tothproducds and boardersparadiser - Trailer

Der Sommer ist verschwunden, Herbst kommt und somit auch die Vorfreude auf Schnee. Auf Pisten. Und auf Tage, an denen ich meinen Lieblingssport ausüben kann - Snowboarden. Zur Einstimmung gibt es gleich einmal einen Snowboard-Film.


Auf Spuren der Jugend

Ich rang mich heute zu einem größeren Spaziergang mit meinem jüngeren Hund durch. Also ein richtiger Spaziergang, zu dem man erst einmal aus der Stadt herausfahren muss, um dann quer über Feldwege, frühnasse Wiesen und Auen wandern zu können. Mich verschlug es in den Osten vonLeibnitz, nach Leitring und Hasendorf, westlich der Mur. Und dort überkam mich eine Erinnerung an eine Party, die sehr weit in meiner Vergangenheit liegt, genauer gesagt in der 9. Schulstufe, damals im Gymnasium.

Es war der 30. April und wir wollten eine Party veranstalten. An sich ja kein Problem, denn der erste Mai ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag und somit auch schulfrei. Wir waren alle zwar nicht alt aber reif genug, um zu feiern und zu Guter letzt hatte Martin auch noch Geburtstag. Das einzige Problem, das sich einstellte, war, dass sein Vater ihm kurzfristig verbot zu Hause zu feiern. Im Endeffekt war das jetzt nicht direkt ein Problem, denn wir waren jung, wild, aufgeschlossen und für alles bereit. Auch bereit dafür, mitten in einem gottverlassenen Waldstück mit Isomatten und Wolldecken zu feiern und zu schlafen.
Ich traf mich also per Rad am späteren Nachmittag wie verabredet mit nderen Leuten am Retzhof, einem Veranstaltungs- und Seminarzentrum am Rande der Leibnitzer Mur-Au. Martin führte uns darauf über größere und immer kleiner werdende Wege, die am Ende nur noch aus Traktorspuren und Pfützen bestanden, an eine kleine Lichtung, mitten im Nirgendwo. Fernab aller Autogeräusche und Straßenlichter. Mein Rad hatte durch Dreck und Schlamm 5 Kilogramm zugenommen. Meine Füße waren dank meines Optimismus nicht dreckig, ich hatte nur eine kostenlose Fango-Packung in meinen Schuhen.
Wie zu erwarten machten wir es uns in dieser kleinen Lichtung - sofern man es Lichtung nennen konnte, es war gerade mal ein Kreis von 5 Metern Durchmesser, in dem kein Baum oder Gestrüpp stand - gemütlich und nahmen unterschiedlichste alkoholische Erfrischungen in unterschiedlichsten Mengen zu uns. Die Sonne ging unter und es tat sich das erste Problem auf: Niemand hatte an eine Taschenlampe gedacht, was uns aber, da wir größtenteils Raucher (Feuerzeuge machen auch Licht) und auch schon leicht illuminiert waren, nicht weiter störte.
Es trafen später weitere Bekannte ein, wie sie den Weg mitten in der Nacht gefunden hatten bleibt mir bis heute ein Rätsel. Die Müdigkeit überkam mich, machte aber noch keine Anstalten mich hinzulegen. Nein, ich fasste sogar den schlauen Entschluss die Flasche Appelton Estate zu öffnen.
Es war etwa Mitternacht, als sich vier Bekannte aufmachten um nach Hause zu gehen - besser gesagt drei gingen und einer wurde geschleift. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie brauchten, um wieder in besiedeltes und zivilisiertes Gebiet zu kommen und auf diesbezügliche Fragen Tage später in der Schule antworteten sie mit Schulterzucken und einem Gesichtsausdruck, der auf anstrengende Erfahrungen deutet.
Irgendwann gegen zwei Uhr Früh sagte dann Conni, dass sie abgeholt werden würde - und zwar beim Retzhof, der etwa 35 Minuten (nüchtern) entfernt liegt. Phil war sofort so charmant und höflich sie zu begleiten, aber nicht ohne mich zu fragen, ob ich sie denn auch begleiten würde - schließlich wollte Phil nicht alleine wieder zurückgehen. So bereiteten wir uns vor: Conni packte ihre sieben Sachen zusammen, was bei uns verbannte Daumen durch langes Leuchten mit dem Feuerzeug verursachte. In diesen Momenten merkt man erst, wie wertvoll eine Taschenlampe ist. Ich, schlau und mehr als illuminiert wie ich war, stellte Proviant auf: In die linke Seitentasche meiner Shorts kam die Flasche Appelton Estate und in die rechte Tasche eine Flasche Martini Bianco. So gingen wir guter Dinge zum Retzhof und wir fanden den Weg - weniger recht als schlecht. Dort warteten bereits die Eltern von Conni und wir sahen dem fortfahrenden Auto nach; aus Scham oder Angst oder einfach nur aus Trunkenheit hatten wir uns nämlich in der Dunkelheit vor ihren Eltern in einem Gebüsch versteckt. Ja, so waren wir Kinder nun einmal.
So saßen Phil und ich in aller Ruhe neben dem Retzhof in einem Busch, tranken Appelton Estate pur aus der Flasche und redeten über Gott und die Welt.
Doch mit der Zeit wurde uns kalt und das Sodbrennen im Magen half auch nicht um uns aufzuwärmen. "Gehen wir zurück, ich kenne den Weg" meinte Phil - und obwohl ich zu jenem Zeitpunkt schon den Zenit der Illumination längst überschritten hatte, hängt mir der Satz bis heute nach. Er kennt den Weg...

