Freitag, 30. November 2007
Religiöser Engstirnigkeit
Ich habe heute mit jemandem auf der Uni über den aktuellen Fall an religiöser Engstirnigkeit, dieses Mal im Sudan geredet. Und ich fand es schön, dass ich zu hören bekam, dass Christen sich niemals so bescheuert verhalten würden.
Familiärer Rahmen
Wir werden immer weniger, jedenfalls in den Vorlesungen. Gerade unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der auf der KF Uni ein geisteswissenschaftliches Fach studiert und dort sitzen in einer Vorlesung immer mindestens 50 Leute. Wenn ich einmal rekapituliere: Am Dienstag waren wir 4, am Mittwoch einmal 5 und einmal 4, am Donnerstag 2 und heute saßen bei der Radiochemie-Vorlesung auch gerade einmal 3 Hanseln im Hörsaal. Richtig familiärer Rahmen.
Donnerstag, 29. November 2007
Nicht schon wieder
Müde legt sich mein Kopf an das kalte Fenster des Zuges. Ich sehe wie es leicht anläuft. Die Vibration stören vorerst, aber die Müdigkeit überdeckt alle störenden Einflüsse auf den Körper. Neben mir sitzen zwei Mädls aus einem Gymnasium auf dem Heimweg, ich höre sie nicht. Ich höre nur meine Musik. Ich schließe die Augen Der Zug hält. Der Zug fährt an. Der Zug hält und fährt wieder weiter. Wo ich bin kann ich nicht sagen, die Augen habe ich schon eine halbe Ewigkeit geschlossen. Die Lieder sind schwer, jedes Öffnen der Augen wäre eine Anstrengung und es heute nicht wert.
Ich wache auf. Langsam, aber doch erkenne ich wieder alles. Ich sehe aus dem Fenster und erkenne die VW-Werkstatt in Leibnitz. Ich realisiere, dass die Werkstatt hinter dem Bahnhof liegt - ich habe wieder einmal den Bahnhof verpennt.
Ich wache auf. Langsam, aber doch erkenne ich wieder alles. Ich sehe aus dem Fenster und erkenne die VW-Werkstatt in Leibnitz. Ich realisiere, dass die Werkstatt hinter dem Bahnhof liegt - ich habe wieder einmal den Bahnhof verpennt.
Dienstag, 27. November 2007
Stressfaktoren
Derzeit läuft alles ja mehr oder minder gut. Die holde Weiblichkeit verwirrt mich immer noch - und alle schönen Frauen werden das wahrscheinlich bis an mein Lebensende machen. Ich sollte mit meiner Diplomarbeit anfangen, aber irgendwie beginne ich zu realisieren, dass ich damit mein Studium beende. Jetzt schon; Herrgott, ich bin 22.
Dazu kommt jetzt das Kellnern auf den ganzen Weihnachtsfeiern. Und die Biopsie meiner Mutter hat zu einem Beckenriss geführt. Und der Stuhl (Nachtrag: auch "Sessel genannt) meiner Schwester ist kaputt und ich habe bei IKEA keinen Ersatz gefunden. Und Weihnachten steht vor der Tür und ich muss mir wieder den Kopf für Geschenke zerbrechen. Und mein Daumennagel läst sich ab. Und sowieso und überhaupt.
Alles Stressfaktoren. Dafür freue ich mich auf die Geburtstagsfeier morgen Abend mit Ute im Propeller. Einfach nur Tee trinken, quatschen und ein wenig abschalten.
Dazu kommt jetzt das Kellnern auf den ganzen Weihnachtsfeiern. Und die Biopsie meiner Mutter hat zu einem Beckenriss geführt. Und der Stuhl (Nachtrag: auch "Sessel genannt) meiner Schwester ist kaputt und ich habe bei IKEA keinen Ersatz gefunden. Und Weihnachten steht vor der Tür und ich muss mir wieder den Kopf für Geschenke zerbrechen. Und mein Daumennagel läst sich ab. Und sowieso und überhaupt.
Alles Stressfaktoren. Dafür freue ich mich auf die Geburtstagsfeier morgen Abend mit Ute im Propeller. Einfach nur Tee trinken, quatschen und ein wenig abschalten.
