicht nur von den Kniffen, die man im Film nicht sieht. Nicht nur von den Tricks der Kameraleute und den Fixieraktionen. Den improvisierten Schlammlöchern und Obstständen. Ich habe bis heute noch Kontakt zum Requisitenfahrer und immer wenn ich in Wien bin versuche ich ihn zu erreichen. Wir hatten soviel Spaß an der Hotelbar und es war einfach befreiend. Auch als ich im Auto von Arbeitsort zu Arbeitsort fuhr und nur die Killers hörte, die damals gerade ihr neues Album "Sams Town" veröffentlicht hatten. Es war irgendwie doch noch ein schöner Sommer.

Kompletter Soundtrack

Das nächste Mal probiere ich noch mehr

Das kann ja nicht sein. Am Samstag war ich Schuhe kaufen, probierte über 10 Paar durch und als ich dachte ich hätte sie - gekauft. Aber nun komme ich drauf, dass sie mir doch zu eng sind. Verdammt. Und die waren nicht billig.