Vogelzwitschern. Taunasser Boden. Ein Ast in meinem Ohr und ein noch größerer Ast kommt meinen Oberschenkel hoch zu jenem Punkt, den ich nicht mit rauher Rinde bearbeitet haben wollte. Schlamm im Haar, Schlamm im T-Shirt, Schlamm in der Hose. Nasse Schuhe.
Ich wachte auf und fühlte mich als wäre etwas gröber schief gegangen, denn die Erinnerungsfunktion meines Hirns hatte aus unerklärlichen Gründen ihren Geist aufgegeben.
Um alles aufzuklären erzählte mir Phil, was nach unserem Antritt zur Rückreise ans Partyzentrum geschehen war. Er, der sich so sicher war, dass er den Weg kannte führte mich und teilte sich mit mir die Flasche Rum. Wobei er anmerkte, dass teilen nur euphemistisch zu sehen war - schließlich bekam er einen Schluck Rum, während ich vier nahm. Die Flasche Rum neigte sich dem Ende zu und ich begann mich an der FlascheMartini Bianco zu laben. Was unter anderem ein Grund ist, weshalb ich für etwa 5 Jahre keinen Martini-Cocktail mehr trinken konnte.
Zu jenem Zeitpunkt hatte ich längst jeglichen Orientierungssinn verloren und verließ mich angeblich nur noch auf Phils Sinn. Grundsätzlich fand er ja die richtige Richtung wie er am nächsten Morgen meinte, "Hauptsache weg vom Licht in die Dunkelheit". Na Bravo. Da waren also wir zwei Rauschkugeln und versuchten zurückzufinden. Querfeldein, durch Maisäcker und Gestrüpp, über kleine Rinnsale und größere Bäche. Phil fand den Weg nicht mehr, wir standen einmal vor der Autobahn und einmal vor der Mur, wie er erzählte. Er meinte damals, der Rückweg hätte knapp 90 Minuten gedauert und wie wir ankamen waren wir keine Schüler mehr, sondern getarnte Elitesoldaten. Zumindest der Farbe unserer Kleidung und unserer Haut zufolge.
Der Rest war angeblich simpel. Wir kamen zu unserer Pseudo-Lichtung zurück, legten uns auf die Isomatten und schliefen nach ein paar Schlucken diverser Schlafgetränke den Schlaf der Gerechten.
Ich stand also in der Früh auf, sofern das eben noch ging. Der Schädel brummte und meine Aufwärtsbewegung war schätz-o-metrisch nicht schneller als 5 cm/min – mehr war nicht zu bewerkstelligen. Wir machten uns bereit, in die Zivilisation zurückzukehren. Um dem Kater effektiv zu begegnen teilten Phil und ich uns eine Flasche weissen Eristoff - mit dem Effekt, dass der Kater schneller weg war, als Schäubles Freiheitsgedanken auf einer Sicherheitskonferenz. Dafür kamen wir nicht in die Restrauschphase, sondern blieben im Delirium stecken.
Der Weg ins traute Heim kam mir länger vor, als alles andere, an das ich mich erinnern kann. Ich schob mein Rad nach Hause, die dreckigen Decken auf dem Gepäcksträger und zog eine Spur aus Schlamm und eine Wolke aus leichtentzündlichen Alkoholdämpfen hinter mir her. Am Hauptplatz in Leibnitz wusch ich mich kurz, zum Erstaunen aller dort Anwesenden. Bis heute bin ich der Meinung, dass ich dort eine erbärmliche Figur abgab. Schlussendlich zwar ich zu Hause - mit einer leeren Vodka-Flasche - und wusch mein Rad mit dem Gartenschlauch, wusch meine Isomatten mit dem Gartenschlauch und wusch mich selbst auch mit dem Gartenschlauch. Warum auch nicht, sämtlich Sinne waren mir schon Stunden vorher abhanden gekommen, unterkühlt wie ich war spürte ich die Kälte des Wassers nicht, und ging ins Haus. Ein Dusche, gefühlte, heiße 25°C war noch nötig und ich legte mich ins Bett.
Das allerletzte was mir von diesem Abend blieb, war etwas, was ich erst am nächsten Tag bemerkte. Scheinbar war der große Ast, der in meiner Bermuda steckte nicht unbelebt, sondern ein Domizil für Zecken. So musste ich 3 Zecken entfernen - und die gehen ja am liebsten dort hin, wo es warm und verschwitzt ist. Mehr brauche ich wohl nicht zu erzählen.
Das Resümee ist, dass ich von Borillose verschont blieb aber nicht von Folgen wie Schnupfen, Heiserkeit und Gliederschmerzen. Hin und wieder treffe ich ehemalige Klassenkameraden und immer wieder erinnern wir uns an diese Feier. Wir lachen und wir stauen über all das, was wir an diesem Abend erlebt hatten - und doch bleibt uns eine Gewissheit: Trotz all der schönen Erinnerungen würden wir uns heute nie wieder auf so eine erbärmliche Feier einlassen.

Zurück in die Gegenwart: Ich fand den Platz heute beim Spaziergang mit dem Hund nicht, ehrlich gesagt nehme ich auch nicht an, dass ich ihn je wiederfinden könnte. Es liegt einfach schon so lange zurück, dass all die Erinnerungen schon sehr entfernt und verschwommen sind.
Trotzdem: Der Spaziergang, etwa knappe 3 Stunden lang, war inspirierend. Ich dachte an mehr Dinge, als sie mir sonst in meiner freien Zeit einfallen und außerdem kann man in der gottverlassenen Au so laut singen wie man will, denn der einzige, der einen hört, ist der Hund und der stört sich nicht dran. Einen schwarzen Tee mit Milch im Deli rundeten dann dieses Ausflug noch ab - ich glaube, das werde ich Zukunft wiederholen.

Und man findet schöne Fotomotive.

Herbstbeginn an der Mur Sali in der Au Springkraut-Blüte Feld & Flur Südsteirische Mur-Au Hydrant - Detail Panorama von Hasendorf Autobahnbrücke über die Mur Graffiti Flavia Solva Tee im Deli

Neues im Reader

Ich kann mich jetzt nicht mehr genau daran erinnern, aber ich habe gestern bei irgendeinem Blog einen Link zu einem anderen Blog angeklickt und bin auf eben diesen gestossen. Bei diesen Beiträgen denke ich mir, dass es fast schade ist, dass ich soviel Musik mit meinem MP3-Player höre. Sonst würde ich sicherlich auch diese seltsamen Gespräche mitbekommen.

