Skype

Es gibt Dinge, die macht man nur einmal im Leben. So wie die erste Scheidung oder sowas. Oder zum Beispiel einen Freund anrufen. Mit Skype nach einem Pubquiz vom Laptop der Imbissbudenverkäuferin. Weltklasse Aktion - mitten in Graz am Würstelstand per Videokonferenz.

Kollege

Ich liebe es mein Labor mit einem Russen zu teilen. Derzeit erzählt er mir in meinem Rücken, dass er gerade seine gesamte Arbeit in ein Ölbad verfrachtet hat, dass es brennt und dass alles scheiße ist. Weltklasse, oder?

Before I die...



Da hat er aber Recht. Muss ich ihm zustimmen. Und die Wünsche von vielen anderen findet man hier.

(via)

Warum man sich von Gemanistik-Studentinnen fernhalten sollte

Weil sie lanweilige Diskussionsrunden führen. Weil sie immer nur über Bücher reden. Weil sie nach einem Kafka-Seminar nür über ihren Vater reden. Und nach einem Handke-Seminar nur über ihre Mutter.
Nein, all das stimmt nicht. Wirklich nicht. Liz war eine Germanistik-Studentin, hübsch sogar - aber nicht mein Typ. Eigentlich wollte ich an dem Abend, an dem ich sie kennenlernte, bei ihrer Freundin landen. Ihre Freundin kannte ich schon seit einer halben Ewigkeit, aber wie es sich mit Ewigkeiten so auf sich hat: Man verliert sich aus den Augen. Und obwohl ich mir ihr einen schönen Abend hatte, endete der Abend mit jemand anderem: Liz.
Ich hielt das für die Geschichte eines Abends, sie aber wollte anscheinend mehr. Um ihr das klarzumachen traf ich sie sogar noch persönlich. Diese Dinge per SMS zu regeln zeugen in meinen Augen von fehlender Aufrichtigkeit. Aber warum schreibe ich darüber?
Liz hat ihr erstes Buch veröffentlicht. Als ich nach Graz zog schrieb ich mit ihr ein paar Mal über Skype, wo sie mir auch erzählte, dass sie einen Roman mit autobiographischen Zügen schrieb. Und nun ist er draussen.
Ich weiß nicht einmal, ob ich wichtig genug bin um in ihrem Roman auch nur eine Zeile zu besetzen; aber nachdem sie sich bei mir mehrmals danach meldete denke ich, dass ich vielleicht doch vorkomme. ABer eigentlich ist es ja viel spannender zu wissen, wie ich wegkomme.

Drohende Taxifahrer

Die Waschmaschine ist kaputt, denn sie betreibt ausschließlich Kochwäsche. Und das ist auch der Grund weshalb ich neue Longsleeves brauche - die alten sind auf Größe Small zusammengekocht worden. Also fahre ich schnell zu H&M, denn dort gibt es ja immer die günstigsten Longsleeves. Das Rad schnell an einem Verkehrszeichen abgesperrt, nur kurz hinunter und ohne etwas zu kaufen wieder rauf. Es gibt derzeit nur Longsleeves, die in etwa 10 Gramm das Stück wiegen und mehr durchschichtig als blickdicht sind. Und auf der Uni will ich nicht jedem die Konturen meiner Brustwarzen offenbaren.
Wie ich bei meinem Fahrrad stehe und das Schloss aufsperre kommt mir ein Mann entgegen. Im Augenwinkel erkenne ich zudem, dass von links noch zwei direkt auf mich zu marschieren.

"Waren sie das?"

Das ist mein Rad, ich habe den Schlüssel in der Hand mit dem ich garde das Schloss aufgesperrt hatte. Also ja, er wird wohl kaum meinen ob ich das war, der das Verkehrzeichen aufgestellt hat. War ich nicht.

"Sie können ihr Fahrrad hier nicht abstellen!"
"Warum?"
"Schauen sie auf das Schild."

Ich brauche nicht auf das Schild sehen, ich weiß was auf dem Schild steht. Es ist ein Park- und Halteverbot ausgenommen für Taxis. Die drei lustigen Herren mit dem unfreundlichen Tonfall sind also Taxifahrer.

"Natürlich kann ich das. Ist eigentlich ganz leicht, sehen sie doch. Mache ich immer so, die sicherste Variante."

