Es ist Freitag 19 Uhr und ich sitze noch immer im Büro. Und diesemal ist das keine Situation die ich bedauere oder verfluche - immerhin habe ich innerhalb dieser Woche fast den gesamten praktischen Teil meiner Diplomarbeit geschrieben. Mein Kollege neben mir hat recht, ich bin schon ein wenig wahnsinnig.
Freitag, 31. Oktober 2008
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Noch einmal
"Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!"
3. Akt, 1. Szene - Heinrich, der V.
William Shakespeare
3. Akt, 1. Szene - Heinrich, der V.
William Shakespeare
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Rechtslogik
"Wenn sie einen Bauernhof erben, dann ist das unbewegliches Gut - zusammen mit der Scheune, dem Feld, dem Wald und dem kleinen Hoppelhäschen, das über die Weisen hoppelt. Wenn sie aber das Hoppelhäschen mit einer Flinte totschießen wird das tote Hoppelhäschen zu einem beweglichen Gut."
Soviel zur Logik des österreichischen Rechtssystems, wobei mir diese Ansichten aber immer gefallen haben.
Killers nebenbei
Ich habe gerade beim Pubquiz den Song "Read My Mind" von den Killers nicht erkannt. Zwar wusste ich sofort, dass es die Killers waren und ich konnte den Text mehr oder minder mir zuammenstoppeln aber ich bin nicht auf den verdammten Refrain gekommen. Und das nachdem ich einmal zwei Monate nur Killers gehört habe (besser als das halbe Jahr nur Tom Waits - das macht grantig und depressiv). Trotzdem - Vullschas!
Dienstag, 28. Oktober 2008
Schockschwerenot
Mein Kollege aus der gleichen Arbeitsgruppe, der mit mir das Studium begonnen hat (und eigentlich der erste Student war, den ich in meinem Studium angesprochen habe) hat heute die Benotung seiner Diplomarbeit empfangen. Ich schreibe gerade an meiner. Also aktiv, der experimentelle Teil ist fertig. Glaube ich (das muss man immer dazusagen).
Wie auch immer, er hat mir gerade den größten Schock der letzten Zeit versetzt.
Wie auch immer, er hat mir gerade den größten Schock der letzten Zeit versetzt.
"Ich habe gerade die Benotung für meine Diplomarbeit bekommen."
"Und?" (schreibe am Laptop weiter)
"Ja, ich bin zufrieden."
(etwas abgelenkt) "Was ists?"
"Ein Dreier."
Obwohl eigentlich Überstunden machte und pro Woche mindestens 55 Stunden im Labor stand, meine gesamte Arbeit über, habe ich jetzt kaum noch Zeit. Im Frühjahr gab es einen Monat in dem nicht einmal der einfachste Sensor funktionierte. Im Sommer kümmerte ich mich um amerikanische Austauschstudenten. Im September gab es eine Summerschool unseres Institutes und kurz vor Oktober ein Projektmeeting für das ich Daten vorbereiten musste. Nun soll ich am 1.1. mit meiner Disseration beginnen - soweit ich weiß - und bis dahin mein Studium fertiggestellt haben. Nun, ich rotiere somit etwas. Genau deswegen bekomme ich jetzt auch Sorgen, dass meine Arbeit nicht so schön werden wird wie die 3-wochenlang formatierten und gestylten (ja, es gibt durchgestylte Diplomarbeiten) Arbeiten mancher Kollegen. Aber wenn selbst seine eine 3 bekommt - was habe ich dann zu erwarten?
"Nein, ist eh eine 1."
" ... Das ist nicht witzig. Überhaupt nicht. Wirklich nicht. Für mich jedenfalls, aber das ist nicht witzig."
Die ganze Situation dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde, aber genau das ist mir durch den Kopf geschossen. Während mein Puls ausgesetzt hatte.
Montag, 27. Oktober 2008
Freitag, 24. Oktober 2008
Mir fällt gerade wieder einmal auf...
...dass ich für mein Studium keine Bücher brauchte. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich zum ersten Mal ein paar Bücher im 6. Semester ausgeborgt - als ein paar Prüfungen an der Reihe waren. Heute habe ich mir wieder Bücher ausgeborgt, über anorganische Komplexechemie und Metallorganik. Anscheinend fehlt mir da noch eine Prüfung. Wie auch immer, die Biliothekarin sagte mir, dass bei mir Leihgebüren ausständig seien, von meinem letzten Buch. Vom Januar 2007.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Blockflöte
Ich stehe heute morgen im Lift neben einem Kollegen von einem anderen Institut, der bei uns am Fluorimeter öfters Proben vermisst. Er hält eine Gibson E-Gitarre in der Hand.
"Deine? Spielst du?"
"Ja. Du, spielst du ein Instrument?"
"Eigentlich nicht. Aber ich habe einmal Blockflöte gespielt."
"Ich auch. Das hat glaube ich jeder einmal."
"Aber nur für ein Jahr, dann hat mich meine Musiklehrerin aus der Volksschule (Grundschule) mehr oder minder rausgeworfen."
"Ah. (schweigt) Und dann?"
"Dann habe ich Comeback bei der Erstkommunion im Jahr darauf versucht. Aber ich war mit dem Xylophon wohl meiner Zeit vorraus."
"Ah."
"Oder ich habe selbst bei den 3 Tönen, die ich am Xylophon gespielt habe, Fehler eingebaut."
Soviel zu meiner musikalischen Karriere.
