Mein Morgen beginnt ja nicht mehr so früh wie in den Jahren zuvor. Zumeist beginnen meine Vorlesungen erst um 10:15, so wie heute. Ausnahme ist da der Mittwoch, aber das tut jetzt genau gar nichts zu Sache. Ich sitze nun wie an den meisten Morgen im tribeka und trinke eine Tasse Schwarztee mit Milch. Lese Zeitung. Höre Yann Tiersen. Und wie ich da so sitze kommen zwei Chemiestudenten, bei deren OC-Abschlussfeier ich einmal Musik aufgelegt habe, ins tribeka und setzen sich neben mich.
Die beiden Essen Ciabattas und trinken Kaffee. Und wie wir so reden erwähnt der eine etwas, was dazu führte, dass ich mich heute ein Stückchen besser fühle, als an den meisten anderen Tagen. Ein kleines Stückchen, sozusagen ein steirisches Itzerl. Ich habe nämlich Fans. Es gibt Menschen die mich bewundern. Geschlechts- und altersunabhängig.
Mir war zuerst nicht klar warum, aber als er aufzählte, klang all das, was ich eigentlich als selbstverständlich in meinem Leben hinnehme nach einer guten Kombination. Bin gerade wieder ein wenig stolz auf mich.
Die beiden Essen Ciabattas und trinken Kaffee. Und wie wir so reden erwähnt der eine etwas, was dazu führte, dass ich mich heute ein Stückchen besser fühle, als an den meisten anderen Tagen. Ein kleines Stückchen, sozusagen ein steirisches Itzerl. Ich habe nämlich Fans. Es gibt Menschen die mich bewundern. Geschlechts- und altersunabhängig.
Mir war zuerst nicht klar warum, aber als er aufzählte, klang all das, was ich eigentlich als selbstverständlich in meinem Leben hinnehme nach einer guten Kombination. Bin gerade wieder ein wenig stolz auf mich.
Ich habe heute mit jemandem auf der Uni über den aktuellen Fall an religiöser Engstirnigkeit, dieses Mal im Sudan geredet. Und ich fand es schön, dass ich zu hören bekam, dass Christen sich niemals so bescheuert verhalten würden.
Wir werden immer weniger, jedenfalls in den Vorlesungen. Gerade unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der auf der KF Uni ein geisteswissenschaftliches Fach studiert und dort sitzen in einer Vorlesung immer mindestens 50 Leute. Wenn ich einmal rekapituliere: Am Dienstag waren wir 4, am Mittwoch einmal 5 und einmal 4, am Donnerstag 2 und heute saßen bei der Radiochemie-Vorlesung auch gerade einmal 3 Hanseln im Hörsaal. Richtig familiärer Rahmen.
Müde legt sich mein Kopf an das kalte Fenster des Zuges. Ich sehe wie es leicht anläuft. Die Vibration stören vorerst, aber die Müdigkeit überdeckt alle störenden Einflüsse auf den Körper. Neben mir sitzen zwei Mädls aus einem Gymnasium auf dem Heimweg, ich höre sie nicht. Ich höre nur meine Musik. Ich schließe die Augen Der Zug hält. Der Zug fährt an. Der Zug hält und fährt wieder weiter. Wo ich bin kann ich nicht sagen, die Augen habe ich schon eine halbe Ewigkeit geschlossen. Die Lieder sind schwer, jedes Öffnen der Augen wäre eine Anstrengung und es heute nicht wert.
Ich wache auf. Langsam, aber doch erkenne ich wieder alles. Ich sehe aus dem Fenster und erkenne die VW-Werkstatt in Leibnitz. Ich realisiere, dass die Werkstatt hinter dem Bahnhof liegt - ich habe wieder einmal den Bahnhof verpennt.
Ich wache auf. Langsam, aber doch erkenne ich wieder alles. Ich sehe aus dem Fenster und erkenne die VW-Werkstatt in Leibnitz. Ich realisiere, dass die Werkstatt hinter dem Bahnhof liegt - ich habe wieder einmal den Bahnhof verpennt.

Früh morgens saß ich schon im tribeka. Mittwochs beginnt es für mich immer früh, sehr früh. Dazu kommt, dass ich von Dienstag auf Mittwoch wenig und wenn, dann nur schlecht geschlafen habe. Der einzige Grund, weshalb ich diesen Morgen auf meinen Tee verzichte und auf Kaffee auswich - auch wenn der Kaffee im tribeka schwächer ist als man es sich vorstellen kann. Aber immer noch stärker als Tee. Die Vorlesung beginnt um 8:15, es bleibt noch ein wenig Zeit um durch die Zeitung zu fliegen und den Kaffee zu trinken bevor er ganz kalt ist.
Nach der Vorlesung realisiere ich, dass ich bis zur nächsten Vorlesung mehr als 5 Stunden Pause ist - nur was soll ich an Tagen mit eisigen Temperaturen in Graz machen. Nun, ich rufe Vera an - vielleicht ist sie ja wach. Wir sehen uns zusammen eine Folge Scrubs an. Wir reden. Sie geht duschen und ich gehe ein Glas Pasta-Sauce, frische Tomaten (aus Holland) und Zwiebeln kaufen. Es gibt Mittagessen, sie kocht. Ich soll sitzen bleiben und meinen übernachtigem, verfrorenen Körper an die Heizung drücken. Sie gibt zur Sauce Tomatenstücke und angebratene Zwiebel zu. Dazu mischt sie Soja. Mir fällt auf, dass ich noch nie in meinem Leben zuvor (bewusst) Soja gegessen habe. Schmeckt. Oder besser gesagt: Schmeckt nicht schlecht. Schmeckt eigentlich nach gar nichts. Zumindest ein paar Proteine.
Wir bleiben noch lange am Tisch sitzen und reden über vieles. Über so viele Dinge, dass ich mir nicht einmal alle merken konnte. Mir fällt auf wie unterschiedlich wir sind, und doch irgendwo gleich. Und trotzdem fühle ich mich ihr nicht mehr so verbunden wie früher. Nach einer Stunde brechen wir auf, sie zeigt mir einen kleinen Laden und ich kaufe ein Geburtstagsgeschenk für Ute. Eine Gummikappe für den Hausschlüssel in Form einer Katze. Einmalig.
Vera verabschiedet sich, ich mache mich auf den Rückweg zur Uni, absolviere eine Vorlesung, eine Sitzung und einen obligatorischen Glühwein. Gleich nach dem ersten Glühwein geht es zusammen mit Chemo und Hans zu Ute Ich trinke den ganzen Abend in ihrer Wohnung schwarzen Tee mit Milch. Als wir dann ins Propeller aufbrechen trinke ich dort - schwarzen Tee mit Milch. Keinen Alkohol.
Neben mir sitzt Gabi, mit der ich mich unterhalte. Stundenlang. Chemo, Ute und ein paar Bekannte sitzen am Tisch. Wir lachen und scherzen. Irgendwann zu später Stunde wird die komplette Barbeleuchtung aufgedreht und wir verlassen das Lokal. Raus in die eisige Nacht, in der der Atem gefriert und die Beine kalt werden. Ich mache mich auf zum Chemo, ich schlafe in Graz. Der Weg ist lang, und durch die Kälte wirkt er noch länger.
Doch mir fällt etwas auf. Es war ein wunderbarer Abend. Ich habe den ganzen Abend über nur Tee getrunken. Und trotzdem fielen den Abend über zumindest für eine kurze Zeit alle Sorgen von mir ab. Alle.
Nach der Vorlesung realisiere ich, dass ich bis zur nächsten Vorlesung mehr als 5 Stunden Pause ist - nur was soll ich an Tagen mit eisigen Temperaturen in Graz machen. Nun, ich rufe Vera an - vielleicht ist sie ja wach. Wir sehen uns zusammen eine Folge Scrubs an. Wir reden. Sie geht duschen und ich gehe ein Glas Pasta-Sauce, frische Tomaten (aus Holland) und Zwiebeln kaufen. Es gibt Mittagessen, sie kocht. Ich soll sitzen bleiben und meinen übernachtigem, verfrorenen Körper an die Heizung drücken. Sie gibt zur Sauce Tomatenstücke und angebratene Zwiebel zu. Dazu mischt sie Soja. Mir fällt auf, dass ich noch nie in meinem Leben zuvor (bewusst) Soja gegessen habe. Schmeckt. Oder besser gesagt: Schmeckt nicht schlecht. Schmeckt eigentlich nach gar nichts. Zumindest ein paar Proteine.
Wir bleiben noch lange am Tisch sitzen und reden über vieles. Über so viele Dinge, dass ich mir nicht einmal alle merken konnte. Mir fällt auf wie unterschiedlich wir sind, und doch irgendwo gleich. Und trotzdem fühle ich mich ihr nicht mehr so verbunden wie früher. Nach einer Stunde brechen wir auf, sie zeigt mir einen kleinen Laden und ich kaufe ein Geburtstagsgeschenk für Ute. Eine Gummikappe für den Hausschlüssel in Form einer Katze. Einmalig.
Vera verabschiedet sich, ich mache mich auf den Rückweg zur Uni, absolviere eine Vorlesung, eine Sitzung und einen obligatorischen Glühwein. Gleich nach dem ersten Glühwein geht es zusammen mit Chemo und Hans zu Ute Ich trinke den ganzen Abend in ihrer Wohnung schwarzen Tee mit Milch. Als wir dann ins Propeller aufbrechen trinke ich dort - schwarzen Tee mit Milch. Keinen Alkohol.