Ja, das war patzig. Ich weiß, Diplomatie gegenüber wütendenden Männern (insbesondere bei Parkplatzschwierigkeiten) war nie meine Stärke.

Der Mann tritt näher
"Ich werde sie anzeigen"

"Das will ich sehen. Dieses Schild regelt die Parkerlaubnis für Kraftfahrzeug, ich fahre ein Fahrrad. Sprich: Fahrzeug. Ausserdem befinden wir uns in einer Fußgängerzone ohne gekennzeichnete Fahrbahn
(Anm.: Das Schild stand nur dort, weil der Standard-Taxi-Parkplatz gerade Straßensanierungsarbeiten zum Opfer fällt) oder Parkflächen was dieses Schild ad absurdum führt. Ach: Und zuletzt ist dieses Schild ungültig, da es keinen Bereich eingrenzt, es fehlt entweder das Wort "Anfang", "Ende" oder der doppelte Pfeil.

Jetzt war Ruhe. Ich habe mein Rad an einem Straßenverkehrszeichen abgesperrt, wo es weder den Verkehr behindert noch straßenverkehrsordnungswidrig geparkt ist. Vor soviel Dummheit wie bei diesen drei lustigen Herren kusche ich sicherlich nicht. Dem Herrn, der so direkt auf mich zukam, verschlug es die Sprache. Er faselte noch von Anzeige und Polizei und erleben und Anzeige und erleben und Polizei - ich glaube er wusste, dass er auf verlorenem Posten stand. Schlussendlich verzog er sich in sein Taxi und schmollte.
Der Herr, der von der links hinten kam aber gab sich nicht geschlagen.

"Beim nächsten Mal ist der Sattel weg und die Räder sind aufgeschlitzt."

Ich spürte wie mein Puls etwas schneller wurde und sich am Rücken ein paar Schweißtropfen bildeten. Bis jetzt war mir alles egal gewesen - immerhin ging es hier um nichts. Primitives Imponiergehabe, mehr nicht. Nun ging es um Sachbeschädigung um Nötigung. Aber eigentlich war ich in Eile und so konnte ich nur erwidern.

"Ich hoffe nicht."

Ich wollte schon fahren, da setzte der Herr noch einmal nach.

"Oder sie werden einfach ein blaues Wunder erleben, damit sie ihre Lektion gelernt haben!"

Aus! Es reicht. War es anfänglich noch Imponieren, war es auf einmal Androhen von körperlicher Gewalt. Von Taxifahrern. Weil ich mein Rad an einem Verkehrszeichen abgesperrt hatte. Der Puls hatte sich gelegt, ich schwitze nicht mehr. Naja, eigentlich schwitze ich schon, aber das kam inzwischen mehr von der Sonne als durch die Situation. Ich stieg ab, öffnete meine Tasche und zog mein kleines, feines Notizbuch heraus. Ohne Worte schrieb ich die Kennzeichen der Taxis auf und fotographierte anschließend mit meinem Handy die Taxifahrer.
Man droht nicht mit Gewalt. Wir sind in einem zivilisierten Land, eines der reichsten der Erde. Ich habe mein Fahrrad an einer Stahlstange befestigt. Das muss ich mir auf keinen Fall gefallen lassen. Ich kann zur Polizei gehen, oder mich zumindest bei der Taxifirma beschweren...

Gestern noch saß ich gemütlich mit Melanie im tribeka und konnte nicht die Augen von ihr lassen. Morgen habe ich eine Cocktailbar unter mir. Die Leibnitzer Weinwoche beginnt. Meine Diplomarbeit nährert sich dem Ende. Und jetzt überlege ich, mir von frustrierten Taxifahrern meine Freizeit versauen zu lassen?
Manchmal bin ich ein Depp, aber man erkennt nicht immer sofort die Prioritäten. Ich stieg auf mein Rad, sah dem letzten verbliebenen Herrn ins Gesicht und verschwand mit den einzigen Worten, die noch zu sagen waren.

"Guten Tag"

Ende

Heute morgen verschlafen, zu Mittag ein langes Essen mit Kathi und dann 150 Minuten lang Kaffee und ein Lächeln mit Melanie. Eigentlich ein recht erfolgreicher Tag und ich könnte zufrieden sein. Dafür bin ich aber bis jetzt im Labor und gehe gleich heim. Es reicht für heute - ich möchte nur noch ins Bett.

