Publikationen

Publikationen im tribeka

Am 11. Februar soll ich um etwa 9:00 mich melden und mit der Diplomarbeit anfangen. Soviel ist fix, ich habe den Betreuer, meinen Sitzplatz, die "Aufwandsentschädigung" - alles fixiert. Bis dato muss ich also in meiner neuen Wohnung eingezogen sein. Mal sehen wie das so wird. Ob sich wohl alles ausgeht und ob ich wohl auch nichts vergessen.
Und ja: Ich habe seit heute 12 Uhr Strom. In der Wohnung.

Buchkritik: "Alpenkönig und Menschenfreund"

Alpenkönig und Menschenfreund
Austrofred ist ja ein seltsames Kerlchen. Was der alles so zusammensingt ist ja nicht mehr normal. Außerhalb von Österreich dürfte der ja auch nur wenig bekannt sein... Austrofred ist eine Kunstfigur, für alle die ihn nicht kennen. Er spielt. Er spielt einen Rockstar, einen Sänger, der zu den Instrumentalnummern von Queen Austropop-Songs von Ambros über STS bis Danzer singt. Ich habe von dem Buch bei der Arbeit für den Filmdreh im Sommer 2006 gehört - und jetzt musste ich es mir kaufen. Wobei mit "jetzt" der Oktober gemeint war.
Und genauso künstlich ist sein Buch, seine Biographie. Er erzählt in typischer, etwas wienerisch angehauchter Umgangssprache von seiner Kindheit, seinem Werdegang und dem Alltagsleben als Künstler. Für die, die seine Kunstfigur verstehen sehr witzig. Leider ist aber das gesamte Buch auf dieser Figur aufgebebaut, und während es anfangs noch wirklich witzig ist, wird das Buch gegen Ende hin stinkfad. Wirklich fad. Dieser leicht proletenhafte Ton, die Plattitüden - all das ist gegen Ende hin so vorhersehbar, dass es keinen Spass mehr macht.
Dieses Buch kann ich nicht empfehlen.

Auf amazon.de, Verlagswerbung


Hinweisschild im Cesa

Kaputtes Pissoir im Cesa Frutti

Video-Tipp: Jose Gonzalez - "Heartbeats" (The Knife Cover)


Warum?

Warum ist IKEA so abgegriffen. Also, jetzt bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe IKEA. Meine gesamte Wohnung besteht aus IKEA-Möbeln. Nur kenne ich die alle eben schon so gut - und ich wäre über Alternativen froh. Eigentlich gibt es da ja eine schöne. Aber warum ist interio so teuer?

IKEA am Start

Mir hängen die Arme am Boden, ich bin fertig und kann nicht mehr. Ich ziehe ja in meine neue Wohnung, und ich brauche Möbel. Überhaupt und sowieso. Meine alten übernimmt mein Bruder, deswegen muss ich doch relativ viel einkaufen. Zumindest mein Bett bleibt mit bestehen, denn das bekommt er nicht. 2,20 x 1,80 Meter mit selbstgebautem Gestell - so etwas gibt man nicht her. Dafür aber ist in meiner Wohnung schon eine große Kommode, ein passendes Nachtkasterl (beide in Birkenfunier), ein Regal und viele Kleinigkeiten für die Küche. Was mich gefuchst hat, war, dass KNAPPA KLÖVER ausverkauft war. An nicht-essbarem fehlt nur noch in der Küche es an Tellern und Besteck. Und großen Küchenmessern.
Viel fehlt nicht mehr. Ich muss natürlich noch meine DVDs, meine Bücher, meine Skripten, meine Archivkisten und alles andere nach Graz schaffen. Dazu kommt noch ein Tisch, vielleicht ein Set, oder aber ein einzelner mit schönen Stühlen. Mal sehen was am Ende herauskommt.

Die Zeit genützt?

Nachmittag im tribeka

Das saß ich also gestern und beendete ein Buch. Darauf kam eine Vorlesung, danach ein Tee mit Milch mit dem Professor, zwei Kollegen von mir und Bekannten des Professors. Und darunter war auch jemand, der nun seit 9 Jahren BWL studiert. Mein Gegenüber, einer meiner Kollegen, meinte nur ich solle jetzt nichts sagen. Heute habe ich darüber nachgedacht.
Noch im ersten Semester hatte ich mir gesagt: "Alles sofort". Jede Prüfung solle beim ersten Termin erledigt werden. Noch am Ende des Semesters gab ich diesen Plan auf. Ich kam mit dem Pendeln nicht zurecht, ich fing zu spät an zu lernen. Und auch wenn ich nicht oft fortging - es reichte das Geld einfach nicht - kam ich im Studium nicht viel weiter. Es folgte das 2. Jahr, es brachen auf mich überdimensionierte Praktika zusammen mit den schwersten Prüfungen des Studiums herein. Ich arbeitete im Sommer nach meinem zweiten Jahr in einem Zementlabor und am Ende jenes Sommers war ich kurz davor das Studium zu wechseln. Es wäre zu viel gewesen - so dachte ich.
Ich dachte mir, ich sollte mich vielleicht doch noch durchbeißen. Und irgendwann im Februar 2006 schrieb ich eine Liste mit Prüfungen, die mir fehlten. Und begann zu planen. Wann ich für welche Prüfungen lernen musste, wann welche Prüfungen waren. Ich lernte für Prüfung A, dann für B. Dann schrieb ich B, lernte bei A weiter und legte Prüfung A ab. Es überschnitt sich alles. Ich schaffte aber sogar mehr Prüfungen in einem Semester unterzubringen und war auf einmal wieder in Mindestzeit. Nach 47 Semesterstunden in einem Semester - das inkludierte auch Lernen am Samstag und Sonntag von 8 Uhr morgens bis etwa 10 Uhr abends. Ein Semester kein Kaffeehaus, keine Bar, keine Lounge.

