Frohes neues Jahr

Auch wenn dieser Abend eigentlich ein Abend wie jeder andere ist, wünsche ich dennoch allen Lesern (ich weiß, soviele habe ich nicht) alles Gute, viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Ich habe mir gerade Raclettekäse, Mozarella, Gratinkäse, Emmentalerkäse, Schinkenspeck, Bauchspeck, gekochten Schinken, Maiskölbchen, Spargelspitzen, Cocktailtomaten, Shrimps, Gewürzgurken, Zucchini und Zwiebeln in den Magen geschaufelt und bin gerade ziemlich glücklich. Dis dann...

Cinematographischer Jahresrückblick 2008

Obwohl ich ja eigentlich liebend gerne ins Kino gehe, bin ich auch hier zu kurz gekommen. Zwar waren es mehr Filme als ich jetzt gerade noch dachte, aber trotzdem - es war zu selten. Was war es denn alles?
  • Doomsday (nur halb, dann zu müde ich war)
  • The Dark Knight
  • Indiana Jones 4
  • Iron Man
  • PS: Ich liebe dich
  • Sweeney Todd
  • Cloverfield
  • Alien Vs. Predator 2
Von meiner Filmplanung für dieses Jahr habe ich also fast alles geschafft. Bleiben nur noch eine Handvoll Filme:
The Darjeeling Limited, Tödliche Versprechen, Der Krieg des Charlie Wilson, 8 Blickpunkte, Wall-E, We Own The Night, I'm Not There, [rec], Hellboy 2, Defiance, War, Inc., The Fall, Boarding Gate, Schmetterling und Taucherglocke, Flashback Of A Fool.
Ich glaube dieses Jahr ist fast alles, was ich geplant hatte, daneben gegangen.

Literarischer Jahresrückblick 2008

Eigentlich geschah es wirklich so, wie ich es angenommen habe: Sobald ich mit den wichtigen Fächern im Studium fertig wäre würde ich wieder lesen wollen. Letztes Jahr war es auch so, ich habe viel gelesen für die Zeit die mir zur Verfügung steht. Dieses Jahr verhielt es sich zwar gleich - ich habe mir Bücher bestellt und gekauft als hätten sie ein Ablaufdatum - nur fehlte mir leider die Zeit sie zu lesen. Deswegen liegt auf meinem Nachkasten immer noch ein Stapel Bücher, die ich endlich einmal zu Ende lesen muss.
Zudem kommt, dass ich kaum noch Fachbücher lese. Nicht weil ich nicht lesen muss, sondern weil es kaum Fachbücher auf dem Gebiet der chemischen Sensorik gibt. Meine klassischen Lektüren sind Publikationen und Reviews, täglich. Aber um wieder auf die private Literatur zurückzukommen, hier die Bücher dieses Jahres:
Man sieht, ich bin wirklich nicht zu viel gekommen. Und man sieht auch, dass ich dazu tendiere mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen. Eines ist immer im Rucksack oder der Laptoptasche, eines liegt am Nachttisch, eines liegt im Elternhaus, eines liegt im Büro (für Wartezeit in Nachtschichten).
Und was die Publikationen anbelangt: Die veröffentliche ich nicht, meine Liste umfasst etwa 100 für die letzten Monate. Sollte aber jemand daran interessiert sein, wie man wissenschaftliche Artikel am besten sortiert, archiviert und dann gegebenfalls als Zitate in Textbearbeitungsprogramm einfügt: Zotero hilft.

Jahresrückblick 2008

Vom Winkelsen (wie letztes Jahr) und Lillian:
(leicht verändert)

Januar:
Nüchterner Start ins Jahr mit Geld in der Tasche dank Kellnern und Vera endgültig in die Wüte geschickt
Februar: Eigene Wohnung und Start der Diplomarbeit
März: Florenzaufenthalt und bemerkt, wie schnell man ein Faible für eine Frau (Gabi) wegen Distanz verliert. Dafür aber Sophie kennengelernt.
April: Ein Paar aus meinem Freundeskreis trennte sich nach 8 Jahren - ich weiß warum, wollte etwas sagen und konnte doch nicht
Mai: Bruder lud Freunde ein und ich schlief bei Sofies Eltern - seltsame Situation. Und erster Strip meines Lebens
Juni: novarock-Festival mit Sophie und Bruder und 2 Wochen später was das mit Sophie vorbei.
Juli: Amerikaner in Österreich. Und Melanie.
August: Arbeiten. Im Büro. Im Labor. Abends beim Kellnern.
September: Eine Summerschool/Minikongress organisiert und auf einem Projektmeeting Ergebnisse präsentiert. Sonst Arbeiten.
Oktober: Praktische Laborarbeit beendet. Mehr oder minder. Für das eine Projekt halt.
November: Granada und Madrid.
Dezember: Stress die Diplomarbeit noch fertigzubekommen um in den PhD einsteigen zu können.


