"Nochwas, kürzlich bei Ikea, Lauptsprecherdurchsage: "Bitte die Eltern von der kleinen Pandora...."
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Na das wird ja ein interessanter Abend. Was ist geplant? Naja, Fondue im kleinen Kreis, unter Freunden könnte man sagen. Das, was das ganze aber so interessant macht ist der Umstand, dass Melanie mich eingeladen hat: zum Verpassten Silvester-Fondue mit ihrer besten Freundin, deren Ehemann und ihrem Bruder.
Warum nun interessant? Nun, weil bis jetzt (so glaube ich) niemand davon weiß. Keiner meiner Kollegen weiß von uns und nur wenige meiner Freunde wissen, dass da jemand ist. Ich hänge soetwas einfach nicht an die große Glocke. Ausserdem läuft das ganze ja erst seit... 3 Wochen? Ja, es dürten 3 Wochen gewesen sein, auch wenn ich sie vor 6 Monaten kennenlernte und das ganze so vor sich hinköchelte ohne dass etwas fertig wurde.
Und irgendwie ist das auch so das erste Mal, dass ich präsentiert werde. Früher wussten das die meisten Leute schon bevor ich es wusste oder realisiert hatte. Es geschah auf Parties oder in Bars dass man mich mit einer Begleitung sah und Gerüchte machten schneller die Runde als Usain Bolt. Irgendwie macht mich das - nervös. Oh mein Gutt, ich bin gerade wieder 16 Jahre alt.
Warum nun interessant? Nun, weil bis jetzt (so glaube ich) niemand davon weiß. Keiner meiner Kollegen weiß von uns und nur wenige meiner Freunde wissen, dass da jemand ist. Ich hänge soetwas einfach nicht an die große Glocke. Ausserdem läuft das ganze ja erst seit... 3 Wochen? Ja, es dürten 3 Wochen gewesen sein, auch wenn ich sie vor 6 Monaten kennenlernte und das ganze so vor sich hinköchelte ohne dass etwas fertig wurde.
Und irgendwie ist das auch so das erste Mal, dass ich präsentiert werde. Früher wussten das die meisten Leute schon bevor ich es wusste oder realisiert hatte. Es geschah auf Parties oder in Bars dass man mich mit einer Begleitung sah und Gerüchte machten schneller die Runde als Usain Bolt. Irgendwie macht mich das - nervös. Oh mein Gutt, ich bin gerade wieder 16 Jahre alt.
Man lernt seine Freundin nicht im Club kennen.
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Ich fahre jetzt gleich für 2 Tage nach Salzburg, zu einem Vortrag von dem ich über Ecken mit Familienmitgliedern und ehemaligen Arbeitskollegen eine Einladung bekommen habe. Mal sehen wie das wird.
Ich höre in den letzten Tagen nur noch einen einzigen Song. Nun, es ist kein Song - eher ein Lied. Nein, auch kein Lied. Es ist ein Stück, ein Musikstück. Ja, so kann man das sagen. Ich höre es immer und immer wieder, und ich kann es nicht oft genug hören. Hätte man mir das vor 3 Jahren gesagt, dass ich soetwas hören würde hätte ich gelacht. Aber ganz ehrlich, es ist wundervoll. Beethovens 9. Sinfonie aufgeführt von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan. Weltklasse.
"Ich fing an die Gespräche der Leute, die um mich herum an der Bar saßen, aufzuschreiben. Als ich sie zusammenfügte, erkannte ich, dass sich darin Musik versteckte."
Tom Waits
Ich seh uns beide, du bist längst zu schwer
für meine Arme aber ich geb dich nicht her.
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine.
Und ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht.
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich!
Ich werde riesengroß für dich,
ein Elefant für dich.
Ich trag dich meilenweiter
übers Land.
und ich
trag dich so weit wie ich kann.
Ich trag dich so weit wie ich kann.
Und am Ende des Wegs wenn ich muss
trage ich dich,
trag ich dich über den Fluss
Einer der nicht sollte, weint am Telefon
und eine die nicht wollte,
weint und weiß es schon.
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die,
die noch nicht weg gehen wollten
Und ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht.
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich.
Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Wir sind Helden - "Ein Elefant für dich"
für meine Arme aber ich geb dich nicht her.
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine.
Und ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht.
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich!
Ich werde riesengroß für dich,
ein Elefant für dich.
Ich trag dich meilenweiter
übers Land.
und ich
trag dich so weit wie ich kann.
Ich trag dich so weit wie ich kann.
Und am Ende des Wegs wenn ich muss
trage ich dich,
trag ich dich über den Fluss
Einer der nicht sollte, weint am Telefon
und eine die nicht wollte,
weint und weiß es schon.
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die,
die noch nicht weg gehen wollten
Und ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht.
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich.
Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Wir sind Helden - "Ein Elefant für dich"
Das Menü steht: Insalate Caprese (ja, ich bin einfallslos) als Vorspeise. Danach Schweinsmedallions (ja ja, immer Kurzgebratenes) auf Kräuter-Senf-Sauce mit Zucchini und grünen Tagliatelle. Zuletzt Schnee-Eier mit Vanillecreme. Mal sehen ob ich das alles schaffe, der Knackpunkt ist wohl das Dessert. Wie auch immer, drei Kerzen sind schon da, Rosenblätter, Weißwein.
Dafür musste ich jetzt aber noch einkaufen. Natürlich die Rosenblätter und die Lebensmittel, Kerzen hatte ich schon. Und ich brauchte noch schnell eine Küchenwaage und einen Messbecher - denn sowas hatte ich bis vor einer Stunde nicht. Wie toll das noch bemerkt zu haben.
Dann geht es jetzt einmal ans Vorbereiten.
Dafür musste ich jetzt aber noch einkaufen. Natürlich die Rosenblätter und die Lebensmittel, Kerzen hatte ich schon. Und ich brauchte noch schnell eine Küchenwaage und einen Messbecher - denn sowas hatte ich bis vor einer Stunde nicht. Wie toll das noch bemerkt zu haben.