Ich bin jung. Der eine oder andere Leser weiß vielleicht wie alt ich bin, aber ich bin für mein Studium sehr jung. Und ich bin in Mindestzeit. Jetzt fange ich mit der Diplomarbeit an. Im Gegensatz zu jenem Herrn von gestern Abend, der auch erzählt, er hätte bei seiner Diplomarbeit eine 3-monatige Pause eingelegt.
Ich bin schneller. Nur drängte sich heute mir die Frage auf, ob das auch besser sei. Man studiert (zumeist) nur einmal. Habe ich denn meine Zeit genutzt? Ich kann mich nicht erinnern, mich von einer Prüfung jemals abgemeldet zu haben. Doch einmal, aber da habe ich eine schwere gegen zwei leichte Prüfungen eingetauscht. Ich war habe mich nie der Fleischeslust in der UB hingegeben, ich habe nie ein Verbindungshaus von Innen gesehen. Ich wollte nämlich immer schon einmal wissen ob die Burschenschaftler sich in ihren Häusern auch so bescheuert aufführen wie außerhalb. Ich war nur bei ganz wenig Spezialvorträgen. Ich habe in meiner gesamte Unizeit zwar viel erlebt. Habe ich aber genug erlebt?

Video-Tipp: Bright Eyes - "First Day of My Life"

Wurde kurz im zulest gelesenen Roman erwähnt - und das hat mir das Lied in Erinnerung gerufen.


50

Heath Ledger ist leider tot. Und das, wo ich so auf "The Dark Knight" giere. Ich habe es gerade einmal vor 40 Minuten erfahren, sehe aber dass innerhalb der letzten 22 Stunden 50 Hommage-Videos auf YouTube gehostet worden sind.

Lesestrategie

Tee im Stern

So bekam ich gestern noch eine Tafel Schokolade, nachdem ich erfolgreich meinen Vortrag beenden konnte. Zwar kamen von den angemeldeten 10 Studenten nur einer - ich - der Vortrag war aber trotzdem weltklasse. Auch deswegen, weil ich mir alle Zeit der Welt nehmen und mit dem Professor richtig diskutieren konnte.
Nach diesen beiden Dingen ging ich ins Stern und wartete dort auf einen Bekannten aus Leibnitz, der mich mit dem Auto nach Hause mitnehmen wollte. Er hatte am Abend in Graz zu tun, und so trank ich Tee im Stern und wartete. Am Nachmittag beendete ich das Buch "Alpenkönig und Menschenfeind" von Austrofred, meine Meinung hierzu folgt am Wochenende.
Wie ich nun dort sitze und warte fange ich ein weiteres Buch an. Den "Uni-Roman". Er steht bei mir schon einige Zeit herum, ein Stück leichte Literatur. Geschrieben von einem Journalisten, der regelmäßig für den UniSPIEGEL schreibt oder schrieb. Mir fiel beim Lesen etwas bestimmtes auf. Bevor ich noch den ersten Satz las schlug ich die letzte Seite auf und las die letzten 3 Absätze. Ich verstand gar nichts, aber das absolute Ende war mir bekannt. Ich hatte das einmal Chemo erzählt, und er schüttelte nur den Kopf. Wie man sich nur so das Ende eines Buches verderben könne.
Damit aber ist erst die Spannung aufgebaut. Vor 26 Stunden begann ich mit dem Lesen dieses Romans, und heute vor 7 Stunden war ich fertig. Ich wusste aus den letzten Zeilen was passieren würde. Nur wie es endet. Aber warum es so endet, was passiert, und wie sich alle entwickelt - all das war mir unbekannt. Und genau das ist es was mich am Lesen treibt. Das Ende zu verstehen.

Da platzt einem das Hirn

Ich gehe gerade zu einem PC-Terminal auf der TU Graz, weil ich all meine eMails abrufen will, da kommt mir eine Frau entgegen und fragt mich erst einmal, ob sie denn hier auf der TU Graz sei. Ob sie etwas suche, meinte ich. Und ja, sie suchte tatsächlich etwas. Sie suchte nach einem Institut, das Hochfrequenzschallmessgeräte habe.
Nun, sie sei erst vor kurzem in Graz eingezogen und höre seit einigen Wochen durchgehend ein hohes Pfeifen. Ein Besucher habe das jetzt auf gehört, und sie will das jetzt nachweisen lassen, dass ihr Vermieter in Baumafia Geschichten verstrickt sei und sie aus der Wohnung vertreiben wolle. Von solchen Geräuschen wisse sie, dass das Gehirn platzen könne.
Freundlich wie ich bin half ich ihr diverse Adressen der TU Graz herauszufinden und riet ihr, morgen zum Hauptsekretariat der Uni zu gehen. Sie wünschte mir noch einen schönen Tag, ging und kam eben gerade wieder. Mit einer Tafel Zotter-Schokolade in der Hand. Als Dankeschön, dass ich ihr aus dem Internet so viele Adressen und Telefonnummern herausgesucht habe. Auch wenn sie sehr seltsam war, zumindestwar das Geschenk nett. Auch wenn Zotter-Schokolade für mich nichts neues ist, ist doch ein ehemaliger Schulkollege und guter Freund Neffe des Schokoladenherstellers. Und ich beziehe diese Tafeln immer sehr günstig. Wenn ich halt will.

µTAS - micro total analysis system

In 2 Stunden halte in einen Vortrag im Rahmen einer Vorlesung, die unter der Leitung des Professors steht, bei dem ich in 3 Wochen mit meiner Diplomarbeit beginnen werde. Ich habe bis jetzt noch nie soviel für einen einzigen Vortrag recherchiert. In meiner gesamten Studienzeit. Was ich an Publikationen, an Spezifikationsblättern und Reviews gelesen habe grenzt an Masochismus. Bin schon gespannt zu was für einem Ende das heute führt.