MP3-Tipp: Nina Simone - "Sinnerman"



Ich bin ja ein begeisteter Scubs-Seher und vor kurzem sah ich eine Episode aus der ersten Staffel. "My Personal Jesus" hieß die Episode, die mich einerseits nicht nur wegen dem an Depeche Mode erinnernden Titel erfreut, sondern auch wegen einem Lied: Sinnerman von Nina Simone. Das Lied kenne ich eigentlich schon sehr sehr lange, und das werden die meisten Leser auch so sehen.
Dem Namen nach kenne ich das Lied erst seit kurzem, und genau deswegen höre ich es in den letzten Tagen. Durchgehend.

MP3: Nina Simone - "Sinnerman"

(via aural fitness)

Sie ist weg

Mir fällt gerade auf: Sie ist weg. Meine Halskette, die ich mir vor einem Jahr in Siofog gekauft habe. Sie ist weg. Gut, sie hatte schon das dritte von mir eingezogene Gummiband und war schon etwas kaputt - aber ich habe sie heute Abend in der Turnhalle beim Volleyballtraining vergessen. Ich muss mir schleunigst eine neue Kette suchen, denn ohne bin ich nicht ich.

MP3-Tipp: The Smiths - "Still Ill"



Eines dieser Lieder, dass ich in meiner Zeit in Amerika irgendwie gefunden habe. Das ist bei verdammt vielen Liedern so, ich habe selten noch eine Ahnung, wie ich dieses Lieder, die ich liebe, kennengelernt habe - aber ich kann sie nicht vergessen und sie verlassen nie meine Gedanken. Genauso wie bei bezaubernden Frauen.

MP3: The Smiths - "Still Ill" (John Peel Sessions)
(via Dead Flowers)

MP3: The Smiths - "Still Ill" (Live)
(via Information Leafblower Dot Com)

MP3: The Smiths - "Still Ill"
(Live version from the bootleg "Thank Your Lucky Stars" recorded at the Universal Amphitheater August 26, 1986 in Los Angeles, CA.)
(via 24 Hour Party Popper)



Auf der Jagd

Ich habe ja zwei Hunde - oder besser gesagt wir haben zwei Hunde. Mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter teilen sich die beiden. Eigentlich sollte nach dem Tod des ersten Hundes - und das war meiner, und ich wollte keinen weiteren - nur ein Hund ins Haus; aber über zwanzig Ecken bekamen wir die erste, Bailey. Dieser Hund - eigentlich Hündin - war verwahrlost vom Amtstierarzt dem vorhergehenden Besitzer abgenommen und in unsere Obhut übergeben worden. Ein liebes Tier, ein wenig verstört aber trotzdem anhänglich und gutmütig. Ein paar Wochen später kam dann Sali, die im Dezember 2006 geboren wurde, zu uns. Wir hatten schon zugesichert, den Hund bei uns aufzunehmen und wollten keinen Rückzieher machen. So weit - so gut.
Sali ist jetzt gerade etwa 10 Monate alt - und (mir) viel zu aktiv. Bin ein ruhiger Mensch geworden, ich habe meinen Hund viel ruhiger in Erinnerung, kann mich aber auch täuschen. Es wäre nicht da erste Mal, dass ich die Vergangenheit verklärt sehe.

Egal. Ich gehe heute, wie zweimal in der Woche üblich, zum Volleyballtraining. Runden laufen, einwerfen, einspielen... doch dann steht mein Bruder in der Umkleidekabine und ruft mir zu, ich solle mit nach Hause kommen. Die Hunde seien weg. Und zwar ganz weg, aus dem Haus und auch vom Grundstück verschwunden. Na toll.
Also gehe ich schnell nach Hause, setzt mich ins Auto und fahre los - die Hunde suchen. Eigentlich keine schwierige Aufgabe in einer Stadt. Leibnitz ist aber keine Stadt und hier gibt es überall Wäldchen, Auen, hohe Wiesen und noch soviel Natur, wo man Hunde kaum entdecken kann. Also beginnt eine Odyssee. Ich fahre zum Bahnhof, weiter über den Hauptplatz und dann in Richtung Fluss. Von dort den Auweg entlang, immer mit 30 km/h und die Augen auf das hohe Gras gerichtet. Nur lässt sich kein Hund entdecken.
Auf meiner Suche begegne ich meinem Bruder dreimal im Auto - er hat nichts entdeckt. Dem Auto meiner Mutter begegne ich nicht, zumindestens ein Vorteil. Nicht nur, dass Muttern in solchen Situationen nicht nur alle Nerven verliert, sie sucht auch woanders. Was schonmal gut ist, denn so können wir mehr abdecken.

Nach etwa 20 Minuten - und das sind in Leibnitz drei Stadtrunden - finde ich beide Hunde. Sali wie sie hin und wieder auf dem Gehsteig und auf der Fahrbahn umhertigert und alles untersucht und beschnüffelt. Und Bailey, die ganz gemütlich und ruhig auf dem Gehweg dem Jungspund hinterhertrottet. Und sogar Zebrastreifen benutzt - schlauer Hund.
Naja, das Ende der Geschichte ist, dass die Hunde wieder eingefangen sind, beide noch jeweils 4 Pfoten haben und sich alle Familienmitglieder beruhigt haben. Auf meinen ersten Vorschlag, das Gartentürchen offen zu lassen, weil die Hunde sowieso wiederkommen würden, haben aber Bruder und Mutter zuerst verstört reagiert. Wollte ich nur noch anmerken.