Neben mir sitzt Gabi, mit der ich mich unterhalte. Stundenlang. Chemo, Ute und ein paar Bekannte sitzen am Tisch. Wir lachen und scherzen. Irgendwann zu später Stunde wird die komplette Barbeleuchtung aufgedreht und wir verlassen das Lokal. Raus in die eisige Nacht, in der der Atem gefriert und die Beine kalt werden. Ich mache mich auf zum Chemo, ich schlafe in Graz. Der Weg ist lang, und durch die Kälte wirkt er noch länger.
Doch mir fällt etwas auf. Es war ein wunderbarer Abend. Ich habe den ganzen Abend über nur Tee getrunken. Und trotzdem fielen den Abend über zumindest für eine kurze Zeit alle Sorgen von mir ab. Alle.
Derzeit läuft alles ja mehr oder minder gut. Die holde Weiblichkeit verwirrt mich immer noch - und alle schönen Frauen werden das wahrscheinlich bis an mein Lebensende machen. Ich sollte mit meiner Diplomarbeit anfangen, aber irgendwie beginne ich zu realisieren, dass ich damit mein Studium beende. Jetzt schon; Herrgott, ich bin 22.
Dazu kommt jetzt das Kellnern auf den ganzen Weihnachtsfeiern. Und die Biopsie meiner Mutter hat zu einem Beckenriss geführt. Und der Stuhl (Nachtrag: auch "Sessel genannt) meiner Schwester ist kaputt und ich habe bei IKEA keinen Ersatz gefunden. Und Weihnachten steht vor der Tür und ich muss mir wieder den Kopf für Geschenke zerbrechen. Und mein Daumennagel läst sich ab. Und sowieso und überhaupt.
Alles Stressfaktoren. Dafür freue ich mich auf die Geburtstagsfeier morgen Abend mit Ute im Propeller. Einfach nur Tee trinken, quatschen und ein wenig abschalten.
Dazu kommt jetzt das Kellnern auf den ganzen Weihnachtsfeiern. Und die Biopsie meiner Mutter hat zu einem Beckenriss geführt. Und der Stuhl (Nachtrag: auch "Sessel genannt) meiner Schwester ist kaputt und ich habe bei IKEA keinen Ersatz gefunden. Und Weihnachten steht vor der Tür und ich muss mir wieder den Kopf für Geschenke zerbrechen. Und mein Daumennagel läst sich ab. Und sowieso und überhaupt.
Alles Stressfaktoren. Dafür freue ich mich auf die Geburtstagsfeier morgen Abend mit Ute im Propeller. Einfach nur Tee trinken, quatschen und ein wenig abschalten.
Was John McEnroe für Tennis oder Tony Hawk für Skateboarding ist, ist Terje Håkonsen für Snowboarder - ein Vorreiter. Es mag sein, dass Shaun White viel mehr schneidet und mehr Tricks kann und was weiß ich noch, aber Terje ist einfach einer der Erste, der in diesem Metier überragend bekannt wurde.
Hier ein kleiner-Heli-Snowboarding-Trip, auf den wohl jeder ein bisschen neidig ist.
Hier ein kleiner-Heli-Snowboarding-Trip, auf den wohl jeder ein bisschen neidig ist.
Das hatte es in sich. Am Freitag gab es eben den DVD-Abend mit Vera und am Samstag 9 Stunden rennen und arbeiten auf einem Ball, dass ich dann einen Bekannten treffe, der sich mit Vera verkracht hat. Und es trifft ihn, weil er lange in sie verschossen war. Blöd. Und am Sonntag wieder arbeiten. Heute habe ich die Uni einmal ausgesetzt, einfach weil ich kurz ein wenig Erholung brauche. Einen Tag zumindest.
Was aus der Geschichte mit Vera wird weiß ich nicht. Ich blicke in letzter Zeit durch genau gar nichts mehr durch. Frauen sind so kompliziert, aber ohne geht's nur schwer. Dienstag sollte ich auf einer Singstar-Party vorbeischauen, aber das werde ich mal brav sein lassen. Mittwoch hat mich Ute zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Und Donnerstag zum Fortgehen. Mal sehen.
Was aus der Geschichte mit Vera wird weiß ich nicht. Ich blicke in letzter Zeit durch genau gar nichts mehr durch. Frauen sind so kompliziert, aber ohne geht's nur schwer. Dienstag sollte ich auf einer Singstar-Party vorbeischauen, aber das werde ich mal brav sein lassen. Mittwoch hat mich Ute zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Und Donnerstag zum Fortgehen. Mal sehen.
Ich könnte so viel sagen. So vieles, was ich erlebt habe in der Zeit, in der ich das Lied gehört habe. Aber all das, macht es nicht besser - deswegen einfach nur hören und genießen.
Übrigens: Ich habe am Samstag Abend mit einem Kollegen namens Manuel gekellnert namens Manuel. Und er kommt aus einem Ort namens "Wiehl" oder "Wühl". Oder auch "Whyl". Vielleicht auch "Whil". Irgendwas, das zwischen Zürch und St. Gallen liegt. Ich konnte ihn im Stress nur selten verstehen, aber es war - wie man auf gut steirisch sagt - eine lässige Haut.
Ich bin heute auf etwas Erschreckendes gestoßen. Am Donnerstag aß ich eine Portion Pasta. Gar nicht so schlimm. Aber am Freitag ging ich früh zur Uni, schrieb meine Patentrechtsprüfung, war im Labor, fuhr heim und verbrachte einen DVD-Abend mit einer Flasche Grauburgunder. Am Samstag führt mich mein Weg zurück in meine Heimat, es folgte die Schriftführerei zu einem Ligaspiel des Volleyballvereins und dann 9 Stunden kellnern bei einem Maturaball. Danach führte mich meine Weg ins Cesa zu ein paar Gläsern Jameson Whiskey und dann ins Bett. Heute (Sonntag) fing mein Tag mit einer Dusche an, und 20 Minuten später stand ich hinter einer Bar und schenkte Bier, Sekt und Wein aus.
Ich kam um 19:00 zu einem Essen. Und wenn ich mir meine letzten Tage in Erinnerung rufe, kommt mir die Gewissheit, dass ich von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend keinen Bissen gegessen habe. Seltsam.
Ich kam um 19:00 zu einem Essen. Und wenn ich mir meine letzten Tage in Erinnerung rufe, kommt mir die Gewissheit, dass ich von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend keinen Bissen gegessen habe. Seltsam.
Gestern (ich bin noch immer wach, also ist für mich noch Samstag Abend) gab es einen schönen DVD-Abend mit Vera. Und heute treffe ich nach dem Arbeiten einen völlig aufgelösten Freund, der sich, wie er mir erzählte mit der Frau des DVD-Abends heute total verkracht hätte. Ich weiß nicht, wie ich es noch mehr ausführen kann und darf, aber ich erzähle darüber. Und über die Hilfslosigkeit, einer Person, der man sich so nahe fühlt, nicht helfen zu können.
Gute Nacht
Gute Nacht
Der DVD-Abend verlief ganz angenehm. Eine Flasche Grauburgunder 2003 vom Scheucher, dazu Charlie und die Schokoladenfabrik und Garden State. Danach haben Vera und ich uns noch unterhalten und dann hat sich das ganze etwas komisch entwickelt.
Ich muss jetzt leider weiter, den Spielplan eines Volleyball-Ligaspiels schreiben gehen. Heute Abend steht Kellnern beim Maturaball des BORG Deutschlandsberg am Plan, mal sehen ob ich morgen zu konkreteren Aussagen bereit bin.
Ich muss jetzt leider weiter, den Spielplan eines Volleyball-Ligaspiels schreiben gehen. Heute Abend steht Kellnern beim Maturaball des BORG Deutschlandsberg am Plan, mal sehen ob ich morgen zu konkreteren Aussagen bereit bin.
Es ist 5:47 und ich bin soweit. Auf zur Patentrechtsprüfung. Mal sehen wie das wird, komme mir gut vorbereitet vor, aber immerhin ist das eine Jus-Prüfung und der Stoff ist mir doch etwas fremd. Mal sehen.
Als ob es nicht reichen würde. Heute traf ich auf dem Weg nach Graz Angi, die mich bat, doch am Samstag zur Mitarbeiterfeier des Nachwuchs-Rockkonzertes mitzukommen. Sie würde auch gerne gehen, aber wenn ich nicht dort auftauchen würde, käme sie gar nicht vorbei. Soll ich jetzt zu der Feier oder nicht? Irgendwie tendiere ich immer noch zum DVD-Abend mit Vera.
Ich habe zwar am Freitag, um 8:00 morgens, eine Prüfung - aber das beschäftigt mich derzeit wenig. Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist: Was mache ich am Freitag Abend? Soll ich mich mit ein paar Leuten vom Volleyballverein treffen, denn immerhin habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen. Oder es gäbe noch die 50-Jahr Feier meines alten Gymnasiums, die ich doch gerne besuchen würde. Allein um im Schulgebäude einmal legal Alkohol konsumieren zu können, illegale Konsumierungen habe ich schon lange hinter mir. Dann macht noch die HTU (Hochschülerschaft der Technischen Universität Graz) eine Buschenschank-Fahrt in die Südsteiermark. Zu mir. Dort könnte ich mich auch einbauen, denn schließlich kommen meine Kollegen selten in mein Heimatgebiet.
