Dienstag, 30. Oktober 2007

Tiramisu

Mein Weihnachtsfeierfreund hat mir eine sensationelle Geschichte erzählt, die er selbst in Graz miterlebt hat. Es geht darum, dass in einem billigen Cafe ein Kunde eine Portion Tiramisu bestellt hat, worauf dieses Gespräch zwischen den Kellnern entstand.
"Haben wir noch Tiramisu?"
"Ist doch egal. Nimm eine Topfenschnitte, steck ein paar Biskotten rein und streu Kakao drüber."

Trailer: I'm Not There



"I'm Not There": Ein Film über Bob Dylan. (via)

Montag, 29. Oktober 2007

SMS-Ansätze

Wieso muss ich 4 SMS anfangen zu schreiben, um schlussendlich eine Nachricht abzuschicken?

Wochenstart im tribeka

Wochenstart im tribeka

Neben mir ein Pärchen, dass sich über den überteuerten Eintritt des Kosheen-Konzerts aufregt, gegenüber eine Studentin Mitte 20, die mir öfters zulächelt, und rechts neben mir eine Gruppe an Studenten, die mit Textmarker bewaffnet sich durch etwa 60 Seiten frischkopierten Skriptenblätter arbeitet.
Es ist Zeit eine Tradition einzuführen, einen angenehmen Wochenstart. Es ist entspannend, in einem unbesetzten Cafe zu sitzen, sich die Leute anzusehen, die Wochenendsbeilage zu lesen und einfach nichts zu tun. Den Montag langsam beginnen lassen. Die langen Artikel der Sonntagsbeilage lesen. Und Tee mit Milch aus einer grossen Tasse trinken.
Es ist amüsant die Montagmorgen-Gespräche diverser Leute mitanzuhören. Saufgeschichten, Dreiecksbeziehungen und Stress - die totale Auswahl aller Themen, die man sich nur vorstellen kann.
Dafür war ich ziemlich grantig, denn ich bekam heute eine Prüfung zurück, die mit einem 3er benotet wurde - ich war hatte zwar das beste Ergebnis, trotzdem bin ich mit dem Ergebnis unzufrieden. Vielleicht werde ich ein Austauschfach belegen, oder Einspruch einlegen. Aber es wird etwas passieren.

Und ich habe noch einen Grund in die Woche zu starten: Christina. Leider hat sie ganz andere Vorlesungszeiten als ich, zudem kommt noch, dass sie auf der (normalen) Karl-Franzens Universität und ich auf der Technischen Universität. Diese beiden Universitäten sind leider weit auseinander, weshalb ein Treffen immer langer Vorplanung bedarf.
Trotzdem, nach den Abenden und dem Konzert mit ihr letzter Woche gibt es nicht mehr viele Dinge, die mich die ganze Zeit beschäftigen. Eigentlich gibt es derzeit nur eine Person, die mich beschäftigt.

Streifen des Grazer Stadtparks #2

Grazer Stadtpark in Streifen #4

Lebensstil

Neulich vor dem Kosheen-Konzert.
"Ich trinke nicht. Und ich rauche nicht. Ich gehe auch nicht lange fort und lebe sowieso nach christlichen Regeln. Dafür lüge ich aber wie gedruckt."

Sonntag, 28. Oktober 2007

Streifen der Grazer Altstadt

Grazer Altstadt in Streifen #1 Grazer Altstadt in Streifen #2
Grazer Altstadt in Streifen #3 Grazer Altstadt in Streifen #4

Lob

Übrigens: Ich bin gestern von einem flüchtigen Bekannten lobend auf meinen Blog angesprochen worden. Dass Leute den Blog lesen und es ihnen gefällt freut mich.

