In gewisser Weise sind sie ziemlich gleich

Ich komme gerade aus der Südsteiermark, gestern war eine weitere Hochzeit zu kellnern. Ich sollte das lassen. Durch das Kellnern kommt mir der gesamte Samstag abhanden, und nachdem ich bis in die frühen Morgenstunden arbeite verschlafe ich den halben Sonntag. Wie auch immer.
Ich sitze nun auf dem Weg in die Wohnung in der Straßenbahn, da steht ein junges Paar vor mir. Emos. Sie: dunkle, glatte Haare, Piercing, Heroinaugen, Faltenröckchen, schwarze Strumpfhose. Er: Haare im Gesicht, schwarze Röhrenjeans mit Schlagringaufdruck auf der Hinterseite (wo findet man soetwas?) und den Rest.
Bei der nächten Haltestation steigen zwei Jugendliche, männlich, ein. Kurze Hose, Schuhbandlose Sneakers in Lackllook, vintage Motorrad-Jacke, aufgestellte Haare. Die beiden mustern das Pärchen, machen anscheinend leise einen abfälligen Scherz und gehen posend an ihnen vorbei. Man kennt das ja, mit hochgezogenem Mundwinkel. Woher kommt eigentlich diese Mimik? Zähne fletschen?
However.
Wie die beiden Jungs auch an mir vorbeigehen jucken mir kurz die Augen, hervorgerufen durch eine durchdringende Wolke an AXE-Schwaden. Süß und durchdringend. So wie Axe halt ist. Zwei Stationen später steigen das Pärchen aus - und wie auch sie an mir vorbeigehen erkenne ich AXE Afrika, immerhin habe ich das selbst in meiner Jugend benutzt. Warum ich das nicht benutze? Nun: Weil die meisten AXE-Sorten penetrant riechen und ich irgendwann kapiert habe, dass, egal wieviel ich davon auflege, Gisele Bündchen nicht über meinen Weg laufen und mich in ihr Bett zerren würde.
Aber was mir in dem Moment wieder einmal aufgefallen ist, ist, dass es irgendwie keine dominante Jugendkultur mehr gibt. Es gibt keine Abfolge derer, es gibt sie immer und gleichzeitig, überall und für ewig. Die vier mögen komplett unterschiedlich erscheinen, aber sie kaufen ihr AXE bei bipa und ihre Unterwäsche bei H&M. Ihre jeweiligen Acessoirs erstehen sie bei ebay oder bei Marktständen in der Einkaufspassage. Sie gleichen sich viel mehr, als die meisten Menschen denken. Und wahrscheinlich auch mehr, als die beiden es wahrhaben wollten.
Womit ich wieder bin, wo ich oft schon war: Es gibt keine alternative Szene mehr. Es gibt die Möglichkeit sich so anzuziehen wie die Skater oder die Emos, wie die Krocha oder die Vespa-Gang. Oder die Altöko-Hippies.
Jeder hat sein Radioprogramm.
Die einen gehen ins Nachtexpress, die anderen ins Libertad und die letzten in die Scheinbar (die Bar ist ja auch das Letzte). Und wenn es mir nicht mehr taugt wechsle ich die Szene. Ich kann mich da an einen Typen namens Gernot erinnen, der vor etwa 10 Jahren innerhalb einer Woche von der Skaterszene in die VW-Golf-GTI-Szene wechselte. Buffalo statt és und umbro statt Toy Machine. Und der fahrbare Untersatz hat auch gewechselt. Es gibt keine alternative Szene mehr.
Eigentlich schade.

Am Eisernen Tor (HDR)

Fountain at the "Das Eiserne Tor" Square (HDR)

HDR-Photos vom Hauptbahnhof Graz

Classification yard (HDR) Platform 2 (HDR) OeBB Traktion (HDR) OeBB 1016 Taurus (HDR) End of platform 2 (HDR)

Der Dom

Der Dom in der LurgrotteMit den Amerikanern des letzten Sommeprogramms waren wir am Tag nach deren Ankunft in der Lurgrotte, der größten Höhle im deutschen Sprachraum. Mitten in der Höhle gibt es auch den "Dom", den größten natürlich entstandenen Raum (oder Halle, Hohlraum - wie auch immer) der Welt. Sehr imposant. Ich bin vor kurzem wieder über dieses Phot gestolpert und wünsche mir gerade eine bessere Kamera mitgehabt zu haben.