MP3-Tipp: Björk - "Bachelorette"



Björk war eine meiner ersten - wenn nicht die erste von allen - Musikleidenschaften. Relativ gleichzeitig mit Prodigy, was grundsätzlich nicht zusammenpasst, aber sich wunderbar ergänzt. Die wilde Partymusik und die ruhigen Klänge. Ergänzt sich wirklich perfekt.
Um aber nicht ganz abzuweichen, das erste Album, dass ich mir damals kaufte, war Homogenic - wohl auch das bekannteste Album von Björk. Als Lied Nummer 4 - die Tracklist ist eine der wenigen, die ich auswendig kenne - findet man "Bachelorette", wofür es auch den Grammy für das beste Musikvideo gab.

MP3: Björk - "Bachelorette"

(via The Yellow Stereo)

Neue Bücher

Meine letzte Amazon-Bestellung ist heute angekommen. Und ich weiss gar nicht, mit was ich eigentlich beginnen soll. Schließlich ist was seriöses dabei, aber auch Billiggeschichten für meine Zugfahrten.
Mal sehen, welche Bücher gut sind, und welche ich mir einfach nur so bestellt habe. Zumindestens kenne ich den Herrn Lehmann vom Film, und der verspricht schon viel. Und Night Train sagt mir nur der Titel etwas, denn zu dem dazugehörendem Hörspiel hat Tom Waits die Musik geschrieben. Apropos Tom Waits: Der Titel des ersten Buches heisst vollständig "I promise when the sun comes up; I promise, I'll be true. So singt Tom Waits - Ich will auch Sänger werden."
Warum habe ich bloss dieses Buch bestellt? Für die Lösung dieses schweren Rätsels gibt es von mir etwas.

Wo bleibt die Abwechslung?

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende eher ruhig angehen. Ohne Alkohol und ohne irgendwelche besonderen Exzesse. Und das habe ich auch wunderbar geschafft - rückblickend ist das Wochenende aber irgendwie langweilig geworden.
Nachdem ich am Freitag eigentlich den ganzen Tag mit Aufräumen und ein wenig Gartenarbeit verbracht hatte, schlief ich irgendwann auf dem Sofa ein. Samstag gestaltete sich nicht anders, das einzig besondere, was ich da tat, war die Hundetreppe zu reparieren. Also diese Treppe, mit der die Hunde aus dem Kofferraum aus- und einsteigen können, ohne sich durch Sprünge die Gelenke zu ruinieren. Und was kam dann: Chemo kam vorbei und wir sahen uns "Kiss Kiss Bang Bang" an und dann ging er fort mit einer seiner Bekannten. Und ich ging am Samstag Abend ins Habana und saß an der Theke. Mit Zigaretten, einem schwarzen Tee mit Milch und einem Kreuzworträtsel.
Eigentlich ist es irrelevant, was heute geschah, denn es war diese Situation, die ich in letzter Zeit mehr und mehr schätze. Samstag Abends nicht immer nur Feiern, ruhige Abende verbringen. Und am nächsten Tag problemlos aufstehen zu können ist auch angenehm.

Road-Trip #3

Am Mittwoch, den 5. September, wachte ich also wieder einmal auf meinem Fahrersitz in der Principessa auf. Der White Beauty. Es ist ja eigentlich schon sehr verschroben, wenn man einen Namen für sein Auto hat. Ich habe zwei. Eigentlich habe ich ja zwei Namen für mein Auto, da ich ihm immer gut zureden muss - denn auf den ersten Blick wundert man sich nur, warum dieses Auto überhaupt noch fährt. Und hier fängt eigentlich unsere Geschichte an.
Am vorhergehenden Abend saß ich also mit meinem Reisebegleiter und Mitstudenten irgendwo an einer Bergstrasse in der Cinque Terre und trank Bier. Corona. Wir hatten das Tagesziel hinter uns gebracht und einen kleinen Parkplatz angesteuert. Angesteuert ist gut gesagt, ich sah ihn in einer Kurve gesehen und bremste einfach nur hinein. Und wir sind relativ gut zu stehen gekommen, ohne einen der dort stehenden Bäume zu berühren. Danach jedenfalls sahen wir, dass das ein Kriegesdenkmal war und so setzten wir uns zu diesem Denkmal, mit dem Blick auf mein Auto, hin und tranken unser Bier. Genau in dieser Situation kamen mir die Worte aus, an die ich mich wohl lange erinnern werde.

"Es ist ein Wunder, dass mein Auto überhaupt noch fährt."

Chemo, mein Begleiter war natürlich gleich geschockt, ich hätte damit nun das vorzeitige Ende unserer Reise heraufbeschworen, da mein Auto augenblicklich in alle Einzelteile zerfallen würde, just wie ich diesen Satz zu Ende gesprochen hatte. Natürlich war dem nicht so, und nach ein 3 Bieren gingen wir schlafen. Am nächsten Morgen folgte das obligatorische Zähneputzen aus der Mineralwasserflasche, sowie die Erkenntnis: "Du hast eine Reifenpanne". Anscheinend hatte ich bei der zügigen Anfahrt in unsere Nachtstation einen spitzen Fels übersehen, der Antipathie zu meinem Hinterreifen hegte.
Gut, es ist ja nicht so, dass ich keinen Reifen wechseln könnte. Natürlich kann ich das. Mache ich regelmäßig einmal im Frühling und einmal im Winter. Ein größeres Problem stellt der Ersatzreifen dar, denn das war nur ein Notreifen. Etwa ein handbreit breit, und viel zu wenig Luft. Ja, ich weiß, in der Fahrschule wird einem oft gesagt, man sollte den Reifendruck des Notreifens überprüfen. Aber wer zum Henker macht das denn? Wer stellt sich denn wirklich zur Tankstelle und prüft den Reifendruck des Notreifens. Niemand! Auch ich nicht.
Mit geschätzten 0,7 bar fuhren wir also los, und die letzte Entscheidung, wieder ein Totalservice bei meinem Auto samt Mobilitätsgarantie durchzuführen war ein Lichtblick. Doch der Mann, der beim österreichischen Pannenservice antwortete, konnte mir nicht sagen, wo die nächste VW-Werkstätte hinter Andora sei. Er rufe zurück, meinte er lapidar - und legte auf. So fragte sich Chemo mit seinem exorbitanten italienischen Wortschatz nach der nächsten VW-Werkstätte durch und eine österreichische Rezeptionistin erklärte es ihm. In einigen Kilometern, in Albenga.
In Albenga angekommen fanden wir nun zuerst die VW-Karosseriewerstätte, dann auch die VW-Servicestation - doch weder die einen noch die anderen konnten uns helfen. Doch einer meinte, dass wir dort hinten, hinter allen Hallen und am Ende aller Wege eine kleine Reifenwerkstatt finden würden. Und genau diese Werkstatt flickte uns dann unseren Reifen in nur 10 Minuten - echte Qualitätsarbeit.