Freitag, 26. Oktober 2007

Geschichte des Snowboardens in 2 Minuten


In den Ohren

Ich hab mich in dir verlaufen,
wollte unverfroren
deine Haare zerraufen.
Hab den Halt verloren,
jetzt lieg ich dir in den Ohren

aus Wir Sind Helden - "Labyrinth"

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Streifen des Grazer Stadtparks

Grazer Stadtpark in Streifen #2 Grazer Stadtpark in Streifen #1 Grazer Stadtpark in Streifen #3

Mittwoch, 24. Oktober 2007

So ein Pech

Ich wollte gestern mit der bezaubernden Christina zu einem Konzert gehen, dass aber abgesagt wurde. Und ich habe mich geärgert, bis zu geht nicht mehr. Verdammt. Heute wird aber in Wien gespielt, mal sehen ob das auch abgesagt wurde oder nicht. Wenn nicht, werde ich mich einfach nach Wien aufmachen... mit ihr.

Montag, 22. Oktober 2007

MP3-Tipp: Maximo Park - "Books From Boxes"



Es ist kalt und der Wind pfeift mir ins Gesicht, und obwohl das derzeitige Wetter keinen Grund gibt, schlendere ich grundzufrieden durch die Stadt und nichts macht mich fertig. Das Lied ist so angenehm, umbedingt anhören.

MP3: Maximo Park - "Books From Boxes"

(via Central Village)

Zurück im tribeka

Zurück im tribeka

Ich hatte ja geschrieben, dass mir das tribeka eigentlich nicht so sehr gefällt. Trotzdem war ich heute wieder dort, einfach deswegen weil es gemütlich ist und zwischendurch allein ein Tee mit Milch und eine Zeitung einfach Balsam für die Seele sind. Und es ist ein Nichtrauchercafé.
Heute ging ich um 8:00 in das kleinere tribeka in der Technikerstraße. Die Kellnerin, die anscheinend einen Muffin aß, entschuldigte sich gleich bei mir, denn sie fragte mich noch mit vollem Mund ob ich den Tee für hier oder "to go" haben wollte. Nachdem sie noch etwas verschlafen aussah und sich ihr Frühstück anscheinend auf diesen Muffin beschränkte konnte man ihr nicht böse sein.
Ich saß da, und während ich den Standart las, konnte ich beobachten, wie sich das Cafe langsam aber sicher zu einem Viertel füllte. Es war noch immer eine Morgenstimmung zu spüren, denn es war weder voll noch unterhielten sich die Leute lautstark, es war vielmehr das ruhige Gefühl langsam in die neue Arbeitswoche hinein zu gleiten.
Gegenüber am anderen Ende des Raumes saß ein junges Paar, dass obwohl beide nur ihre Augen in den Zeitungen verloren hatten, immer wieder kurz aufblickten, einen Schluck Kaffee nahmen, sich anlächelten und weiter die Zeitung studierten. Dieses Ritual mutete seltsam an, aber wirkte mehr als nur vertraut.
Einige Minuten nachdem ich mich hingesetzt hatte, kam ein älterer Herr, 60 und sportlich in das Kaffee und setzte sich zwei Tische links neben mich. Er las auch Zeitung, und nach etwa 15 Minuten tauchte eine Dame gleichen Alters auf, die sich an den Tische zwischen ihm und mir setzte. Die beiden fingen an zu reden und hätte ich meine Brille abgesetzt - ich hätte gedacht, dass dort zwei Jugendlich miteinander flirten.
Etwas weiter vorne saßen zwei (schätzungsweise Architektur-)Studenten, die wie das junge Paar in Zeitungen vertieft waren, sich es aber nicht nehmen ließen ohne Augenkontakt eine Diskussion zu führen. Beiderseitig konzentriert - sowohl auf Zeitung als auch auf Diskussion.
Ich für meinen Teil entspannte mich, plante meinen Tag und ließ einfach nur den Tag ruhig beginnen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Video-Tipp: Wir Sind Helden - "Wenn Es Passiert" (Unplugged @ FM4)


Samstag, 20. Oktober 2007

Streifen aus Geidorf (Graz)

Graz in Streifen #1 Geidorf in Streifen #2 Geidorf in Streifen #3

Freitag, 19. Oktober 2007

Feier oder nicht Feier?