Im Augartenkino

Waiting in the Augarten cinema (HDR) Capuccino (HDR) Capuccino

Wir gingen ein Stück

Am Sonntag kamen mein Bruder und dich auf ein Thema, das mich hin und wieder etwas nachdenklich macht. Wir waren auf der Weinstraße unterwegs, und Frank (der Fahrer) meinte, dass wir in der Nähe des Hauses von A. seien. A. ist der Bruder einer ehemaligen Schulkollegin, und ich wollte wissen, was der so mache. Ich dachte daran, dass er vor ein paar Jahren mit ziemlich zwielichtigen Typen unterwegs war.
Hier dachte ich übrigens daran, dass ich anscheinend langsam in die Denkweise verfalle, die mein familiäres Umfeld auf die Freunde meiner Jugendzeit angewandt hatte. Doch irgendwie hatte ich recht.
A. ist nun Tontechniker für experimentelle Punkbands, wobei ich nicht weiß ob die Steiermark die richtige Umgebung für sei. Aber er ist nicht nur Tontechniker, wobei seine Beschäftigung eigentlich auf Kabel einstecken und Bier trinken beschränkt ist, er hat Probleme. Er kann nicht mehr richtig reden. Er hat sich mit Heroin mehr oder minder sein Hirn weggebrannt. Er erkennt die richtigen Kabeln, er schafft es Rückkopplungen zu vermeiden - aber wenn man ihn fragt, was er letztes Wochenende getan hätte - stammelt er herum und kann sich nicht erinnern.
Wobei es B. nicht viel besser geht. B., ein weiterer Bekannter, den ich und mein Bruder in der Skaterszene kennen lernten, war damals ein schräger Vogel. Und mit damals meine ich 1996 bis 1998. Irgendwann wurde er wirklich schräg, und irgendwann hatte er Probleme. Ich kann mich noch erinnern, dass er mich damals um Geld bat - und in jugendlichem Vertrauen gab ich ihm 200 Schilling. Für Taschengeldzeiten war das enorm.
Ich habe es bis heute nicht zurück bekommen, und nachdem was ich über die Exfreundin meines Bruders erfahren habe, werde ich es nicht. B. ging nach Graz, war sehr aktiv und kam über kurz oder lang zu Acid. Ich meine nicht die Musik, ich meine die Droge. LSD. Und als es nicht mehr reichte, gab es Alternativen: Lackverdünner, Gas und synthetischen Dreck. Heute schickt man ihn von einem AMS-Kurs zum anderen, und dort sitze er, lernt sich zu bewerben und braucht angeblich länger als 60 Sekunden um seinen Namen in Blockschrift zu schreiben.
Was soll ich sagen? Etwas über C., den reichen Arztsohn, der im Schulhof Hasch rauchte und in die Niederlande ging um später nach Frankreich zu schmuggeln. Der darauf in Haft war und wieder zurück den Alkohol gegen Skunk eingetauscht hat. Oder etwas über D., der inzwischen schon verstorben ist, wegen einer Kombination aus Opiaten und Alkohol. Vielleicht aber auch E., der auf Speed einen Autounfall hatte (What an irony?) und nun mit jeder Treppe ein Problem hat.
So zynisch das ganze klingt; wir fuhren auf der Straße, und nachdem Frank, mein Bruder und ich alles erzählt hatte - war uns ziemlich schnell klar, wie erschreckend das ist. Mag man es so sehen: Wie weit sich doch unsere Wege entfernt haben. Von den Parties, wo getrunken wurde; aber jeder am nächsten Morgen aufstand. Keine Alkoholvergiftung, kein Entzug.
Was hätte passieren müssen, dass ich diesen Weg gegangen wäre? War ich schon teilweise auf dem Weg? Immerhin hatte ich für einige Zeit einen anderen Umgang mit Alkohol und anderen Dingen. Aber vielleicht ist das nur Paranoia, die durch diese Überlegung eintritt. Ich weiß es nicht. Von all denen habe ich im letzten Jahr nur A. und C. noch gesehen, und sie sind nicht mehr die Menschen, die ich kannte. Ihnen zu begegnen ist einer Mischung aus Mitleid, Wut und Verachtung zu begegnen. Warum sie die Freunde gehen lassen mussten? Warum haben sie es zugelassen? Warum habe ich es zugelassen?
Ich weiß es nicht. Irgendwann lassen diese Emotionen nach, und man steht dem Ganzen lethargisch gegenüber. Jeder scheint seinen Weg zu gehen, und irgendwie bin ich froh, dass es meiner nicht war.

Sonntag nachmittag - im Feuerwehrauto

View from the Kreuzkogelwarte 1 (HDR) View from the Kreuzkogelwarte 2 (HDR) In the woods (HDR) Stairway Kreuzbergwarte Stairway Kreuzbergwarte (HDR) 1 Stairway Kreuzbergwarte (HDR) 2 To the farm Happy Jesus Kübelfleisch and other specialities Vineyard in southern styria #2 Vineyard in southern styria

For I am a Rain Dog too...

Rain Dogs

Ich schäle mich

Am Donnerstag lag ich mit Melanie im Park und habe mich mit einer zu leichten Sonnencreme eingeschmiert. Und wir sind eingeschlafen. Was ich seitdem alles durchgemacht habe...
Der Kinoabend am Donnerstag Abend war so heiß, der Rucksack auf der Heimfahrt hat sich angefühlt wie Sandpapier. Der Hemdkragen samt Krawatte beim Kellnern am Freitag war tödlich, das geriffelte Bettlaken auf dem Sofa hat meiner Haut den Rest gegeben. Am Montag begann ich mich zum ersten Mal zu häuten, die Haut, die darunter zum Vorschein kommt ist selbst rot und trocken und reibt sich ab.
Ich sehe aus wie eine rote Zwiebel, die sich häuet, aber immer noch rot ist. Ich bin durchgehend am Schmieren - und eines garantiere ich:
Ich gehe dieses Jahr nicht mehr ohne Sonnencreme mit LSF 30 aus dem Haus!