6 Fragen zu 2007:

Die gefährlichste Unternehmung?
Mit dem Fahrrad mit 40 auf regennasser Fahrbahn eine uneinsehbare Straße kreuzen weil man in Eile ist.

Die aufregendste Unternehmung?
novarock

Die teuerste Unternehmung?
Nicht 2 Wochen Spanien sondern 4 Tage Florenz.

Der ergreifendste Film?
"Big Fish" zum ersten Mal gesehen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Gebrochener Mittelfußknochen, manchen Kater und die Erkenntnis, dass das mit manchen Frauen nichts wird...

2007 war mit drei Adjektiven:
Anstregend, ermüdent, gut bezahlt.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen, aber nicht viel. Aber froh wieder mit regelmäßigen Training angefangen zu haben. Weniger wackelige Körperteile.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, eindeutig. Aber auch mehr Arbeit.

Der hirnrissigste Plan?
Ein Bett, das 220x180 cm misst in einem Kleinwagen zu transportieren.

Die gefährlichste Unternehmung?
Die Überlegung, wenn sie sagt "lieber ohne", darauf einzusteigen. Zum Glück siegt da relativ schnell die Vernunft.

Der beste Sex?
So etwas bewertet man nicht.

Die teuerste Anschaffung?
Neues Notebook. Neue Wohnung.

Das leckerste Essen?
Ganz ehrlich: Das weiß ich nicht. Ich weiß nicht ob es die Hirschcarpaccios waren, oder die Lammrücken, vielleicht die zig Steaks oder all diese getrüffelten Schlunz-Sachen. Vielleicht aber auch diese Wachteln damals im August. Ich weiß es nicht, denn: Es schmeckt zwar alles gut, aber sobald ich "gut" essen ist das für mich mit Arbeit verbunden. So gesehen vielleicht: Das Riesenkäsewiener mit extra Portion Pommer und Zwiebelringen samt Ketchup, Mayonnaise und Gallenkolik.

Vorherrschendes Gefühl 2008?
WTF?

2008 zum ersten Mal getan?
Mittelfußknochen gebrochen, sie hat mir mir Schluss gemacht und ich habe sie beruhigt und versichert dass es nicht so schlimm ist (sic!), eigene Wohnung, Auto verkauft, 60 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche seit Februar an.

2008 nach langer Zeit wieder getan?
Eine ansatzweise ernstzunehmende Beziehung gehabt, jedenfalls hätte ich das während der Beziehung behauptet. Auch wenns von vornhinein zum Scheitern verurteilt war.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Dass ich erst Jänner 2008 erkannte, wie sehr man sich in manchen Menschen täuschen kann.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
"Ich will aber nichts von dir."

Es würden jetzt weitere Fragen folgen, die ich aber nicht beantworten kann - und teilweise auch nicht möchte. Ich werde diesen Jahresrückblick immer wieder verändern, je nach dem was für Anregungen ich auf anderen Blogs sehe.

Vorsatz

Ich bin eigentlich kein Freund von Vorsätzen, denn die meisten sind lieblos hingeklatscht und beziehen sich auf allgemeine Dinge, die man auch auf Zettel schreiben und aus einer Tombola auf die Leute verteilen könnte. Es gibt da aber doch etwas, was ich mir für mein neues Jahr vornehme. Etwas, was schwierig zu beschreiben ist - aber vielleicht versteht ja der eine oder andere was ich meine.
Ich muss mehr ruhen. In mir. Es geht nicht darum, dass ich mein Schlafdefizit verringern muss, es geht vielmehr um den Umgang mit mir, meinem Leben und meinen Bekannten. Zeitpläne und Meeting sollten mich nicht mehr aus der Ruhe bringen, mein Erfolg bis jetzt spricht eigentlich für sich. Wobei genau das auch dazugehört: Egal wieviel ich arbeite, Bescheidenheit in Bezug auf Arbeit und Geld ist etwas, was ich bis jetzt noch nicht schaffe. Ich kann mich totarbeiten, bis ich viel habe und das dann süffisant anderen Leuten auf die Nase binde. Etwa 3 Sekunden danach aber denke ich mir schon, dass ich genau soetwas nicht tun wollte. Mehr Ausgeglichenheit, vielleicht sollte ich einfach einmal früher nach Hause gehen und ein Buch lesen. Oder mit mit irgendwem auf einen Kaffee (oder besser: schwarzer Tee mit Milch) treffen. In Ruhe. Nicht schnell, nicht zum abhaken, nicht um eine To-Do Liste aufzufüllen. Vielleicht werde ich dann auch etwas ausgeglichener.