Ich bin heute zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, zwei Bekannte von der Uni feiern. Eine davon ist jene, die bei Ancona auf meinem Road-Trip besuchte. Ich würde gerne hingehen - oder besser gesagt: Ich werde hingehen. Nur weiss ich nicht, ob das die beste Idee ist, denn ich bekomme derzeit alle 3 Minuten Hustenanfälle und muss mir durchgehend die Nase putzen. Gesund bin ich nun doch nicht...

tribeka

Tee mit Milch im tribeka

Es ist ein typisches Lokal für Graz. Also für die Studentenstadt Graz: das tribeka. Eines dieser typischen gestylten Coffeeshops, nach amerikanischem Vorbild. Nicht, dass ich jetzt etwas dagegen hätte, denn ich kann mich mit gratis W-LAN anfreunden, und der Kaffee, Tee und die anderen Sachen sind auch nicht von schlechten Eltern. Aber es sind so Kleinigkeiten: Es gibt Bagles, und diese Abart eines Getreideproduktes ist ja grundauf scheußlich. Stattdessen wäre mir ein Ciabatta mit Mozzarella und Tomaten ja viel lieber.
Genauso finde ich es seltsam, dass so wenige junge, urbane Erfolgstypen (wie sich insbesonders die BWL-Studenten gern geben) richtige Kaffee trinken - also einen Espresso oder einen Verlängerten. Stattdessen gibt es einen doppelten Latte Macchiato mit fettarmer Milch, Karamelsirup und Zimtpuder. Was bleibt da vom Kaffeegeschmack denn bitte noch übrig - das ist kein Kaffee, sondern ein Getränk, mit dem man die Rest vom Weinachtsgebäck los wird.

Ich habe mich heute zum Mittag aber wiedereinmal dorthin begeben, denn leider verpasste ich wiedereinmal meinen Zug und konnte eine gute Stunde warten. Toll.
Glücklich mit meinem schwarzen Tee mit Milch saß ich im ersten Stock, an einem dieser miniaturisierten Kaffeetische und las Zeitung - immer aufpassend, dass ich nicht meine Teetasse vom Tisch stieß. Und was soll ich sagen: Es war richtig erheiternd die Menschen um mich herum zu beobachten.
Links neben mir saß ein Rockabilly, etwa Anfang 20, der sich mit der Kleinen Zeitung auf Wohnungssuche machte. Es schien, dass das seine erste Suche war, denn er stellte sich mehr als dämlich an. Wenn ich bei einem Vermieter nach einer Wohnung fragen würde wären meine ersten Fragen niemals "Kann man in der Wohnung auch laute Parties feiern?" oder "Ist der Boden leicht zu säubern?".
Rechts vor mir saßen zwei Mädchen, schätzungsweise im letzten Jahr ihrer Schulkarriere oder im ersten ihrer Studienphase. Ein paar Ohrhörer teilend mit zwei Kaffee-Abartigkeiten saßen sie vor einem neuen Laptop und sahen sich Filme auf YouTube an. Störte eigentlich nicht, denn sie hörten ja über Kopfhörer - dafür vergaßen sie ihre Lautstärke und lachten, dass sich jedesmal das gesamte Lokal zu ihnen umdrehte. Ob sie jetzt andere, männliche Jungstudenten auf sich aufmerksam machen wollten, ob sie für eine Konzertkreischerei übten oder einfach nur die Anwesenden auf ihren neuen Laptop aufmerksam machen wollten blieb mir verschlossen. Absonderlich war das Gespann trotzdem.
Dafür gab es links gegenüber eine Gruppe aus 6 Mädchen, die (wie ich hören konnte) allesamt Erstsemestrige waren. Zwei studierten BWL, und waren auch die Prototypen jener Studentinnenart: Modisch akzentuiert gekleidet, samt passenden Accessoires. Eine hatte sogar den Luxus einer Louis-Vuitton-Taschen, aber ich verwette meine drei Vornamen darauf, dass es eine am Strand erworbene "echte" Version ist. Daneben saß Soziologie (Mädchen mit Arafat-Halstuch), Jus (edel, aber unauffällig gekleidetes Mädchen), Medizin (BWL-Studentin in Basis-Version) und eine, die ich nicht zuordnen konnte. Könnte Psychologie gewesen sein, denn sie sprach einer der BWL-Studentinnen, die sich beschwerte innerhalb von 2 Wochen 35 Seiten lernen zu müssen, beruhigend zu.
Das ist etwas was ich liebe, Studiengänge anhand des Aussehens zu erraten. Gut Stereotypen sind nicht wirklich vorteilhaft im Leben, aber von irgendwem kommen die auch her. Zum Beispiel erkennt man auf der Technischen Universität die Architekten: Ausschließlich Umhängetaschen und avantgardistischer Kleidungsstil. Und es gilt die Grundregel, je bleicher jemand ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Informatikstudenten vor sich hat - der sich an regelmäßigen Dates mit Heidi Klum auf seinem Bildschirmschoner freut.
Ja, ich halte mich gerne an Sterotypen. Es ist nicht schlimm, dass es sie gibt - es ist viel schlimmer, dass sie viel zu oft passen. Und viele, viele Leute zu auswechselbaren Kleidungsfüllungen machen.
Wüsste dafür aber gerne für was mich die anderen Leute halten. Geschichte? Pädagogik? Theologie?