Video-Tipp: The Killers - "Romeo & Juliet" (Dire Straits Cover)


Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Eifersucht

Ich will nichts. Jedenfalls nichts von Vera. Gestern war ich auf der Überraschungsgeburtstagsfeier einer Freundin von Vera, die eben sie in Graz organisierte. Und ich habe ihr letzte Woche wieder gesagt, dass ich nichts von ihr will und - nachdem sie mir vor zwei Wochen gesagt hatte, sie würde gerne wissen wie ich küssen würde - sie niemals erfahren würde was ich mit dem Mund kann. Leider habe ich Idiot im Eifer des Gefechts damals auch fallen gelassen, dass ich mich mit Beate treffe.
Gestern war nun diese Überraschungsfeier bei Vera, zu der ich freundlicherweise auch kam. Eigentlich sollte ich ja nur kommen, um sie von Streitereien mit Julia, einer Freundin des Geburtstagskindes, mit der sie sich zerstritten hatte, abzuhalten. Julia kam aber nicht. Und ich blieb bis 1:00 bei den Rauschkugeln und fuhr aus Graz wieder Richtung Heimat, schaute im Cesa vorbei und ging schlafen.
Jetzt ruft Vera mich an und beschwert sich bei mir. Ich sei nur gefahren, weil ich ins Cesa zu Julia wollte (die zufällig da war), weil ich sie nicht mag, weil was-weiß-ich-was. Dann kamen andere Dinge auf, wesentlich unangenehmere. Warum wolle ich nichts mehr von ihr, jetzt und auch in Zukunft? Und dann sagte sie noch, dass sie eifersüchtig sei. Ja, eifersüchtig. Auf Beate Sie weiß nicht warum, wir sind in keiner Beziehung. Wir hatten nie etwas miteinander. Und trotzdem ist sie eifersüchtig. Kann das bitte einer mal erklären.

BossHoss im Orpheum

BossHoss #17 BossHoss #16 BossHoss #15 BossHoss #14 BossHoss #13 BossHoss #12 BossHoss #11 BossHoss #10 BossHoss #9 BossHoss #8 BossHoss #7 BossHoss #6 BossHoss #5 BossHoss #4 BossHoss #3 BossHoss #2 BossHoss #1 The BossHoss Bühnenbeleuchtung

Vielleicht doch

Nun, der Abend war eigentlich komplett fad. Zuerst war die Wohnungseinweihungsfeier bei Nina, die mehr als nur langweilig war. Ich war mit dem Auto unterwegs, weil Chemo zum TU Fest wollte und mein Bruder mit einem alten Bekannten in Graz was trinken war. Und ich war Taxler und vergnügte mich mit schwarzem Tee mit Milch. Nun, Nina wird meine neue Nachbarin in Graz werden. Und ihre Einweihungsfeier war wirklich langweilig, ich war froh dass da noch andere bekannte Gesichter dabei waren, mit denen ich reden konnte.
Gegen 11:00 brach ich dann auf, nach einem kleinen Zwischenstopp im Uni-Lokal auf einen Tee mit Milch mit den Kollegen kam ich dann um 1:00 zum TU Fest. Und wen traf ich dort: Gabi Wir redeten, wir schunklten und es war schön. Auch wenn sie schon ein leichtes Damenspitzerl hatte und ich sowohl nüchtern aber auch wegen meinem Schlafdefizit total übermüdet war. Schlussendlich brachte ich Gabi und ihre Freundin Ute heim, sammelte meinen Bruder und Chemo auf und fuhr selbst in die holde Heimat. Was bleibt?
Nun, vielleicht der Gedanke, dass ich bei Gabi doch nicht so ganz auf verlorenem Posten stehe...

Graz, ich komme

Nachdem ich jetzt bald mit meiner Diplomarbeit anfange, ist mir heute ein Glücksgriff passiert. Ich habe ein günstige, geförderte Dachwohnung in Graz entdeckt. Erstbezug. Weltklasse.

BossHoss

Man solle sich auf morgen freuen. Einerseits bin ich gerade von einem sensationellen, phänomenalen Konzert heimgekommen. BossHoss ist weltklasse. Soviel Party, soviel Stimmung - man kann es kaum glauben. Und ich habe gerade einen Blogbeitrag gelesen, der mich mehr als nur neugierig macht...

Frühstückstee

Ich war gestern unfähig noch irgendetwas zu machen. Wie man sieht, kam ich gerade kurz vor 6 Uhr Früh erst von meiner Tante heim, wo ich kellnerte und mit ihr ein paar Flaschen Weissburgunder trank. Mag man glauben oder nicht, dass man um 6 Uhr Früh schlaf braucht - ich hatte wichtigeres zu tun. Ich bekam nämlich am Vorabend eine SMS von Gabi, die mich fragte, ob ich nicht Lust auf einen Frühstückstee im tribeka hätte. Also, ein kurzes Nickerchen und dann gleich auf nach Graz. Sie steckt derzeit leider in einem anstrengenden Labor und hat wenig Zeit, weswegen ich mich über jeden Augblick freue. Auch wenn er nach einem arbeitsreichen Abend ohne Schlaf ansteht.
Ich war ganz ehrlich nicht fit. Wirklich nicht. Ich hatte noch mit dem Damenspitzerl durch den Weissburgunder zu kämpfen und war übermüdet. Aber es war trotzdem so schön einfach nur ihr gegenüber zu sitzen, ihr zuzuhören, ihr Dinge zu erzählen und ihr beim Lachen zuzusehen. Ich wünschte sie hätte derzeit kein Labor, denn schon im Februar geht sich nach Italien.

Tante

Ich bin gerade wieder einmal vom Arbeiten heimgekommen und wenn ich heute etwas gelernt habe, dann etwas: Ich kann einfach nur auf meine Tante stolz sein. Wirklich stolz sein. So jemanden wie sie gibt es nur selten.