Erinnert sich noch jemand an das Nachwuchs-Rockkonzert auf dem ich hinter der Bar arbeitete? Der Veranstalter hat mich zu einer Mitarbeiterfeier beim Buschenschank Kieslinger eingeladen, und der Buschenschank hat sowohl sehr gute Weine als auch exzellente Jause. Wäre auch eine Überlegung wert.
Aber all diese Möglichkeiten sind nur zweite Wahl. Nachdem sie mich wieder angerufen hatte, verbrachte ich einen Abend bei Vera. Und nun gibt es eine weitere Einladung zu ihr - für Freitag. Ich bin am überlegen...
Erinnert sich noch jemand an das Nachwuchs-Rockkonzert auf dem ich hinter der Bar arbeitete? Der Veranstalter hat mich zu einer Mitarbeiterfeier beim Buschenschank Kieslinger eingeladen, und der Buschenschank hat sowohl sehr gute Weine als auch exzellente Jause. Wäre auch eine Überlegung wert.
Aber all diese Möglichkeiten sind nur zweite Wahl. Nachdem sie mich wieder angerufen hatte, verbrachte ich einen Abend bei Vera. Und nun gibt es eine weitere Einladung zu ihr - für Freitag. Ich bin am überlegen...
Es ist 8:07. Ich komme gerade aus dem tribeka, nach einem hastig getrunkenen Frühstückstee und nur einer zur Hälfte gelesenen profil-Ausgabe. Es gibt kaum Wind, und obwohl ich ein Shirt, ein Longsleeve, eine Fleece- und eine Softshelljacke samt Schal und Pipe-Handschuhen trage friere ich sofort. Der Winter ist einfach zu schnell gekommen, mein Kreislauf packt die Kälte noch nicht ganz. Ich quere die Straße, betrete die das Gebäude der Technikerstraße 4 und gehe in den Seminarraum des Institutes für Physikalische und Theoretische Chemie.
Im Raum sitzen schon 2 Leute, Jungstudenten. Eigentlich muss ich die Vorlesung Angewandte Aspekte der Physikalischen Chemie nicht machen, aber nachdem ich die Probleme mit der Studienplanumstellung und dem veränderten Angebot an Vorlesungen habe besuche ich sie trotzdem.
Der Professor betritt die Tür und sucht. Er sucht ein Kabel, was mich aber wundert, denn das Kabel für den Beamer hängt am Laptop. Nein, er sucht ein Audiokabel - wofür auch immer. Nach 5 Minuten findet er es. Steckt sein kleines MacBook an. An die Lautsprecher. Ich sitze, und ärgere mich, dass ich meine Brille vergessen habe. Gestern, beim DVD schauen, am Bett liegen gelassen. Ich kann trotzdem lesen, es bedarf aber einiger Anstregung.
Wie; was für Musik wir hören wollen? Wie soll das gemeint sein? Nein, er meint es ernst: Heute will er Filme vorführen, produziert von einem Professor der ETH Zürich. Dort wo ich fast einmal hingekommen wäre. Clips über Experimente der physikalischen Chemie. Ich breche hier mit dem Thema ab, denn es würde nur in für viele unverständliches Fachchinesisch führen.
Er fängt an aufzuzählen, was er anbieten kann.
Klassik. Dvořák meine ich, das Scherzo der 9. Sinfonie. Kennt jeder, kommt in so vielen Hollywood-Blockbuster-Trailern vor. Nein, die anderen stimmen mir nicht zu. Jazz. Al Jarreau fällt mir ein, aber die Idee wird von ihm und mir verworfen, denn Al Jarreau ist so früh nicht wirklich belebend. Blues. Ich komme nicht umhin, um ihn nach Tom Waits zu fragen; er freut sich, dass es junge Menschen gibt, die Waits kennen. Leider hat er nur die "Beautiful Maladies", ein Album das aus seinen besten Balladen besteht. Auch falsch - jedenfalls für 8:15 und 5 übermüdete Geister. Rock. Pink Floyd sticht mir in seiner iTunes-Playlist ins Auge, leider aber nur "The Wall". Ich frage erst gar nicht, das wäre suboptimal.
Wie wäre es mit Machine Head?
Ich reagiere nicht. Manchmal, wenn ich in der Vorlesung vor dem Einschlafen bin wird mir irrsinnig schwindlig. Ich verliere die Orientierung und brauche höchste Konzentration, damit ich nicht wegsinke. War das eben auch so eine Kreislaufschwäche? Nein, allen Ernstes. Er bietet uns Machine Head an, denn die Band habe er über seinen Sohn kennen gelernt und würde sie schätzen. Nein, Machine Head ist zuviel für 8:15.
Wir entscheiden uns für Queens of the Stone Age. So sitze ich nun in der Vorlesung, schaue mir Filme an und höre Musik. Seltsamer Tagesbeginn.
Es sind jetzt ein paar Dinge passiert, die mich zum Denken anregen. Ein Telefonanruf, eine Nachricht. Auf einmal ist wieder alles unklar.
And I'd like to stay but I can't because
I've been fooling around and I know
That you called because you never even knew
That it was hurting me.
aus: The Killers - "Daddy's Eyes"
Warum bremst denn der Vollkoffer vor mir denn dauernd so abrupt ab? Warum beschleunigt er mit Jo-Jo-Gas? Warum schlingert er denn? Und warum zum Henker wechselt er auf meine Spur ohne zu blinken, obwohl ich ihn gerade überholen wollte?
Egal, mal sehen was das für einer ist. Hut sehe ich keinen, und nach einem Betrunkenen sieht die Fahrweise auch nicht aus. Mal sehen. Warum brennt eigentlich Licht in seinem Auto? He - warum liest der beim Autofahren ein Buch?
Egal, mal sehen was das für einer ist. Hut sehe ich keinen, und nach einem Betrunkenen sieht die Fahrweise auch nicht aus. Mal sehen. Warum brennt eigentlich Licht in seinem Auto? He - warum liest der beim Autofahren ein Buch?
Die TU Graz selektiert die Studenten. Nicht nur durch Noten, sondern auch durch einfach physikalische Maßnahmen - wie etwa Wärmespeicherung. Glaube ich zumindest. Sonst könnte ich es mir nicht erklären, warum Hörsäle nicht geheizt werden und ich deswegen mit Weste und Jacke dort sitze und zuhöre.
Eigentlich war die letzte Woche anstrengend. Montags ein wenig Stress, Vorlesungen und Baraufenthalte, und dann noch Kellnern am Ball. Viel Stress. Dafür ist jetzt aber die Woche wunderbar zu Ende gegangen. Motiviert dazu eine weitere Woche anzufangen - auch wenn ich jetzt nach Bäumen suchen muss.
Ich war nun gestern arbeiten, kellnern im Tischservice. Die Location, wie es auf gut neudeutsch heißt, war für mich total neu: die Land- und Forstwirtschaftliche Schule Stainz. Veranstaltet wurde der "Jungbauernball" vom südsteirischen Bauernbund.
Meine 4 Kolleginnen waren bis auf eine richtige, stämmige Zeltfest-Kellnerinnen mit Oktoberfest-Erfahrung. Resolut und bestimmt, aber auch freundlich und hilfsbereit. Die Sitzgäste waren alle freundlich, obwohl ich bei manchen Verständisprobleme hatte wenn sie mir mehrere Male mit einem gebellten (steirisch für "starke mundartliche Aussprache") Satz irgendetwas bestellen wollten. Ich redete mich dann immer auf die Band raus, die aber wirklich auch ein Grund war das Hirn abzuschalten. Die junge Freiheit (so der Bandname) ist ein klassischer Vertreter des österreichischen Schlager. Einfach beschissen.
Wirklich anstrengend wurde es gegen Ende hin. Eigentlich bin ich von dem oft in Großstädten zu findenen snobistischen Gehabe angewidert, weshalb ich mich in so kleinen Provinzkaffs wie Leibnitz wohler fühle als in Graz. Stainz liegt dann aber wiederum am anderen Ende, und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich das jetzt ausdrücken soll. Sagen wir, das Imponiergehabe des jungen Mannes ist hier noch mehr auf Aggressivität fokussiert, was durch den Alkohol durchaus gefördert wird. Anstrengend waren die letzten 90 Minuten, stark angetrunkene Typen um die 20, die sich für die Größten und Stärksten halten. 2 Situation gab es, die nicht nur nervend sondern auch gefährlich wurden, aber für was gibt es denn eine Security?
Finanziell aht sich der Abend aber mehr als gelohnt, auch wenn ich heute noch meine Beine spüre. Ich sitze jetzt vor meinem PC, freue mich auch die nächste Woche und frage mich, was da so alles auf mich zukommen wird. Mal sehen.
Meine 4 Kolleginnen waren bis auf eine richtige, stämmige Zeltfest-Kellnerinnen mit Oktoberfest-Erfahrung. Resolut und bestimmt, aber auch freundlich und hilfsbereit. Die Sitzgäste waren alle freundlich, obwohl ich bei manchen Verständisprobleme hatte wenn sie mir mehrere Male mit einem gebellten (steirisch für "starke mundartliche Aussprache") Satz irgendetwas bestellen wollten. Ich redete mich dann immer auf die Band raus, die aber wirklich auch ein Grund war das Hirn abzuschalten. Die junge Freiheit (so der Bandname) ist ein klassischer Vertreter des österreichischen Schlager. Einfach beschissen.