Welche Version ist besser?

Original?


Diese Version, erstellt bei einem Universitätsmusikkurs?

Irgendwas ist anders

Something is different at the Joanneum (HDR)

König unter den Räuschen

"Der Schnapsrausch ist der König unter den Räuschen."
Ein Mitarbeiter

Unter der Murbrücke

Under the bridge (HDR)

Autos auf dem "friendly alien"

Cars on the friendly alien

Poladroid #6

Reflexionen

Mariahilfer Kirche Graz

Mariahilfer Church (HDR)

Murinsel Graz

Murinsel behind some leaves (HDR)

Poladroid #6

Ruhend in den Fluten

standing still

dieser Baum ist unser

Ich habe bis jetzt nie davon gehört, und nachdem die Technische Universität Graz keine Campus-Uni ist, ich am anderen Ende der Welt sozusagen sitze und all das am Hauptgebäude geschah, kann ich es auch ein wenig verstehen. Dass das bis mir noch nicht durchgedrungen ist. was mich ein wenig wundert, ist dass das noch kein Angestellter oder Student als Klatsch weiterverbreitet hat.
dieser Baum ist unser ist ein Projekt. Gut, das herauszufinden ist keine Schwierigkeit. Der Hintergrund, wie auf der Homepage vermerkt ist folgender:

Nach fortschreitender Vereinheitlichung unserer Universität
scheint es an der Natur der Zeit auch der Vielfältigkeit wieder Raum zu geben.
Deshalb haben wir unserer Universität diese beiden Bäume zum Geschenk gemacht.
Sie stehen an der alten Stelle zweier ehemaliger Bäume,
die ihren Lebenszyklus vollendet haben.
Mögen sie viele Generationen Früchte tragen und Freude bereiten.

Die Idee entstammt der "Guerilla Gardening"-Bewegung, die von Richard Reynolds mehr oder minder begündet wurde. Ziel scheint zu sein, öffentliche und verwahrloste Grünflächen in Eigeninitative zu begrünen. Die Idee hat inzwischen auch in Österreich Fuß gefasst, und so schwer scheint das Ganze nicht zu sein, folgt man jedenfalls diesem Ratgeber.

So motiviert hat anscheinend eine Gruppe in Graz vor dem Hauptgebäude der Technischen Universität, das mit jeder Modernisierung kühler und fremder wirkt und jeglichen Charme des historischen Gebäudes verspielt, eine Mispel gepflanzt.



Hier die Durchführung im Zeitraffer.



Leider scheint aber der Vorstoß zur individuellen Begrünung nicht überall willkommen, hat doch ein Vertreter der Universität ziemlich bald das Ergebnis der Aktion zerstört.



Nun, wie auch immer. Ich hätte nicht erwartet, dass die Universitätsverwaltung das Bepflanzen in Eigeninitiative unterstützt noch billigt.
Warum aber nicht, ist es doch eine gute Möglichkeit zur Partizipation und Abwechslung von reinen Rasen-Kiesweg-Plasterstraßen. Wenn jeder etwas mitgestaltet und seine Ideen einbringt, wäre das nicht eine hervorragende Möglichkeit den Park der TU kostengünstig herzurichten. Gärtnern bezeichnen viele Menschen als ihr Hobby, und der durchschnittliche Student hat keinen Garten. Die meisten haben nicht einmal einen Balkon, das Gärtnern beschränkt sich dann nur auf die Pflege des Basilikums in der Fensterbank.
Und kostengünstig. Ja, kostengünstig. Die Partizipation wird von den Studenten selbst getragen, die Universität stellt den Raum zur Verfügung. Und das ist wesentlich billiger, als die idiotische Umgestaltung der Innenhofs hinter meiner Fakultät in einen Feng-Shui-Garten, die der Universität 46.000 Euro gekostet hat.

Murinsel im Wasser (HDR)

Murinsel (Detail) (HDR)

Kuheuter

"Werbungen sind eine unnatürliche Verwendung meiner Arbeit. Es ist wie ein an der Wange angenähter Kuheuter - Schmerzvoll und erniedrigend."
Tom Waits

Murinsel im Wasser

Murinsel (Detail)

Straßenfussball in Graz

Neuer Sattel, neue Lenkstange

A new handle bar and a new saddleDas ist schon wieder länger her, dass ich auf dem Rad war. Also nicht so für eine oder zwei Stunden, so richtig für einen Tag. Das hat mehrere Gründe: Mein Lenker war ziemlich verbogen, miene Bremsen verstellt, mein Sattelleder aufgrerissen.
Nun, meine Großeltern sind bei meiner Mutter zu Besuch, und deswegen schwing ich mir morgen Vormittag aufs Rad. Mal sehen, wie lang ich für die alte Strecke Graz-Leibnitz brauchen werde. Immerhin hab ich meinen Zigarettenkonsum inzwischen rigoros eingeschränkt. Ich glaube seit Dienstag - 4 Zigaretten.
Also, alles ist montiert und fixiert. Ich freu mich schon auf morgen.