Gerade im Fernsehen

"Sie ist Schauspielerin und hat im Dienst von RTL als Korrespondentin beim Papst-Attentat mitgeholfen."

Die Bedürfnisse werden einfacher

Ich habe vor Jahren einmal geschrieben, was ich zu Weihnachten bekam - von der Familie jedenfalls. Dieses Jahr ist es wesentlich einfacher, was ich denn bekommen habe: Eine Flasche 18 Jahre alten Irish Whiskey und einen Büchergutschein. Gerade das, was man braucht.

Granada 2008

Look outside the window back home Mountains in the clouds Guaven-Snack A beer for a sleepy flight (Too) Much space in the coach Plaza Trinidad Colegio Mayor Santa Cruz La Real Parking FAIL Fuente Nueva Catedral Granada Plaza Bib-Rambla Collegio Mayor Santa Cruz Pubquiz in Granada Granada Street Pixel-Graffiti Love Letters Red Berries Gardens like an oasis Blooms Alhambra church Cat at water Old tree Relief Patio de los Arrayanes im Palacio de Comares Palacios Nazaries wall pattern Patio de los Leones without lions Arabesk window Generalife #1 Sunset in Generalife Sunset at the Alhambra Generalife #2 Alhambra & Sierra Nevada (HDR) Granada (HDR) Granada und Hügel (HDR) Palacio de Carlos V (HDR) Sierra Nevada (HDR)

Wir schmeißen das Geld zum Fenster raus

Ich will in die Metallbranche. Ich will mit leeren Bierdosen jonglieren oder etwas in die Richtung. Dort verdient man sich dumm und dämlich - glaube ich zumindest. Jedenfalls der eine verdient sich dumm und dämlich. Wir bestellen gerade bei einer Anlagenbau-Firma ein 3/8'' Rohr und dort verrechnet man uns 15 Euro pro Rohrschnnitt. 15 Euro. Um ein Rohr durchzuschneiden. Das kann ich mit einem Kapillarsäulenschneider selber. 15 Euro billiger.

Invasion der Pärchen

Ich komme gerade aus der Innenstadt, ich dachte ich sollte mir heute einmal etwas leisten. Also für mich einmal, etwas schönes. Zum Beispiel einen taiwanesischen Oolong-Tee, um etwa 30€ pro 100 Gramm. Das mag jetzt nach viel Geld klingen (was es ja auch ist), aber irgendwo muss man mit dem Sparen aufhören. Und auch wenn ich bis heute mich standhaft weigere für Markenkleidung 40 Euro für ein T-Shirt auszugeben, bin ich der Meinung dass man nicht zuviel bei den leiblichen Genüssen sparen sollte. (Was ich in dem Zusammenhang heute auch erlebt habe, war ein junger Stöpsel im blue tomatoe, der seine Snowboard-Bekleidung anhand der Maken und Farben ausgesucht hat. Schade um das Geld.)
Aber um auf den Punkt zu kommen: Die Weihnachtszeit ist Invasionszeit. Die Invasion der Prächen steht vor der Tür, oder besser gesagt: Sie ist bereits erfolgt. Sie bei ihm im Arm eingehängt, flüstert ihm etwas ins Ohr, er küsst ihr den Hals, beide Kichern als hätten sie sich illegal berauscht und bleiben an Weihnachtsständen stehen, wenn sie auf sinn- und wertlosen Ramsch zeigt und entweder "Schau, wie schön" oder "Schau, wie niedlich" sagt. Ich humple dazwischen mit meinen Krücken umher und diese Invasionstruppen bleiben mitten im Weg stehen, so dass ich auflaufe (im wahrsten Sinne des Wortes). Wieso müssen die Straßen jetzt davon voll sein? Und wo sind die überhaupt im restlichen Jahr? Schlafen die eingehüllt in ihre Flügel kopfüber von der Kellerdecke hängend? Oder verpuppen sie sich paarweise und halten eine 11-monatige Entwicklungsstarre?