Wirklich anstrengend wurde es gegen Ende hin. Eigentlich bin ich von dem oft in Großstädten zu findenen snobistischen Gehabe angewidert, weshalb ich mich in so kleinen Provinzkaffs wie Leibnitz wohler fühle als in Graz. Stainz liegt dann aber wiederum am anderen Ende, und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich das jetzt ausdrücken soll. Sagen wir, das Imponiergehabe des jungen Mannes ist hier noch mehr auf Aggressivität fokussiert, was durch den Alkohol durchaus gefördert wird. Anstrengend waren die letzten 90 Minuten, stark angetrunkene Typen um die 20, die sich für die Größten und Stärksten halten. 2 Situation gab es, die nicht nur nervend sondern auch gefährlich wurden, aber für was gibt es denn eine Security?
Finanziell aht sich der Abend aber mehr als gelohnt, auch wenn ich heute noch meine Beine spüre. Ich sitze jetzt vor meinem PC, freue mich auch die nächste Woche und frage mich, was da so alles auf mich zukommen wird. Mal sehen.
Eigentlich war für heute eine Caipirinha-Party beim Chemo gedacht, aber leider ist der derzeit im Uni-Stress und das wird nix. Gar nichts, und das wäre die letzte Gelegenheit in diesem Jahr gewesen. Dafür habe ich schon ein tolles Ersatzprogramm: Arbeiten am Bauernbund-Ball in Deutschlandsberg. Oder irgendwo anders, als Ersatz für meinen Bruder, der mit Schnupfen und Husten im Bett liegt.
Wieviel Freude man daran haben kann einfach nur ein Bild zu bearbeiten und an den Kontrast- und Farbwerten herumzuspielen. Was da alles herauskommen kann.
Folgendes schrieb ich schon gestern während eines Tees im tribeka. Nicht in den Laptop, sondern in mein Notizbuch, mit dem fixen Vorsatz einen Blogbeitrag daraus zu machen - und leider wurde daraus vorerst nichts, denn ich kam gestern erst gegen 1 nach 3 Bars und mehreren Bieren heim.
Viel Neues bringt der Tag. Ich sitze im tribeka und lache über Austrofred beziehungsweise seine Biographie. An einem kleinen Tresen sitzt ein junges Pärchen auf 2 Barhockern, und sie versucht sich auf seinen Schoß zu legen, was ungemütlich und gefährlich aussieht. Rechts neben mir diskutieren und lachen zwei Herren mittleren Alters, ich habe aber keine Ahnung über was - denn alles, was ich verstehe, sind nur slawisch tönende Wortfetzen. Nachdem ich nicht verstehe, was sie reden, stöpsle ich mir die Ohren wieder zu und lausche den letzten Alben von Björk.
Austrofred muss warten. Ich beginne für die Vorlesung Instrumentelle Analytische Chemie zu lernen. Ich bin inzwischen wieder auf der Höhe, sozusagen fit für alles, was oder wer mich treffen kann. Meine Sinnkrise ist überwunden, ich habe mein Protokoll fertiggestellt, ich habe meine Versicherung kontaktiert, ich habe das Inserat für mein Moped geschaltet. Ich bin derzeit motiviert, voller Tatendrang. Das soll jetzt nicht pathetisch klingen - ist aber so.
Außerdem habe ich mir ein paar Fans organisiert. Vor einiger Zeit schrieb ich ja ein Archiv aus vielen, vielen Mathe-Prüfungen zusammen. Genau das sollte ich einem Bekannten, der jetzt zu studieren angefangen hatte, mitbringen. Als ich kurz davor bei einem Kopierer stehe, sehe ich in den Händen der Leute neben mir eine Mathe1-Mappe, samt dem klassischen (nutzlosen) Skriptum vom Kern. Ich bot denen an sich mein Archiv zu kopieren, was sie natürlich freute und mich eine halbe Stunde lang über das gesamte Studium ausfragten. Ich kam mir vor wie der Hero. Eigentlich interessierte es mich nicht, mit diesem bebrillten Erstsemestrigen zu diskutieren - er besaß das Triumvirat aus dämlichem Lachen, Mundgeruch und Hausstaub-Eloquenz. Viel mehr interessierte es mich mit den beiden Jungstudentinnen zu reden, mit denen ich dann auch ins Gespräch kam. Anregend war es.
Und noch etwas: Mein Mittwoch begann sehr früh, weswegen ich es vorzog gleich in Graz zu übernachten. Wohlgemerkt aber bei jemandem, bei dem ich es mir zuerst nicht gedacht hätte. Bei Vera. Mal sehen was sich in diesen Dingen so tut, denn das werde ich nächste Woche sicher wiederholen.
Viel Neues bringt der Tag. Ich sitze im tribeka und lache über Austrofred beziehungsweise seine Biographie. An einem kleinen Tresen sitzt ein junges Pärchen auf 2 Barhockern, und sie versucht sich auf seinen Schoß zu legen, was ungemütlich und gefährlich aussieht. Rechts neben mir diskutieren und lachen zwei Herren mittleren Alters, ich habe aber keine Ahnung über was - denn alles, was ich verstehe, sind nur slawisch tönende Wortfetzen. Nachdem ich nicht verstehe, was sie reden, stöpsle ich mir die Ohren wieder zu und lausche den letzten Alben von Björk.
Austrofred muss warten. Ich beginne für die Vorlesung Instrumentelle Analytische Chemie zu lernen. Ich bin inzwischen wieder auf der Höhe, sozusagen fit für alles, was oder wer mich treffen kann. Meine Sinnkrise ist überwunden, ich habe mein Protokoll fertiggestellt, ich habe meine Versicherung kontaktiert, ich habe das Inserat für mein Moped geschaltet. Ich bin derzeit motiviert, voller Tatendrang. Das soll jetzt nicht pathetisch klingen - ist aber so.
Außerdem habe ich mir ein paar Fans organisiert. Vor einiger Zeit schrieb ich ja ein Archiv aus vielen, vielen Mathe-Prüfungen zusammen. Genau das sollte ich einem Bekannten, der jetzt zu studieren angefangen hatte, mitbringen. Als ich kurz davor bei einem Kopierer stehe, sehe ich in den Händen der Leute neben mir eine Mathe1-Mappe, samt dem klassischen (nutzlosen) Skriptum vom Kern. Ich bot denen an sich mein Archiv zu kopieren, was sie natürlich freute und mich eine halbe Stunde lang über das gesamte Studium ausfragten. Ich kam mir vor wie der Hero. Eigentlich interessierte es mich nicht, mit diesem bebrillten Erstsemestrigen zu diskutieren - er besaß das Triumvirat aus dämlichem Lachen, Mundgeruch und Hausstaub-Eloquenz. Viel mehr interessierte es mich mit den beiden Jungstudentinnen zu reden, mit denen ich dann auch ins Gespräch kam. Anregend war es.
Und noch etwas: Mein Mittwoch begann sehr früh, weswegen ich es vorzog gleich in Graz zu übernachten. Wohlgemerkt aber bei jemandem, bei dem ich es mir zuerst nicht gedacht hätte. Bei Vera. Mal sehen was sich in diesen Dingen so tut, denn das werde ich nächste Woche sicher wiederholen.
Das sind jetzt zwei sehr interessante Tage, die ich hinter mir habe. Einerseits habe ich am Dienstag auswärts bei Vera übernächtigt, samt DVD-Abend und einer Flasche Sekt. Ich weiß nicht, ob ich das genauer ausführen soll, auf jeden Fall war es etwas, was ich nicht umbedingt erwartet hätte. Weder von mir noch von ihr.
Die Zeit heilt alle Wunder
wenn du sie gut verschnürst.
Bind nur die Stelle gut ab,
bis du es gar nicht mehr spürst.
Du weißt ein Feuer geht aus,
wenn du es länger nicht schürst
und du weißt dass du besser
an alte Wunder nicht rührst.
aus: Wir sind Helden - "Die Zeit heilt Alle Wunder"

Es ist kalt geworden. So kalt, dass ich mir sogar schon meine Snowboard-Handschuhe aus dem Schrank geholt habe. Gut, eigentlich sind es keine klassischen Snowboardhandschuhe, sondern einfach nur Halfpipe-Handschuhe, die aber trotzdem gut wärmen. Im Gebirge hat es schon ordenlich geschneit, sollte mich mit meinem Bruder mal in die Berge aufmachen. Ein paar Bahnen durch den Tiefschnee lassen einen allen Stress der Welt vergessen.
Meine einzige Vorlesung heute beginnt um 10:15, nur sind die Zugzeiten derzeit so ungut, dass ich schon mehr als eine Stunde davor in Graz bin. Mir ist es bis jetzt nicht so aufgefallen, aber ich bin seit Wochen jeden Dienstag in der Früh im Harrach.
Im Zug döse ich vor mich hin, lasse den Tag langsam meine Sinne wecken. Neben mir sprechen ein paar Mütter über ihre Kinder, dass sie zu lange fortgehen und zuviel trinken würden. Kenne ich alles schon, aus dem Alter kommt man raus. Der Zug kommt an und ich mache mich auf den Weg. Der Bus zur Karl-Franzens Uni wartet, ich erwische noch den ersten.
Ich steige aus dem Bus, kalte Luft schlägt mir entgegen. Hin und wieder denke ich mir, dass ich mir doch eine Haube hätte mitnehmen sollen. Allein dass ich den Schal nicht schon wieder vergessen habe macht mich glücklich. Egal, ein heißer Schwarztee am Morgen; das hilft die bis auf die Knochen durchdringende Kälte zu vergessen.