Film-Zeit

Ja, ich weiß. Reine Video-Beiträge sind langweilig. Sie sind Füllmaterial, und sie sagen nichts aus. Gar nichts. Aber sie unterhalten - und nachdem in letzter Zeit meine Favouriten-Liste in Youtube immer länger geworden ist, muss ich mal ein paar Dinge unters Volk bringen. Ich bin oft nicht der Entdecker, ich bin mir sicher ich habe das eine oder andere über andere Blogs entdeckt. Nerdcore ist da sicher dabei, Dark Roasted Blend auch. Auch der Failblog. Aber ich weiß wirklich nicht mehr, welches Video von welchem Blog kommt - deswegen verzeihung, sollte das "via" fehlen.















Frutti di Mare

Ich komme gerade vom Essen beim Don Camillo, einem hervorragendem Italiener in Graz. Ach ja, und ich war nicht allein, sondern mit Kathi dort. Kathi, die ehemalige Freundin meines Bruders, ist jetzt wieder im Studium und arbeitet nur noch Teilzeit. Es ist irgendwie seltsam, wenn man sich so lange nicht gesehen hat und dann jemandem gegenübersitzt, der sich kaum verändert hat und doch ein anderer Mensch ist.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich mit ihr gegen Ende der Beziehung (also der meines Bruders und ihr) überhaupt nicht vertragen konnte. Dazu muss man verstehen, dass mein Bruder und ich in punkto Bars, Musik, Sport und alkoholischen Getränke die identen Vorlieben hatten und immer noch haben - und somit in unserem kleinen Dorf immer in den gleichen Bars unterwegs waren. Wir waren abends immer unterwegs: sie, er und ich - und für mich war es stellenweise zuviel.
Inzwischen ist sie ruhiger, oder ich toleranter. Ich sah mich bei ihr grad' eben selbst in einem Spiegel wieder, rückblickend auf die alten Zeiten. Rückblickend, wie ich am Ende meiner Schulzeit war, was für Einstellungen ich vertrag, in welchen Dingen ich ein arrogantes Auftreten pflegte. Auch wenn es mich oft schmerzt, ist es machmal so, dass ein Blick in die eigene Vergangenheit etwas beruhigendes hat. Bruhingend insofern, dass man erkennt, man habe sich weiterentwickelt und nicht zurück.

Dänen

Es gibt Situationen, in denen man einfach lacht. Sei es noch so infantil, noch so dumm, noch so unwitzig - man lacht einfach. Wie letzten Sonntag, wo einer der blödesten Witze erzählt wurde den ich je gehört habe.

Warum sind die Dänen so entspannt?
Warum? ... Keine Ahnung!
Naja, die dehnen sich den ganzen Tag.

Und, merkt man diesen subversiven Wortwitz, dieses Spiel der Betonungen? Wobei

Live-Tipp: Morrissey - "Everyday is like Sunday" (Live 2004)

Wiedersehen

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal soviel gelacht hatte. Dieses verlängerte Wochenende - Maria Himmelfahrt ist ein nationaler Feiertag in Österreich - gab es für mich zwei Hochzeiten zum Kellnern, sowie einen Beachvolleyball C-Cup den ich nur kurz besuchen konnte und ein Footvolley-Turnier. Beides wurde von meinem ehemaligen Volleyballverein organisiert, und es war herrlich. Schon ab 14:00 war ich am Sonntag am Platz und trotz schwacher Besucherzahlen gab es für uns stundenlanges Lachen. Es waren so viele Leute da: der Programmierer, der Londnon-Rückkehrer, der Guru, Chewbacca - alle die ich seit Monaten nicht mehr gesehen hatte. Ein Blödsinn nach dem anderen. Und danach noch gemeinsam Abendessen, bei dem wir fast vor Lachen und Blödeleien erstickt wären. Weltklasse!
Ich habe dieses Wochenende kaum Schlaf bekommen. Ich musste viel arbeiten und die Turniere wollte ich aber auch nicht verpassen. Und trotzdem fühle ich mich heute erholter als nach manch anderen Wochenenden. Für einen guten Start in die Woche.

Abende in Graz

Abend in Graz #1 (HDR)
Abend in Graz #2 (HDR)
Nächtliches Graz

Hunde

Auch wenn es makaber ist: Wegen soviel Treue liebe ich Hunde.