Regen...

Ein freies Wochenende, nichts zu tun. Alles ist eingekauft. Es wartet auf mich der Stadtpark, eine Decke und die Samstagspresse. Und was kommt? Regen.

You should not dare to...

You shall not pass

Neonazis in Ebensee

Information zum Vorfall:
Ich wollte eigentlich gleich am ersten Tag mich dazu äußern, habe es aber dann gelassen, da ich noch wissen wollte, was im Anschluss passiert und wie die Medien darauf reagieren. Die österreichischen Reaktionen kennen wir, hingegen sind in den Feeds von taz, Spiegel, faz, szz und nzz keine Nachrichten über Ebensee aufgetaucht. Das Problem ist nicht nur, dass wir nicht sehen was unter der Oberfläche los ist - uns fehlt allein schon der Weitblick über die Landesgrenzen. Und die rechte Szene ist grenzübergreifend organisiert.
Das mediale Echo war aber schon einmal zufriedenstellend; das Problem wird aber sein, dass alles schnell wieder verstummt. Wir wollen ja aus unserer Trance nicht aufgeweckt werden, gell?

Das, was mich so schockiert, ist die Dimension des Vorfalls. Auf einer Gedenkfeier so aufzutauchen, Parolen zu rufen undmit Hitlergruß grüßen grenzt einfach an Wahnsinn. Woher kommt der aber?
Den Polizeiberichten zu Folge (es liegt an jedem selber, ihnen zu glauben oder nicht) haben die Täter KEINEN rechtsradikalen Hintergrund, sind nicht mit der Szene in Verbindung und es sind auch keine Hintermänner erkennbar. Wie bitte?
Ich weiß nicht, warum man rechts wird. Oder ob man es schon ist. Verblendung, Angst, Gruppendynamik - was auch immer.
Aber wenn jemand, der nicht aus der Szene stammt, zu solchen Dingen fähig ist, dann fehlt irgendwo was. Dann fehlt ein moralisches Verständis und eine Sensibilisierung (wie sehr ich dieses Wort eigentlich verabscheue...). Dann ist in der Erziehung und Bildung, im Elternhaus sowie in der Schule etwas gröber schief gelaufen.
Das reißt das ganze für mich noch aus jeglichem Kontext.

Aber zum Hintergrund: Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, die einen großen Teil der Flüchtling aus den Balkankriegen aufgenommen hat. Mit der Zeit wurde auch die rechte Szene bei uns prägnanter bis es Vorfälle mit Gewaltanwendung und Zeugen (!) gab. Das kostete einen flüchtigen Bekannten ein Auge und 3 Monate seines Lebens, die er im Koma lag.
Das Problem zwischen den linken und den rechten Demonstranten ist leider die Vorgehensweise. Nachdem in Österreich das Recht auf öffentlich Versammlung vorliegt, kann die rechte Szene, sofern sie nicht unter Parolen die unter das Verbotsgesetz fallen marschieren, jeden Zug anmelden und durchführen.
Störaktionen aber, die darauf abzielen, diese Aufmärsche zu beenden, werden von der Polizei beendet - leider mit viel zu großer Brutalität. Ich verstehe bis heute nicht, warum versucht wird die Aufmärsche zu stören.

Ich würde es nicht tun. Warum?

Weil ich jemandem sein von der Verfassung geschütztes Recht nehme, seine Meinung kund zu tun. Es ist eine perverse Meinung, die ich nie vertreten würde und in jeder Diskussion bis aufs Schärfste kritisiere. Aber ich stelle mich nicht über die Verfassung.
Oder wäre es legitim denen das Recht zu nehmen, die es anderen nicht zugestehen. Bin ich dann besser? Oder ist es Bildung, ist es Verständnis, ist es Verantwortung, was der Schlüssel dafür sein könnte, dass diese Szene keinen Zustrom mehr hat?

Wolken im Park

Clouds at the park (HDR)

Warum wir Krisen brauchen

Wir sind die Generation Krise. Wir können ohne das nicht leben. Wie glaubst du funktioniert denn Arbeitsalltag, Bausparvertrag und private Pensionsvorsorge, wenn wir nicht haben wovor wir uns schützen müssen.
Und es ist jetzt egal ob uns UV wegen fehlendem Ozon röstet; ob uns die abschmelzenden Polarkappen ertränken; ob uns SARS, HIV und H5N1 dahinrafft; ob der nächste Supervulkan, Meteor, Tsunami oder Darmwind unserer Lebensgrundlage oder unseres Planeten beraubt.
Kriege werden an Plätzen ausgetragen, die wir nie gesehen haben und das sind dann die Plätze, von denen wir keine Produkte beziehen. Und selbst wenn – es wird drum herum gekämpft. Europa bezieht fast all seine Vanille aus Madagaskar – schonmal von einem Krieg dort gehört.
Aber ich schweife jetzt ab. Wir können alles haben. Alles und noch viel mehr. Aber ist es nicht ein wenig interessant, wenn wir alles haben wollen, aber im Hintergrund immer noch der Gedanke mitschwingt, dass alles, was wir haben wollen, verloren gehen könnte, bevor wir es in unseren Besitz bekommen?