Leider muss ich warten, denn heute passiert mir etwas, was mir bisher noch nie passiert ist: Das Harrach hat noch zu. Das Rollo ist unten, innen brennt schon vereinzelt Licht. Ich gehe Richtung Uni, sehe zu wie die Leute durch die Gegend wuseln. In meinen Ohren habe ich aber nur das FM4-Konzert der Helden. Ich drehe um, das Harrach hat inzwischen geöffnet. Der Kellner, den ich letztens anmurrte, begrüßt mich freundlich. Ich grüße noch freundlicher zurück, hoffend, dass er mir das nicht übel nahm. Bevor ich noch bestellen kann sieht er mich an und meint: "Ceylon-Assam, mit Milch. Oder?"
Ich nicke nur. Es freut mich immer, wenn sich ein Kellner meine Getränke merkt. Versuche ich auch immer, wenn ich in dieser Position bin. Ich habe die letzten Kurzgeschichten beendet, der Herr Lehmann liegt zu Hause. Ich fange mit einem anderen Buch an: Alpenkönig und Menschenfreund. "Mal sehen wie das so wird" denke ich mir.
Mal sehen was kommt.
Meine einzige Vorlesung heute beginnt um 10:15, nur sind die Zugzeiten derzeit so ungut, dass ich schon mehr als eine Stunde davor in Graz bin. Mir ist es bis jetzt nicht so aufgefallen, aber ich bin seit Wochen jeden Dienstag in der Früh im Harrach.
Im Zug döse ich vor mich hin, lasse den Tag langsam meine Sinne wecken. Neben mir sprechen ein paar Mütter über ihre Kinder, dass sie zu lange fortgehen und zuviel trinken würden. Kenne ich alles schon, aus dem Alter kommt man raus. Der Zug kommt an und ich mache mich auf den Weg. Der Bus zur Karl-Franzens Uni wartet, ich erwische noch den ersten.
Ich steige aus dem Bus, kalte Luft schlägt mir entgegen. Hin und wieder denke ich mir, dass ich mir doch eine Haube hätte mitnehmen sollen. Allein dass ich den Schal nicht schon wieder vergessen habe macht mich glücklich. Egal, ein heißer Schwarztee am Morgen; das hilft die bis auf die Knochen durchdringende Kälte zu vergessen.
Leider muss ich warten, denn heute passiert mir etwas, was mir bisher noch nie passiert ist: Das Harrach hat noch zu. Das Rollo ist unten, innen brennt schon vereinzelt Licht. Ich gehe Richtung Uni, sehe zu wie die Leute durch die Gegend wuseln. In meinen Ohren habe ich aber nur das FM4-Konzert der Helden. Ich drehe um, das Harrach hat inzwischen geöffnet. Der Kellner, den ich letztens anmurrte, begrüßt mich freundlich. Ich grüße noch freundlicher zurück, hoffend, dass er mir das nicht übel nahm. Bevor ich noch bestellen kann sieht er mich an und meint: "Ceylon-Assam, mit Milch. Oder?"
Ich nicke nur. Es freut mich immer, wenn sich ein Kellner meine Getränke merkt. Versuche ich auch immer, wenn ich in dieser Position bin. Ich habe die letzten Kurzgeschichten beendet, der Herr Lehmann liegt zu Hause. Ich fange mit einem anderen Buch an: Alpenkönig und Menschenfreund. "Mal sehen wie das so wird" denke ich mir.
Mal sehen was kommt.
Let marrow bone and cleaver choose,
While making feet for children shoes
aus: Tom Waits - "Singapore"

Die alte Dame meckert mich an, ich hätte ihren Sitzplatz weggenommen. Ich entschuldige mich, denn alles was auf dem Sitzplatz noch übrig war, war ihr Tablett mit einer leeren Tasse Kaffee und einem leeren Glas Wasser. Sie zieht sich an und geht. Das wundert mich, denn einerseits ist sie schon fertig und geht, andererseits regt sie sich auf, dass ich ihr ihren Sitzplatz weggenommen habe. Wo sie doch schon geht. Verstehe ich nicht.
Mir ist letzte Woche viel durch den Kopf gegangen. Aus vielen Perspektiven, aus vielen Ansichten heraus. Es ist jetzt eine Woche her, dass ich meine neue Tradition - der Wochenstart mit Tee im tribeka - kurz unterbrochen hatte. Mir bleibt nicht viel übrig, Augen nach vorne.
Es steht immer noch ein Laborprotokoll aus, das ich die nächsten Tag fertigstellen sollte. Dazu kommt noch eine Versicherungsgeschichte und ich will meinen alten Roller verkaufen. Daneben habe ich mich für eine weitere Vorlesung angemeldet, und zuletzt ist noch zu erwähnen, dass ich für Muttern heute Taxi spielte, denn sie hatte heute eine Biopsie. Mal sehen was da herauskommt.
So. So kitischig es klingt: Ich sollte nicht in der Vergangenheit leben, sondern einfach weitermachen. Um 20:00 gibt es heute wieder Volleyballtraining, und dann werd' ich einmal mit ein paar Kollegen was trinken gehen. I'm back.
Mir ist letzte Woche viel durch den Kopf gegangen. Aus vielen Perspektiven, aus vielen Ansichten heraus. Es ist jetzt eine Woche her, dass ich meine neue Tradition - der Wochenstart mit Tee im tribeka - kurz unterbrochen hatte. Mir bleibt nicht viel übrig, Augen nach vorne.
Es steht immer noch ein Laborprotokoll aus, das ich die nächsten Tag fertigstellen sollte. Dazu kommt noch eine Versicherungsgeschichte und ich will meinen alten Roller verkaufen. Daneben habe ich mich für eine weitere Vorlesung angemeldet, und zuletzt ist noch zu erwähnen, dass ich für Muttern heute Taxi spielte, denn sie hatte heute eine Biopsie. Mal sehen was da herauskommt.
So. So kitischig es klingt: Ich sollte nicht in der Vergangenheit leben, sondern einfach weitermachen. Um 20:00 gibt es heute wieder Volleyballtraining, und dann werd' ich einmal mit ein paar Kollegen was trinken gehen. I'm back.
Ich wollte gestern nur an die Bar. Nur an die Bar, um mich dort hinzusetzen, ein Bier zu trinken, die Presse zu lesen und mit dem Herrn Lehmann anzufangen. Mein Bruder kam aber mit, und deswegen hätte es mir gleich klar werden können, dass das nichts wird. Aber - es war schön. Mit dem Bruder an der Bar, redend über alles mögliche. Auch über Frauen, was mich in letzter Zeit ja irgendwie verwirrt hatte.
Es kam dann K., der sich anscheinend von seiner langjährigen Freundin trennt - was mich irgendwie traf. Denn die beiden sind (wie auch ein anderes Paar) für mich so der Begriff des perfekten Paares. Das war so der Hoffnungsschimmer am Horizont, dass es nicht nur immer schief geht.
Ich traf dann auch einen anderen T. der mit von seinem derzeitigen Problem erzählte: einer Frau. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf, aber sie will nichts von ihm und betrieb vor seinen Augen gegenseitige Mundmassage mit einem harzigen Öko-Alternativen.
Und er erzählte mir von M., einem gemeinsamen Bekannten, der gerade einen Fehler von T. ausbadet. T. nämlich sagte etwas unverblümtes zur Freundin der Freundin von M., und nachdem bei diesen Mädls anscheinend Sippenhaft besteht, badet M. nun die ganze Misere aus - schließlich sind M. und T. auch Bekannte und M. für die Meinung von T. genauso verantwortlich zu machen.
Zu guter Letzt: Ich bekam einen Anruf. Nein nicht von Christina, ich glaube darüber hätte ich mich gefreut. Gefreut habe ich mich auch über den Anruf, war aber auch etwas verwirrt. Sie rief mich an.
Es kam dann K., der sich anscheinend von seiner langjährigen Freundin trennt - was mich irgendwie traf. Denn die beiden sind (wie auch ein anderes Paar) für mich so der Begriff des perfekten Paares. Das war so der Hoffnungsschimmer am Horizont, dass es nicht nur immer schief geht.
Ich traf dann auch einen anderen T. der mit von seinem derzeitigen Problem erzählte: einer Frau. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf, aber sie will nichts von ihm und betrieb vor seinen Augen gegenseitige Mundmassage mit einem harzigen Öko-Alternativen.
Und er erzählte mir von M., einem gemeinsamen Bekannten, der gerade einen Fehler von T. ausbadet. T. nämlich sagte etwas unverblümtes zur Freundin der Freundin von M., und nachdem bei diesen Mädls anscheinend Sippenhaft besteht, badet M. nun die ganze Misere aus - schließlich sind M. und T. auch Bekannte und M. für die Meinung von T. genauso verantwortlich zu machen.
Zu guter Letzt: Ich bekam einen Anruf. Nein nicht von Christina, ich glaube darüber hätte ich mich gefreut. Gefreut habe ich mich auch über den Anruf, war aber auch etwas verwirrt. Sie rief mich an.