Spätsommertage

Der Sommer geht zu Ende, ich habe das jetzt schon im Blut. Ganz eindeutig. Und ich war bis jetzt vielleicht zweimal im Freibad, oder woanders in der Sonne. Gut, das geht sich auch nicht anders aus, ich arbeite derzeit vielleicht zuviel. Aber irgendwie muss sich das jetzt ändern, und ich sollte zumindestens die letzten Tage dieses Sommers genießen. Die lauen Nächte.
Kathi hat mich zum Beispiel wieder angerufen, sie wolle mich einmal wiedersehen - wenngleich das etwas ganz anderes ist als zum Beispiel das Mittagessen am Mittwoch mit Marie. Und der DVD-Abend am Donnerstag mit Beate, sofern es sich ergibt. Und noch Melanie... Es ist glaube ich einfach wieder wichtig, dass ich unter Leute komme und ein wenig Spaß habe.

Am Leibnitzer Bahnhof

Am Leibnitzer Bahnhof

Abstand hilft

Samstag war wieder einmal eine Hochzeit mit einer angenehmen, ruhigen Gesellschaft. Es dauerte zwar auch bis 4 Uhr Früh, aber wir wurden von Servicekräften des (sehr professionellen) Caterings unterstützt. Was mich auch wirklich wunderte, war, dass der Catering-Chef mich abwerben wollte. Mich, als Chemiker der sich sämtliches Gastronomiewissen allein und ohne eine Schulung angeeignet hat. Machte mich durchaus stolz. Nach 4 Uhr war Schluss, und zusätzlich zum Lohn gab es mehr als Hälfte davon noch Trinkgeld. Und fuhren mein Bruder und ich zu seiner Freundin, die zur gleichen Zeit im NF kellnerte. Und dort traf ich zum ersten seit mehr als 40 Tagen wieder auf Sophie.
Hin und wieder denke ich mir, dass ich mich nicht verändere. Ich steigere mich manchmal in die Dinge hinein, und komme mit einem Ende nicht zurecht. Hoffnung mag eine Motivation dafür sein, sich noch aus aussichtslosen Situationen herauszuhelfen. Aber manchmal ist sie so zerstörerisch wie kein anderer Wesenszug, denn Ernüchterung macht aus Hoffnung nur Trauer und Depression.
Nun aber, traf ich sie wieder. Das erste Mal effektiv nach dem "Ich glaube mit uns wird das nichts"- und "Wir sind doch zu unterschiedlich"-Abend. Komplett anders. Nicht nur anders als an jenem Tag, an dem ich sie zum ersten Mal traf sondern auch anders als an jenem Vorabend des EM-Finalspiels. Sie hat sich inzwischen in so vielen Dingen verändert, und auch wenn es nur einzelne Steine sind ist das gesamte Mosaik komplett anders. Ihre Aussagen und Meinungen, ihr Habitus. Vielleicht hatte sie damals wirklich recht und wir waren schon damals zu unterschiedlich. Vielleicht hatte sie es gesehen, während mir dieser Blick auf die Realität verwehrt blieb. Bis gestern.

Eine Nummer bitte

Ja, es gibt durchaus Dinge, die man nicht versteht. Zum Beispiel die Inventarisierungswut der Technischen Universität Graz. Wirklich nicht. Es sind nämlich nicht nur eingebaute Laborabzüge inventarisiert (was einer Inventarisierung von Wandfliesen gleichkommt), sondern wie ich vor kurzem bei der Vorstellung eines neuen Christian-Doppler-Labors sehen konnte auch Säulen. Eine in Boden und Decke eingemauerte Säule hat eine Inventarisierungsnummer.
Wobei das ja nicht das Highlight ist. Einem Kollegen aus meiner Arbeitsgruppe brannte vor kurzem ein RAM-Speicherriegel im PC durch. Diese Dinger sind alles andere als teuer - also ein neuer her. Schneller und günstiger als ein neuer Computer. RAM gekauft und eingebaut, PC funktioniert, Rechnung wurde an die Rechnungsabteilung weitergegeben.
Und keine 2 Tage später kam ein Angesteller und wollte die Inventarnummer aufkleben. Auf den RAM-Riegel. Im PC. WTF?

Heureka

Gestern noch stand der Erfolg in Sternen. Heute halte ich einen funktionierenden Sensor in der Hand. Und den hab ich in einem System hergestellt, von dem selbst mein Professor meinte, dass man das nicht händisch herstellen könne.