Poladroid #5

BlogTube

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(via nerdcore und weltfrieden)

Ist Grundwissen nötig?

Ich habe mich heute bei der Mittagspause mit einer Kollegin unterhalten, die für eine Partei im Rahmen der ÖH-Wahlen antritt. Was für eine Partei das ist, ist irrelevant - dieses Phänomen zieht sich durch alle Parteien der Studentenvertreter. Das kann ich mit Bestimmtheit sagen.
"Kann der Papst verhaftet werden?" Wenn er zum Beispiel betrunken bei seinem Israelbesuch im Papamobil herumkurvt. Eine lustige Frage, kann man das? Nun, ich war dagegen - der Papst kann nicht verhaftet werden. Wobei ich aber den Papst nicht in seiner Figur als Heiligen Stuhl sehe, sondern als Repräsentant und Präsident des Vatikanstaates sehe. Insofern wird der Papst (wahrscheinlich) unter einer diplomatischen Immunität stehen, und Israel würde - wenn es sich in diesem Fall das träue (Konjunktiv von trauen?) - ihn zur "persona non grata" erklären.
Dann kam etwas, was ich nicht verstanden habe.
"Was ist diplomatische Immunität?"
"Was ist persona non grata?"
"Warum macht man Gesetze, die Menschen über das Gesetz stellen?"
Ich habe gedacht, dass das Ganze ein Scherz sei und in einer Grundsatzdiskussion enden sollte, aber die Frage war vom Wahlkandidaten ehrlich gestellt. Gut, ich habe grundsätzlich erklärt, was die diplomatische Immunität bedeutet und warum sie wichtig ist. Wie sie verliehen wird, welche Aufgaben sie bindet und wie sie aberkannt werden kann. Aber was mich viel mehr verwundert ist, dass eine politisch engagierte Person nicht einmal die Grundzüge des Rechts, der Diplomatie und der Justiz kennt.

BurmaVJ

BurmaVJ. Was vom Enthusiasmus übrig blieb.

Travis Parker: Backflips


I am a geek too!

Ich möchte mich mich Johannes und Jochen anschließen und mich ebenfalls öffentlich als Geek bekennen. Es ist schön, wenn man sieht, dass man nicht allein ist…
Wer bekennt sich sonst noch?

SOS Teilchen

SOS Teilchen ist eine Petition gegen den Ausstieg aus dem CERN, der vor kurzem durch Wissenschaftsminister Johannes Hahn beschlossen worden ist. Ich stehe dem ganzen etwas kritische gegenüber, immerhin haben wir an den Universitäten mit immer knapperen Mitteln zu kämpfen. Das CERN ist umweigerlich ein Prestige-Projekt, und wir müssen uns auch fragen, ob wir uns Prestige derzeit leisten können.
Wir müssen uns auch fragen, ob wir uns die ÖBB noch lesiten können, aber das ist eine andere Geschichte.

Studentisches Wohnservice

Studentisches Wohnservice

Politische Überzeugungen

"Ich bin vielleicht grün, aber ich bin sicher nicht vom Land."

Was an mir vorübergeht

Eine neue Staffel DSDS ist entschieden - steht zumindest in der Zeitung. Und ich finde es wieder einmal wunderbar, was an mir vorbeigeht, wenn ich keinen Fernseher habe.

Poladroid #4

Gewitterwolken ziehen auf

Clouds (HDR)