Terminplanung

Terminplanung im tribeka
Die Woche fängt wiedereinmal wunderbar an. Am Samstag kellnerte ich am Abschlussball der HLW Deutschlandsberg, und kam erst um 9:00 ins Bett - mit betonschweren Beinen. Gestern brachte ich fürs Studium genau nichts weiter. Und heute beginnt meine Woche wieder mit einem guten English Breakfast Tea mit Milch im tribeka. Und den Gedanken, was diese Woche alles zu erledigen sei. Ganz vorne steht der µTAS-Vortrag, wobei es inzwischen trotz einiger Recherchen und vier Reviews noch nicht einmal ansatzweise Form angenommen hat. Dieser Vortrag ist aber dennoch wichtig, da ich ihn im Rahmen einer Vorlesung jenes Professors halten muss, bei dem ich Diplomarbeit schreibe. Danach kommt ein anderer Vortrag, der aber noch ein paar Wochen Zeit hat und ein wesentlich einfacheres Stoffgebiet (Polymere in der Batterietechnik) umfasst. Dazu kommt, dass ich mich für eine weitere Vorlesung eingeschrieben habe, des weiteren eine Seminararbeit für NMR-Spektroskopie, sowie die Anrechnung meines USA-Aufenthaltes was einige Behördengänge erfordert. Am Dienstag Abend steht einmal Kellnern an, ein Bankett für 50 Leute mit 4-Gang Menü sowie am Donnerstag Abend das BossHoss-Konzert
Mit mehr Nachdruck aber verfolge ich andere Dinge: Ein Treffen mit Beate, die mich vor kurzem über das studiVZ kontaktiert hat. Sie sagt, sie kenne mich noch aus der Schulzeit und obwohl ich mich nicht einmal erinnern kann werde ich ihrer Bitte nach einem einfachen, ungezwungenen Treffen nachkommen. Rein aus Höflichkeit. Aber wichtig ist mir auch, dass ich jetzt diese oder nächste Woche mal wieder Lisa wiedersehe, denn den ursprüngliche Plan, dass wir uns letzte Woche am Abend einmal sehen würden, musste sie absagen. Dazu kommt, dass Gabi mir vor kurzem schrieb, sie würde sich freuen, wenn ich einmal Zeit für einen Kaffee mit ihr hätte. Weiters würde ich mich gerne wieder einmal mit Marie treffen, obwohl ich sie erst am letzten Freitag mit ihr unterwegs war, Nina hat am Samstag ihre Wohnungseinweihungsfeier und Vera hat mich auf die Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin eingeladen.
Stress? Nein, ich doch nicht.

Alles eine Sache der Vorbereitung

Seit nun einem Jahr habe ich meinen Rucksack. Ein teures Ding aus der AK-Serie von Burton. Wasserabweisend bis dorthinaus, mit verschweißten Reißverschlüssen und vielen anderen Spielereien. Der Rucksack ist nicht leicht, was aber bei genauerer Betrachtung verständlich ist. Denn neben den Zetteln, Blättern und Skripten für das Studium verbirgt sich noch viel mehr darin: Zahnbürste, Zahnpasta, Schweizer Taschenmesser (des Korkenziehers wegen), Leatherman (der Zange wegen), Herpescreme, Sodbrandtabletten, Rettungsdecke, Kopfschmerztabletten, Pflaster, Kaugummi, Kamerastativ, Digitalkamera, Maßband, Metermaßband, Ersatzkopfhörer, Handcreme, Kabelbinder, Gafferband, Laborschutzbrille, Stoffsackerl (für Ordner, die nicht mehr in den Rucksack passen), ein Roman, Labello, Gummis, Ersatzunterwäsche (wenn ich in Graz ungeplanterweise übernachten sollte) und ein paar andere Dinge.
Der Rucksack ist sozusagen mein Heim, denn egal zu was ich aufbreche - sei es Uni, eine Party oder ein Kurztrip zum Snowboarden - der Rucksack ist immer mit dabei. Und was ist nun: der verdammte Reißverschluss ist gerissen. Kaputt. Das Ding ist zum Wegwerfen. Was für ein Unglück, ich bin aufgeschmissen.

Paparazzo

So ein Glück. Ich habe ja gestern die Ponys vor dem Biochemiegebäude der TU Graz fotografiert. Und zwei Zeitungen haben heute schon meine Fotos gedruckt. Es gibt zwar nicht viel, aber immerhin - ich bekomme Geld. So einfach geht das...

Ponys in Graz

Ich bin müde. Wirklich müde. Auf Montag habe ich 4, auf Dienstag ebenfalls 4, auf Mittwoch 5 und auf heute knapp 5 Stunden geschlafen. Dieses blöde Referat kostet mich einiges. Aber bevor ich abschweife: Mein heutiger Tag war schon gegen 13:00 zu Ende und ich wollte nur noch heim. Also gehe ich die Kopernikusgasse entlang und biege auf den Dietrichsteinplatz. Und was kommt mir da entgegen: 12 qietschvergnügte Ponys auf der Suche Gras oder Heu.
Anscheinend waren die beim Zirkus Knie ausgerissen, jedenfalls sagte mir das ein Polizist. Wir standen nun da, direkt neben meiner Uni am Vorplatz, wo die Ponys grasten und wir darauf achteten, dass die nicht auf die Idee kamen auf die Straße zu laufen.

Ponys in Graz

Ich wollte jetzt noch etwas schreiben, aber ich hab das schon wieder vergessen. Ich sollte wirklich jetzt mal etwas länger schlafen.