Terje's First Descent
Was John McEnroe für Tennis oder Tony Hawk für Skateboarding ist, ist Terje Håkonsen für Snowboarder - ein Vorreiter. Es mag sein, dass Shaun White viel mehr schneidet und mehr Tricks kann und was weiß ich noch, aber Terje ist einfach einer der Erste, der in diesem Metier überragend bekannt wurde.
Hier ein kleiner-Heli-Snowboarding-Trip, auf den wohl jeder ein bisschen neidig ist.
Hier ein kleiner-Heli-Snowboarding-Trip, auf den wohl jeder ein bisschen neidig ist.
Montag, 26. November 2007
Video-Tipp: Say Anything - "Alive With The Glory (Of Love)"
Ich könnte so viel sagen. So vieles, was ich erlebt habe in der Zeit, in der ich das Lied gehört habe. Aber all das, macht es nicht besser - deswegen einfach nur hören und genießen.
Kollege
Übrigens: Ich habe am Samstag Abend mit einem Kollegen namens Manuel gekellnert namens Manuel. Und er kommt aus einem Ort namens "Wiehl" oder "Wühl". Oder auch "Whyl". Vielleicht auch "Whil". Irgendwas, das zwischen Zürch und St. Gallen liegt. Ich konnte ihn im Stress nur selten verstehen, aber es war - wie man auf gut steirisch sagt - eine lässige Haut.
Ernährungsgewohnheiten
Ich bin heute auf etwas Erschreckendes gestoßen. Am Donnerstag aß ich eine Portion Pasta. Gar nicht so schlimm. Aber am Freitag ging ich früh zur Uni, schrieb meine Patentrechtsprüfung, war im Labor, fuhr heim und verbrachte einen DVD-Abend mit einer Flasche Grauburgunder. Am Samstag führt mich mein Weg zurück in meine Heimat, es folgte die Schriftführerei zu einem Ligaspiel des Volleyballvereins und dann 9 Stunden kellnern bei einem Maturaball. Danach führte mich meine Weg ins Cesa zu ein paar Gläsern Jameson Whiskey und dann ins Bett. Heute (Sonntag) fing mein Tag mit einer Dusche an, und 20 Minuten später stand ich hinter einer Bar und schenkte Bier, Sekt und Wein aus.
Ich kam um 19:00 zu einem Essen. Und wenn ich mir meine letzten Tage in Erinnerung rufe, kommt mir die Gewissheit, dass ich von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend keinen Bissen gegessen habe. Seltsam.
Ich kam um 19:00 zu einem Essen. Und wenn ich mir meine letzten Tage in Erinnerung rufe, kommt mir die Gewissheit, dass ich von Donnerstag Abend bis Sonntag Abend keinen Bissen gegessen habe. Seltsam.
Sonntag, 25. November 2007
Zusammenhänge
Gestern (ich bin noch immer wach, also ist für mich noch Samstag Abend) gab es einen schönen DVD-Abend mit Vera. Und heute treffe ich nach dem Arbeiten einen völlig aufgelösten Freund, der sich, wie er mir erzählte mit der Frau des DVD-Abends heute total verkracht hätte. Ich weiß nicht, wie ich es noch mehr ausführen kann und darf, aber ich erzähle darüber. Und über die Hilfslosigkeit, einer Person, der man sich so nahe fühlt, nicht helfen zu können.
Gute Nacht
Gute Nacht
Samstag, 24. November 2007
Charlie State
Der DVD-Abend verlief ganz angenehm. Eine Flasche Grauburgunder 2003 vom Scheucher, dazu Charlie und die Schokoladenfabrik und Garden State. Danach haben Vera und ich uns noch unterhalten und dann hat sich das ganze etwas komisch entwickelt.
Ich muss jetzt leider weiter, den Spielplan eines Volleyball-Ligaspiels schreiben gehen. Heute Abend steht Kellnern beim Maturaball des BORG Deutschlandsberg am Plan, mal sehen ob ich morgen zu konkreteren Aussagen bereit bin.
Ich muss jetzt leider weiter, den Spielplan eines Volleyball-Ligaspiels schreiben gehen. Heute Abend steht Kellnern beim Maturaball des BORG Deutschlandsberg am Plan, mal sehen ob ich morgen zu konkreteren Aussagen bereit bin.