Dann geht es jetzt einmal ans Vorbereiten.
Ich bin ja manchmal so ein Idiot. Aber wie auch immer, gute Ideen sollte man nicht immer durch Rationalismus zerstören. Aber wie soll das funktionieren. Ich habe gerade versprochen, dass ich für Melanie koche. Ich. Ich kann das ja gar nicht. Oh mein Gott, was habe ich bloß für Ideen.
Ich bin gerade nach Hause gekommen. Nicht von weit her, nur vom Bierbrauer. Ach so, ja - der Bierbrauer ist ein Kollege von mir, ein Student, inzwischen nicht mehr, der mit mir mein Studium begonnen hat. Er mag sich nicht daran erinnern, aber er war der erste Student, mit dem ich auf der Uni geredet habe. So wie es immer ist, manche Dinge vergesse ich nicht. Ich weiß es noc immer. Auf jeden Fall - ich komme von seiner Wohnung. Wir haben Wii gespielt, es war ein Spass und ja. Das wars.
Viel mehr, was mir an diesem Abend heute gefallen hat war das Treffen mit Melanie. Ich habe mich fast verspätet. Und ich hasse es mich zu verspäten, insbesondere bei ihr. Ich habe sie einmal allein in einem Cafe sitzen lassen, weil ich so im Stress war. Einfach darauf vergessen. Die SMS danach, die sagte, sie habe 30 Minuten gewartet und nachdem ich nicht aufgetaucht sei, sei sie gegangen, hat mir meine Sinne geraubt.
Auf jeden Fall, wir saßen heute im Thomawirt und wir haben wieder einmal über Gott und die Welt geredet. Über die Arbeit, über Sport, über Hochzeiten (da kenne ich mich aus) und über den Rest. Über alles einfach. All das könnte ich schon vergessen haben, aber da war etwas was ich immer noch spüre. Es war dieses Streicheln, das leichte Kraulen an meinem Oberarm von ihr. Ich glaube nicht, dass ich in den letzten Monaten, vielleicht Jahren, soetwas Vertraues gespürt habe. Ihre Hand, die mit einer Ruhe an meinem Oberarm strich. Ruhig, nicht darauf konzentriert. Konzentriert darauf, was wir uns sagten; konzentriert darauf, wie wir uns ansahen. Aber dennoch war diese einfache Nähe, diese Vertrautheit etwas, was mich selbst jetzt noch einschüchtert und glücklich macht. Und jetzt gerade fühle ich mich - glücklich. Glücklich beruhigt.
Viel mehr, was mir an diesem Abend heute gefallen hat war das Treffen mit Melanie. Ich habe mich fast verspätet. Und ich hasse es mich zu verspäten, insbesondere bei ihr. Ich habe sie einmal allein in einem Cafe sitzen lassen, weil ich so im Stress war. Einfach darauf vergessen. Die SMS danach, die sagte, sie habe 30 Minuten gewartet und nachdem ich nicht aufgetaucht sei, sei sie gegangen, hat mir meine Sinne geraubt.
Auf jeden Fall, wir saßen heute im Thomawirt und wir haben wieder einmal über Gott und die Welt geredet. Über die Arbeit, über Sport, über Hochzeiten (da kenne ich mich aus) und über den Rest. Über alles einfach. All das könnte ich schon vergessen haben, aber da war etwas was ich immer noch spüre. Es war dieses Streicheln, das leichte Kraulen an meinem Oberarm von ihr. Ich glaube nicht, dass ich in den letzten Monaten, vielleicht Jahren, soetwas Vertraues gespürt habe. Ihre Hand, die mit einer Ruhe an meinem Oberarm strich. Ruhig, nicht darauf konzentriert. Konzentriert darauf, was wir uns sagten; konzentriert darauf, wie wir uns ansahen. Aber dennoch war diese einfache Nähe, diese Vertrautheit etwas, was mich selbst jetzt noch einschüchtert und glücklich macht. Und jetzt gerade fühle ich mich - glücklich. Glücklich beruhigt.
Ich glaube das Lied ist etwa geschätze 120.000 Jahre alt. Zumindest kommt es noch aus dem letzten Jahrtausend und ich habe es in den Neunzigern nie mögen. Was heisst nicht mögen, ich wusste dass es das Lied gibt und ich habe es einfach ignoriert. Keine Ahnung wie ich auf den Song wieder gestossen bin, aber er wuselt derzeit ziemlich wild in meinem Kopf herum.
Ich bin jetzt Diplomingeneur, ich habe meine Diplomprüfung bestanden. Das berührt mich eigentlich nicht. Was mich mehr berührt ist der Fakt, dass meine Ausbildung zu Ende ist. Gut, die Matura war das Ende des Gymnasiums - aber die Uni begann ein paar Monate darauf, es war nur ein Unterkapitel im ersten Kapitel des Lebens. Jetzt ist die Ausbildung vorbei. Zu Ende. Das ist, was mir derzeit etwas verwirrt.
Es gibt aber etwas, was mich wesentlich mehr beschäftigt. Ich hab zu meiner Diplomfeier ein paar Geschenke bekommen und Chemo kam extra aus der Schweiz für einen Abend angereist. Das ist schon ein wunderbarer Freundschaftsbeweis, aber es schaffte es dennoch das zu übertrumpfen. Er hat mir ein Buch geschenkt, aber ein Buch, das es nicht gibt. In Leder gebunden, mit einem Seidenlesezeichen. 73 Seiten in Farbe mit 21 Fotos illusriert. Das Buch handelt über mich. Ich habe ein Buch über mich geschenkt bekommen, über Saufgeschichten meiner Jugend, über Affären und Musikfestivals, über Urlaube und das Pubquiz. Keinen Bildband aus Fotos, ein Buch. Mit Text. Mit Kapiteln. Mit dem, was ein Buch ausmacht.