Hackerangriff

Ist ja toll. Ich komme nach Hause und mein Bruder berichtet mir, dass er heute schon mit dem Innenministerium korrespondiert hat. Warum? Ganz einfach: Auf die Homepage meines Vaters gab es einen Hackerangriff. Und nun ist die ganze Seite futsch und es steht folgendes auf der Seite:

Defaced By WorldHackerz.Net // BeylerBeyi Team

Österreich wir werden euch jetzt mal zeigen wie so ein türkischer Honig schmeckt.
Es ist Zeit euch die Gerechtigkeit zu zeigen und gegen eure antisemitische angriffe, an unsere Sitten und Kultur,wird jetzt für eine kleine Entschädigung gesorgt, mit Laufe der Zeit werden wir eure Webseiten übernehmen!
Da ihr bei einem Angriff der pkk auf eine ATATÜRK Kultur Verein nur zu geschaut habt und eure Dummen Polizisten nicht die Lust hatten Sie zu schützen werden wir euch mal zeigen wie das geht.
Für uns ist es eine Ehre unsere vorfahren von solchen Tyrannen wie ihr zu schützen Wir werden nicht zu schauen sondern,handeln!
Österreich Es Reicht Es Reicht Es Reicht die Unterstützung die du den Terroristen gegeben hast reicht Langsam. Du bist ein Terroristisches Land und unterstützt die Terroristen,
und wir werden euch dies zurückzahlen indem wir euch Milliarden von Euro Schaden zufügen indem wir von der Cyber Welt aus angreifen
Hört auf die Personen die Beschützen die unsere Soldaten Polizisten und Unschuldige Bürger töten oder wir werden es euch heimzahlen

Warnung an Österreich
Der angebliche Menschenrechtshüter und Mitglied des angeblich freien EU s Österreich, wir sind die Enkel derer, die schon einmal vor den Toren Wiens standen. Wir sind die Jugend der Türkischen Republik und unser Ziel ist es euch die MEnschlichkeit und Menschenrechte beizubringen genauso wie es unsere Vorfahren damals gemacht haben.
An die Österreichische Regierung: Solange wir keine Antworten auf unsere Fragen unten kriegen werden euch Schaden in Milliarden höhe durch die Cyberworld zufügen.

1. Warum unterstützt ihr die Terror Gruppe PKK, die unsere Soldaten, Polizisten und unsere Kinder umbringeN?
2. Warum unterstützt ihr diese im Geheimen durch finanzielle Hilfe?
3. warum schliesst ihr die Büros und camps der PKk in Österreich nicht?
4. Warum nehmt ihr diese Terroristen alös Staatsbürger auf, ernährt sie, und liefert diese nicht an die Türkei aus?
5. Warum glaubt ihr an die Armenier aber kommt nie selbst in die Türkei um vor Ort zu schauen wieviele Türken von den Armeniern getötet wurden?
6. Warum beleidigt ihr die Türken und den Islam in dem ihr das Wort Freiheit als Satz in die Menge wirft? ( wie würdet ihr reagieren wenn wir eine Gay Österreich Statue über euer Land machen würden?)
7. Wie könnt ihr den Personen die die PKk unterstützen und ihr eurem Land arbeiten wollen erlauben Schutzgeld zu sammeln Pornos zu veröffentlichen und weiteres?
8. Wie oft möchtet ihr die Türken noch beleidigen?
9. Al Kaida ist eine Terroristische Gruppe ( es ist genauso ein Verbrechen die PKK oder die Al Kaida zu unterstützen es ist das gleiche). Warum hört ihr dennoch nicht auf die PKK zu Unterstützen. Seid ihr ein Land dass die Terroristen unterstützt?
10. Wir haben Beweise die belegen können das Hochrangige Staatsdiener Kontakte mit der PKK haben. Die Emails sind in unserer Hand. Werdet ihr zugeben, dass ihr Terroristen unterstützt wenn wir diese Beweise vorlegen??????

DER SCHADEN DEN WorldHackerz EUCH GEBEN WIRD
1. Zurzeit sind Zehntausende Server in unserer Hand. Es sind spezielle Trojaner und Programme in die Server eingebaut mit denen wir den Pc Nutzern in ganz Österreich Schaden zufügen werden die nicht mehr Rückgängig gemacht werden kann.
2. Eure Shopping Sites sind genauso in unserer Hand wir werden alle daten herausfiltern. Eure Regierung die die PKK unterstützt wird Schuld an dem Schaden der eigenen Bevölkerung sein..
3. Wir sind ebenso in eure Bankserver eingedrungen alle daten werden von uns gelöst werden. Der Schaden wird dem Staat zugefügt
4. Wir sind ebenso in den Servern eurer Finanzämter eingedrungen. es werden Schäden durchgeführt die nichtmehr rückgängig gemacht werden können.
5. Staatlcihe Websites Schulseiten Shopping Seiten Bankseiten und alle andern AT seiten werden von uns gehackt wir übernehmen die Host und Server von euch
6. Millionen von mail Adressen und MSN Accounten werden gehackt werden
7. Zuletzt werden eure Stromdruchflüsse verhindenr und damit ein Stromausfall verursachen was wir schoneinmal gemacht haben
8. Wir entschuldigen uns jetzt schon von Österreichischen Volk. Eigentlich haben wir nichts mit Unschuldigen zu tun aber ihr solltet wissen dass euer Staat die PKK Terroristen unterstützt. Unsere Soldaten und Polizisten werden von diesen getötet. Was würdet ihr an unserer Stelle machen??

Mal sehen wie das weitergeht.

Vortragsvorbereitung im tribeka

µTAS im tribeka

Ohne Worte. Mit Stress.

Kinokritiken: "Keinohrhasen" & "AvP 2"

Keinohrhasen war wirklich ein weltklasse Film. Ja, er ist vorhersehbar und ja, er ist auch sehr kitschig. Und bedient Stereotypen. Und was weiß ich noch. Es ist kein besonders avantgardistischer Film, es ist soldies gutes Filmhandwerk. Und dann noch ein wenig zum Schmunzeln. Ich habe ihn mir zweimal angesehen und kann ihn nur weiter empfehlen. Insbesondere so wie beim zweiten Mal: In Begleitung einer schönen Frau.