Woran man merkt, dass Englisch die Fachsprache ist

"Was soll das: 'Which passes excitation under phosphorescence..."! Das ist ja aber auch kein gutes Deutsch"

Österreichische Universitäten werden ein Problem haben.

Die Nationalbank unterstützt bald keine österreichischen Forschungen mehr.

310 und noch mehr Zahlen

310 Tage hat es gedauert. Über 150 verschiedene Sensorcocktails habe ich hergestellt. 3 Quadratmeter Mylar-Folie wurden verbraucht. Unzählige Liter an Lösungmittel sind evaporisiert (man kann sich aber auch umständlich ausdrücken). 5 Gasflaschen mussten dran glauben. Aber endlich: Die Diplomarbeit ist benotet.

Zwei Jahre

Es ist jetzt zwei Jahre und mehr her. Es ist zwei Jahre und mehr her, dass ich damals etwas viel zu emotional genommen habe und fast meinem wohl bösartigsten persönlichen Dämon verfallen wäre. Bis ich ihn dann wieder aus eigener Kraft überwinden konnte, was mich bis heute noch stolz macht, aber in gewisser Weise auch immer noch vorsichtig an manche Dinge herangehen lässt.

Video-Tipp: Hot Chip - "Ready For The Floor"

Letzter Platz

Man merkt nicht nur, dass man müde und nicht ganz fit ist wenn man halbtaub wird, ewig müde ist und dauernd unkonzentriert durch die Gegend stapft; nein. Man merkt es auch dann, wenn man, obwohl man eigentlich als Pubquizteam etabliert ist den allerletzten Platz mit einer beschämend niedrigen Punktzahl abholt.

Wiedereinmal eine ausgesprochen blöde Idee

Ich habe ja immer noch mein Gipsbein. Und ich bin seit mehr als 2 Monaten nicht einmal zum Training gekommen, und das obwohl das sicher wieder nötig wird. Allein um mich für das Snowboarden (das durch den Gips ein wenig später dieses Jahr beginnen wird) vorzubereiten.
Gut, letzten Freitag war mir am Abend etwas fad - mit einem Gipsbein zieht man nicht so gern durch die Lokale. Auf jeden Fall kam mir die Idee wiedereinmal zu trainieren. Was ich auch tat. Da aber das Gipsbein stört, blieb ich nur beim Oberkörper, habe aber mehr als die doppelte Zeit investiert, die ich normalerweise mit Beinen brauche. as ist jetzt 3 Tage her und ich kann mich vor Muskelkater immer noch nicht richtig bewegen. Geschweige denn, dass ich derzeit sinnvoll mit Krücken umgehen kann.

Dafür habe ich eine gute Nachricht: Ich kann morgen endlich meine Diplomarbeit offiziell einreichen - mehr als 2 Monate später als geplant.