Ich traf mich gestern mit Chemo - mein Freund und Studienkollege aus der Chemie - auf einen Tee. Das erste Mal seit dem Montag, als ich einen offenbarende Nachricht bekam und dann erst einmal eine leichte Sinnkrise erlebte, hat sich doch sehr viel verändert. Es wiegt schwer, immer noch - aber es ist einfacher damit umzugehen als früher. Ich erinnere mich da an meine Nemesis, so wie ich Linda gerne nenne. Sie verließ mich vor mehr als einem Jahr ohne einen Grund zu nennen, verschwand aus meinem Leben. Es traf mich. Schwer. Mehr als das, es traf mich vernichtend. Ich hatte einen Monat lang einen fixen Partner, das war der Kühlschrank mit den täglich frischen, kalten Bierflaschen.
Ich war seitdem nie wieder so depressiv und motivationslos. So lethargisch im Leben. Der aufmerksame Leser erkennt das daran, dass es zwischen Juli und Oktober 2006 keine Einträge gibt. Ich brauchte lange um das alles zu bewältigen. Nicht so lange um mit dem täglichen Bier aufzuhören, aber viel länger um damit auf einer anderen Ebene abzuschließen. Ich vergaß sie nicht. Das habe ich bis heute nicht und ich will inzwischen nicht mehr, dass das passiert. Das Zurücksehnen aber habe ich aufgegeben, aber genauso auch das Einkapseln in mich selbst und Abblocken aller Kontakte zu neuen Menschen. Ich wollte einfach niemanden mehr als oberflächlich kennenlernen, wollte nicht mehr das Risiko eingehen, dass so etwas wieder passiert.
Vor Linda war ich ein egoistischer Typ, selbstverliebt, konzentriert auf Parties und Affären, kaum anderen Menschen achtend. Nach Linda fiel ich wieder zurück in dieses Stadium, denn immerhin hatte mir niemand mit dieser Einstellung solche Wunden geschlagen. Ich mag bis heute noch äußerst selbstbewusst auftretend können (so wie Chemo meinte) und selbstverliebt wirken (so wie viele sagen), aber ich habe - so wie ich hoffe - die Egozentrik abgelegt.
Chemo meinte, ich sei früher viel einfacher gewesen. Mich hätten all diese Dinge nicht mitgenommen, ich wäre über ihnen gestanden, hätte mich umgedreht und neue Kontakte geknüpft. Es stimmt, so war ich auch. Aber es ist an der Zeit mehr zu riskieren, und egal was mich wann mitgenommen hatte: Rückblickend würde ich es bis heute nicht ändern, denn all die Qual danach war die Zeit davor mehr als wert.
Ich war seitdem nie wieder so depressiv und motivationslos. So lethargisch im Leben. Der aufmerksame Leser erkennt das daran, dass es zwischen Juli und Oktober 2006 keine Einträge gibt. Ich brauchte lange um das alles zu bewältigen. Nicht so lange um mit dem täglichen Bier aufzuhören, aber viel länger um damit auf einer anderen Ebene abzuschließen. Ich vergaß sie nicht. Das habe ich bis heute nicht und ich will inzwischen nicht mehr, dass das passiert. Das Zurücksehnen aber habe ich aufgegeben, aber genauso auch das Einkapseln in mich selbst und Abblocken aller Kontakte zu neuen Menschen. Ich wollte einfach niemanden mehr als oberflächlich kennenlernen, wollte nicht mehr das Risiko eingehen, dass so etwas wieder passiert.
Vor Linda war ich ein egoistischer Typ, selbstverliebt, konzentriert auf Parties und Affären, kaum anderen Menschen achtend. Nach Linda fiel ich wieder zurück in dieses Stadium, denn immerhin hatte mir niemand mit dieser Einstellung solche Wunden geschlagen. Ich mag bis heute noch äußerst selbstbewusst auftretend können (so wie Chemo meinte) und selbstverliebt wirken (so wie viele sagen), aber ich habe - so wie ich hoffe - die Egozentrik abgelegt.
Chemo meinte, ich sei früher viel einfacher gewesen. Mich hätten all diese Dinge nicht mitgenommen, ich wäre über ihnen gestanden, hätte mich umgedreht und neue Kontakte geknüpft. Es stimmt, so war ich auch. Aber es ist an der Zeit mehr zu riskieren, und egal was mich wann mitgenommen hatte: Rückblickend würde ich es bis heute nicht ändern, denn all die Qual danach war die Zeit davor mehr als wert.
Ich wage es zu behaupten, dass sich eine Hälfte der Bevölkerung eines Staates nicht mehr wirklich von diesem Fernsehsender gut beachtet fühlt.
Titel: Night Train
Autor: Martin Amis
Genre: Krimi
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Veröffentlichung: Februar 2001
ISBN-Nr: 3596149355 bzw. 978-3596149353
Seiten: 172
Meinung
Mike ist Polizei. Sie gehört zum System, hat sich verändert, ist durch Alkoholismus und all die anderen Dinge gegangen, die einen verändern. Sie hat Morde gesehen, sie hat all die grauenvollen Leichen gesehen - und sich daran gewöhnt. Bis sie eines Tages den Selbstmord der Tochter ihres Chefs aufklären muss.
Das Buch kann man in drei Teile einteilen. Vorweg - ich bin eigentlich kein Krimifan, die meisten sind einfach zu banal gestrickt. Keine Ahnung wann und wo, ich hörte jedenfalls einmal, dass dieses Buch es wert sei gelesen zu werden. Eigentlich habe ich das ja nicht gehört, ich habe nur gelesen, dass Tom Waits die Musik für das Hörspiel zum Roman produzierte; und nachdem der Meister sich nicht für Kinkerlitzchen hergibt, dachte ich mir es wäre es wert, das Geld in dieses Buch zu investieren.
Also: Der erste Teil ist ein klassischer Krimi, die beiden letzten Teile aber verstehen sich nicht als Krimi. Es ist vielmehr die Erzählung einer Geschichte, die sich wendet und bei der man sich fragt, in wie weit man in Menschen hineinblicken kann. Es leuchtet die Gefühlwelt von Mike aus, ihre Erfahrungen und wie sie mit dem Leben umgeht. Mit ihrem und dem der anderen.
Das Buch kann man in drei Teile einteilen. Vorweg - ich bin eigentlich kein Krimifan, die meisten sind einfach zu banal gestrickt. Keine Ahnung wann und wo, ich hörte jedenfalls einmal, dass dieses Buch es wert sei gelesen zu werden. Eigentlich habe ich das ja nicht gehört, ich habe nur gelesen, dass Tom Waits die Musik für das Hörspiel zum Roman produzierte; und nachdem der Meister sich nicht für Kinkerlitzchen hergibt, dachte ich mir es wäre es wert, das Geld in dieses Buch zu investieren.
Also: Der erste Teil ist ein klassischer Krimi, die beiden letzten Teile aber verstehen sich nicht als Krimi. Es ist vielmehr die Erzählung einer Geschichte, die sich wendet und bei der man sich fragt, in wie weit man in Menschen hineinblicken kann. Es leuchtet die Gefühlwelt von Mike aus, ihre Erfahrungen und wie sie mit dem Leben umgeht. Mit ihrem und dem der anderen.
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Der Ceylon-Assam Tee im Harrach ist wunderbar. Nicht so gut wie die anderen Teesorten, die man in geklammerten Beuteln aus der Massenproduktion bekommt. Offener Tee, aromatisch und entspannend. Allein das ist den Umweg in dieses Cafe wert.
Ich sitze ganz am Ende des Cafes, im Rücken eine Spiegelwand. Gegenüber in der linken Ecke sitzen 3 Medizinstudenten, von denen sich einer rühmt, nur 6 Fehler beim Beantworten von 60 Übungs-Prüfungsfragen zu haben. Wie interessant, Fragen lernen und nicht den Stoff an sich. Aber eigentlich irrelevant, denn wen interessiert das schon. Rechts neben mir sitzen 2 ältere Herren, Kritiker am System und überhaupt. Denn beide meckern über alles: Steuern, Klimaerwärmung, faule Studenten, Alkohol, Jugend von heute. All diese abgedroschenen Themen.
Weit weg und unfassbar aber sind jene 3 Tische - einer links, zwei rechts - an denen drei Pärchen sitzen. Ich höre sie nicht. Ich verstehe nicht was sie reden. Ich bin taub. Ich sehe nur wie sie gestikulieren, wie sie sich mit ihrem Körper ausdrücken. Sie gehören nicht zu meiner Geräuschkulisse, ihre Gespräche sind wie durch Watte. Wie durch kratzende Watte, die bei jeder Bewegung sticht; so fühlt es sich an ihnen zuzusehen. Ich kann nur ihre Körpersprache deuten, die darin enthaltene Vertrautheit und Verletzlichkeit kann ich nur erahnen. Hände liegen in Händen, Augen versinken in Augen.
Ich bestelle ein weiteres Kännchen Tee, das dritte heute. Der Kellner meint, er wäre gut - er sei im Sommer in Ankara gewesen, dort gäbe es noch wunderbareren Tee. Ich stimme zu. Ich höre ihn kaum. Ich sehe ihn nicht einmal richtig an. Mein Blick ist eigentlich nur auf die Eingangstür gerichtet. Ich hoffe, dass sie kommt. Dass sie sagt, es wäre nicht so gemeint gewesen. Dass es alles nur ein Fehler war. Ein Missverständnis.
Aber sie kommt nicht. Christina kommt nicht.
Von dem Paar rechts höre ich: "Ich habe einen Fehler gemacht. Ist es nicht damit aus der Welt?". Ein wenig Schadenfreude kommt auf, sie haben Probleme - nicht nur ich. Allein dafür fange ich an mich zu schämen. Eigentlich gönne ich es den beiden, ihre Vertrautheit. Und dann hoffe ich, dass sie keine Probleme haben.