Ich glaube ich wiederhole mich jetzt, aber ich habe ein Buch über mich bekommen. Kann man sich das vorstellen. Ein Buch von jemandem, der über mein Leben erzählt. Muss ich noch mehr sagen?
Es gibt aber etwas, was mich wesentlich mehr beschäftigt. Ich hab zu meiner Diplomfeier ein paar Geschenke bekommen und Chemo kam extra aus der Schweiz für einen Abend angereist. Das ist schon ein wunderbarer Freundschaftsbeweis, aber es schaffte es dennoch das zu übertrumpfen. Er hat mir ein Buch geschenkt, aber ein Buch, das es nicht gibt. In Leder gebunden, mit einem Seidenlesezeichen. 73 Seiten in Farbe mit 21 Fotos illusriert. Das Buch handelt über mich. Ich habe ein Buch über mich geschenkt bekommen, über Saufgeschichten meiner Jugend, über Affären und Musikfestivals, über Urlaube und das Pubquiz. Keinen Bildband aus Fotos, ein Buch. Mit Text. Mit Kapiteln. Mit dem, was ein Buch ausmacht.
Ich glaube ich wiederhole mich jetzt, aber ich habe ein Buch über mich bekommen. Kann man sich das vorstellen. Ein Buch von jemandem, der über mein Leben erzählt. Muss ich noch mehr sagen?
Im Sommer 2006 habe ich für eine internationale Firma gearbeitet. Klingt gleich weltklasse, aber in Wirklichkeit habe ich in dem kleinen lokalen Zementwerk gearbeitet, das der internationalen Firma gehört. Wie auch immer, die Arbeit dauerte Juli und August - den September wollte ich für mich haben. Einen Monat Ferien, braucht man ja als Student.
Nun, ich beendete alles am 31. August und am 2. September ging ich mit meinem Bruder Paintballspielen. Und im SPrung in die Deckung schlug ich mit meinem Knie auf einem spitzen Stein auf (Wer das ganze sehen will, an tippe "Knieverletzung" in die Google Bildersuche und ich bin auf der ersten Seite). Ich dachte mir nichts dabei, aber nachdem diese kleine Verletzung nicht aufhörte, wusch ich sie mit Mineralwasser aus, fotografierte sie, verband mich und setzte mich ins Auto um ins Krankenhaus zu fahren. Im Krankenhaus blutete ich erst einmal ein wenig auf den Boden bevor mich eine besorgte Schwester ohne Anmeldung in einen Behandlungssaal bat. Der Assitenzarzt untersuchte mich (vorsichtig) und rief den Oberarzt der nach einer weitere (schmerzvollen) Kniebegutachtung eine Operation anordnete: "Der Schleimbeutel muss raus".
Ich war ganz seiner Meinung, wenn etwas schon einen so hässlichen Namen hat dann soll das weg. Ich wurde noch am Abend operiert - und allein das war weltklasse. Lokal betäubt konnte ich live die Operation mitansehen. Wer von euch hat schonmal sein Knie von innen gesehen? Niemand? Ich schon. Ha!
Naja, es wurde eine Drainage gelegt, ich fuhr die nächsten 2 Tage mit Rollstuhl im Krankenhaus umher, an der Seite hin immer die kleine Plastikflasche, die alle möglichen Körperflüssigkeiten aus meiner Wunde saugte. Auf was ich aber hinauswill: Der Aufenthalt war grausam. Das Essen war gut (meine Familie brachte mir Pizza und Menüs vom Schachtelwirt. Es war heiß, ich konnte nur auf dem Rücken schlafen (bin Bauch- oder Seitenschläfer), die Fernsteuerung des Fernseher war kaputt.
Aber ich hatte zwei Zimmergenossen. Der eine war irgendwo zwischen Koma, Delirium und Schmerzmittelrausch. Immerhin hatte er sich das Fußeisen seines Mopeds durch seinen Knöchel getrieben und vom Moped mitschleifen lassen - wobei natürlich viel Dreck in die Wunde gearbeitet wurde. Um die Wundflüssigkeit abzupumpen hatte es nicht so ein kleines Flascherl wie ich - nein: Er hatte eine Pumpe. An sich ja cool, aber diese Pump hörte sich an wie ein Handy, das in einem großen großen Saal durchgehen auf einem Holztisch mit Vibracall leutete. Die ganze Zeit. Auch um 3 Uhr Früh - was meinem Schlaf nicht zuträglich war.
Der, der den Vogel aber abgeschossen hat war der andere Kollege - Theo. Theo war ein wenig proletoid, aber wir saßen oft in unseren Rollstühlen am Raucherbalkon und unterhielten uns über das, was uns verbindet. Es war nicht viel, aber mit der Zeit findet man Themen.
Auf jeden Fall war es in der zweiten Nacht, als ich wieder einmal nicht schlafen konnte und durch den Schlafentzug schon anfing Tagträume vor ich hinzuhalluzinieren. Ich höre eine Stimme. Ganz weit weg. Sie ist wie durch Watte. Sie sagt:
Was zum Henker? Was ist das? Bin ich auf Meskalin oder habe ich einfach nur einen Hirnkurzschluss? Aber bevor ich nachdenken konnte macht die Stimme weiter.
Wie bitte? Das gibt es ja nicht. Was ist das? Ich merkte aber, dass die Stimme nicht in meinem Kopf direkt war, sondern eher links. Da kam keine Stimme von rechts, sondern nur links. Ergo müsste sie ausserhalb des Kopfes sein und wenn ich mich nicht irre und ich am linken Ohr etwas höre dann ist die Quelle wohl links von mir. Bei Theo.