So abgesichert fuhren wir weiter - bis zu einem schönen Strandabschnitt bei der Grotta del amore. Am Strand wurde wieder einmal geschlafen - soweit es mich anging und im nächsten Supermarkt deckten wir uns mit Baguette und Käse ein.
Mit dem anbrechenden Abend ging es weiter in die nächste größere Stadt: Genua. Die Fahrt in Genua war für mich ein Spass - links und rechts, ein wenig Hupen und ein wenig Fluchen. Italienisches Autofahren ist ein Spass - für mich jedenfalls. Man muss sich nur trauen, alle anderen Autofahrer schauen von selbst.
In Genua sahen wir uns diverse Dinge an, eine schöne Kirche, einen alten Tempel und natürlich auch das Hofbräuhaus. Gegen späteren Abend brachen wir aus Genua wieder auf und ich wollte Kilometer gutmachen - was mich dazu anspornte fast 100 Kilometer noch zu fahren, bevor wir uns schlafen legen sollten. Chemo trank in jener Zeit seinen Weißwein - denn er vertrug die Bergstrassen gepaart mit meiner Fahrweise nicht.
Irgendwo mitten im Nirgendwo machten wir wieder Rast, nachdem er den ersten Parkplatz, den ich ausgewählt hatte, als schlecht ablehnte. Und den ersten Parkplatz, den er ausgewählt hatte, sich neben einer Autobahn befand.
Dort gab es dann die restlichen Coronas und ein bisschen Schlaf am Fahrersitz.

Bisheriger Reiseverlauf: Montag - Dienstag

Video-Tipp: KT Tunstall - "Saving My Face"

Nachdem ich vor kurzem ja schon von KT TUnstall "I Want You Back" enmpfohlen habe, habe ich mir gleich das neue Album Drastic Fantastic zugelegt und ich bin nicht enttäuscht worden. Ganz gute Musik.
Ich habe zwar noch nicht das gesamte Album durchgehört, aber dafür habe ich schon ein gutes Schmankerl entdeckt. Eigentlich sollte das ja ein MP3-Tipp werden, aber ich habe nirgends dieses Lied hochgeladenerweise gefunden. Und da ich keinen Webspace habe, muss ich wohl wieder auf YouTube ausweichen...


Police-Konzert

Auf dem Weg zum Police-Konzert Police - Live in der Wiener Stadthalle Police samt Videowall 2 Eintrittskarte zum Police-Konzert

Bin gespannt....

Ich bin gespannt. Was ich denn heute sehen werde? Vielleicht, das oder auch das. Aber ich würde mich genauso über das. Aber egal, ich freue mich auf alles, aber ich werde enttäuscht sein, wenn ich das nicht sehe:


Ich gehe zum Police-Konzert in die Wiener Stadthalle.

Maiskörner

"Da Woaz is hia tiafa ols bei uns."
"Is jo kloa, die grobn die Keandl a tiafa ein."

So geschehen auf der Heimfahrt von einem Buschenschank - und für alle, die dem Steirischen nicht mächtig sind kommt auch gleich die Übersetzung.

"Der Mais wächst hier tiefer als bei uns."
"Ist ja klar, die graben die (Saat-)Körner auch tiefer ein."

Road-Trip #2

Am Dienstag, den 4. September wachte ich auf, mitten im Nachtlager in Nizza. Mein Freund Chemo fuhr dann nach Cannes, wo wir das Festivalpalais sahen und in einer Trafik nach einer Poststelle für Briefmarken fragen. So frei mit schlechtem Französisch gemischt mit ein bisschen Englisch "Where - le post? Le direction?". Die Frau war aber freundlich genug um einfach nur zu sagen "Die Strasse 100 Meter hinunter auf der linken Seite". Mitten in Cannes eine Wienerin.
Es ging dann weiter nach Theoule-sur-mer, dem Geheimtipp der Tourismusbranche. Interessant war es auch deswegen, weil ich den Ort nach dem Finger-auf-die-Karte-System ausgesucht hatte. Aber er war schön, auch wenn man keine Tintenfische in Mistkübel werfen durfte. Der Nachmittag dort war recht schön - soweit ich ihn erlebte, denn ich schlief eigentlich 90% der Zeit am Strand. Was sich aber auch die folgenden Tage nicht ändern sollte, das wurde sozusagen zu meiner traditionellen Strandbeschäftigung.

Nach Theoule-sur-mer ging es über Cannes und Nizza nach Monaco. Davor war noch ein kleiner Stop eingebaut, für ein Abendessen mit Baguette und Philadelphia bei einem kleinen Parkplatz mit schöner Aussicht. In Monaco wollte ich dann mit meinem klappernden und rostigen Golf Kombi eine Runde vor dem Casino drehen - leider war das aber abgesperrt. Zugang nur für Ferrari, Bently oder Rolls Royce - und mit dem kann ich einfach nicht dienen.
Nach einer Runde durch Monte Carlo ging es ein paar Bergstrassen hinauf und runter und zum Schluss gab es ein ruhigeres Nachlager. Direkt neben einem Kriegerdenkmal. Hatte mich aber nicht gestört, denn ich war mit meinem 6er-Tragerl Corona sehr abgelenkt.