Alles Leuchtet

Knife-Coated Mylar Layer

Live-Tipp: Tom Waits - "Chocolate Jesus"


Versuche über Versuche

Viel ist vergangen, seit dem Anfang meiner Arbeit. Viel Wasser ist den großen Fluss ins Meer geflossen. Aber so wirklich zu einem Abschluss bin ich bis jetzt noch nicht gekommen.

Moment-Art im Labor

Eingetrocknetes Methylkreyslpurpur

Edding

Er war eigentlich ein ganz netter Typ. Verschroben, aber nett. Ich lernte ihn über meinen Bruder kennen, wir veranstalteten zusammen LAN-Parties, mit denen wir ein wenig Geld einnahmen. Und er war ein Kurskollege meines Bruders. Er wohnte auch in Leibnitz, in seinem Haus. Nein, im Haus seiner Eltern. Er war schon so alt, dass seine Eltern es leid waren auf sein Ausziehen zu warten, sich somit scheiden ließen und allein in andere Wohnungen zogen. Er wohnte weiterhin in diesem Haus, und es verfiel zusehends. Die Küche war unhygienischer als chinesische All-You-Can-Eat Diners in Upstate New York, der Boden verdreckter als nach dem Woodstock-Festival - kurzum: das Haus verkam. Der Keller war leer und ausgeräumt, das einzige was sich noch im Keller befand waren Kühlschränke und zwei selbstgebaute Bars. Für Parties.
Es kam, dass er wieder einmal eine Party veranstaltete. Bierkisten in zweistelliger Anzahl wurden gebunkert, dazu ein Packerl Salzstangen. Ich sagte bereits, er war ein lässiger Typ; aber oft fehlte im Durchblick und Hausverstand. Die Kellerfenster wurden mit Zeitungspapier verklebt, damit am Nachmittag schon eine Abendstimmung aufkam. Und dazu das Highlight: eine stimmungsvolle Beleuchtung.
Wir kennen ja alle die bunten Glühbirnen. Die Glühbirnen mit eingefärbtem Glas. Das wollte unser Held auch, aber dafür Geld ausgeben? Nie! So nahm er sich bunte Filzstifte und begann Glühbirnen anzumalen. Rot, Blau, Grün, Gelb, Violett. Und: Es funktionierte.
Die Party war ein voller Erfolg. Das einzige, was mich an diesem Abend wundert war die Glühbirne, die in einem Eck beim DJ-Kammerl kaum Licht gab. So mutterseelen allein hing sie da und sah aus als würde sie sich abmühen auch nur einen Lichtstrahl hervorzubringen. Bei näherem hinsehen fiel mir dann auf, dass die Glühbirne mit schwarzem Eddingmarker angemalt war. Auf Fragen was er mit einer verdunkelten Birne wollte zierte sich unser Held ein wenig, meinte dann aber verlegen:

"Ich wollte doch nur eine Schwarzlicht-Lampe haben."

WTF

Nochmal: WTF?

Der Rest ist die Elite

Nun, irgendwie hat sich NARF verkleinert. NARF, unser Pubquiz-Team. Der eine ist jetzt für ein Jahr in der Schweiz, der andere in Ungarn. Und die dritte ist beim Hundesitting. Nun bleiben nur noch der LKW-Fan und ich übrig. Wir zwei. Und aus zwei Leuten ein Pubquizteam zu machen ist genauso sinnvoll wie aus zwei Leuten einen Flashmob. Aber man mag es kaum glauben. Von 17 Teams wurden wir mir 30 von 50 möglichen Punkten Achter. Zu zweit. Nur er und ich. Mit ein wenig Risiko, ganz ehrlich.
Und was ich dabei gelernt habe. Lybien hat als einziges Land der Welt eine einfärbige Flagge, in Andorra ist die einzige Amtssprache Katalanisch, auf dem Saturnmond Titan wurde flüssiges Wasser gefunden und Gott war der einzige Charakter in den Simpsons, der 5 Finger hatte.

Nutzen

Wusste ich doch, dass man das Internet auch für sinnvolle Dinge benutzen kann. Und damit meine ich nicht Literaturrecherche, kein Online-Bücher-Shopping und auch keine Pornos. Ich kann mir den IKEA-Katalog 2009 schon jetzt ansehen.