Montag, 20. Oktober 2008
Holzbedarf
"Come down off the cross, we could use the wood"
(Komm vom Kreuz, wir könnten das Holz gebrauchen)
aus: Tom Waits - "Come on up to the House"
(Komm vom Kreuz, wir könnten das Holz gebrauchen)
aus: Tom Waits - "Come on up to the House"
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Radioaktiv für Werber
"Anscheinend ist das höchste Gut unserer Kultur heutzutage, das einem Künstler zugestanden wird, in einer Werbung aufzutreten - idealerweise nackt und auf der Haube eines Autos posierend. Ich habe mich strikt und wiederholt dieser zweifelhaften Ehre verweigert, ...während die Gerichte mich nicht ins Radio bringen können, verwende ich sie um mich giftig für Werbeschaffende machen können."
Tom Waits
Dienstag, 14. Oktober 2008
Musik-Tipp: 5 Sterne Deluxe - "Dein Herz schlägt schneller"
Erinnert mich irgendwie an die coolen Schulzeiten, als alles noch viel einfacher war. Die Rübe zuknallen, biddl unartig sein, die Öffentlichkeit ärgern und immer ein bisserl - seltsam halt. Was man als Jugendlicher so halt macht.
Sonntag, 12. Oktober 2008
Samstag, 11. Oktober 2008
Freitag, 10. Oktober 2008
Klassentreffen
Ist ja gut, dass ich den Google-Kalender nutze. Denn der schickt mir alle Kalendererinnerungen als SMS auf mein Handy und hat mir gerade angekündigt, dass in 30 Minuten mein Maturatreffen beginnt. Ich sitze eigentlich im Labor, habe keine Lust extra dorthin zu fahren - aber was macht man nicht alles. Mal sehen was sich da herausstellt.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Montag, 6. Oktober 2008
Ein Stein vom Herzen
Ich fühle mich gerade wie ein kleines Kind. Heute in der Früh wollte ich unser Fluorimeter kalibrieren. An sich keine Schwierigkeit, immerhin kann man mit dem Ding dann besser messen. Oder so halt, ich verschone den Leser mit wahrscheinlich uninteressanten Gerätespezifikationen. Auf jeden Fall schraube ich so an den dafür vorgesehenen Justierungsschrauben umher und - auf einmal ist das Licht weg. Weg. Also so richtig weg, flutsch und jetzt in Timbuktu oder Gott weiß wo. Auf jeden Fall kommt dort, wo Licht rauskommen sollte kein Licht mehr raus.
Kein Problem? Großes Problem. Wir haben zwar 2 Fluorimeter, aber davon sind 2 immer ausgelastet - also würde eine Verringerung der Gerätekapazität (vulgo: Eines ist kaputt) ein Problem darstellen. Ausserdem kostet dieses Ding mehr als ein einfacher Porsche Cayenne. Und sollte ich das jetzt zerstört haben glaubt es mir niemand, wenn ich sage, ein Hund hätte irgendwas gefressen oder umgestoßen.
Naja, aber wie das Leben so spielt: Nachdem ich nichts mehr zu verlieren hatte und der Doktor (einer meiner zwei Chefs) auch drauf losschraubte (und ich mich dann darauf rausreden könnte, nicht allein Schuld zu sein), ist das Licht auf einmal wieder aufgetaucht. Einfach so. Als wäre es nie weg gewesen; würde es reden können hätte ich wohl gehört "Hm, war was?".
Drecks Fluorimeter. Ich dachte schon ich müsste eine Niere verkaufen.
Kein Problem? Großes Problem. Wir haben zwar 2 Fluorimeter, aber davon sind 2 immer ausgelastet - also würde eine Verringerung der Gerätekapazität (vulgo: Eines ist kaputt) ein Problem darstellen. Ausserdem kostet dieses Ding mehr als ein einfacher Porsche Cayenne. Und sollte ich das jetzt zerstört haben glaubt es mir niemand, wenn ich sage, ein Hund hätte irgendwas gefressen oder umgestoßen.
Naja, aber wie das Leben so spielt: Nachdem ich nichts mehr zu verlieren hatte und der Doktor (einer meiner zwei Chefs) auch drauf losschraubte (und ich mich dann darauf rausreden könnte, nicht allein Schuld zu sein), ist das Licht auf einmal wieder aufgetaucht. Einfach so. Als wäre es nie weg gewesen; würde es reden können hätte ich wohl gehört "Hm, war was?".
Drecks Fluorimeter. Ich dachte schon ich müsste eine Niere verkaufen.
Rupert
Das erinnert mich ein wenig an... wie hieß er noch. Das junge Reh, das meine Tante für etwa ein Jahr aufzog. War zwar etwas größer, aber auch niedlich. Ja, niedlich. Aber nicht so sehr wie dieses hier.
(Direkt via darkroastedblend)
Sonntag, 5. Oktober 2008
Geld ist nur
"Money's just something you throw off the back of a train"
(Geld ist nur das, was man hinten im Zug herauswirft)
(Geld ist nur das, was man hinten im Zug herauswirft)
aus: Tom Waits - "Long Way Home"
Samstag, 4. Oktober 2008
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Mittwoch, 1. Oktober 2008
1. Oktober
Woran merkt man, dass der 1. Oktober ist? Man sitzt im Labor in der Uni und eine fesche, junge Studenten kommt auf einen zu und fragt.
"Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen wo der Hörsaal 017 ist?"
Vielen Dank für das "Sie".