Und ich habe auch etwas an diesem Tag gelernt. Wer interessiert sich schon für Johnny Depp?

Bisheriger Reiseverlauf: Montag

Geschenke

Ganz seltsame Dinge gehen mit mir vor - aber das ist auch deswegen so, weil ich älter werde. Ich brauche einfach manchmal länger als 24 Stunden um wieder fit und nüchtern zu werden. Ich bin am Sonntag zum wegwerfen. Und ich bekomme andere Geschenke, wenn überhaupt. 2 Geschenke waren unter anderem Konzertkarten, einmal für "Police" und einmal für "Die Ärzte" mit Chemo, meinem Freund vom Road-Trip. Ärzte ist so irgendwo mein Schicksal, denn das dürfte jetzt das fünfte Konzert der Ärzte sein, das ich sehen werde. Ein Spass. Und sonst? Ein Gutschein von meinem Bruder und seiner Ex-Freundin für Hilfeleistungen zu meinem bevorstehenden Umzug. Und Geld von Teilen der Familie natürlich.
Der Volleyballverein hat mir nichts geschenkt, und das war auch das, was ich mir gewünscht hatte. Einerseits einfach nur ein bisschen beim Essen und Trinken des gestrigen Abends mitzahlen und andererseits auch natürlich anwesend sind. Anwesendheit von Freunden ist doch das schönste, oder?

Video-Tipp: Peter Sarstedt - "Where Do You Go To (My Lovely)"

Da waren sogar noch meine Eltern jung - und das war 1969.


Nächster Geburtstag

Mal sehen, ich habe zwar nicht heute Geburtstag, aber dafür geht es heute zu meiner Geburtstagsfeier. In einen Buschenschank natürlich, den ich zwar spät, aber dennoch reservieren konnte. Nun bin ich gespannt, wie das ganze ablaufen wird - bin ich immer noch ein Partymensch oder eher einer der gemütlicheren Sorte. So wie das letzte Jahr.

George W. Bush hat neue Pläne

Die Kamera ist zurück

Endlich. Die Digitalkamera, die in Amerika ihren Geist aufgegeben hatte, ist wieder da. Ich war in Wien - zusammen mit meinem Großvater, der derzeit auf Besuch ist. Viel Zeit zum Reden über alles und noch mehr. Auch wenn die Ansichten in vielen Dingen auseinandergehen, es war ein schöner Ausflug. Er wollte noch in Museen gehen, aber leider hatte ich keine Zeit - und auch keine Lust. Das Reden während der Heimfahrt wieder war wesentlich besser als jedes Museum.

Warum

Warum kann man sich schlecht fühlen, auch wenn man weiß, dass man das Richtige getan hat?

Video-Tipp: The Smiths - "Still Ill (John Peel)"


Persönlicher Fluch

Es ist, so glaube ich, mein persönlicher Fluch. Es kommt immer und immer wieder und immer genau dann, wenn ich kurz vor wichtigen Ereignissen stehe. Die Fieberblase. Wobei Blase ein Beispiel für pures Understatement ist - Herpes verunstaltet jedes mal mehr als 25% meiner Lippen. Es geht viel zu schnell, denn ich fühle nie ein Kribbeln - so wie man es in der Zovirax-Werbung immer hört.
Von Zovirax habe ich sowieso genug. Einerseits benutze ich Aciclovir nur mit wesentlich billigeren Generika, und außerdem halte ich den Wirkstoff für das bestverkaufte Placebo aller Zeiten. Denn es wirkt einfach nicht. Ich bekam in Amerika einen Fieberblase, was die Ansprechbarkeit in Bars doch merklich reduziert. Vor meiner Amerikareise bekam ich eine Fieberblase, genau zu jenem Zeitpunkt, als ich ein neues Passfoto für meinen Reisepass brauchte. Ich bekam eine Fieberblase vor Fasching und eine nach Silvester (wobei es mich gewundert hätte, wenn nach Silvester nicht auf meinen Lippen geblüht hätte).
Und so geht es mir jedes Mal und jetzt habe ich wieder eine. Verdammt. Es gibt verbesserte Prodrugs von Aciclovir - was mir aber nichts nützt, denn sie sind zu teuer. Ich war sogar schon beim Apotheker meines Vertrauens und fragte dort nach Aciclovir-Tabletten. Natürlich gibt es solche, und die sind wesentlich hochkonzentrierter. Und teurer - sofern es nicht die Krankenkasse übernimmt. Dafür braucht man aber mindestens Herpes Zoster. Und das habe ich nicht, worauf ich aber auch gnädig verzichte.
Derzeit schmiere ich einen Mix aus Aciclovir-Creme, Melissen-Salbei-Schießmichtot-Naturheilcreme und einem Breitbandantibiotikum. Ich sollte einen Behandlungsratgeber über diese verunstaltenden Viren schreiben.

