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Freitag, 26. Juni 2009

Aufräumtag

BananasEs war Aufräumtag. Wobei das Aufräumen nicht geplant war, es war eher Prokrastination. Was man da nicht alles im Büro fand: Publikationen, die man vor Jahren zum Lesen ausgedruckt und nie wieder gesehen hat. Praktikumsbewertungen aus einer Zeit, als ich noch selbst im ersten Studienabschnitt war. Ich habe hier übrigens einmal ein Protokoll von mir gefunden, aus diesem Lehrblock. Und das hier: Bananensamen. Bananensamen, seit Jahren in der Fensterbank lagen und inzwischen komplett kaputt sind. Oder auch nicht. Man weiß es nicht. Mal sehen, ob sich da noch etwas tut...

Samstag, 20. Juni 2009

Besuch im Labor

Besuch auf der Laborbank
Manchmal bekommt man ganz eigenen Besuch im Labor. Aber wenn man in einem Keller sitzt, mutterseelenallein freut man sich sogar über soetwas.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Es gibt Dinge

Es gibt Dinge, die mich in den Wahnsinn treiben. Was das alles sein kann? Nun, das kann schlechtes Essen sein, oder auch (worauf ich unter anderem aggressiv reagiere) moralische Überlegenheit, wie ich sie in letzter Zeit oft durch eine Bekannte zu erleben bekomme. Und was mich noch aufregt ist, was ich heute in der Früh gesehen habe:
Es regt mich auf, dass jemand, der gestern als letztes im Labor gearbeitet hat die große Flasche Toluol nicht zuschraubt.

Montag, 18. Mai 2009

dieser Baum ist unser

Ich habe bis jetzt nie davon gehört, und nachdem die Technische Universität Graz keine Campus-Uni ist, ich am anderen Ende der Welt sozusagen sitze und all das am Hauptgebäude geschah, kann ich es auch ein wenig verstehen. Dass das bis mir noch nicht durchgedrungen ist. was mich ein wenig wundert, ist dass das noch kein Angestellter oder Student als Klatsch weiterverbreitet hat.
dieser Baum ist unser ist ein Projekt. Gut, das herauszufinden ist keine Schwierigkeit. Der Hintergrund, wie auf der Homepage vermerkt ist folgender:

Nach fortschreitender Vereinheitlichung unserer Universität
scheint es an der Natur der Zeit auch der Vielfältigkeit wieder Raum zu geben.
Deshalb haben wir unserer Universität diese beiden Bäume zum Geschenk gemacht.
Sie stehen an der alten Stelle zweier ehemaliger Bäume,
die ihren Lebenszyklus vollendet haben.
Mögen sie viele Generationen Früchte tragen und Freude bereiten.

Die Idee entstammt der "Guerilla Gardening"-Bewegung, die von Richard Reynolds mehr oder minder begündet wurde. Ziel scheint zu sein, öffentliche und verwahrloste Grünflächen in Eigeninitative zu begrünen. Die Idee hat inzwischen auch in Österreich Fuß gefasst, und so schwer scheint das Ganze nicht zu sein, folgt man jedenfalls diesem Ratgeber.

So motiviert hat anscheinend eine Gruppe in Graz vor dem Hauptgebäude der Technischen Universität, das mit jeder Modernisierung kühler und fremder wirkt und jeglichen Charme des historischen Gebäudes verspielt, eine Mispel gepflanzt.



Hier die Durchführung im Zeitraffer.



Leider scheint aber der Vorstoß zur individuellen Begrünung nicht überall willkommen, hat doch ein Vertreter der Universität ziemlich bald das Ergebnis der Aktion zerstört.



Nun, wie auch immer. Ich hätte nicht erwartet, dass die Universitätsverwaltung das Bepflanzen in Eigeninitiative unterstützt noch billigt.
Warum aber nicht, ist es doch eine gute Möglichkeit zur Partizipation und Abwechslung von reinen Rasen-Kiesweg-Plasterstraßen. Wenn jeder etwas mitgestaltet und seine Ideen einbringt, wäre das nicht eine hervorragende Möglichkeit den Park der TU kostengünstig herzurichten. Gärtnern bezeichnen viele Menschen als ihr Hobby, und der durchschnittliche Student hat keinen Garten. Die meisten haben nicht einmal einen Balkon, das Gärtnern beschränkt sich dann nur auf die Pflege des Basilikums in der Fensterbank.
Und kostengünstig. Ja, kostengünstig. Die Partizipation wird von den Studenten selbst getragen, die Universität stellt den Raum zur Verfügung. Und das ist wesentlich billiger, als die idiotische Umgestaltung der Innenhofs hinter meiner Fakultät in einen Feng-Shui-Garten, die der Universität 46.000 Euro gekostet hat.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Ist Grundwissen nötig?