Freitag, 23. November 2007
Patentrechtsprüfung
Es ist 5:47 und ich bin soweit. Auf zur Patentrechtsprüfung. Mal sehen wie das wird, komme mir gut vorbereitet vor, aber immerhin ist das eine Jus-Prüfung und der Stoff ist mir doch etwas fremd. Mal sehen.
Donnerstag, 22. November 2007
Mittwoch, 21. November 2007
Musikauswahl
Es ist 8:07. Ich komme gerade aus dem tribeka, nach einem hastig getrunkenen Frühstückstee und nur einer zur Hälfte gelesenen profil-Ausgabe. Es gibt kaum Wind, und obwohl ich ein Shirt, ein Longsleeve, eine Fleece- und eine Softshelljacke samt Schal und Pipe-Handschuhen trage friere ich sofort. Der Winter ist einfach zu schnell gekommen, mein Kreislauf packt die Kälte noch nicht ganz. Ich quere die Straße, betrete die das Gebäude der Technikerstraße 4 und gehe in den Seminarraum des Institutes für Physikalische und Theoretische Chemie.
Im Raum sitzen schon 2 Leute, Jungstudenten. Eigentlich muss ich die Vorlesung Angewandte Aspekte der Physikalischen Chemie nicht machen, aber nachdem ich die Probleme mit der Studienplanumstellung und dem veränderten Angebot an Vorlesungen habe besuche ich sie trotzdem.
Der Professor betritt die Tür und sucht. Er sucht ein Kabel, was mich aber wundert, denn das Kabel für den Beamer hängt am Laptop. Nein, er sucht ein Audiokabel - wofür auch immer. Nach 5 Minuten findet er es. Steckt sein kleines MacBook an. An die Lautsprecher. Ich sitze, und ärgere mich, dass ich meine Brille vergessen habe. Gestern, beim DVD schauen, am Bett liegen gelassen. Ich kann trotzdem lesen, es bedarf aber einiger Anstregung.
Wie; was für Musik wir hören wollen? Wie soll das gemeint sein? Nein, er meint es ernst: Heute will er Filme vorführen, produziert von einem Professor der ETH Zürich. Dort wo ich fast einmal hingekommen wäre. Clips über Experimente der physikalischen Chemie. Ich breche hier mit dem Thema ab, denn es würde nur in für viele unverständliches Fachchinesisch führen.
Er fängt an aufzuzählen, was er anbieten kann.
Klassik. Dvořák meine ich, das Scherzo der 9. Sinfonie. Kennt jeder, kommt in so vielen Hollywood-Blockbuster-Trailern vor. Nein, die anderen stimmen mir nicht zu. Jazz. Al Jarreau fällt mir ein, aber die Idee wird von ihm und mir verworfen, denn Al Jarreau ist so früh nicht wirklich belebend. Blues. Ich komme nicht umhin, um ihn nach Tom Waits zu fragen; er freut sich, dass es junge Menschen gibt, die Waits kennen. Leider hat er nur die "Beautiful Maladies", ein Album das aus seinen besten Balladen besteht. Auch falsch - jedenfalls für 8:15 und 5 übermüdete Geister. Rock. Pink Floyd sticht mir in seiner iTunes-Playlist ins Auge, leider aber nur "The Wall". Ich frage erst gar nicht, das wäre suboptimal.
Wie wäre es mit Machine Head?
Ich reagiere nicht. Manchmal, wenn ich in der Vorlesung vor dem Einschlafen bin wird mir irrsinnig schwindlig. Ich verliere die Orientierung und brauche höchste Konzentration, damit ich nicht wegsinke. War das eben auch so eine Kreislaufschwäche? Nein, allen Ernstes. Er bietet uns Machine Head an, denn die Band habe er über seinen Sohn kennen gelernt und würde sie schätzen. Nein, Machine Head ist zuviel für 8:15.
Wir entscheiden uns für Queens of the Stone Age. So sitze ich nun in der Vorlesung, schaue mir Filme an und höre Musik. Seltsamer Tagesbeginn.
Dienstag, 20. November 2007
Montag, 19. November 2007
Besondere Vorkommnisse
Es sind jetzt ein paar Dinge passiert, die mich zum Denken anregen. Ein Telefonanruf, eine Nachricht. Auf einmal ist wieder alles unklar.