So blöd

Ich komme gerade aus Graz, weil ich einerseits ein wiedereröffnetes Lokal als auch eine gute Freundin besucht habe - und ich war in einer Polizeikontrolle. An sich ja nichts schlimmes, aber ich war heute mit dem Auto meines Bruders unterwegs, da meines den langen Roadtrip ja nicht unbeschadet überstanden hat und nun in der Werkstatt ist. Und was passiert mir nun, da ich mit einem fremden Auto unterwegs bin? Was passiert mir, was mir in meinem Auto nie passiert?
Eine Polizeikontrolle.
An sich ja nichts schlimmes, da ich nichts getrunken hatte. Trotzdem etwas verwirrend, da ich keine Ahnung habe, wo er seinen KFZ-Zulassungsschein versteckt, wo man seinen Erste-Hilfe-Kasten findet, wo das Warndreieck klemmt und vor der Warnweste will ich ja gar nicht reden.
Also, klemme ich neben den beiden Polizisten, die mir freundlicher Weise das Auto mit ihren Taschenlampen ausleuchten, das Handy an den Hals und rufe meinen Bruder an. Der Zulassungsschein war schnell gefunden, in einem Spezialfach im Handschuhfach. Bei der Suche nach den anderen Dinge zog ich diverse Sachen aus den Untiefen des Autos - alte Boxershorts, eine Packung Feuchttücher, einen alten Handbesen und unter andere noch den Erste-Hilfe-Kasten. Das Warndreieck war schon schwieriger, dafür ging es an den Kofferraum. Zwei leere Bierdosen, eine Rolle Klopapier und eine undichte Flasche Motoröl waren zu beseitigen, bis ich ans Warndreieck gelangte.
Bei der Warnweste gaben die Polizisten dann freundlicher Weise auf und ließen mich weiterfahren. Die ist ja in Österreich Pflicht - und mein Bruder hatte sie gestern gerade verborgt. An wen auch immer, vielleicht an einen Minderwertigkeitskomplex-Typen, der Aufmerksamkeit braucht. Auf jeden Fall ist es gut ausgegangen.
Ausserdem muss ich noch von einer ungarischen Beatbox berichten, der ich heute nach zugehört habe. Weltklasse. Wirklich weltklasse.

Kino-Kritiken

Mir fällt gerade wieder etwas ein: Ich war seit Monaten zwar immer wieder im Kino, habe aber seit dem selben Zeitraum keine Kinokritiken mehr geschrieben. Ja wo führt denn das hin, fast schon in die Anarchie. Da muss etwas dagegen gemacht werden.
Oceans 13 hab ich noch vor meinem Amerika-Aufenthalt gesehen und ich muss ehrlich sagen, dass er mir gut gefallen hat. Al Pacino hat in dem Film mehr oder minder brilliert, aber ich will damit nicht sagen, dass die Oceans-Reihe schlecht sei. Nein, der dritte Teil ist genauso wie der erste: Unterhaltsam und gutes Kinohandwerk. Gerade das richtige für einen faulen Abend vor dem Fernseher. Aber zu wenig für eine Kauf-DVD - sofern es nicht eine Trilogie-Sammelbox ist.
Der erste Film in Amerika war Live Free Or Die Hard. Und so etwas von schlecht. Wirklich schlecht. Ja, es gab hin und wieder ein paar gute Sprüche und damit wären wir am Ende. Stirb Langsam hat mir früher deswegen gefallen, weil es zwar Action ist - aber nicht so extrem abgehoben. Da gab es keine Kampfflugzeuge mit denen John McClane gekämpft hat. Und es gab auch keine Typen die aus Hubschraubern fallen und dann wieder aufstehen. Oder von Maschendrahtzäunen wegkatapultiert werden und dann wieder aufstehen. Ich könne diese Liste fortsetzen, aber ihr wisst sicher worauf ich hinaus will. Stirb Langsam 4 ist einfach zu groß geworden. Und deswegen auch so schlecht.
Dann kam Simpsons - The Movie. Und mir hat er gefallen, denn sonst hätte ich jetzt wohl kaum den Spiderpig-Klingelton auf meinem Handy. Und ja, ich weiß, des Nachts werde ich mir 14-jährigen verwechselt. Der Film war gut, war lustig, hatte eine Simpsons-typische Handlung... aber es war kein Simpsons-Film, denn hin und wieder hat man viel zu deutlich gemerkt, dass dieser Film im Computer entstanden ist, insbesonders bei den Panorama- und Kamerafahrt-Szenen. Er war gut, hat sich aber nicht wie die Simpsons angefühlt.
I Now Pronounce You Chuck And Larry war dann dran - und der Film war sowas von genial. Auch weil ich ihn in Amerika mit meiner bolivianischen Begleitung angesehen habe. Stumpfsinnig und blöd - aber genau die richtige Komödie um eine Frau auszuführen und einfach nur zu lachen. Filmtechnisch gesehen aber trotzdem scheiße.
Irgendwann kam dann auch noch Spiderman 3 und Harry Potter 5 angesehen. Spiderman 3 gehört für mich zu einem der schlechtesten Filme aller Zeiten und zwar wirklich schlecht. Sehr schlecht. Ich glaube, es würde dem lateinischen Alphabet schmerzen, wenn ich diesen Film beschreiben müsste. Aber Thomas Haden Church hat mit gefallen.
Harry Potter 5 war halt ein Harry Potter Film - etwas düsterer als der Letzte aber auch nichts Besonderes. Mehr was für Fans oder solche die es noch werden wollen, aber in dieser Sache ist es wohl für mich zu spät.
In Boston, nahe zum Fenway-Park, hab ich mir Das Bourne Ultimatum angesehen. Nichts besser als das. Ich habe ein Faible für die ersten beiden Teile und der ist auch wunderbar. Direkte Action, nicht zu übertrieben, europäische Schauplätze, schnelle Schnitte, viele Detaileinstellungen - ich könnte mich in diese Spielfilmserie verlieben, aber ich glaube das geht nicht. Es ist nämlich schon längst passiert. Manchen gefällt der Film nicht, weil er ihnen zu schnell ist, aber genau das mag ich daran. Unbedingt ansehen. Wirklich.
Beim Rückflug nach Österreich hatte ich die Chance, im Boardfernsehen auch ein paar Filme zu sehen. Born To Be Wild ist ja so was von langweilig und fad. Und erst schlecht synchronisiert, weswegen ich ihn mir gleich auf Englisch angesehen habe. Und er war trotzdem fad, die einzige Situation, bei der ich Lächeln musste war, als Rutger Hauer als einsamer Biker auftritt. Passt irgendwie.
Dafür sah ich auch Die Eisprinzen - und der Film ist so bescheuert, dass ich wirklich 90 Minuten fast durchgehend gelacht habe. Ich stehe einfach auch solche Filme, so wie "Super Troopers" oder noch besser "Old School". Und ich stehe auch Will Ferrell. Für Freunde der seichten Unterhaltung ist das ein Geheimtipp.
Der letzte Film bei diesem 3-Stunden Flug war The Number 23. Guter Anfang, gutes Potential. Jim Carrey spielt so wunderbar, aber seit dem zweiten Durchbruch von Bill Murray mit "Lost In Translation" wissen wir doch alle, dass Komiker auch ernste Rollen spielen können. Aber trotz all dieser guten Leistungen und des guten Einstiegs - der Film endet schwach. Aber der Szene mit der Treppe ist der Film absehbar und einfach nur schlecht. Und ich war enttäuscht, denn hier hätte der Film erst richtig auftrumpfen können.
Ach ja, beim Hinflug sah ich Mitten Ins Herz - und wer auf der Wikipedia die Zusammenfassung liest wird meine Meinung schon kennen.