(via comments)

Live-Tipp: Tom Waits - "On The Nickel"

Mitdenken

Woran erkennt man einen Chemiker, der mitdenkt? Daran, dass er beim Aufräumen von neu gelieferten Lösungsmitteln zum Aceton-Faß greift (Dichte: 0,79) und dem Kollegen das Chloroformfaß (Dichte: 1,48) überlässt.

Neulich bei einer Präsentation...

Neulich auf einer Präsentation...
Automatische Updates können stören.

Senf

Wieso haben wir im Institut 4 verschiedene Senfsorten, von denen keine schmeckt?

Weissburgunder

Nachtrag: Keine 30 Minuten, nachdem ich am Samstag im Freibad war ging ein Wolkenbruch los. Toll!
Dafür aber war ich gestern im Freibad. Bei durchgehend schönem Wetter. Und traf zwei Kollegen vom Volleyballverein, wobei einer gerade von seinem ersten Dissertationsjahr aus dem Ausland zurückgekommen war. Und wir hatten Spass. Soviel, dass er und ich uns noch gestern am Balkon zusammensetzten und 3 Flaschen Weissburgunder vom Scheucher tranken. War schön.
Aber derzeit sitze ich im Labor und bin nicht fit. Nicht schön

Rücken, Schulter...

Langsam merke ich die letzte Woche. Es war ja nicht so, dass ich nichts getan hätte. Sonntag Abend das erste Treffen mit einem Kollegen, der nach seinem Auslandsjahr in Sheffield wieder in Graz ist. Montag ein wenig Wein mit einer Bekannten, Dienstag Pubquiz, Mittwoch Verabschiedung von Chemo und Zusammensitzen mit Kollegen, Donnerstag das Abschlussgrillen und der Abend mit Paris. Gestern - Zusammenbruch. Ja, ich habe gestern um 17:00 Uhr das Labor verlassen und bevor ich in der Wohnung noch etwas essen konnte war ich am Sofa schon eingeschlafen. Mit einer kleinen Internetpause habe ich dann bis heute durchgepennt.
Jetzt spüre ich meinen Rücken und die Schultern. Ich bin immer noch müde und um 18 Uhr muss ich heute wieder kellnern. Was für ein Spass. Dafür werde ich mich jetzt ins Freibad legen und meinen käsigen Sixpack Bauchspeck bruzeln lassen. Adieu.

Wie kühlt ein Chemiker sein Bier?

Wie kühlt ein Chemiker sein Bier?
Ganz vorsichtig mit Flüssigstickstoff.

Siechtum

Kreuzschmerzen, Augenringe, Kreislaufkollaps. Gestern war die Abschlussgrillerei für die amerikanischen Austauschstudenten, ich bin nun eigentlich meinen Babysitterjob los. Dafür dauerte der Spass etwas länger und ich bin heute mehr als Tod. Und was irgendwie seltsam war: Die Amerikanerinnen hatten ein Faible für mich. Kein so freundliches Flirten, mehr so in die Richtung dass ich Micky Mouse bin und die kleine Kinder, die - wenn sie mit mir fotographiert werden - ein Gesicht machen, als hätte man ihnen gerade ihre eigene Toys'R'Us Filiale gekauft. Wo alt sind wir denn bitte?
Die einzige, die etwas anders war, war Paris. Paris war wie Paris Hilton. Deswegen auch der Name. Sie war gestylt, sehr sagen wir offenherzig gekleidet und eine Partystudentin. Kein Moment der Ruhe. Nie., bis auf einmal: Gestern. Und ganz ehrlich: Es hatte was für sich. Mitten in der Nacht in Graz auf einer Decke im Park liegen und in den Himmel sehen - das kann schon was. So lief es gestern ab. Jetzt habe ich gerade von ihr eine Botschaft übermittelt bekommen, durch ihre Freundin (sie ist schon nach Rom gefahren) die in meiner Arbeitsgruppe tätig war - vor der versammelten Arbeitsgruppe.
Nun, mal sehen was die Zukunft bringt. Es wird sicher noch ein schöner Sommer werden - viel Sonne, viel Arbeit, viel Geld. Und ich glaube ich sollte einmal Melanie anrufen. Vielleicht auf einen Kaffee am späten Nachmittag.

Copyright © 2008 - rain dogs - is proudly powered by Blogger
Blogger Template