Ich habe mich heute bei der Mittagspause mit einer Kollegin unterhalten, die für eine Partei im Rahmen der ÖH-Wahlen antritt. Was für eine Partei das ist, ist irrelevant - dieses Phänomen zieht sich durch alle Parteien der Studentenvertreter. Das kann ich mit Bestimmtheit sagen.
"Kann der Papst verhaftet werden?" Wenn er zum Beispiel betrunken bei seinem Israelbesuch im Papamobil herumkurvt. Eine lustige Frage, kann man das? Nun, ich war dagegen - der Papst kann nicht verhaftet werden. Wobei ich aber den Papst nicht in seiner Figur als Heiligen Stuhl sehe, sondern als Repräsentant und Präsident des Vatikanstaates sehe. Insofern wird der Papst (wahrscheinlich) unter einer diplomatischen Immunität stehen, und Israel würde - wenn es sich in diesem Fall das träue (Konjunktiv von trauen?) - ihn zur "persona non grata" erklären.
Dann kam etwas, was ich nicht verstanden habe.
"Was ist diplomatische Immunität?"
"Was ist persona non grata?"
"Warum macht man Gesetze, die Menschen über das Gesetz stellen?"
Ich habe gedacht, dass das Ganze ein Scherz sei und in einer Grundsatzdiskussion enden sollte, aber die Frage war vom Wahlkandidaten ehrlich gestellt. Gut, ich habe grundsätzlich erklärt, was die diplomatische Immunität bedeutet und warum sie wichtig ist. Wie sie verliehen wird, welche Aufgaben sie bindet und wie sie aberkannt werden kann. Aber was mich viel mehr verwundert ist, dass eine politisch engagierte Person nicht einmal die Grundzüge des Rechts, der Diplomatie und der Justiz kennt.

Donnerstag, 30. April 2009

Nachtschicht

Am Montag steht die nächste Telefonkonferenz mit Boston an, und es fehlen immer noch Ergebnisse. Aber nicht mehr lange - denn immerhin hab ich jetzt bald meine Nachtschicht hinter mir. Mal sehen ob sich das alles ausgeht.

Montag, 27. April 2009

Baaaa!

Chemiestudenten im Praktikum mit Neonkapperl und Ed-Hardy-Shirt. Ich dachte hier würde halbwegs schlaue Leute rumrennen.

Freitag, 27. März 2009

Tom Waits twittert

Eigentlich bin ich ja nicht so sehr für twitternde Prominente. Denn was interessiert mich Britneys neuer Einkauf oder Ashton Kutchers Hintern. Aber: Tom Waits twittert. Er gibt ein paar Links her, zeigt dies und das und flutet nicht twitter mit uninteressanten Botschaften. Guckst du.

Dienstag, 24. März 2009

Downstairs

DownstairsIch habe gerade einmal wieder bemerkt, dass ich während meines Studiums nie Bücher benutzt habe. Ja, ich habe mir auch ein paar ausgeborgt, aber die wegen dem typischen "Listen-Wissen", nicht wegen Verständnis. Deswegen ist mir wahrscheinlich auch bis heute nicht aufgefallen, was wir für eine freundliche Bibliothekarin haben, die sogar so nett ist und mir aus der freien Hauptbibliothek meine gewünschten Bücher heraussucht und mir das Inventarisierungssystem erklärt.

Montag, 23. März 2009

Montags: Wasserrohrbruch

Pipe burst at the university #1

Donnerstag, 12. Februar 2009

ICTM

Wir haben ein neues Institut an der TU Graz, entstanden aus dem ICTOS und dem ICTAS. Es heisst jetzt ICTM, das ist das Akronym für Institut für chemische Technologie von Materialien. Einerseits ist der volle Name schrecklich und das Akronym ist auch grausam. Unser Vorschlag wurde nicht berücksichtigt: Graz Insititute of chemical technologies. Kurz also: GICHT.

Montag, 2. Februar 2009

Erster Tag

Ach ja, da war ja noch was. Heute ist mein erster Tag. Nicht der erste Tag vom Rest meines Lebens, ich habe keinen Entzug gemacht. Es ist der erste Tag in meiner PhD-Zeit. In meiner Zeit als Dissertant. Um 11:26 unterschrieb ich den Arbeitsvertrag mit der Technischen Universität Graz und irgendwie ist der erste Tag - so wie all die anderen im letzten Jahr, in denen ich im Büro saß oder im Labor stand. Nun, wie auch immer: Ich habe keine Ferien mehr. Auf der TU Festen werde ich von anderen Chemiestudenten mit "Sie" anstatt mit "Du" angesprochen. Ich kenne nicht mehr die Partykanonen vom USI, irgendwie hat sich im letzten Jahr eine Veränderung vollzogen die sich erst jetzt langsam bemerkbar macht.