Übrigens: 2,40 Euro für einen schwarzen Tee ist am oberen Limit. So gut war der Tee auch nicht.

Mädchen in der Klasse

Ein 11 Jahre alter Bursche, in Hemd und Burlington-Pullover steht am Bahnsteig und telefoniert (wahrscheinlich) mit seiner Mutter.
"Wir haben jetzt 23 Mädchen in der Klasse, aber nur 4 Buben."
[Antwort übers Telefon]
"Ja, weil die Mädchen alle stinken und nicht so schön sind wie du."
Entweder der Junge wird möglichst bald erwachsen und kommt in einen Mutter-Abnabelungsprozess oder er wird Friseur. Oder Geliebter von Wolfgang Joop."

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Gegenüber, ein Sitz

Der Sitz gegenüber

Montag, 15. Oktober 2007

Begrenzung

Meine seltsamen Fähigkeiten sind doch begrenzt, jetzt habe ich nicht einmal das hinbekommen. Die Beziehung der Beiden ist wieder zu Ende, diesmal scheinen sie aber nicht so deprimiert. Vielleicht haben ja beide gehofft, dass es anders werden würde, aber zum Schluss doch gesehen, dass der Lauf der Zeit es einfach nicht gut mit ihnen meint.

Die Zukunft des Schalls

Habe ich sowohl bei Franzi als auch bei Jeriko gefunden - einen zynischen Text über die Zukunft der Musik und der Musikindustrie, und wie schlimm es werden könnte. Und auch wenn man darüber lacht, irgendwie sind da schon wahre Punkte dran.

Streifen aus dem Zug

Zug in Streifen #3 Zug in Streifen #1 Zug in Streifen #2

Sonntag, 14. Oktober 2007

Video-Tipp: Snow Patrol - "Chasing Cars"


Mittwoch, 10. Oktober 2007

Streifen der alten Technik

Alte Technik in Streifen

If I Lay Here

If I lay here,
if I just lay here;
would you lie with me
and just forget the world?

aus: Snow Patrol - "Chasing Cars"

Zum Tee

Es gibt Dinge, die sollte man nicht aussprechen, auch wenn sie stimmen. Jetzt nicht, weil es eine verschrobene Meinung ist oder weil es andere Menschen vor den Kopf stossen könnte - nein, es geht um Dinge, die wahr sind und doch unglaublich obszön klingen.
Ich sitze in eine Cafe und trinke, weil ich noch einiges vorhabe, einen schwarzen Tee mit Milch. Mache ich ja oft, ist auch nichts neues. Dazu gibt es ja immer diese mit Schokolade umhüllten Mandeln. Sind ja auch gut. Diese kleinen Mandeln in diesen kleinen Verpackungen. Ich mache also die Packung auf und siehe da: Ich habe zwei Mandeln.
Aber warum habe ich bloss ohne nachzudenken gesagt, was ich mir in diesem Moment gedacht habe.