Daddy's Eyes
And I'd like to stay but I can't because
I've been fooling around and I know
That you called because you never even knew
That it was hurting me.
aus: The Killers - "Daddy's Eyes"
I've been fooling around and I know
That you called because you never even knew
That it was hurting me.
aus: The Killers - "Daddy's Eyes"
Gedanken auf der Autobahn
Warum bremst denn der Vollkoffer vor mir denn dauernd so abrupt ab? Warum beschleunigt er mit Jo-Jo-Gas? Warum schlingert er denn? Und warum zum Henker wechselt er auf meine Spur ohne zu blinken, obwohl ich ihn gerade überholen wollte?
Egal, mal sehen was das für einer ist. Hut sehe ich keinen, und nach einem Betrunkenen sieht die Fahrweise auch nicht aus. Mal sehen. Warum brennt eigentlich Licht in seinem Auto? He - warum liest der beim Autofahren ein Buch?
Egal, mal sehen was das für einer ist. Hut sehe ich keinen, und nach einem Betrunkenen sieht die Fahrweise auch nicht aus. Mal sehen. Warum brennt eigentlich Licht in seinem Auto? He - warum liest der beim Autofahren ein Buch?
Selektion
Die TU Graz selektiert die Studenten. Nicht nur durch Noten, sondern auch durch einfach physikalische Maßnahmen - wie etwa Wärmespeicherung. Glaube ich zumindest. Sonst könnte ich es mir nicht erklären, warum Hörsäle nicht geheizt werden und ich deswegen mit Weste und Jacke dort sitze und zuhöre.
Sonntag, 18. November 2007
Ende einer Woche
Eigentlich war die letzte Woche anstrengend. Montags ein wenig Stress, Vorlesungen und Baraufenthalte, und dann noch Kellnern am Ball. Viel Stress. Dafür ist jetzt aber die Woche wunderbar zu Ende gegangen. Motiviert dazu eine weitere Woche anzufangen - auch wenn ich jetzt nach Bäumen suchen muss.
Samstag, 17. November 2007
Abendsplanung
Eigentlich war für heute eine Caipirinha-Party beim Chemo gedacht, aber leider ist der derzeit im Uni-Stress und das wird nix. Gar nichts, und das wäre die letzte Gelegenheit in diesem Jahr gewesen. Dafür habe ich schon ein tolles Ersatzprogramm: Arbeiten am Bauernbund-Ball in Deutschlandsberg. Oder irgendwo anders, als Ersatz für meinen Bruder, der mit Schnupfen und Husten im Bett liegt.
Eine Tasse
Wieviel Freude man daran haben kann einfach nur ein Bild zu bearbeiten und an den Kontrast- und Farbwerten herumzuspielen. Was da alles herauskommen kann.
Donnerstag, 15. November 2007
Neues
Das sind jetzt zwei sehr interessante Tage, die ich hinter mir habe. Einerseits habe ich am Dienstag auswärts bei Vera übernächtigt, samt DVD-Abend und einer Flasche Sekt. Ich weiß nicht, ob ich das genauer ausführen soll, auf jeden Fall war es etwas, was ich nicht umbedingt erwartet hätte. Weder von mir noch von ihr.
Mittwoch, 14. November 2007
Alte Wunder
Die Zeit heilt alle Wunder
wenn du sie gut verschnürst.
Bind nur die Stelle gut ab,
bis du es gar nicht mehr spürst.
Du weißt ein Feuer geht aus,
wenn du es länger nicht schürst
und du weißt dass du besser
an alte Wunder nicht rührst.
aus: Wir sind Helden - "Die Zeit heilt Alle Wunder"
wenn du sie gut verschnürst.
Bind nur die Stelle gut ab,
bis du es gar nicht mehr spürst.
Du weißt ein Feuer geht aus,
wenn du es länger nicht schürst
und du weißt dass du besser
an alte Wunder nicht rührst.
aus: Wir sind Helden - "Die Zeit heilt Alle Wunder"
Dienstag, 13. November 2007
Making Feet For Children Shoes
Let marrow bone and cleaver choose,
While making feet for children shoes
aus: Tom Waits - "Singapore"
While making feet for children shoes
aus: Tom Waits - "Singapore"
Samstag, 10. November 2007
Donnerstag, 8. November 2007
DMAX kommt nie mehr über 50% Einschaltquote
Ich wage es zu behaupten, dass sich eine Hälfte der Bevölkerung eines Staates nicht mehr wirklich von diesem Fernsehsender gut beachtet fühlt.