Mein Akku ist leer

Mein Akku ist leer. Das gibt es nicht: Mein Akku ist leer. Er war noch nie leer, höchstens halbleer. Und nachdem der MP3-Player mit halbleerem Akku immer noch funktioniert, ist er dann halbvoll. Der Akku war nie komplett entladen, höchstens halbentladen und dann lade ich ihn von halb auf ganz. Oder von halb auf dreiviertel und am nächsten Tag von halb auf ganz. Aber er war noch nie leer.
Was soll ich jetzt machen? Ich brauche Musik. Ich brauche mein Schutzpolster. Wie soll ich Zug fahren ohne Musik. Egal, ich muss eine Fahrkarte kaufen. Und ich habe noch die Zeitung von gestern.
Ich trete ins Freie, aus dem Bahnhofsgebäude heraus. Rechts neben der Tür sitzen zwei Landproleten mit Musik aus ihren Handylautsprechern. Zu denen setze ich mich nicht, soviel sollte klar sein. Links sind noch zwei Bänke frei.
Ich setze mich, suche nach meiner Zeitung. Der Mann neben mir fragt mich ob ich rauche. Ja, ich rauche. Aber ich habe keine Zigaretten, ich schränke seit 2 Monaten meinen Konsum immer rigoroser ein. Und der Mann stinkt. Er richtet sich auf und zeigt sich in seiner gesamten Pracht: Eine Art Trainingshose, die nur noch aus Fetzen besteht. In blassem Gelb, mit Flecken und Rissen. Ein T-Shirt, mit gebleichtem Aufdruck und eine Daunenweste. 150 Kilo, wahrscheinlich mehr. Keine Schuhe. Er jammert. Er stinkt. Er will 30 Cent, wenn es geht 70. Ich gebe ihm einen Euro. Er stinkt immer noch. Ich werde innerlich ungehalten. Er spricht mit sich. Oder mit mir?
Ein älterer Herr mit Sakko und Taschenbuch in der Hand geht vorbei. Ob er auch 30 Cent habe? Er sieht den Dicken eindringlich an und geht weiter. Dann wendet er sich mir zu, ohne mich anzusprechen. Ohne mich anzusehen. Wendet er sich mir zu? Will er jetzt etwas von mir?
Ich weiß es nicht. Er spricht auf jeden Fall, er redet irgendetwas. Ich habe vorhin keine 5 Worte mit ihm gewechselt, jetzt will er reden. Ich will nicht mit ihm reden. Er stinkt. Er ist sicher faul. Und trinkt. Ich fange an Vorurteile aufzubauen, und einen Moment später fühle ich mich schlecht. Wo ist denn meine Musik?
Ich ziehe meine Zeitung aus der Tasche und gehe den Bahnsteig Richtung Süden, aus seinem Geruchsfeld heraus. Ich setze mich in die pralle Sonne, dort wo das Vordach des Bahnhofgebäudes längst aufgehört hat. Die Zeitung hat einen interessanten Artikel, welcher das Thema Urheberrecht anschneidet. Es ist eine Erörterung, eine Polemik. Es ist irgendwas, ich weiß es nicht. Ich will es nicht wissen, es ist mir egal. Ich war gestern bis 5 Uhr auf den Beinen, eine Hochzeit mit 180 Gästen war zu versorgen. Ich will nur noch nach Graz, ich will die Handymusik nicht mehr hören, auch wenn sie inzwischen etwas leiser geworden ist.
Was mache ich, wenn ich in Graz bin? Schlafen – nein, das kommt am Abend. Sonst ist mein Tagesrhytmus wieder weg. Ich werde mich in den Park legen, mit meiner Sonntagszeitung und einer Decke. Und einer Packung grünem Tee. Mir kommt der Gedanke, dass ich in das Soziologiestudenten-Klischee passe. Nein, dafür müsste ich den Falter oder den Standard lesen. Ich lese die Presse – sofern sie nicht jemand aus meinem Wohnhaus mir von der Fußmatte geklaut hat.

Der Zug kommt.

Er hält nicht. Er bremst ganz langsam und bleibt am nördlichsten Ende des Bahnsteigs stehen. Die Reisenden und Pendler, die sich am Bahnhof eingefangen haben, gehen zum nördlichen Ende. Auch der beleibte Typ macht sich auf, die anderen halten Abstand zu ihm. Er ist der Erste, der am Zugende einsteigt. Alle anderen folgen ihm, durchqueren aber den halben Zug um nicht in seinem Geruchseinzugsgebiet zu sitzen. Großraumwaggons können etwas fatales haben. Ich möchte meine Musik. Die Zeitung habe ich ausgelesen, nichts Neues bietet sie mir mehr. Nichts ist so unspannend wie die Zeitung von vorgestern. Oder gestern. Oder irgendeine andere Zeitung, die man bereits gelesen hat.
Das Wetter ist wunderbar. Die Sonne sticht, die Wolken sind spärlich – außer dort im Norden, dort wo Graz liegt. Dort liegt eine dunkle Wolke am Himmel; von oben hell, aber die Unterseite ist dunkel und diesig. Das kann nicht Graz sein, Graz ist davor. Die Wolke hängt sicher über Peggau, oder Leoben. Oder Linz; was weiß ich. In Graz ist sicher schönes Wetter, immerhin möchte ich mich ja noch in den Park legen.

Station „Flughafen Graz Feldkirchen“. Station „Puntigam“. Station „Graz Hauptbahnhof“.

Ich steige aus. Drängle fast ein wenig, könnte ja sein, dass es anfängt zu regnen und ich möchte vorher noch in den Park. Mir wird meine fehlerhafte Logik erst bewusst, als mir einfällt, dass ich zuerst noch die Straßenbahn nehmen muss, und ich immer auf die Straßenbahn warte. Also ist es egal, wie schnell ich an der Straßenbahnhaltestelle bin.
Die Sonne sticht. Ich möchte mich in den Schatten stellen, aber hier ist keiner. Außer der Schatten im Haltestellenbereich, und dort drängen sich die Leute um einen Platz im Schatten.
Ich stehe etwas abseits, direkt neben einer Sitzbank. Zwei ältere Herren sitzen dort, beide mit eingefallenem Gesicht und verschlissener Kleidung. Zwei verlorene Existenzen würde ein Poet diskriminierend sagen. Vielleicht machen sie das aber gerne, vielleicht sitzen sie gerne an schönen Tagen am Bahnhof und beobachten die Leute. Das Gewusel sozusagen. Ich höre ihrer Unterhaltung zu.
Beide lallen, ihre Sätze sind unterbrochen von Husten, Schlucken, Aufstoßen und anderen Körperreaktionen. Ein Junge hält mit seinem Fahrrad hinter ihnen, er wartet auf die Straßenbahn. Das einzige was mir an dem Jungen auffällt ist seine Zahnfehlstellung, die es ihm kaum ermöglicht mit seiner Oberlippe die Oberzähne zu bedecken. Erinnert mich an meine schiefen Zähne. Ich hatte so schreckliche Zähne. Dem einen der beiden Herren fällt das auf; er beleidigt den Jungen, der daraufhin verschreckt wegfährt.
Verlorene Existenzen.