Mittwoch, 21. Jänner 2009

Das größte Geschenk

Ich bin jetzt Diplomingeneur, ich habe meine Diplomprüfung bestanden. Das berührt mich eigentlich nicht. Was mich mehr berührt ist der Fakt, dass meine Ausbildung zu Ende ist. Gut, die Matura war das Ende des Gymnasiums - aber die Uni begann ein paar Monate darauf, es war nur ein Unterkapitel im ersten Kapitel des Lebens. Jetzt ist die Ausbildung vorbei. Zu Ende. Das ist, was mir derzeit etwas verwirrt.
Es gibt aber etwas, was mich wesentlich mehr beschäftigt. Ich hab zu meiner Diplomfeier ein paar Geschenke bekommen und Chemo kam extra aus der Schweiz für einen Abend angereist. Das ist schon ein wunderbarer Freundschaftsbeweis, aber es schaffte es dennoch das zu übertrumpfen. Er hat mir ein Buch geschenkt, aber ein Buch, das es nicht gibt. In Leder gebunden, mit einem Seidenlesezeichen. 73 Seiten in Farbe mit 21 Fotos illusriert. Das Buch handelt über mich. Ich habe ein Buch über mich geschenkt bekommen, über Saufgeschichten meiner Jugend, über Affären und Musikfestivals, über Urlaube und das Pubquiz. Keinen Bildband aus Fotos, ein Buch. Mit Text. Mit Kapiteln. Mit dem, was ein Buch ausmacht.
Ich glaube ich wiederhole mich jetzt, aber ich habe ein Buch über mich bekommen. Kann man sich das vorstellen. Ein Buch von jemandem, der über mein Leben erzählt. Muss ich noch mehr sagen?

Montag, 19. Jänner 2009

Ende

Das Chemiestudium ist abgeschlossen.

Donnerstag, 15. Jänner 2009

Fernwärmebruch

Wir hatten gestern ein kltes Büro - oder sagen wir ein kaltes Gebäude. Denn so wie es scheint, ist auf der Baustelle des neuen Unigebäudes die Fernwärmeleitung aufgebrochen worden. Gut, wir haben in unserem Büro 4 Leute, 4 Computer und ienne Heizstrahler. Aber im Labor hatte es gestern 13°. Zum Abfrieren.

Dienstag, 6. Jänner 2009

Ein Schritt nach dem anderen

Morgen steht der nächste Schritt auf dem Plan: Die Abgabe der Diplomarbeit. Gut, sie ist benotet, ich habe einen Prüfungstermin, ich lerne bereits. Und nun folgt die Abgabe einer gebundenen Version für die Universitätsbibliothek. Es nähert sich alles dem Ende.

Montag, 22. Dezember 2008

Wir schmeißen das Geld zum Fenster raus

Ich will in die Metallbranche. Ich will mit leeren Bierdosen jonglieren oder etwas in die Richtung. Dort verdient man sich dumm und dämlich - glaube ich zumindest. Jedenfalls der eine verdient sich dumm und dämlich. Wir bestellen gerade bei einer Anlagenbau-Firma ein 3/8'' Rohr und dort verrechnet man uns 15 Euro pro Rohrschnnitt. 15 Euro. Um ein Rohr durchzuschneiden. Das kann ich mit einem Kapillarsäulenschneider selber. 15 Euro billiger.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

310 und noch mehr Zahlen

310 Tage hat es gedauert. Über 150 verschiedene Sensorcocktails habe ich hergestellt. 3 Quadratmeter Mylar-Folie wurden verbraucht. Unzählige Liter an Lösungmittel sind evaporisiert (man kann sich aber auch umständlich ausdrücken). 5 Gasflaschen mussten dran glauben. Aber endlich: Die Diplomarbeit ist benotet.

Montag, 15. Dezember 2008

Wiedereinmal eine ausgesprochen blöde Idee

Ich habe ja immer noch mein Gipsbein. Und ich bin seit mehr als 2 Monaten nicht einmal zum Training gekommen, und das obwohl das sicher wieder nötig wird. Allein um mich für das Snowboarden (das durch den Gips ein wenig später dieses Jahr beginnen wird) vorzubereiten.
Gut, letzten Freitag war mir am Abend etwas fad - mit einem Gipsbein zieht man nicht so gern durch die Lokale. Auf jeden Fall kam mir die Idee wiedereinmal zu trainieren. Was ich auch tat. Da aber das Gipsbein stört, blieb ich nur beim Oberkörper, habe aber mehr als die doppelte Zeit investiert, die ich normalerweise mit Beinen brauche. as ist jetzt 3 Tage her und ich kann mich vor Muskelkater immer noch nicht richtig bewegen. Geschweige denn, dass ich derzeit sinnvoll mit Krücken umgehen kann.

Dafür habe ich eine gute Nachricht: Ich kann morgen endlich meine Diplomarbeit offiziell einreichen - mehr als 2 Monate später als geplant.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Abstract und der Rest

Mir fällt gerade auf, dass mir noch ein paar Dinge bei der Diplomarbeit. Gut, das schnöselige Zitat auf der zweiten Seite weiß ich schon seit Monaten. Und der Abstract, naja - den kann man immerhin auch schnell zusammenzimmern. Aber die Acknoledgements, die sind mir ein Graus. Ich danke meinen Vorgesetzten, meinen Kollegen und all die anderen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern. Dann noch der Familie, den Freunden, dem Kaffeeproduzenten, Austrian Airlines für die Decke die man bei Nachtschichten braucht und was weiß ich noch. Ganz ehrlich: Wen interessiert das. Ich habe langsam das Gefühl eine Diplomarbeit besteht aus 50% traditionellen Teilen, die niemand braucht.