Informationen zum Film: Wikipedia, imdb, Offizielle Homepage





Es war der 2. Jänner, im Fernsehen gab es nichts interessantes, für ein wenig Arbeit für die Uni fehlte die Motivation - also blieb nur das Kino übrig. Und Alien versus Predator 2 war das einzige was ich als sehenswert erachtete. Im Vorhinein. Gut, der Film ist klasse. So richtig klasse, wenn man zu Hause auf dem Sofa liegt und nicht einschlafen kann. Aber sonst ist das wohl ein Film, der Eragon die Hand reichen kann. Gleiche Qualitätsstufe.



Informationen zum Film: Wikipedia, imdb, Offizielle Homepage

Anfang vom Ende

Meine Zeit ist gekommen. Zumindestens das Ende der unbeschwerten Zeit. Das Ende des liederlichen, ausschweifenden Studentenlebens. Vorbei die Parties, vorbei die Wochen ohne Uni. Vorbei mit Wein, Weib und Gesang. Ich habe heute meine fixe Zusage zu einem Institut zwecks Diplomarbeit gegeben. Meine Diplomarbeit ist fix. Somit auch der Abschluss des Studiums. Und das Ende...

Mir fällt eigentlich erst jetzt auf, dass ich micht eigentlich nicht wirklich an Wochen ohne Uni erinnern könnte. Jedenfalls nicht innerhalb der letzten 5 Semester. Und da waren auch nicht soviele Parties, dass ich nicht zur Uni hätte gehen können. Das hätte ich wohl ausnutzen sollen, jetzt ist es wohl langsam zu spät.

Flucht aus der Langeweile

Was macht man, wenn man seit Wochen einen Vortrag über µtas-Systeme ausarbeiten soll, keine Lust dazu hat und nach einer Ersatzbeschäftigung sucht um nicht im Nichtstun zu versinken. Genau, man fotographiert alle aufgehobenen Kinokarten des Jahres 2007 ab, datiert und kategorisiert sie in flickr. Und dann fragt man sich wofür man das überhaupt braucht.

"Eragon"-Ticket "Blood Diamond"-Ticket "Little Miss Sunshine"-Ticket "The Good Shepherd"-Ticket
"Ghost Rider"-Ticket "Smoking Aces"-Ticket "300"-Ticket "Shooter"-Ticket
"Live Free Or Die Hard"-Ticket "The Simpsons"-Ticket "Keinohrhasen"-Ticket "Alien Vs. Predator 2"-Ticket

Verdammt noch einmal

Eintrittskarte für den "Feinkost Royal Ball 2008"
Freitag Abend war weltklasse, einfach wunderbar. Ich war beim Feinkost Royal Ball und habe mich köstlich amüsiert. Allein deswegen, weil ich bei diesem Ball jedes Jahr die Leute wiedersehe, die ich nur einmal in 365 Tagen treffe. Wie zum Beispiel Lisa, die Cousine von Claudia und Kathi, die ich das letzte Mal beim letzten Feinkost Royal Ball gesehen habe. Nach ein paar Caipirinha versprachen wir uns, dass wir uns unter dem Jahr unbedingt einmal treffen sollten - und nach einem Jahr sahen wir uns erst wieder an diesem Freitag wieder. Sie wohnt jetzt in Graz, wir haben wieder Telefonnummern ausgetauscht und dieses Jahr schaffen wir es hoffentlich.
Oder Iris, die ich noch von meiner Schule kenne. Und von meiner Uni. Und über den Volleyballverein - irgendwie kenne ich sie über alle möglichen Ecken. Egal, mit ihr zu der Russenband "Russkaija" zu tanzen war einfach ein riesiger Spass, und auch wenn sie schon früh wieder nach Hause musste war es trotzdem schön sie wiederzusehen. Oder Alexandra, der Schwester der Freundin eines guten alten Bekannten von mir. Mit ihr war es auch schön. Cuba Libre, Tanzen, Lachen - die perfekte Kombination. Bis sich dann herausstellte, dass sie erst 17 ist und ich mich dann doch ein wenig entfernte.

Der Freitag verging, es kam ein Cuba Libre nach dem anderen und es war schon 8 Uhr, als ich in Bett kam. Und ich schlief bis 16:30. Ein wenig Arbeit für die Uni, ein wenig Essen. Und ja, vielleicht sollte ich noch kurz ins Habana. Auf einen schwarzen Tee mit Milch, samt Samstagszeitung. Nun, der Vorabend hatte ja noch seine Spuren hinterlassen, und warum sollte ich schon wieder etwas alkoholisches Trinken. Ich saß nun also dort, trank ein paar Tees, las meine Zeitung und traf ein paar Leute bevor ich um 1:00 wieder zu Hause war.
Am nächsten Morgen fiel mir aber auf, dass ich vielleicht einen Fehler gemacht hatte. Denn wie ich langsam wach wurde erkannte ich, dass mein Arm mehr als nur taub war. So eingeschlafen, dass der Arm sich wie tot anfühlte. War doch kein Wunder, hatte doch Vera die ganze Nacht auf meinem Arm geschlafen.