Theo nämlich dachte dass ich schlafe und telefonierte mit einem seiner Bunnys, wie er seine Bekanntschaften respektvoll nannte. Das ging 3 Stunden so, mal fragte er etwas über Vorlieben, mal schien er auf Fragen zu antworten. Auf jeden Fall war das 3 Stunden und obwohl ich mich nicht als verklemmt ansehe war mir diese Situation äusserst unangenehm. Ich sagte nichts, blieb liegen und hoffte dass der Schlaf mich holen würde. Aber er kam nicht, in solchen Situationen schläft man nicht ein. Ich erfuhr in der Nacht einiges über das Sexualleben Theos, und eigentlich 100% davon hätte ich lieber nicht gewusst. Und als das ganze vorbei war - rief er die Nächste an. Um 2 Uhr Früh. Da capo.
Ich treffe ihn hin und wieder auf den Maturabällen meines ehemaligen Gymnasiums, immer mit einer Frau im Arm. Und egal wer sie ist, sie tut mir immer ein wenig leid wenn ich bedenke, was ich in jener Nacht mitgehört habe.
Nun, ich beendete alles am 31. August und am 2. September ging ich mit meinem Bruder Paintballspielen. Und im SPrung in die Deckung schlug ich mit meinem Knie auf einem spitzen Stein auf (Wer das ganze sehen will, an tippe "Knieverletzung" in die Google Bildersuche und ich bin auf der ersten Seite). Ich dachte mir nichts dabei, aber nachdem diese kleine Verletzung nicht aufhörte, wusch ich sie mit Mineralwasser aus, fotografierte sie, verband mich und setzte mich ins Auto um ins Krankenhaus zu fahren. Im Krankenhaus blutete ich erst einmal ein wenig auf den Boden bevor mich eine besorgte Schwester ohne Anmeldung in einen Behandlungssaal bat. Der Assitenzarzt untersuchte mich (vorsichtig) und rief den Oberarzt der nach einer weitere (schmerzvollen) Kniebegutachtung eine Operation anordnete: "Der Schleimbeutel muss raus".
Ich war ganz seiner Meinung, wenn etwas schon einen so hässlichen Namen hat dann soll das weg. Ich wurde noch am Abend operiert - und allein das war weltklasse. Lokal betäubt konnte ich live die Operation mitansehen. Wer von euch hat schonmal sein Knie von innen gesehen? Niemand? Ich schon. Ha!
Naja, es wurde eine Drainage gelegt, ich fuhr die nächsten 2 Tage mit Rollstuhl im Krankenhaus umher, an der Seite hin immer die kleine Plastikflasche, die alle möglichen Körperflüssigkeiten aus meiner Wunde saugte. Auf was ich aber hinauswill: Der Aufenthalt war grausam. Das Essen war gut (meine Familie brachte mir Pizza und Menüs vom Schachtelwirt. Es war heiß, ich konnte nur auf dem Rücken schlafen (bin Bauch- oder Seitenschläfer), die Fernsteuerung des Fernseher war kaputt.
Aber ich hatte zwei Zimmergenossen. Der eine war irgendwo zwischen Koma, Delirium und Schmerzmittelrausch. Immerhin hatte er sich das Fußeisen seines Mopeds durch seinen Knöchel getrieben und vom Moped mitschleifen lassen - wobei natürlich viel Dreck in die Wunde gearbeitet wurde. Um die Wundflüssigkeit abzupumpen hatte es nicht so ein kleines Flascherl wie ich - nein: Er hatte eine Pumpe. An sich ja cool, aber diese Pump hörte sich an wie ein Handy, das in einem großen großen Saal durchgehen auf einem Holztisch mit Vibracall leutete. Die ganze Zeit. Auch um 3 Uhr Früh - was meinem Schlaf nicht zuträglich war.
Der, der den Vogel aber abgeschossen hat war der andere Kollege - Theo. Theo war ein wenig proletoid, aber wir saßen oft in unseren Rollstühlen am Raucherbalkon und unterhielten uns über das, was uns verbindet. Es war nicht viel, aber mit der Zeit findet man Themen.
Auf jeden Fall war es in der zweiten Nacht, als ich wieder einmal nicht schlafen konnte und durch den Schlafentzug schon anfing Tagträume vor ich hinzuhalluzinieren. Ich höre eine Stimme. Ganz weit weg. Sie ist wie durch Watte. Sie sagt:
Magst du es lieber von vorn oder von hinten?
Was zum Henker? Was ist das? Bin ich auf Meskalin oder habe ich einfach nur einen Hirnkurzschluss? Aber bevor ich nachdenken konnte macht die Stimme weiter.
Magst du es lieber sanft oder hart?
Wie bitte? Das gibt es ja nicht. Was ist das? Ich merkte aber, dass die Stimme nicht in meinem Kopf direkt war, sondern eher links. Da kam keine Stimme von rechts, sondern nur links. Ergo müsste sie ausserhalb des Kopfes sein und wenn ich mich nicht irre und ich am linken Ohr etwas höre dann ist die Quelle wohl links von mir. Bei Theo.
Theo nämlich dachte dass ich schlafe und telefonierte mit einem seiner Bunnys, wie er seine Bekanntschaften respektvoll nannte. Das ging 3 Stunden so, mal fragte er etwas über Vorlieben, mal schien er auf Fragen zu antworten. Auf jeden Fall war das 3 Stunden und obwohl ich mich nicht als verklemmt ansehe war mir diese Situation äusserst unangenehm. Ich sagte nichts, blieb liegen und hoffte dass der Schlaf mich holen würde. Aber er kam nicht, in solchen Situationen schläft man nicht ein. Ich erfuhr in der Nacht einiges über das Sexualleben Theos, und eigentlich 100% davon hätte ich lieber nicht gewusst. Und als das ganze vorbei war - rief er die Nächste an. Um 2 Uhr Früh. Da capo.
Ich treffe ihn hin und wieder auf den Maturabällen meines ehemaligen Gymnasiums, immer mit einer Frau im Arm. Und egal wer sie ist, sie tut mir immer ein wenig leid wenn ich bedenke, was ich in jener Nacht mitgehört habe.