Magnetische Flüssigkeit

Gipsverbände #2

Um Ostern 1996 waren wir wieder einmal zu blöden Dingen aufgelegen: Bata, mein Bruder und ich. Wir kamen auf die Idee, und aus den Lagerräumen dieses Leiterwagerl zu nehmen, es auf den Berg zu ziehen und auf der Straße in unsere Hofeinfahrt zu fahren. Mit diesem schönen ungelenkten Leiterwagen, eisenbeschlagen. Wir fuhren mehrere Male den Berg hinab und ließen uns auf der Wiese ausrollen. Bis wir auf die Idee kamen einen Airbag einzusetzen, einen Siloballen. Die sind ja so schön weich, so schön locker. Wir zogen nun das Wagerl auf den Berg hoch, setzten uns drauf und lenkten. Wir versuchten es zumindestens mit hochgeklappter Deichsel - was eigentlich hin und wieder funktionierte. Der Wagen beschleunigte, wir legten die nötige 180° Kurve ein um auf den Siloballen zu treffen und... Bata und mein Bruder sprangen ab. Ich, der so halb im Schneidersitz saß und ein Bein vorne überhängen ließ prallte auf den Siloballen. Nicht zu fest, denn mein Bein fungierte als Airbag zwischen dem eisenbeschlagenen Wagen und dem Siloballen.
Ganz ehrlich, so schlimm war das noch nicht. Ich weiß noch, dass ich schrie aber der Schock relativ schnell einsetzte. Nachdem unsere Mutter es uns damals verboten hatte und ich mir dachte es wird schon nichts passiert sein, wollte ich mich ins Bett legen. Wir nur eine Prellung oder so sein, eine Stauchung vielleicht. Soviel zu Schockzustand. Ich schlich mich am Esszimmer vorbei (wie, weiß ich bis jetzt nicht) und ging in mein Zimmer im 2. Stock (das weiß ich erst recht nicht).
Es war etwa 14 Uhr. Um 20:00 gab es Abendessen und ich war immer noch nicht aufgetaucht. Meine Mutter fand mich in meinem Bett, noch in meinem Pullover und Jeans, durchgeschwitzt und zitternd. Was ich gemacht habe? Nichts - leugnen ist das Erste, was man als Kind auf solche Fragen macht. Als ich dann aufstehen sollte schwang ich mich auf (man sollte ja nichts bemerken), stellte mich auf meinen rechten Fuß, stand auf, berührte mit meinem linken Fuß den Boden, kippte auf die Seite über und lag wimmernd am Fußboden. Mir war bis dahin noch nichts aufgefallen, ich denke aber jeder andere hatte den Blutfleck in meinem Bett und meine verkrustete Jeans schon bemerkt.
Rein ins Auto und ab ins Krankenhaus - und all das ist mir noch sonnenklar: Ich kam ins Krankenhaus und zum Röntgen bevor ich meine Jeans ausziehen musste. Danach war die Vorgehensweise der Ärzte abgesprochen - man schnitt die eingetrockneten Jeansteile von der restlichen Jeans ab, durchnässte sie und rupfte sie mit einem Zug von meiner Wunde. Hatte ich das vergessen zu erwähnen? Ich hatte einen offenen doppelten Schienbein und einfachen Wadenbeinbruch, der an meiner Jeans eingetrocknet war als ich stundenlang in meinem Bett schlief. Wer auch immer von Schmerzen spricht und das tue auch ich - das werde ich nie vergessen. Dafür aber alles was danach kam, an das kann ich mich nicht mehr erinnern.
Es folgten darauf 9 Wochen Gips und 9 Monate Rehabilitation. Da war auch irgendwas mit Muskeln und Sehnen und Bänder, aber auch das vergisst man nach einer so langen Zeit. Inzwischen (und das ist ja auch mehr als ein Jahrzehnt her) kann ich ganz normal laufen und gehen. Laufen in der Hinsicht, dass ich ohne Probleme Volleyball spielen kann, aber Langstreckenlauf bleibt mir wahrscheinlich bis an den Rest meines Lebens verwehrt. Soviel zu Kinderspielen und Mutproben.

Fortsetzung folgt

Abstract und der Rest

Mir fällt gerade auf, dass mir noch ein paar Dinge bei der Diplomarbeit. Gut, das schnöselige Zitat auf der zweiten Seite weiß ich schon seit Monaten. Und der Abstract, naja - den kann man immerhin auch schnell zusammenzimmern. Aber die Acknoledgements, die sind mir ein Graus. Ich danke meinen Vorgesetzten, meinen Kollegen und all die anderen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern. Dann noch der Familie, den Freunden, dem Kaffeeproduzenten, Austrian Airlines für die Decke die man bei Nachtschichten braucht und was weiß ich noch. Ganz ehrlich: Wen interessiert das. Ich habe langsam das Gefühl eine Diplomarbeit besteht aus 50% traditionellen Teilen, die niemand braucht.

Lokale Blogalternative

Ich bin gerade am kämpfen mit Blogverzeichnissen und Suchmaschinen: Gibt es eigentlich keinen anderen Grazer Blogger, der nicht über Zeitungsartikel, Visual-Basic Codes oder Weihnachtskekse schreibt?