Mittwoch, 7. November 2007
Buch-Kritik: "Night Train"
Titel: Night Train
Autor: Martin Amis
Genre: Krimi
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Veröffentlichung: Februar 2001
ISBN-Nr: 3596149355 bzw. 978-3596149353
Seiten: 172
Meinung
Mike ist Polizei. Sie gehört zum System, hat sich verändert, ist durch Alkoholismus und all die anderen Dinge gegangen, die einen verändern. Sie hat Morde gesehen, sie hat all die grauenvollen Leichen gesehen - und sich daran gewöhnt. Bis sie eines Tages den Selbstmord der Tochter ihres Chefs aufklären muss.
Das Buch kann man in drei Teile einteilen. Vorweg - ich bin eigentlich kein Krimifan, die meisten sind einfach zu banal gestrickt. Keine Ahnung wann und wo, ich hörte jedenfalls einmal, dass dieses Buch es wert sei gelesen zu werden. Eigentlich habe ich das ja nicht gehört, ich habe nur gelesen, dass Tom Waits die Musik für das Hörspiel zum Roman produzierte; und nachdem der Meister sich nicht für Kinkerlitzchen hergibt, dachte ich mir es wäre es wert, das Geld in dieses Buch zu investieren.
Also: Der erste Teil ist ein klassischer Krimi, die beiden letzten Teile aber verstehen sich nicht als Krimi. Es ist vielmehr die Erzählung einer Geschichte, die sich wendet und bei der man sich fragt, in wie weit man in Menschen hineinblicken kann. Es leuchtet die Gefühlwelt von Mike aus, ihre Erfahrungen und wie sie mit dem Leben umgeht. Mit ihrem und dem der anderen.
Das Buch kann man in drei Teile einteilen. Vorweg - ich bin eigentlich kein Krimifan, die meisten sind einfach zu banal gestrickt. Keine Ahnung wann und wo, ich hörte jedenfalls einmal, dass dieses Buch es wert sei gelesen zu werden. Eigentlich habe ich das ja nicht gehört, ich habe nur gelesen, dass Tom Waits die Musik für das Hörspiel zum Roman produzierte; und nachdem der Meister sich nicht für Kinkerlitzchen hergibt, dachte ich mir es wäre es wert, das Geld in dieses Buch zu investieren.
Also: Der erste Teil ist ein klassischer Krimi, die beiden letzten Teile aber verstehen sich nicht als Krimi. Es ist vielmehr die Erzählung einer Geschichte, die sich wendet und bei der man sich fragt, in wie weit man in Menschen hineinblicken kann. Es leuchtet die Gefühlwelt von Mike aus, ihre Erfahrungen und wie sie mit dem Leben umgeht. Mit ihrem und dem der anderen.
Bewertung
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Montag, 5. November 2007
Informationsquelle
Wenn selbst ein Professor die Wikipedia als allgemein gültige Informationsquelle, kann es mit der Qualität der Einträge doch nicht soweit her sein, oder? Ich bin dafür, dass die Wikipedia zu einer allgemein gültigen Wissensquelle im Studium zugelassen wird.
Gewissheit
Vielleicht hätte ich es wissen können. Vielleicht hätte ich mir das alles ja vorstellen können - und mit vielleicht meine ich, dass ich daran gedacht habe, all das war schon längst im Hinterkopf. Nur wollte ich es nicht glauben. Vielleicht antwortet Christina ja nicht, weil sie eine Vorlesung hat. Oder weil ihr Handy auf lautlos geschaltet ist. Vielleicht aber sie war zu lange am Abend fort und schläft tief und fest. Oder sie ist unterwegs und hat ihr Handy vergessen.
Es reicht nur eine email, und all diese "vielleicht" verschwinden. Aber mit der Gewissheit kommt auch Ernüchterung darüber, dass man manchmal einfach nur den Zeichen glauben soll.