Die Tür öffnet sich. Mehr als hastig setze ich meine Brille auf, doch es ist nicht Christina, es ist eine Gruppe fremder Personen. Es sitzen 20 Leute um mich herum - nur wenn ich mich konzentriere. Wenn nicht, bin ich allein. Es gibt kein Geräusch, keine definierten Gedanken. Es ist alles matschig, alles unklar, alles rauscht.
Audrey Hepburn lächelt mir von einem Kunstdruck aus zu. So als könnte sie in mich hineinsehen. Dabei kann ich das kaum selbst. Das Leben ist ein Chaos, vorher wie nachher. Nur wenn man glaubt einen Anker gefunden zu haben, bürdet man sich soviel auf, dass man ohne Anker noch verlorener da steht. Und alles verschwimmt.
Die Leute brechen auf. Die Welt dringt langsam wieder auf mich ein. Ich zahle. Ich ziehe meine Jacke an und gehe. Ich gehe wohin der Strom mich auf immer hintragen mag. Aber irgendwie habe ich mich am Ufer hoffnungslos verfangen.
Ich sitze ganz am Ende des Cafes, im Rücken eine Spiegelwand. Gegenüber in der linken Ecke sitzen 3 Medizinstudenten, von denen sich einer rühmt, nur 6 Fehler beim Beantworten von 60 Übungs-Prüfungsfragen zu haben. Wie interessant, Fragen lernen und nicht den Stoff an sich. Aber eigentlich irrelevant, denn wen interessiert das schon. Rechts neben mir sitzen 2 ältere Herren, Kritiker am System und überhaupt. Denn beide meckern über alles: Steuern, Klimaerwärmung, faule Studenten, Alkohol, Jugend von heute. All diese abgedroschenen Themen.
Weit weg und unfassbar aber sind jene 3 Tische - einer links, zwei rechts - an denen drei Pärchen sitzen. Ich höre sie nicht. Ich verstehe nicht was sie reden. Ich bin taub. Ich sehe nur wie sie gestikulieren, wie sie sich mit ihrem Körper ausdrücken. Sie gehören nicht zu meiner Geräuschkulisse, ihre Gespräche sind wie durch Watte. Wie durch kratzende Watte, die bei jeder Bewegung sticht; so fühlt es sich an ihnen zuzusehen. Ich kann nur ihre Körpersprache deuten, die darin enthaltene Vertrautheit und Verletzlichkeit kann ich nur erahnen. Hände liegen in Händen, Augen versinken in Augen.
Ich bestelle ein weiteres Kännchen Tee, das dritte heute. Der Kellner meint, er wäre gut - er sei im Sommer in Ankara gewesen, dort gäbe es noch wunderbareren Tee. Ich stimme zu. Ich höre ihn kaum. Ich sehe ihn nicht einmal richtig an. Mein Blick ist eigentlich nur auf die Eingangstür gerichtet. Ich hoffe, dass sie kommt. Dass sie sagt, es wäre nicht so gemeint gewesen. Dass es alles nur ein Fehler war. Ein Missverständnis.
Aber sie kommt nicht. Christina kommt nicht.
Von dem Paar rechts höre ich: "Ich habe einen Fehler gemacht. Ist es nicht damit aus der Welt?". Ein wenig Schadenfreude kommt auf, sie haben Probleme - nicht nur ich. Allein dafür fange ich an mich zu schämen. Eigentlich gönne ich es den beiden, ihre Vertrautheit. Und dann hoffe ich, dass sie keine Probleme haben.
Die Tür öffnet sich. Mehr als hastig setze ich meine Brille auf, doch es ist nicht Christina, es ist eine Gruppe fremder Personen. Es sitzen 20 Leute um mich herum - nur wenn ich mich konzentriere. Wenn nicht, bin ich allein. Es gibt kein Geräusch, keine definierten Gedanken. Es ist alles matschig, alles unklar, alles rauscht.
Audrey Hepburn lächelt mir von einem Kunstdruck aus zu. So als könnte sie in mich hineinsehen. Dabei kann ich das kaum selbst. Das Leben ist ein Chaos, vorher wie nachher. Nur wenn man glaubt einen Anker gefunden zu haben, bürdet man sich soviel auf, dass man ohne Anker noch verlorener da steht. Und alles verschwimmt.
Die Leute brechen auf. Die Welt dringt langsam wieder auf mich ein. Ich zahle. Ich ziehe meine Jacke an und gehe. Ich gehe wohin der Strom mich auf immer hintragen mag. Aber irgendwie habe ich mich am Ufer hoffnungslos verfangen.
Wenn selbst ein Professor die Wikipedia als allgemein gültige Informationsquelle, kann es mit der Qualität der Einträge doch nicht soweit her sein, oder? Ich bin dafür, dass die Wikipedia zu einer allgemein gültigen Wissensquelle im Studium zugelassen wird.
Vielleicht hätte ich es wissen können. Vielleicht hätte ich mir das alles ja vorstellen können - und mit vielleicht meine ich, dass ich daran gedacht habe, all das war schon längst im Hinterkopf. Nur wollte ich es nicht glauben. Vielleicht antwortet Christina ja nicht, weil sie eine Vorlesung hat. Oder weil ihr Handy auf lautlos geschaltet ist. Vielleicht aber sie war zu lange am Abend fort und schläft tief und fest. Oder sie ist unterwegs und hat ihr Handy vergessen.
Es reicht nur eine email, und all diese "vielleicht" verschwinden. Aber mit der Gewissheit kommt auch Ernüchterung darüber, dass man manchmal einfach nur den Zeichen glauben soll.
Es reicht nur eine email, und all diese "vielleicht" verschwinden. Aber mit der Gewissheit kommt auch Ernüchterung darüber, dass man manchmal einfach nur den Zeichen glauben soll.
Ich kann reden. Ich kann immer etwas sagen. Ich kann schöne Situatioen zerstören, indem ich einen Blödsinn sage. Aber viel prägnanter sind jene Situationen, in denen man nichts sagen kann. Wenn man mit einem Freund im Auto fährt, und er meint, man sei sein bester Freund. Er würde helfen wollen, sofern man es zulässt. Er möchte teilhaben am eigenen Leben, an den Sorgen und der Freuden. Ich habe nichts gesagt - wie auch, ich hätte nichts sagen können. Diese verletzliche Ehrlichkeit lässt keine andere Reaktion übrig als pures Schweigen. Als schweigendes Verständnis.
Was für ein seltsamer Tag. Und zwar wirklich seltsamer Tag. Geprägt von Gedanken, die ich nicht auszusprechen wage - und allein deswegen werde ich jetzt schlafen gehen. Um zu vergessen. Gute Nacht.
Nun, ich glaube es nicht. Aber inzwischen gibt es 10000 Zugriffe auf meinen Blog - mein Leben ist doch nicht so unabwechslungsreich. Hoffe, dass ich wen zum Lachen oder zum Nachdenken bringe. Oder auch nicht. Freut mich auf jeden Fall.
Titel: ' I promise when the sun comes up I promise, I'll be true'. So singt Tom Waits. Ich will auch Sänger werden.
Autor: Michael Stauffer
Genre: Erzählung
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Veröffentlichung: März 2003
ISBN-Nr: 3596155398 bzw. 978-3596155392
Seiten: 90
Ich schaue aus dem Fenster und sehe ein blaues Badetuch an der Wäscheleine hängen, dahinter ist eine Garage, dann Bäume, ein Hochhaus. Das Grau des Hochhauses wird gegen Mittag silberfarben, gegen Abend braun. Ich kann dasitzen und finde das schön. Die Sonne wärmt mein Gesicht. Die Stirn und die die Backenknochen sind am wärmsten. Der Wind streicht mir über die Schultern, den Hals und die Beine. Ich liege nackt im Bett. Ich versuche, nicht an dich zu denken. Ein Streifenwagen fährt vorbei, ich höre das Surren der Klimaanlage und schlafe irgendwann ein.
Meinung
Dieses Buch ist gerade einmal 90 Seiten stark, aber man braucht lange um es zu lesen. Denn Michael Stauffer erzählt hier total unzusammenhängend aus einem Leben. Ob es seines ist, oder das, eines imaginären Portagonisten ist nicht klar, dafür aber, dass es ein echtes Leben ist. Denn zu vielen Kleinigkeiten hat der Autor Fußnoten gesetzt, die weitere Geschichten, Erfahrungen und Emotionen schildern. Die erste Fußnote findet sich auf dem Cover, in über 90 Seiten finden sich 111 weitere Fußnoten.
Ganz ehrlich: Deswegen ist das Buch schwer zu lesen. Es gibt keinen roten Faden, die Erzählungen springen in die Kindheit, in der er Todesanzeigen für den Schönschreibunterricht kopierte, dann in seine Hassphase auf Schwäne und dann zu jenen Tagen, in denen er dreckig und verschwitzt auf dem Sofa liegt und der Klimaanlage zuhört. So langweilig das auch klingen mag - sofern man alles aufmerksam liest kann man nicht umher, sich auf die Lippen zu beissen. So mir geschehen, als ich im tribeka saß und manche zynischen Bemerkungen mir fast die Beherrschung, das Lachen zu unterdrücken, raubten.
Ich rate dazu dieses Buch zu kaufen. Einfach weil es so dünn ist. Und so ungewöhnlich. So seltsam. Und so gut.