Rekapitulation

Das Scheibenwaschwasser ist leer, aus den Düsen kommt nur noch Schaum, der nicht einmal ansatzweise die Windschutzscheibe säubert. Ich verringere die Geschwindigkeit und halte Abstand, dass die vor mir fahrenden Autos nicht alles Dreckwasser von der Fahrbahn auf die Frontscheibe spritzen.
Ich komme gerade aus Wien, gerade von der Canon Reparaturstelle. Meine Digitalkamera ist zum dritten Mal in den letzten 7 Monaten eingegangen und muss wieder repariert werden. Ein Glück, dass die Garantie noch läuft. Neben mir am Beifahrersitz lehnt Chemo am Autofenster, er begleitet mich. Nach dem Reparatur waren wir noch bei Anna, der Gastgeberin nach dem Ärzte-Konzert und bei W. - einem ehemaligen Arbeitskollegen von mir, den ich bei einem Job beim Filmdreh kennenlernte.
Auf dem Weg zurück ist die Autobahn längst feucht und schmierig, der feine Dunst schlägt sich auf den Scheiben nieder. Nur noch schemenhaft sind die Autos vor mir zu erkennen. Ich komme mit Chemo ins Reden, über alles mögliche. Über all das, was mich 2007 wirklich bewegte.
Das wohl überraschendste war erst am Jahresende: Am Sonntag war ich mit Vera den Film Keinohrhasen im Kino ansehen, danach in einer Bar um zwei schwarze Tee mit Milch zu trinken. Und ich weiß nicht, was bei dieser Frau im letzten Monat passiert ist - aber sie hat sich noch mehr ins seltsame verändert, als es schon vorher war. Das, was an diesem Abend aber den Vogel abgeschossen hatte, war, dass sie mir erklärte wer ich sei. Was für einen Charakter ich habe. Was denn alles meine Schwächen seien.
Hierzu sei gesagt, dass ich über lange Strecken meiner frühen Jugend mit mir selber haderte und von Selbstzweifel geplagt war. Heute sehe ich zurück und sehe all die Dinge, all die Probleme und Herausforderungen meiner Kindheit und Jugend und sehe auf das, was und wer ich geworden bin. Und sie erzählt mir komplett etwas anderes darüber, wer ich denn sei. Sie erklärt mir, dass sie schon so früh die Reife erlangt hätte, um zu erkennen, wer welche Charakterzüge trage. Innerlich habe ich in diesem Moment vor lauter Lachen abgeschaltet. Es braucht wohl etwas Zeit um die Menschen zu erkennen, bei ihr war es wohl lange, viel zu lange brauchte ich dafür. Vera will sich wieder mit mir treffen. Vielleicht möchte sie sich dafür entschuldigen, was sie mir an den Kopf warf. Vielleicht wollte sie mich aus der Reserve locken. Vielleicht war sie verärgert und wollte einfach nur jemanden beleidigen. Aber ich glaube, dass ich das einfach sein lassen werde - ein Treffen ist nicht unbedingt die beste Idee. Sie hat ihre Seite gezeigt.

Wien liegt längst hinter uns, die Bodenmarkierungen ziehen an uns vorbei. Vor uns erhebt sich in der Dunkelheit kaum erkennbar der Wechsel, das Bergland an den östlichen Ausläufern der Alpen.

Es war wohl das gleiche wie bei Christina. Oder auch nicht. Sie war genau so anders, genau so undurchsichtig. Und sie war bezaubernd. Sie hatte eine einzigartige Art mich in ihren Bann zu ziehen. Sie hatte diese Gabe mich träumen zu lassen. Mich zufrieden zu machen. Zufrieden mit mir selbst zu sein. Und ich habe mich ebenfalls in ihr verloren. Habe geglaubt. Und habe gehofft. Und bin dieses Jahr ein weiteres Mal mehr als nur übel auf den Boden der Tatsachen gefallen.
Es gibt soviel mehr, bei dem ich mir denke, ob es nicht besser ist sich heraus zu halten. War es denn die beste Idee den Kontakt mit Claudia und Kathi aufzunehmen? Ich hätte mich auch nur ein einziges Mal gefreut, dass ich Gabi auf eine der Einladungen auf Kaffee oder Glühwein gemeldet hätte. Oder überhaupt einmal gemeldet hätte. Marie schreib mir vor kurzem, dass wir uns wieder einmal treffen sollten. Auf einen Kaffee oder etwas ähnliches.

Dieses letzte Jahr zeigte mir mehr von mir selbst, als ich in den Jahren davor sah. Es zeigte mir all den Schmerz, den ich mit mir herumtrage, angefangen vom monatelangen Delirium von Linda. Von den Sorgen über die entscheidenen Prüfungen, die rückblickend betrachtet gerade einmal kümmerlich klein waren - die Sorgen meine ich. Die Sorgen, die in Folge der Operationen und der Biopsie kamen. Die Wochen in Amerika. Die Italienreise und die stundenlangen Gespräche mit Chemo. Die Gedanken, die ich mir über Vera machte. Die Dinge die mit Christina geschahen.
Ich sah was ich für ein chauvinistischer Typ ich früher war, unfähig mit all diese Probleme zu lösen. Und sich in einem Kokon von Selbstsicherheit und Coolness zu verstecken. Es braucht Zeit um sich aus dieser Sackgasse aufzuraffen, es braucht Zeit und Willen.
Ich sehe heute unsentimental und möglichst objektiv zurück und denke mir, dass all das, was in meiner Kindheit und Jugend geschehen war, und all das was ich in den letzten Jahren tat, hätte tun sollen oder hätte lassen sollen mich nur zu dem gemacht haben was ich bin. Vielleicht ist es etwas schlechtes. Vielleicht ist es etwas gutes. Aber ich kann nur versuchen aus dem das Beste zu machen.

Klangqualität

Ich bin langsam aber sicher am überlegen, ob ich mir einen neuen MP3-Player zulegen soll oder nicht. Schließlich ist der Akku des alten Players schon langsam am Ende. Des weiteren gibt mein Laptop in letzter Zeit seltsame Geräusche von sich, heizt sich stark auf und ist schnelleinmal überlastet. Und auf der Vereinsweihnachtsfeier ist der Objektivmotor meiner Digitalkamera in den Arsch gegangen, die Garantie erlosch aber schon vor einigen Wochen. Mal sehen was ich mir wirklich anschaffen werde.
Auf jeden Fall habe ich über all meine Käufe des letzten Jahres nachgedacht, und habe erkannt, dass die beste Investition die 60 US-Dollar für die Sony MDR-EX 90 Ohrhörer waren. Die Klangqualität ist in meinen Ohren überragend.