Noch vor ein paar Monaten rührte sich niemand. Jede hatte zu tun, wollte fortgehen, wollte dies machen oder wollte das machen. Niemand hatte Zeit. Und was ist jetzt. Jetzt, wo ich sie kennengelernt habe und eigentlich an niemand anderem Interesse habe bekomme ich Nachrichten. Per SMS, eMail, studiVZ, facebook - das gesamte Programm. Jede meldet sich. "Wollen wir nicht mal an einem Abend auf einen Kaffee gehen?"
Nicht jetzt. Derzeit nicht. Lasst mich in Ruhe.
Nicht jetzt. Derzeit nicht. Lasst mich in Ruhe.
Ich muss lernen. Mir fehlen noch Dinge, die ich bis zu meiner Diplomprüfung wissen will. Charakteristika unterschiedlicher Bauteil von Fluorimetern, großtechnische Herstellung und Verarbeitung gewisser Polymere, Vertreter von aktiven und passiven planaren optischen Wellenleitersensoren (PWCS) - all das steht noch an. Aber irgendwie kann ich derzeit nicht. Also mache ich das, was ich sonst auch immer mache, wenn ich nicht zu Hause bin, lernen muss und nicht will oder kann: Ich surfe im Netz.Und da erreiche ich auch ein Forum, in dem ich einst aktiv war. Angemeldet irgendwann 2000 habe ich dort tausende Beiträge geschrieben, bis irgendwann das Forum sich zu einem Moloch aufblähte und ich - naja, andere Prioritäten setzte. Dort habe ich auch ein Bild gefunden, das ich anscheinend irgendwann einmal aufgenommen habe. Ein Bild von meinem Krawattenbügel, warum auch immer. Ich versuche gerade zu rekonstruieren, wann ich dieses Bild aufgenommen habe. Ich habe keine schwarze Beerdigungskrawatte, meine Maturaballkrawatte hängt aber schon dort. Müsste also irgendwann zwischen November 2002 und Februar 2004 aufgenommen worden sein.
Und jetzt denke ich mir: Verdammt, ich sollte weiter lernen.
Leider stehe ich derzeit etwas unter Stress und habe für nichts Zeit. Jedenfalls für nichts, was nicht wirklich lebenswichtig ist. Zum Beispiel hatte ich Zeit am Montag Morgen Zeit mir meinen Gips abnehmen zu lassen. Oder ich hatte Zeit letzten Samstag mich mit Melanie zu treffen. Wobei zu sagen, dass ich Zeit gehabt hätte wohl die falsche Herangehensweise impliziert - ich habe einfach alles andere rund um diesen Abend geplant.
Sushi im Yamamoto, einem winzigen aber ausgezeichneten Sushi-Restaurant, einen Tee noch schnell vor dem Film "Burn After Reading" in Originalton und dann noch zusammen etwas trinken. Klingt fast nach einer Art Filmdate, ich weiß. Aber es war ein wunderbarer Abend, und seit mehreren Wochen der erste Morgen, an dem ich zufrieden und ohne Stressgefühl auchgewacht bin.
Das ist auch der Grund, weshalb ich ganz ehrlich derzeit nicht weiß an was ich öfters denke: An die Diplomprüfung oder an sie?
Sushi im Yamamoto, einem winzigen aber ausgezeichneten Sushi-Restaurant, einen Tee noch schnell vor dem Film "Burn After Reading" in Originalton und dann noch zusammen etwas trinken. Klingt fast nach einer Art Filmdate, ich weiß. Aber es war ein wunderbarer Abend, und seit mehreren Wochen der erste Morgen, an dem ich zufrieden und ohne Stressgefühl auchgewacht bin.
Das ist auch der Grund, weshalb ich ganz ehrlich derzeit nicht weiß an was ich öfters denke: An die Diplomprüfung oder an sie?
Wir hatten gestern ein kltes Büro - oder sagen wir ein kaltes Gebäude. Denn so wie es scheint, ist auf der Baustelle des neuen Unigebäudes die Fernwärmeleitung aufgebrochen worden. Gut, wir haben in unserem Büro 4 Leute, 4 Computer und ienne Heizstrahler. Aber im Labor hatte es gestern 13°. Zum Abfrieren.
Ich habe mir zum letzten Mal die Haare geschnitten bevor ich nach Spanien flog. Das war am 15. November. Seitdem wuchsen sie und wuchsen sie und wuchsen sie. Und in letzter Zeit habe ich ausgesehen wie jemand, der in eine Steckdose greift - wiederholte Male. Also wollte ich mir gestern mit meinem geliebten Bart- und Haartrimmer die Haare schneiden. Das ganze funktioniert auch wunderbar, jedenfalls für 50 Prozent des Kopfes. Danach entschloss sich der Haarschneider in Warnstreik zu treten und brummte nur noch ohne auch nur ein Härchen zu krümmen. Kurz drauf kündigte er mir seinen Dienst auf.
Was macht man nun mit einem Kopf, der vorne kurze Haare hat und am Hinterkopf etwa 7 cm lange? Nun, man ruft seinen Bruder an und bittet ihn vielleicht doch schnell nach Graz zu kommen und den anderen Haarschneider mitzubringen. So einen richtigen halt, nicht mit Akku, sondern schwer und richtig kräftig. Das Ganze hat auch funktioniert, denn er ist wirklich noch um 10 Uhr abends nach Graz gekommen. Und ich hab wieder normale Haare.
Was macht man nun mit einem Kopf, der vorne kurze Haare hat und am Hinterkopf etwa 7 cm lange? Nun, man ruft seinen Bruder an und bittet ihn vielleicht doch schnell nach Graz zu kommen und den anderen Haarschneider mitzubringen. So einen richtigen halt, nicht mit Akku, sondern schwer und richtig kräftig. Das Ganze hat auch funktioniert, denn er ist wirklich noch um 10 Uhr abends nach Graz gekommen. Und ich hab wieder normale Haare.