Die Straßenbahn kommt. Ich steige ein.

Es ist seltsam, was für Leute sich immer am Bahnhof befinden, zumindest immer dann, wenn ich dort bin. Von der Straßenbahn heraus sehe ich sie alle. Dort hinten sitzen zwei Damen mit adidas-Boxerstiefeln und gesträhntem Vokulia. Weiter links liegt ein Herr im Anzug auf einem Betonvorsprung und pennt, die Füße auf einen Mistkübel gelegt. Und zwischen den beiden Blumeninseln gehen gerade 3 besonders Alternative, die sich – ihrem Aussehen nach zu urteilen – gerade auf dem Heimweg von Tibet befinden.
Ich sollte doch nicht immer so abfällig über die Leute denken. Hör auf damit!
Esperanto-Platz. Eine Frau steigt ein, und stellt sich vor mich. Etwa 30 Zentimeter kleiner, aber sicher nicht leichter. Gehüllt in ein Nike-Shirt, Synthetik-Trainingshose und einem Gürteltascherl, dessen Dimensionen sicherlich einzigartig sind. Mit Ohrringen, die aussehen, als würden sie aus Toilettsteinen mit Draht fabriziert werden. Sie sieht ins Nichts, sie sieht mich nicht an. Sie kann nicht sehen, ob ich sie ansehe; meine Sonnenbrille ist verspiegelt. Sie hat einen Gesichtsausdruck, den ich nicht deuten kann. Ist sie wütend, ist sie ängstlich, ist sie traurig? Bevor ich es erkenne steigt sie aus. Ich liebe Graz.

Umsteigen.

In der anderen Straßenbahn fragt eine alte Dame, wohin die Straßenbahn fährt. Wann die nächste Straßenbahn in die Gegenrichtig käme. 5 Minuten lang. Ich kann Graz nicht leiden. Es geht nicht weiter. Bis wir dann endlich doch losfahren. Es leert sich. Langsam wird die Straßenbahn leerer, mit jedem Mal, dass ich näher an meine Station komme.
Ich steige aus, meine Station. Wie jedes Mal umgehe ich diese 3 Flecken auf der Straße, die das Spritzmuster von Erbrochenem haben. Wie lange die wohl schon da sind? Eine gefühlte Ewigkeit! 2 Monate sicher. Nach ein wenig Nachdenken denke ich mir 5 Tage, aber das schöne an der gefühlten Ewigkeit ist, dass man sich außerhalb der zeitlichen Dimension befindet. Sie sind einfach schon zu lange da.
Ich biege in meine Straße ein. Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Vielleicht gehe ich doch noch in den Park. Nach kurzer Zeit schwitze ich am Rücken – ich gehe sicher in den Park. Mein Schlüssel in der Hand klimpert. Ich sperre meine Haustür auf, ich bin zu Hause.

Vespa im Vorgarten

Vespa

Taube

Dove

Verstecken

Wir gehen zum Spar-Markt, um unser Mittagessen zu kaufen. Ein Weckerl mit Käse oder sowas, wir wissen ja - Mittags braucht man was zum Essen. Egal ob man sich am Vorabend vollgestopft hat oder nicht.
Auf jeden Fall kommt mir da so ein kleines Mädchen aus der Volksschule entgegen. Mit Sommerrock, Schultasche und einem Zettel in der Hand. Naja, Zettel trifft das ganze nicht, sagen wir: Papierbogen. Ein bemalter Papierbogen. Und sie redet irgendwas vor sich hin. Scheint aufgelöst zu sein. Als ob etwas passiert sei. Wie wir an ihr vorbeigehen hören wir warum.

"Wie mach' ich das, dass die Mama das nicht sieht?"

Hat sie was angestellt? Vielleicht was ausgefressen. Bis es mir dämmert - sie ist jung, hat wahrscheinlich keinen Haustürschlüssel und ein Bild in der Hand. Und Sonntag ist Muttertag.
Auf einmal tat sie mir leid.

Herz-Jesu Kirche

Herz Jesu Church (HDR)

Koko

Gestern waren ein paar Kollegen und ich im Koko zu Asia BBQ. Und ich stehe auf Asia BBQ. Falls nicht bekannt ist, was das ist, hier ganz kurz: Man hat am Tisch bunte Metallklammern, von der jede Farbe für eine Sauce steht. Rot steht für Austernsauße, schwarz für Teriyaki, grün für Curry, gelb für Erdnuss, weiß für Knoblauch, blau für Chili und so weiter. Am Buffet gibt es rohes Fleisch, Fisch, Meersfrüchte, geschnittenes Gemüse, Pilze, Nudeln und anderes. Man sucht sich eine Sauce (Klammer am Tellerrand) aus, kombiniert das mit den rohen Dingen und gibt das am Grill ab. Dort wird das ganze gebraten, mit Sauce kombiniert und von einem Kellner zum Tisch gebracht.
Klingt gut, aber: Das ganze ist all-you-can-eat. Und das fatale ist, dass ich mich bei All-you-can-eat nicht mehr kontrollieren kann. Ich sollte in diesen Dingen unbedingt Selbstbeherrschung lernen. Aber nichts desto trotz: Koko ist sehr zu empfehlen.