Ganz ehrlich: Deswegen ist das Buch schwer zu lesen. Es gibt keinen roten Faden, die Erzählungen springen in die Kindheit, in der er Todesanzeigen für den Schönschreibunterricht kopierte, dann in seine Hassphase auf Schwäne und dann zu jenen Tagen, in denen er dreckig und verschwitzt auf dem Sofa liegt und der Klimaanlage zuhört. So langweilig das auch klingen mag - sofern man alles aufmerksam liest kann man nicht umher, sich auf die Lippen zu beissen. So mir geschehen, als ich im tribeka saß und manche zynischen Bemerkungen mir fast die Beherrschung, das Lachen zu unterdrücken, raubten.
Ich rate dazu dieses Buch zu kaufen. Einfach weil es so dünn ist. Und so ungewöhnlich. So seltsam. Und so gut.
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Am Dienstag traf ich mich wieder mit meinem Weihnachtsfeierfreund Jo im deli, den ich seit meiner Zeit in Amerika nicht mehr gesehen hatte. Also war das irgendwann im Frühling, und obwohl wir immerhin gewohnt waren alle 2 Wochen mindestens einmal auf einen Kaffee (oder bei mir Tee) zu gehen, hatten wir uns - seitdem ich wieder im Lande bin - nicht mehr getroffen.
Er ist immer noch der gleiche alte Sudernat, der Raunzer, der aber in seinen Nörglereien immer irgendwo etwas Wahres sagt. Die Dinge, die so sinnlos sind - aber trotzdem alle tun, weil sie ja so stylish sind.
Er erzählte mir auch etwas, was mich ein wenig stolz machte. Phil, ein ehemaliger Schulkollege von uns, fing nach der Matura nicht mit einem Studium an, sondern begann ein Koch-Lehre in Graz beim Eckstein, einem sehr renommierten Catering-Service. Vor kurzem hörte ich, dass er in Graz gekündigt habe, und nun nach Wien ziehe. Irgendwie wunderte mich das, war doch seine Anstellung dort mehr als nur durchschnittlich - sowohl vom Ansehen als auch (wahrscheinlich) von der Bezahlung. Des Pudels Kern ist aber so einfach wie erstaunlich: Phil fängt in Wien als Koch im Hotel Sacher an.
Er ist immer noch der gleiche alte Sudernat, der Raunzer, der aber in seinen Nörglereien immer irgendwo etwas Wahres sagt. Die Dinge, die so sinnlos sind - aber trotzdem alle tun, weil sie ja so stylish sind.
Er erzählte mir auch etwas, was mich ein wenig stolz machte. Phil, ein ehemaliger Schulkollege von uns, fing nach der Matura nicht mit einem Studium an, sondern begann ein Koch-Lehre in Graz beim Eckstein, einem sehr renommierten Catering-Service. Vor kurzem hörte ich, dass er in Graz gekündigt habe, und nun nach Wien ziehe. Irgendwie wunderte mich das, war doch seine Anstellung dort mehr als nur durchschnittlich - sowohl vom Ansehen als auch (wahrscheinlich) von der Bezahlung. Des Pudels Kern ist aber so einfach wie erstaunlich: Phil fängt in Wien als Koch im Hotel Sacher an.
Der leichte Nieselregen bildet eine schmierige Schicht auf der Straße, in der sich all das spiegelt, was tagsüber keine Bedeutung hat. Die Nutten in der Kärtnerstraße frieren, und warten zwischen all den Gebrauchtwarenhändlern und Bordellen. Die Kärntnerstraße besteht in Graz sowieso nur aus Gebrauchtwarenhändlern und Bordellen - trostlos. Eine der längsten Straßen der Welt, weil sie vielbefahren, einspurig und langweilig ist. Alles zieht sich in die Länge, wenn man auf diesem Weg die Stadt verlässt; oder in sie eintaucht.
Am Lendplatz ist die Bushaltestelle vollbesetzt, auch dort frieren die Menschen. In der Elisabethstraße stehen Horden von Teenagern und Jungstudenten umher und verabreden sich auf den nächsten Rausch. Oder springen mir fast vors Auto und finden das dann witzig. Graz ist in der Nacht seltsam, so wie wahrscheinlich alle Großstädte in der Nacht. Es ist weder schlechter noch besser, die Stadt wird einfach nur zu einer Partyszene und verkommt dann doch zu einem Moloch. Wenn man auch so viele Menschen feiern sieht, irgendwo kommt trotzdem noch die Trostlosigkeit durch.
Die Klimaanlage bringt mich ins schwitzen. Ich steige aus, ich treffe mich mit Kollegen von der Uni in meiner ehemaligen Stammbar, die vor der Übernahme durch einen neuen Pächter wesentlich besser war. Und leerer. Als ich die Türe öffne schlägt mir ein Gemisch aus schlechter Liveband und Gegröle entgegen; wider besseren Wissens betrete ich doch das Lokal. Ich sitze ganz hinten an der Bar neben den Toiletten mit dem Blick auf die gesamte Lokalität. Nichts entgeht mir, kein Schnaps, kein Gegröle und kein Rauschpatient, der an der Bar einschläft. Mein Tee wird kalt. Leute sehen mich seltsam an, weil ich an einem Vorabend zu einem freien Tag am Abend in einer Bar sitze und schwarzen Tee mit Milch trinke.
Langsam aber sicher wird es mir zuviel. Ich fahre ein Kollegin heim und suche mir einen Platz, wo ich noch ein wenig Zeit verbringen kann. Ich gehe zum Usi-Fest. Nach Minuten des Anstehens und drei Euro Eintritt verbringe ich keine 5 Minuten am Fest; alles zu voll, zu heiss, zu betrunken. Christina ruft an - sie fährt heim. Eigentlich wollte ich sie treffen, bevor sie wieder nach Hause aufbricht, aber die Privatfeier war für sie zu erfolgreich, als dass sie noch fortgehen würde. Eigentlich war das der Grund, weshalb ich überhaupt heute mit dem Auto nach Graz gefahren bin. Ich komme mir blöd vor.
Ich setze mich ins Auto und fahre heim. Vorbei an all den extrovertierten Erfolgstypen, den schönen Sportlern. Vorbei an all denen, die ich um ihr Leben beneide. Meines wird mir oft zu kompliziert. Mir gehen tausende Dinge durch den Kopf; warum bin ich überhaupt nach Graz gefahren? Geht sie mir aus dem Weg? Soll ich sie darauf ansprechen?
Ich weiß nicht, was gestern Abend war - aber ich weiß, dass alles anders verlaufen ist, als wie ich es geplant hatte. Aber wann tut es das nicht.
Am Lendplatz ist die Bushaltestelle vollbesetzt, auch dort frieren die Menschen. In der Elisabethstraße stehen Horden von Teenagern und Jungstudenten umher und verabreden sich auf den nächsten Rausch. Oder springen mir fast vors Auto und finden das dann witzig. Graz ist in der Nacht seltsam, so wie wahrscheinlich alle Großstädte in der Nacht. Es ist weder schlechter noch besser, die Stadt wird einfach nur zu einer Partyszene und verkommt dann doch zu einem Moloch. Wenn man auch so viele Menschen feiern sieht, irgendwo kommt trotzdem noch die Trostlosigkeit durch.
Die Klimaanlage bringt mich ins schwitzen. Ich steige aus, ich treffe mich mit Kollegen von der Uni in meiner ehemaligen Stammbar, die vor der Übernahme durch einen neuen Pächter wesentlich besser war. Und leerer. Als ich die Türe öffne schlägt mir ein Gemisch aus schlechter Liveband und Gegröle entgegen; wider besseren Wissens betrete ich doch das Lokal. Ich sitze ganz hinten an der Bar neben den Toiletten mit dem Blick auf die gesamte Lokalität. Nichts entgeht mir, kein Schnaps, kein Gegröle und kein Rauschpatient, der an der Bar einschläft. Mein Tee wird kalt. Leute sehen mich seltsam an, weil ich an einem Vorabend zu einem freien Tag am Abend in einer Bar sitze und schwarzen Tee mit Milch trinke.
Langsam aber sicher wird es mir zuviel. Ich fahre ein Kollegin heim und suche mir einen Platz, wo ich noch ein wenig Zeit verbringen kann. Ich gehe zum Usi-Fest. Nach Minuten des Anstehens und drei Euro Eintritt verbringe ich keine 5 Minuten am Fest; alles zu voll, zu heiss, zu betrunken. Christina ruft an - sie fährt heim. Eigentlich wollte ich sie treffen, bevor sie wieder nach Hause aufbricht, aber die Privatfeier war für sie zu erfolgreich, als dass sie noch fortgehen würde. Eigentlich war das der Grund, weshalb ich überhaupt heute mit dem Auto nach Graz gefahren bin. Ich komme mir blöd vor.
Ich setze mich ins Auto und fahre heim. Vorbei an all den extrovertierten Erfolgstypen, den schönen Sportlern. Vorbei an all denen, die ich um ihr Leben beneide. Meines wird mir oft zu kompliziert. Mir gehen tausende Dinge durch den Kopf; warum bin ich überhaupt nach Graz gefahren? Geht sie mir aus dem Weg? Soll ich sie darauf ansprechen?
Ich weiß nicht, was gestern Abend war - aber ich weiß, dass alles anders verlaufen ist, als wie ich es geplant hatte. Aber wann tut es das nicht.
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