Kopfhörer

Jahresrückblick 2007

Vom Winkelsen:

Januar:
Start ins Jahr mit 58 Stunden auf Achse, eine phänomenale Laborleistung und bestandene Mathematik 2C Prüfung
Februar: Lernen. Ausnahmslos
März: Lernen. Ausnahmslos - bis 23. März, dann ein sensationelles Snowboard-Wochenende und die bestandene 1. Diplomprüfung
April: Prüfungen und 4 mal wöchentlich Feiern unter einen Hut bringen
Mai: Hobby-Rasen-Mixed-Volleyballturnier in Leutschach
Juni: Parties in Graz, mit den Volleyballern und Aufbruch in die USA
Juli: Die bolivianische Erzkatholikin in den USA
August: Montreal, Boston und New York City
September: 7 Tage und 3000 Kilometer mit Chemo im Auto durch Südeuropa und die Geschichte mit Vera
Oktober: Geschichte mit Vera abgehakt und die bezaubernde Christina kennengelernt
November: Von der bezaubernden Christina in die Wüste geschickt worden und Kontakt mit Vera wieder aufgenommen
Dezember: 31 Tage und 26 Abende außer Haus - ein einziges Highlight. Wegen eines negativen Leukämie-Testergebnisses einer mir nahestehenden Person.


Die 12 Top-Alben aus 2007:
(ohne Monatsauflistung)

Tom Waits - "Orphans"
The Killers - "Sawdust"
The Arcade Fire - "Neon Bible"
Wir sind Helden - "Soundso"
Arctic Monkeys - "Favourite Worst Nightmare"
Bloc Party - "A Weekend In The City"
Maximo Park - "Our Earthly Pleasures"
Kosheen - "Damage"
KT Tunstall - "Drastic Fantastic"
The Shins - "Wincing The Night Away"
Mark Knopfler - "Kill To Get Crimson"
Wir Sind Helden - "Unplugged-Konzert auf FM4"


6 Fragen zu 2007:

Die gefährlichste Unternehmung?
Fallschirmsprung oder die eine Lawine hinter mir im Backcountry.

Die aufregendste Unternehmung?
Mit Chemo 3000 Kilometer durch Frankreich und Italien zu fahren ohne Ahnung oder Kenntnis irgendeiner Sprache.

Die teuerste Unternehmung?
2 Monate Amerika

Der ergreifendste Film?
"Children of Men", "Little Miss Sunshine" oder "Das Leben der Anderen".

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
25 Stunden Reisezeit nach Amerika, die bezaubernde Christina und den Fehler der letzten Weihnachtsfeier zu wiederholen.

2007 war mit drei Adjektiven:
International, selbsterkenntnisbringend und phänomenal.

Cinematographischer Jahresrückblick

Was habe ich denn alles im vergangenen Jahr im Kino gesehen. Eigentlich verdammt viel, wie mir gerade auffällt.

  • The Departed
  • Eragon
  • Blood Diamond
  • Little Miss Sunshine
  • Nachts im Museum
  • Der Gute Schäfer
  • Ghost Rider
  • Smokin' Aces
  • 300
  • Shooter
  • Ocean's Thirteen
  • Stirb Langsam 4
  • Simpsons - der Film
  • I Now Pronounce You Chuck And Larry
  • Spiderman 3
  • Harry Potter 5
  • Das Bourne Ultimatum
  • Born To Be Wild
  • Die Eisprinzen
  • Nummer 23
  • Mitten ins Herz
  • Keinohrhasen

Literarischer Jahresrückblick

Mal sehen, was ich im Jahre 2007 so alles gelesen habe. Die Seite der Fachliteratur führe ich nicht mehr an, aus dem Grund, dass sich meine Fachliteratur von Büchern zu Publikationen verlagert hat - und wenn ich die alle aufzählen würde, säße ich noch morgen hier. Trotz meiner Leseunlust, die durch den fachlichen Lesezwang verursacht, mich hin und wieder packt, habe ich dieses Jahr doch mehr Bücher geschafft als ich dachte.

Ein wunderbarer Silvesterabend

Jahrelang war es das gleiche: Ich saß mit Chemo bei mir oder bei ihm zusamen mit 2 bis 4 Freunden, wir tranken und aßen bis 11:00 Abends, dann gingen wir auf den Hauptplatz von Leibnitz um uns das kleine, erbärmliche Leibnitzer Stadtfeuerwerk anzusehen und dann zogen wir um die Häuser oder in kleine Privatparties. Trotzdem endete das ganze eigentlich immer um 10:00 morgens im Niteflight.
Dieses Jahr war alles anders. Alles. Ich fing um 16:15 an zu arbeiten und wartete erst einmal ein paar Stunden, bis dass es losging. Es kamen dann auch einige Leute, und mit einigen Leuten meine ich fast ausnahmslos alle Menschen, mit denen ich mich im Laufe eines Monat treffe. Die Arbeit hinter der Bar war etwas anstrengend - aber weltklasse. Auch etwas kalt, denn die Bar war in einem großen Festzelt und das war draussen. Um etwa 4:00 sperrte ich die Bar zu, um 5:00 war ich mit dem Aufräumen fertig. Und dann ging alles innen im Cesa weiter.
Ich kam erst nach einiger Zeit drauf, als ich realisierte wer hier alles anwesend war. Ich realisierte dass in diesem Augenblick so viele Leute in dieser Bar waren, die im vergangenen Jahr sich getrennt hatten, etwas miteinander hatte, oder nebeneinander, oder irgendwas in diese Richtung. Dass Leibnitz eigentlich nur ein Kaff ist, in dem man aufpassen muss mit wem man sich trifft. Und gestern passiert so viel neues wiederum, es war einfach nur ein phänomenaler Start ins Jahr 2008.

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