Hundehütte

Dogshed (HDR)

Poladroid #3

Wenn man auf einer Kugel...

Strange Vote-Ad Besorgniserregende Wahlwerbung

...nur weit genug geht, kommt man auf die andere Seite. Und es ist egal, ob man rechts oder links geht. Genauso scheint es sich mit dem politischen Spektrum zu verhalten, und diese beiden Wahlwerbungsplakate von politischen Sutdentenvertretungen zeigen das wunderbar.
Ich für meinen Teil muss ganz ehrlich sagen, dass mir keine der beiden Strömungen auch nur im Ansatz zusagt. Radikalismus und militante Auslegung politischer Ansichten sind die Wege, mit denen man sich selber aus dem politischen Diskurs entfernt.
Wo wir wieder bei meinem Thema sind: Ich wähle nicht (oder sagen wir ungültig) Ich verfechte die Demokratie, ihre Theorie; ich kritisiere die Praxis, die Institutionalisierung, den Klubzwang. Deswegen mache ich mir die Mühe wählen zu gehen und einen Stimmzettel zu versauen.

Mausoleum Graz im Sonnenuntergang

Mausoleum of Emperor Ferdinand II

Flickr: Die beliebtesten Foto-Motive in Web-Alben

Presse - US-Forscher haben 33 Millionen Bilder der Foto-Community Flickr ausgewertet, um die beliebtesten Urlaubsfotomotive zu finden. Erstaunlich: Der Apple-Store in Manhatten wurde öfter geknipst als die Freiheitsstatue.

Fritz Muliar (1919 - 2009)

Fritz Muliar ist heute morgen im AKH verstorben. Damit schließt sich die Lebensgeschichte eines der bedeutensten Theaterschauspieler Österreichs.

Ein Gewitter zieht auf

Clouds at the park (HDR)Obwohl ich sowieso schon später als erhofft aufwachte, blieb ich noch im Bett. Es war so warm, und kurschelig und was weiß ich - man kennt das ja: Sonntag Morgen. Sollte ich Radfahren gehen, vielleicht eine kleine Tour bis Leoben und zurück. Immerhin hatte ich mir am Samstag mit neuer Radkleidung eingedeckt. Aber diese Wolken.
Oder sollte ich mich in den Park legen? Melanie könnte ja auch vorbeikommen - und nachdem ich sie seit einer knappen Woche nicht mehr gesehen habe. Mit einer Decke, grünem Tee und der Sonntagszeitung einfach in der Sonne liegen, warum auch nicht? Gesagt - getan.
Ich liege nun in den wenigen Sonnenstrahlen, denn es ziehen immer mehr Wolken auf. Und was passiert: Es fängt an zu regnen, zu schütten. Wir gehen essen, wir flüchten in den Propeller. Einen schwarzen Tee mit Milch dazu. Und ich begleite sie ein Stück ihres Weges nach Hause. Irgendwann fängt es wieder an zu regnen. Sie scheint in Eile zu sein, und fährt mit dem Rad davon. Ich warte - immerhin war ich schlau genug in kurzer Hose und Flip-Flops in den Park zu gehen.
Auf dem Weg nach Hause fallen mir ein paar Motive ins Auge - und am Ende des Tages habe ich einige gute Fotos mehr. Wer möchte, kann sie gleich durchgehen, aber ich werde jetzt Tag für Tag in der Früh eines hier posten. Mal sehen, welches gefällt.

Ausgeschlafen

Nun, nachdem ich von Mittwoch bis Donnerstag durchgarbeitet habe, am Freitag auf einer Geburtstagsfeier mit gut 100 Gästen gekellnert habe, ließ ich den gestrigen Abend ruhig ausklingen. Nachdem Melanie mit Bekannten im Theater war, traf ich mich mit Claudia und Kathi, da mein Bruder und ich sie bei meiner Sponsion getroffen hatten und beide wissen wollten wie es uns gehe.
So saßen wir im Stern, tranken Sauvignon und redeten über alte Bars und Parties. War ein interessantes Treffen, immerhin kennen sie mich nur aus der Zeit, in der ich noch Schule ging - und seitdem habe ich mich doch verändert.

Derzeit frage ich mich, was ich heute tun sollte. Nachdem ich mir gestern ein neues Radtrikot gekauft habe - sollte ich Radfahren gehen; oder nachdem die Sonne strahlt: Sollte ich mit einem Deckerl mich in den Park legen?

Mund

Und wo du hingehen willst,
ich häng an deinen Beinen.
Wenn du schon auf den Mund fallen musst.
warum dann nicht auf meinen?

aus: Wir sind Helden - "Nur ein Wort"

Bier und Wein

Beer and wine (HDR)

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