"He, schaut her: Ich habe zwei Nüsse."

Zum Glück nimmt man das ja heutzutage nicht mehr so verstockt auf, ich bekam nur von meinem Gegenüber zu hören: "Du, du hast einen Bart. War schon längst an der Zeit, dass du in die Pubertät kommst und dir zwei Eier wachsen."

Dienstag, 9. Oktober 2007

Streifen aus Leibnitz

Bahnhof in Streifen #3 Leibnitz in Streifen #2 Leibnitz in Streifen #1

Los Gehts

Da fängt das ganze nun schneller an als gedacht. Eine Vorlesungsprüfung, die bis jetzt immer mündlich abzulegen war, wurde nun dank der Studienplanumstellung auf schriftlich geändert. Und der übernächste Termin ist erst im Januar - viel zu spät. Der nächste aber am Donnerstag Nachmittag, was jetzt bedeutet, dass mir 30 Stunden bleiben, um chemische und technologische Aspekte von Eisen, Stahl und Buntmetallen in den Kopf zu stopfen. Mal sehen wie erfolgreich das ausgehen wird.

Streifen vom Grazer Bahnhof

Bahnhof in Streifen #2 Bahnhof in Streifen #1

Montag, 8. Oktober 2007

Mehr als gedacht

Irgendwie macht mir das mehr Gedanken, als ich zuerst gedacht hatte. Ich saß doch seit 17:00 vor dem Fernseher und lies mir so einiges durch den Kopf gehen. Mal sehen was die nächsten Tage bringen.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Wie Perlen

"Frauen sind wie Perlen: Sie sind mit Fassung zu tragen."
Ein Freund

Video-Tipp: Zucchero - "Baila Morena"

Früher, schon länger her, konnte ich mir kein italienisches Lied anhören. Irgendwie war das nichts für mich. Aber inzwischen bin ich auf den Geschmack gekommen. Eines meiner liebsten italienischen Stücke ist dieses hier.


2 Tage Unterwegs

Auch wenn mir dieses Wochenende etwas widerfahren ist, auf das ich gerne verzichten würde, war es doch ein Spass. Am Freitag Abend mit einer Pokerrunde ein bisschen durch die dunklen Gassen gezogen und am Samstag eher unerwartet ein paar alte Gesichter getroffen und ebenso die Nacht zum Tage gemacht.

Sitzend im Habana Pokerchips Puntigamer Dinge aus meinen Taschen Der Pokertisch Geld Aschenbecher deli

Freitag, 5. Oktober 2007

Buch-Kritik: "Uni-Lust"



Info

Titel: Uni Lust
Autor: Diverse Autoren
Genre: Essay-Sammlung
Verlag: AUDIMAX Verlag GmbH
Veröffentlichung: August 2003
ISBN-Nr: 3980897109 bzw. 978-3980897105
Seiten: 182


Meinung

Dieses Buch ist wohl eines der Bücher, von denen ich mir nie gedacht hätte, dass ich sie mir kaufen würde. Wäre da nicht ein besonderer Grund.
Es ist jetzt schon länger her, da ließ mich meine bessere Hälfte allein stehen. Und zwar wirklich allein. Ich konnte zum Glück auf einen guten Freund zurückgreifen, Chemo, der mir durch diese Zeit durchhalf, egal wie bekümmert ich in Ecken hockte oder egal wie stark der Rausch war. Ganz ist es zwar bis heute nicht vorbei, doch lernt man mit solchen Narben zu leben. Sie verändern einen, man wächst mit und erkennt, dass es das wert war.