Ich bin ja ein großer Fan des Pubquiz, schließlich (und so glaube ich mich daran zu erinnern) war unser Team das erste Team des Grazer Pubquiz, das verrückt genug war sich Teamtrikots drucken zu lassen. Dienstag abend ist sozusagen Pubquiz Abend, und komme was wolle - egal wieviel Arbeit ansteht und sollte ich danach noch ins Labor müssen - ab 18:00 steht Pubquiz am Programm. Gut, es beginnt erst ab 20:00, aber man sollte ab 18:00 dort sein um sich einen Tisch zu reservieren.
Nun, heute war auch wieder Pubquiz - das erste dieses Jahres. Und wenn mich nicht die Leute angerufen hötte wäre ich nicht hingegangen. Pubquiz ist wichtig für mich, da muss ich hin. Da sehen wir uns wieder, all die Leute aus meinem Heimatkaff, die deswegen extra nach Graz kommen. Aber heute? Heute saß ich mit Melanie gefühlte 8 wunderbare Stunden im Aiola City und um nichts in der Welt wäre ich zum Pubquiz gegangen. Hätten mich nicht die Leute, die schon dort waren, angerufen und gefragt, wann ich denn endlich auftauchen würde. Wie habe ich das verflucht. Wie habe ich das verflucht. Ich glaube, selbst wenn wir heute gewonnen hätte - es wäre nur eine Niederlage gewesen. Wirklich.
Nun, heute war auch wieder Pubquiz - das erste dieses Jahres. Und wenn mich nicht die Leute angerufen hötte wäre ich nicht hingegangen. Pubquiz ist wichtig für mich, da muss ich hin. Da sehen wir uns wieder, all die Leute aus meinem Heimatkaff, die deswegen extra nach Graz kommen. Aber heute? Heute saß ich mit Melanie gefühlte 8 wunderbare Stunden im Aiola City und um nichts in der Welt wäre ich zum Pubquiz gegangen. Hätten mich nicht die Leute, die schon dort waren, angerufen und gefragt, wann ich denn endlich auftauchen würde. Wie habe ich das verflucht. Wie habe ich das verflucht. Ich glaube, selbst wenn wir heute gewonnen hätte - es wäre nur eine Niederlage gewesen. Wirklich.
Morgen steht der nächste Schritt auf dem Plan: Die Abgabe der Diplomarbeit. Gut, sie ist benotet, ich habe einen Prüfungstermin, ich lerne bereits. Und nun folgt die Abgabe einer gebundenen Version für die Universitätsbibliothek. Es nähert sich alles dem Ende.
"Die meisten Leute, die ich bewundere, riechen lustig und kommen kaum raus. Es ist wahr. Entweder sind sie tot oder sie fühlen sich nicht gut."
Tom Waits
Eine wirklich gute Idee um Popularität zu steigern hat immonet.de - wer nämlich einen Blog hat und einen Trackback setzt kann einen iPod gewinnen. Mal schauen ob das funktioniert.
Ich habe vor etwa... vielen vielen Jahren Steffi kennengelernt. Sie war Kellnerin in meinem Stammlokal, und das sogar noch zu meinen Schulzeiten. Zu Zeiten, in denen ich gerade einmal 14 Jahre alt war, und wenn jetzt Einsprüche kommen: Ich weiß, ich bin relativ früh in meinem Leben fortgegangen. Vorteil daran ist aber, dass man umso länger Spaß hat. Auf jeden Fall hat sie mir immer mein Trinken gebracht, ich habe "Bitte" und "Danke" gesagt und Trinkgeld gegeben. So ging das über Jahre hinweg und alles war gut.
Bis zu einem Sommer ging alles gut. Ich war jeden Abend in dieser Bar für einen Kaffee, ein Kreuzworträtsel und ein paar Bier. Es war ein wunderbarer Sommer und ich erinnere mich gerne daran zurück, ich habe davon noch viel in Erinnerung. Nur ich kann mich partout nicht daran erinnern, dass ich jemals gemerkt hätte, dass Steffi in mich verknallt war. So richtig. Jeder andere wusste es, und als ich damals jeden Tag barfuß in den Gastgarten einmarschierte lachten alle Gäste, sie wurde knallrot im Gesicht und ich bestellte einen Kaffee. Und merkte nichts von alledem.
Bis sie sagte, dass sie in mich verknallt war. Was ja eben der Fall war. Das war an einem Samstag Abend, in der Küche dieser besagten Bar. Und ich war so perplex - ich war es wirklich - dass ich nur darauf erwiderte, dass ich in Laura verschossen sei. Natürlich kannte sie Laura, irgendwie war unser Kaff auch ein Abklatsch von Beverly Hills 90210. Da kennt jeder jeden (seiner Alterklasse). Ich wusste nicht was ich sagen sollte, sie war den Tränen nahe, also: Gut gemacht Tobi.
Die folgenden Jahre verstanden wir uns prächtig. Wir tanzten, wir tranken, wir verstanden uns einfach gut. Aber irgendwie steht seit dem etwas Seltsames zwischen uns. Ich kann mich erinnern, dass ich einmal als Fahrer sie und eine ihrer Freudinnnen (mit der ich sogar Grundschule ging) auf ein ärmseliges Pop-Charts-Techno Zeltfest brachte und dann in die nächste Bar mitnahm. Dort harrte ich mit Cola aus und fuhr sie in der Früh noch zum Autobahnrestaurant, weil man ja nicht mit leerem Magen ins Bett kann. So standen wir dort und warteten in der Kälte auf die Öffnung des Restaurant - eng umarmt und umschlungen. Dass da nichts passiert ist wundert mich heute noch. Ich brachte sie an jenem Abend sogar noch nach Hause, und schaffte es sogar auf die Frage mit dem Kaffee "Nein" zu sagen.
Aber seitdem - hat sich nichts verändert.