Gipsverbände #1

Ich versuche mich derzeit wirklich genau daran zu erinnern, aber ich schaffe es einfach nicht: Ich weiß nicht, wieviele Gipsverbände ich in meinem Leben hatte. Ich kann mich an ein paar genau erinnern, an ein paar andere weniger.
Der älteste Gips ist mehr als 18 Jahre her, wenn ich das so richtig einschätze. Ich weiß, dass ich im LKH Wagna lag, und viele Ärzte, viele Pfleger und meine Mutter hielten mich, als der Gipser versuchte mir ein Bein einzugipsen. Ich wehrte mich, trat (mit dem gebrochenen Bein) und wollte einfach nicht. Ich bekam dann ein paar Spielzeugautos, und dann hatte man mir noch vieles vieles andere versprochen, wenn ich nur stillhalten würde. Ich habe mir dann glaube ich meinen ersten Gips anlegen lassen, damals war ich noch nicht einmal in der Grundschule. Das Faszinosum ist aber eher, dass ich nicht mehr weiß warum ich mir damals das Bein gebrochen habe. Ich weiß nicht, wie die Zeit mit dem Gips war und ich weiß auch nicht, wann er mir abgenommen wurde. Ich weiß nur noch wie es war, als man ihn mir anlegte.
In der 2. Klasse Volksschule (Grundschule) war ich mit meinem Vater und meinem Bruder Skifahren, auf der Weinebene. Ich wollte gerade aus dem Schlepplift aussteigen, als ich stürzte und der nachfolgende Skifahrer seinen Schleppliftbügel losließ. Der kam auf mich zu (der Bügel, nicht der nachfolgende Fahrer) und knallte mir anstatt ins Gesicht auf den Unterarm, den ich mir schützend vor eben jenes hielt. Ich konnte mich noch aufrappeln, aber dass ich solche Schmerzen hatte wollte mir niemand glauben, weder mein Bruder noch mein Vater. "Weichei! Stell dich nicht so an!". Naja, da half es nichts und ich fuhr noch den restlichen Tag eher lethargisch als vergnügt auf den Pisten umher. Als nach der Anstrengung in der Wärme meines Elternhauses langsam der Schüttelfrost einsetzte (warum ich den nicht früher bekam ist mir heute ein Rästel) sollte ich doch in das Krankenhaus gebracht werden. Und was stellte sich heraus: Elle und Speiche, beide einfach und glatt gebrochen. Und mir wollte im Krankenhaus niemand glauben, dass ich damit noch einen Nachmittag lang auf den Skiern stand.

Fortsetzung folgt


Manchmal muss man einfach die Dinge akzeptieren

Broken foot

3 Euro Trinkgeld

Ich habe meinen ehemaligen Volleyballverein seit Monaten nicht mehr gesehen, kein einziges Mal. Und gestern war Maturaball eines Mitglieds (und gleichzeit auch vom Sohn eines anderen Freundes, aber das betone ich nicht. Da fühlt man sich alt). Und nachdem ich derzeit ein Gipsbein habe, habe ich mich in meinen Anzug gequält und machte mich auf den Weg, es dauert nun einmal derzeit alles länger.
Ich stand dann nun hinter der Bar (unabsichtlich, weil vor der Bar soviel gedränge war) und verdiente sogar etwas Trinkgeld. Naja, ein Bein habe ich noch, ich kann auch mit einem Bein zur Not arbeiten.
Ich kam dann ins Reden mit einer schönen Dame in einem Kleid, dass sie noch schöner machte. Über alles mögliche, über Kino, Reisen, Englisch, über Cocktails und gutes Essen, über Flirtsprüche und Bettwäsche. Und irgendwie dachte ich mir, ich wir könnten einmal so wie man es nun einmal macht, Nummern austauschen. Und danach ging es um die Frage, was man eigentlich so tue. Seltsam, dieses "what do you do for living" ist ja eher immer eine der ersten Fragen. Und es stellte sich heraus, dass sie nächstes Jahr (also Frühjahr 2010!) Matura habe.
Ich glaube ich habe grundsätzlich Probleme. In letzter Zeit sprechen mich immer mehr Frauen, an die a) zu jung sind und b) nicht danach aussehen. Das kann alles gar nichts.

Die Treppe

Ich bin umgeknöchelt, auf einer Treppe. Irgendwie, genau weiß ich es nicht, aber es hat verdammt geschmerzt. Und nach einer Minute konnte ich wieder gehen. Nun, das war am Freitag um 9 Uhr Früh und danach ging ich arbeiten. So wie jeden Arbeitstag, der Fuß schmerzte zwar, aber es war noch nicht so schlimm.
Am Feierabend wolle ich nach Hause gehen, und dort war aber alles vorbei. Ich konnte nicht einen Schritt mehr machen und darauf führte mich ein Bekannter ins Krankenhaus. Und nun? Muttelfußknochen gebrochen. F*ck!

Harvard-Prof gegen RIAA

Mal sehen wie das ausgeht.

Entweder

Entweder fährt die Spanierin, die mich gerade durch Madrid gefahren hat, besser als die meisten Menschen die ich kenne, erkennt jede Lücke mit perfektem Augenmaß und ist hochkonzetriert hinter dem Steuer; oder ich hatte gerade eben ziemliches Glück.

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