Nun, sie las in der Zeit, in der wir zusammen waren, genau dieses Buch. Und sagte mir oft, wie schön doch diese Geschichten sein. Voller Ernsthaftigkeit und Trauer, voller Leid und doch mit soviel Leben. Nun, es stimmt. Die Essays in diesem Buch sind etwa 4 bis 6 Seiten lang, in denen diverse Studenten von gescheiterten Beziehungen erzählen. Oder wie man sich aus solchen Situationen rettet. Allein das hätte mich stutzig machen sollen, dass sie in einer Beziehung ein Buch las, in dem es nur über das Ende von Beziehungen geht.
Die Geschichten sind gut geschrieben, sofern man es von Laien-Autoren erwarten kann, und doch irgendwie banal. Das Leid an sich bleibt von Geschichte zu Geschichte das Gleiche, die Erlebnisse und Erfahrungen der Personen ändern sich und werfen auf die gesamte Gefühlswelt immer einen eigenen Schatten. Sei es nun, ob er aus der einen Story hintergangen wurde oder ob sie aus einem anderen Essay nicht mehr in ihr altes Cafe zurückfindet.
Ja, es ist banal. Aber genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Wenn ich nun zurückdenke war meine Situation genauso banal, alleingelassen und irgendwie verstört - und das wegen dem Ende einer normalen Beziehung. Aber dass so etwas einfaches sich nicht einfach erklären lässt, so wie ich es sonst mache, macht das Erlebte viel intensiver.
Ich denke mir, dass ich vor dieser Situation, in der ich damals war, diesen Geschichten sicherlich nicht einmal ansatzweise eine Emotion hätte entnehmen können. Nun, was soll ich sagen? Trocken betrachtet besteht das Buch eben aus 40 reinen Herzschmerz-Geschichten, die von Studenten geschrieben wurden, die einen Autorenwettbewerb gewonnen hatten. Für ernsthafte Personen kann ich das Buch nicht empfehlen - war sich aber eingesteht, dass ein wenig Kitsch nicht verwerflich ist, sollte den Kauf in Betracht ziehen.


Bewertung




Links

Nachtrag: Die Geschichten sind anscheinend qualitativ geordnet. Vor fangen die wirklich guten an und sie bauen mit der Zeit ab. Im letzten Drittel, das ich jetzt erst fertiggelesen habe, sind die Erzählungen nicht mit denen der ersten Seiten zu vergleichen.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Wenn man schon dran glauben muss

Die österreichische Tageszeitung Die Presse hat am Samstag einen sensationellen und sicherlich auch kontroversen Essay von Robert Menasse mit dem Titel "Wenn man schon dran glauben muss" veröffentlicht. Zentraler Punkt dieses Schriftstücks ist die Frage nach der Säkularisierung unserer Gesellschaft oder der Schaffung einer Ersatzreligion. Man soll sich die Zeit nehmen und den einfach lesen, und dabei denke ich nicht nur an meine Leser - sofern es sie gibt - sondern auch an Ratzinger, Papst Benedikt XVI. Der sollte den Essay auch lesen. Wirklich.

Dienstag, 2. Oktober 2007

MP3-Tipp: Feist - "My Moon My Man"


Ohne viele Worte zu verschwenden. Bei einem der letzten Tipps habe ich Feist erwähnt, und ich glaube, dass ich noch nichts von ihr gebracht habe. Dieses Lied sollte man sich aml anhören. Hat was.