Am Tag, nachdem sich Sophie dieses Jahr von mir trennte fand das EM-Finalspiel statt. Natürlich ging ich in die Rudelglotz-Arena in Leibnitz und traf dort auf Vereinskollegen, alte Freunde, Steffi und Sophie. Sophie saß dort neben einem Bekannten von mir, mit dem es zwar wirklich lustig ist Partys zu feiern aber dessen emotionale Kompetenz ich nicht wirklich hoch einschätze. Und wo sitze ich? Neben den beiden und ein paar weiteren Volleyballern. Nach dem Finale hatte ich bereits ein leichtes Damenspitzerl, und wahrscheinlich deswegen dachte ich nicht weiter nach. Ich sah Sophie mit dem einen und dann sah ich Steffi - setzte ich mich also zu ihr, denn was Sophie kann, kann ich schon lange. Lange Rede kurzer Sinn: Um 2 Uhr früh nach Handhalten und dem gesamten Blödsinn stand ich kurz davor in ihr Auto einzusteigen und mit ihr zu ihr zu fahren. Was ich aber nicht tat, dafür bekam ich aber darauf ein paar liebevolle SMS, die ich mit nüchternen Antworten beantwortete. Daraufhin versuchte ich es zu vermeiden ihr über den Weg zu laufen.
Anfang Dezember trafen wir uns wieder, sie aufgelöst wegen einem privaten Schicksalsschlag und als wäre all das nie passiert, saßen wir nebeneinander, ich redete ihr gut zu, rief ihr ein Taxi und schickte sie allein mit dem Taxler nach Hause. Als wäre nichts gewesen.
Als wäre nichts gewesen treffe ich sie nun zu den Weihnachtsfeiertagen in Leibnitz wieder. Ich bin dort mit Chemo, der aus der Schweiz kurz heim kam, und sie drücktleicht eindeutig angeheitert ihm und mir die alte Geschichte wieder aufs Auge: "Und ich habe dir damals in der Küche gesagt, dass ich dich mag. Und du sagtest du magst die Laura." Die ganze Geschichte haben wir durchgekaut. Schlussendlich zog sie dann mit dem Freund ihres Exfreundes von vor 2 Jahren von dannen.
Ich weiß, dass ich ihr leid tue, zumindest hat sie das einmal gesagt. Ich sei so unsicher, ich sei so naiv. Sie tut mir leid, aber eigentlich nicht wegen ihr, sondern wegen mir. Irgendwie treten wir uns selber auf die Füße und werden uns nicht mehr los. Mal sehen wie 2009 wird.
Bis zu einem Sommer ging alles gut. Ich war jeden Abend in dieser Bar für einen Kaffee, ein Kreuzworträtsel und ein paar Bier. Es war ein wunderbarer Sommer und ich erinnere mich gerne daran zurück, ich habe davon noch viel in Erinnerung. Nur ich kann mich partout nicht daran erinnern, dass ich jemals gemerkt hätte, dass Steffi in mich verknallt war. So richtig. Jeder andere wusste es, und als ich damals jeden Tag barfuß in den Gastgarten einmarschierte lachten alle Gäste, sie wurde knallrot im Gesicht und ich bestellte einen Kaffee. Und merkte nichts von alledem.
Bis sie sagte, dass sie in mich verknallt war. Was ja eben der Fall war. Das war an einem Samstag Abend, in der Küche dieser besagten Bar. Und ich war so perplex - ich war es wirklich - dass ich nur darauf erwiderte, dass ich in Laura verschossen sei. Natürlich kannte sie Laura, irgendwie war unser Kaff auch ein Abklatsch von Beverly Hills 90210. Da kennt jeder jeden (seiner Alterklasse). Ich wusste nicht was ich sagen sollte, sie war den Tränen nahe, also: Gut gemacht Tobi.
Die folgenden Jahre verstanden wir uns prächtig. Wir tanzten, wir tranken, wir verstanden uns einfach gut. Aber irgendwie steht seit dem etwas Seltsames zwischen uns. Ich kann mich erinnern, dass ich einmal als Fahrer sie und eine ihrer Freudinnnen (mit der ich sogar Grundschule ging) auf ein ärmseliges Pop-Charts-Techno Zeltfest brachte und dann in die nächste Bar mitnahm. Dort harrte ich mit Cola aus und fuhr sie in der Früh noch zum Autobahnrestaurant, weil man ja nicht mit leerem Magen ins Bett kann. So standen wir dort und warteten in der Kälte auf die Öffnung des Restaurant - eng umarmt und umschlungen. Dass da nichts passiert ist wundert mich heute noch. Ich brachte sie an jenem Abend sogar noch nach Hause, und schaffte es sogar auf die Frage mit dem Kaffee "Nein" zu sagen.
Aber seitdem - hat sich nichts verändert.
Am Tag, nachdem sich Sophie dieses Jahr von mir trennte fand das EM-Finalspiel statt. Natürlich ging ich in die Rudelglotz-Arena in Leibnitz und traf dort auf Vereinskollegen, alte Freunde, Steffi und Sophie. Sophie saß dort neben einem Bekannten von mir, mit dem es zwar wirklich lustig ist Partys zu feiern aber dessen emotionale Kompetenz ich nicht wirklich hoch einschätze. Und wo sitze ich? Neben den beiden und ein paar weiteren Volleyballern. Nach dem Finale hatte ich bereits ein leichtes Damenspitzerl, und wahrscheinlich deswegen dachte ich nicht weiter nach. Ich sah Sophie mit dem einen und dann sah ich Steffi - setzte ich mich also zu ihr, denn was Sophie kann, kann ich schon lange. Lange Rede kurzer Sinn: Um 2 Uhr früh nach Handhalten und dem gesamten Blödsinn stand ich kurz davor in ihr Auto einzusteigen und mit ihr zu ihr zu fahren. Was ich aber nicht tat, dafür bekam ich aber darauf ein paar liebevolle SMS, die ich mit nüchternen Antworten beantwortete. Daraufhin versuchte ich es zu vermeiden ihr über den Weg zu laufen.
Anfang Dezember trafen wir uns wieder, sie aufgelöst wegen einem privaten Schicksalsschlag und als wäre all das nie passiert, saßen wir nebeneinander, ich redete ihr gut zu, rief ihr ein Taxi und schickte sie allein mit dem Taxler nach Hause. Als wäre nichts gewesen.