So, ich hoffe, dass ich jetzt alle Film aufgearbeitet habe. Jetzt kann ich wieder ins Kino gehen.

Road-Trip #1

Also, eine kurze Zusammenfassung des Road-Trips:
Ich startete am 3.September um 11:30 in Richtung Nizza, und wir kamen am Abend noch in Nizza an, nach etwa 1100 Kilometern Autofahrt - und das, obwohl nicht immer alles optimal ausgeschildert war. Das war auch der Grund, weshalb sich die Fahrtdistanz um 100 Kilometer vergrößerte - ein kleiner Ausflug in den Süden (wo doch das Ziel im Westen liegt) war auch drin.
Die Nacht verbrachte ich zuerst mit ein paar Gössern am Strand von Nizza und dann in einem 15°C klimatisierten McDonalds. Den Rest der Nacht in unserem Nachtquartier was sich in einer Durchzugsstraße von Nizza befand.
Zur Information: Der Road-Trip war so geplant, dass Chemo und ich nur im Auto schliefen.

Zurückhaltung

Es mag ja Leute geben, die sich Unhöfliches denken. Aber schlimmer sind Leute, die sich Unhöfliches denken und gleich darauf sagen - obwohl sie es ja nicht böse meinen. Trotzdem kann das zu seltsamen Situationen führen, wie in Camerano bei meinem Roadtrip. In dieses Örtchen kamen wir, da einen Bekannte von der Uni dort einen Sprachkurs macht. Zusammen mit Spasskanonen, wie einem salzburger Ehepaar, das miteinander 130 Jahre auf die Waage bringt. Und mein Freund - nennen wir ihn Chemo, denn er studiert mit mir Chemie - fragt dort beim Weinfest ganz direkt und offen folgende Frage.

"Wieso lernen sie am Ende Ihres Lebens eigentlich noch eine neue Sprache?"

Dieser Moment war mir peinlich.

Ich bin zurück

Nach 7 Tagen, 2900 Kilometern, Nächten im Auto, einer kaputten Auto-Batterie und einem Reifenschaden bin ich wieder zu Hause - näheres folgt in den kommenden Tagen.

Bin wieder weg...

Es werden Fotos kommen! Warum? Naja, das ist wohl mehr als klar - ich bin ab morgen mit einem Freund wieder auf Achse. Zusammen mit der White Beauty (mein rostiges Auto) fahren wir in mediterrane Gefilde. Auf dem Plan stehen Monaco, Cannes, Nizza, Genua und Ancona. Die ersten vier werden besucht, da sie relativ nah beieinander liegen - und am Wochenende geht es nach Ancona, dort gibt es ein Rotwein-Festival. Da muss ich hin.

Video-Tipp: KT Tunstall - "I Want You Back"

Ich hatte von diesem Lied schon gehört, bevor ich nach Amerika aufbrach, aber ich konnte es mir jetzt erst zum ersten Mal anhören. Und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Nicht nur, dass KT Tunstall eigentlich eine begnadete Sängerin ist, die ich gerne noch vor Feist aufzähle, sondern auch weil dieses Lied eine Liveaufnahme aus der französischen TV-Show "Taratara" ist, in der sie allein das Lied nur mit Loops aufführte. Weltklasse.



MP3: KT Tunstall - "I Want You Back"

Fotos aus Montreal und Boston

In einem Park in Boston Werbeschild in Montreal In der Bostoner Altstadt
Am Mont Royal in Montreal 2 In einem Park in Montreal 2 In einem Park in Montreal

Geburtstagsfeier

Gestern gab es (wiedereinmal) eine Geburtstagsfeier bei einem Buschenschank, und ich war Fahrer. An sich nicht schlimm, denn es gibt Leute, mit denen kann ich nicht feiern, wenn ich nicht auch etwas getrunken habe. Aber es gibt auch solche, mit denen es auch angenehm zu feiern ist, wenn ich nüchtern bin und die anderen betrunken sind. Wie es gestern auch der Fall war.
Ich trank dann erst in der Stadt ein paar Getränke (Cuba Libre und Radler), da ich dort das Auto stehen lassen konnte. Trotzdem war es wie zu erwarten: Ich war der allerletzte Überlebende der Geburtstagsrunde, alle anderen gaben schon früher auf.
Einzig und allein von gestern hängt mir nach, dass ich jemanden seit Amerika wiedergetroffen habe und alles was ich sagte - so ehrlich es auch gemeint war - schien auf Unverständnis zu treffen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das der Alkohol war oder die bittere Wahrheit, doch als ich nach Hause kam konnte ich trotz eines leichten Rausches für mehr als eine Stunde einfach nicht schlafen. Und jedes Mal, als das Handy seltsame Geräusche neben meinen Boxen machte hoffte ich auf einen Anruf. Mal sehen, was sich herausstellt.

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