MP3: Feist - "My Moon My Man"

(via The Canals)

Abendvorlesung

Die erste Abendvorlesung meines Lebens. Und zwar wirklich Abendvorlesung. Ich hatte zwar oft Labore, bei denen ich bis 10 Uhr im Labor stand - dafür war das alles selbsteinzuteilende Arbeit. Konnte schon einmal sein, dass ich um 6:30 anfing, oder eben erst um 10 heim ging. Ist ja nichts schlimmes, man ist ja flexibel.
Aber ich habe ehrlichgesagt keine Lust, dass, wenn die Sonne untergegangen ist, ich jemandem zuhören soll - vorrausgesetzt ich sitze jetzt nicht in einer Bar und habe ein Schönheit vor mir. Kann alles nichts.

Noch mehr Probleme

Die Umstellung des Studienplans macht mehr Probleme als erwartet. Denn es gibt jetzt ein wesentlich vielfältigeres Angebot an Laborkursen, was ja eigentlich nicht so schlecht ist. Leider stehen aber all diese einzelnen Kurse in der großen Äquivalenzliste für Pflichtfächer des auslaufenden Diplomstudiums "Technische Chemie". Leider war ich schon so ambitioniert und habe fast alle alten Pflichtfächer abgeschlossen, was mir nun verbietet, die neuen, gleichwertigen Laborfächer zu belegen.
Ich sitze jetzt seit mehr als einer Stunde vor dem PC und suche nach interessanten und für mich möglichen Fächern, und ich bin inziwschen grantig. Wirklich grantig. So habe ich mir meinen Semesterstart nicht vorgestellt.

Montag, 1. Oktober 2007

Altes Eisen

Es ist wieder soweit - es beginnt das neue Semester. Zumindestens hier in Österreich, denn hier beginnt (fast) jede Uni das reguläre Wintersemester am 1. Oktober.
Es gab kein Wintersemester, das ich so unorganisiert begonnen habe, wie dieses. Das ist jetzt nicht alleine meine Schuld, es kommt nämlich dazu, dass ich jetzt im zweiten und letzten Abschnitts (und Studienjahres) meines Studiums bin und über die Sommerferien wurde mein Studium eingestellt. Ich kann es nun zwar immer noch vollenden, nur mit gleichwertigen und neuen Ersatzvorlesungen und -übungen. Diese Umstellung erfolgte im Zuge eines Kooperationsprojektes zwischen der klassischen Grazer Uni und der Technischen Uni - und im Zuge dieses Projektes kennt sich genau niemand mehr aus. Und es fehlt natürlich auch die Liste der Äquivalenzfächer. Nicht einmal der Studiendekan kann Auskunft geben, also heißt es warten und hoffen, dass die gewählten Fächer für mein Studium gültig sind.

Dafür hatte der heutige Tag wieder einmal seine Vorteile. Nämlich die, dass man erkennt, dass man zum alten Eisen gehört. Und das ist nicht im geringsten negativ gemeint. Es geht viel mehr darum, dass man selbst zu den bekannten Gesichtern gehört. Ich komme wieder auf die Uni, man begrüßt sich, Professoren und Studenten freuen sich, sich wiederzusehen und eigentlich ist alles okay.
Das stellt ja nicht den Höhepunkt da: In all dieses Semstern verbessert man seine Menschenkenntnis und inzwischen braucht man nur noch eine Bewegung sehen und man erkennt, ob der Studierende vor einem ein Erstsemestriger ist oder nicht. Es ist einfach erheiternd, wenn man all diese verlorenen Seelen herumirren sieht und gefragt wird "Wo ist denn bitte der Hörsaal 017?". Es erinnert einen an die Zeiten, in denen man selbst so neu und grün hinter den Ohren war, in denen man Raumpläne und Stundenlisten brauchte. Ich kann mich noch daran erinnern, wie verloren ich mich auf der Uni fühlte, und das schon bevor ich dort zum ersten Mal ankam. Weil ich auf dem Weg zur Uni fragen musste, welche Straßenbahnlinie dort überhaupt hinführen würde.
Nun ist alles anders. Das Ende naht, das Studium hat all den Schrecken verloren und ich gehe gerne ins Labor. Es ist einfach Routine.