Als wäre nichts gewesen treffe ich sie nun zu den Weihnachtsfeiertagen in Leibnitz wieder. Ich bin dort mit Chemo, der aus der Schweiz kurz heim kam, und sie drückt
Ich weiß, dass ich ihr leid tue, zumindest hat sie das einmal gesagt. Ich sei so unsicher, ich sei so naiv. Sie tut mir leid, aber eigentlich nicht wegen ihr, sondern wegen mir. Irgendwie treten wir uns selber auf die Füße und werden uns nicht mehr los. Mal sehen wie 2009 wird.
Hätte mir vor 2 Jahren jemand erzählt, dass ich in meiner Urlaubszeit meinen Samstag Abend alleine mit Tee und Büchern verbringe - ich hätte es wahrscheinlich nicht einmal gehört.
Ich höre in jedem Moment meines Lebens Musik, ausschließlich Musik. Natürlich nicht in den Momenten, in denen ich mit alten Freunden nach Sperrstunde in verrauchten Bars stumm in mein Bier starre - aber in gewisser Hinsicht ist auch das Musik. Und auch nicht wenn mir eine wunderschöne Frau gegenüber sitzt und mir etwas erzählt, denn das ist eindeutig auch eine ganz eigene Musik.
Auf jeden Fall bin ich derzeit ein wenig genervt. Ich wohne jetzt seit knapp einem Jahr in meiner neuen Wohnung und habe es bis jetzt ohne Radio oder Fernseher ausgehalten. Weil es unnötig ist. Es läuft durchgehend der MP3-Player, der an 2 PC-Boxen angeschlossen ist. Und dort kann ich mir mein Programm aussuchen: klassische Instrumentalmusik für den Feierabend, Tom Waits wenn ich aus Bars heimkehre, Yann Tiersen wenn ich lerne. Oder halt der Ordner mit den ganzen "Lieblingsliedern", die einfach zufällig gespielt werden. Problematisch wird aber, wenn man die gesamten Lieblingslieder so oft gehört hat, dass sie einfach nicht mehr als Berieselung durchgehen. Es funktioniert einfach nicht mehr, ich muss einmal etwas neues hören. Etwas, was ich nicht kenne. Und ich kenne aber alle MP3s meiner Festplatte. Ich glaube ich brauche ein Radio.
Und deswegen sitze ich seit 2 Stunden da und überlege mir ein Tivoli Audio Model One zu kaufen. Soll ich?
Auf jeden Fall bin ich derzeit ein wenig genervt. Ich wohne jetzt seit knapp einem Jahr in meiner neuen Wohnung und habe es bis jetzt ohne Radio oder Fernseher ausgehalten. Weil es unnötig ist. Es läuft durchgehend der MP3-Player, der an 2 PC-Boxen angeschlossen ist. Und dort kann ich mir mein Programm aussuchen: klassische Instrumentalmusik für den Feierabend, Tom Waits wenn ich aus Bars heimkehre, Yann Tiersen wenn ich lerne. Oder halt der Ordner mit den ganzen "Lieblingsliedern", die einfach zufällig gespielt werden. Problematisch wird aber, wenn man die gesamten Lieblingslieder so oft gehört hat, dass sie einfach nicht mehr als Berieselung durchgehen. Es funktioniert einfach nicht mehr, ich muss einmal etwas neues hören. Etwas, was ich nicht kenne. Und ich kenne aber alle MP3s meiner Festplatte. Ich glaube ich brauche ein Radio.
Und deswegen sitze ich seit 2 Stunden da und überlege mir ein Tivoli Audio Model One zu kaufen. Soll ich?
Für mich ist der letzte Tag im Dezember nicht deswegen wichtig, weil es der letzte Tag des Jahres ist sondern weil es gleichzeitig auch der Geburtstag eines meiner besten Freunde ist. Ich kenne ihn nicht so lange wie manch anderen, aber doch schon etwas mehr als 6 Jahre. Und in dieser gesamten Zeit war er immer nur mit ein und derseben Person zusammen. Wann immer ein größere Ausflug anstand, sie und er, beide waren da.
Dann geschahen ein paar Dinge, und manches verändert sich. Man glaubt, dass man sich nicht einmischen soll, aber wie auch immer - es war irgendwann im Somer vorbei, die Beziehung der beiden war zu ende. Ich habe das erst etwas verspätet mitbekommen und es traf mich obwohl ich das hin und wieder in Betracht zog überraschte es mich.
Gestern war nun wieder seine Geburtstagsfeier und zum ersten Mal seit dem ich ihn kenne ist er nicht mit ihr dort. Er hat eine neue Freundin, aber das ist es nicht. Ich kenne beide, ich sehe beide beim fortgehen oder in Graz. Und nun habe ich bei jedem Mal, wenn ich einen von den beiden sehe das Gefühl, dass ich aufpassen muss was ich sage. Dass ich über niemanden anderen etwas erzähle, was den einen nichts mehr angeht. Das kann alles nichts.
Dann geschahen ein paar Dinge, und manches verändert sich. Man glaubt, dass man sich nicht einmischen soll, aber wie auch immer - es war irgendwann im Somer vorbei, die Beziehung der beiden war zu ende. Ich habe das erst etwas verspätet mitbekommen und es traf mich obwohl ich das hin und wieder in Betracht zog überraschte es mich.
Gestern war nun wieder seine Geburtstagsfeier und zum ersten Mal seit dem ich ihn kenne ist er nicht mit ihr dort. Er hat eine neue Freundin, aber das ist es nicht. Ich kenne beide, ich sehe beide beim fortgehen oder in Graz. Und nun habe ich bei jedem Mal, wenn ich einen von den beiden sehe das Gefühl, dass ich aufpassen muss was ich sage. Dass ich über niemanden anderen etwas erzähle, was den einen nichts mehr angeht. Das kann alles nichts.
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