Es reicht nur eine email, und all diese "vielleicht" verschwinden. Aber mit der Gewissheit kommt auch Ernüchterung darüber, dass man manchmal einfach nur den Zeichen glauben soll.
Sonntag, 4. November 2007
Seltsamer Tag
Was für ein seltsamer Tag. Und zwar wirklich seltsamer Tag. Geprägt von Gedanken, die ich nicht auszusprechen wage - und allein deswegen werde ich jetzt schlafen gehen. Um zu vergessen. Gute Nacht.
Samstag, 3. November 2007
Wer denn?
Nun, ich glaube es nicht. Aber inzwischen gibt es 10000 Zugriffe auf meinen Blog - mein Leben ist doch nicht so unabwechslungsreich. Hoffe, dass ich wen zum Lachen oder zum Nachdenken bringe. Oder auch nicht. Freut mich auf jeden Fall.
Buch-Kritik: "I Promise When The Sun Comes Up, I Promise I'll Be True"
Titel: ' I promise when the sun comes up I promise, I'll be true'. So singt Tom Waits. Ich will auch Sänger werden.
Autor: Michael Stauffer
Genre: Erzählung
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Veröffentlichung: März 2003
ISBN-Nr: 3596155398 bzw. 978-3596155392
Seiten: 90
Ich schaue aus dem Fenster und sehe ein blaues Badetuch an der Wäscheleine hängen, dahinter ist eine Garage, dann Bäume, ein Hochhaus. Das Grau des Hochhauses wird gegen Mittag silberfarben, gegen Abend braun. Ich kann dasitzen und finde das schön. Die Sonne wärmt mein Gesicht. Die Stirn und die die Backenknochen sind am wärmsten. Der Wind streicht mir über die Schultern, den Hals und die Beine. Ich liege nackt im Bett. Ich versuche, nicht an dich zu denken. Ein Streifenwagen fährt vorbei, ich höre das Surren der Klimaanlage und schlafe irgendwann ein.
Meinung
Dieses Buch ist gerade einmal 90 Seiten stark, aber man braucht lange um es zu lesen. Denn Michael Stauffer erzählt hier total unzusammenhängend aus einem Leben. Ob es seines ist, oder das, eines imaginären Portagonisten ist nicht klar, dafür aber, dass es ein echtes Leben ist. Denn zu vielen Kleinigkeiten hat der Autor Fußnoten gesetzt, die weitere Geschichten, Erfahrungen und Emotionen schildern. Die erste Fußnote findet sich auf dem Cover, in über 90 Seiten finden sich 111 weitere Fußnoten.
Ganz ehrlich: Deswegen ist das Buch schwer zu lesen. Es gibt keinen roten Faden, die Erzählungen springen in die Kindheit, in der er Todesanzeigen für den Schönschreibunterricht kopierte, dann in seine Hassphase auf Schwäne und dann zu jenen Tagen, in denen er dreckig und verschwitzt auf dem Sofa liegt und der Klimaanlage zuhört. So langweilig das auch klingen mag - sofern man alles aufmerksam liest kann man nicht umher, sich auf die Lippen zu beissen. So mir geschehen, als ich im tribeka saß und manche zynischen Bemerkungen mir fast die Beherrschung, das Lachen zu unterdrücken, raubten.
Ich rate dazu dieses Buch zu kaufen. Einfach weil es so dünn ist. Und so ungewöhnlich. So seltsam. Und so gut.
Ganz ehrlich: Deswegen ist das Buch schwer zu lesen. Es gibt keinen roten Faden, die Erzählungen springen in die Kindheit, in der er Todesanzeigen für den Schönschreibunterricht kopierte, dann in seine Hassphase auf Schwäne und dann zu jenen Tagen, in denen er dreckig und verschwitzt auf dem Sofa liegt und der Klimaanlage zuhört. So langweilig das auch klingen mag - sofern man alles aufmerksam liest kann man nicht umher, sich auf die Lippen zu beissen. So mir geschehen, als ich im tribeka saß und manche zynischen Bemerkungen mir fast die Beherrschung, das Lachen zu unterdrücken, raubten.
Ich rate dazu dieses Buch zu kaufen. Einfach weil es so dünn ist. Und so ungewöhnlich. So seltsam. Und so gut.
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