Der Song ist ja nichts besonderes - aber das Video ist schonmal congenial. Was man mit Lego alles machen kann...
Weißt Du was Du mir bedeutest,
auf einem Platz in meinem Herz?
steht Dein Name an der Wand...
aus: Tomte - "Ich sang die ganze Zeit von dir"
"Et Tu Brute?" ("Auch du, mein Sohn?")
Gaius Julius Caesar

Info
Titel: Well Well Well
Interpret: Milburn
Genre: Indie-Rock
Label: Universal
Release: 2006
Tracks: 11
Meinung
Mal kurz zu den Liedern: Während sich das Album mit dem Titellied Well Well Well nicht spektakulär eröffnet, findet man mit Showroom gleich einen typischen Vertreter des Rock, den einen erwartet: unkompliziert, schnell und ein wenig schmutzig. Danach ist mit Send In The Boys gleich die erste Singleauskopplung dran, die in der neuen Single-Aufnahme noch ein Stück treibender und schneller ist. Trotzdem: Dieses Lied ist eigentlich ein Partykracher und das derzeit meistgespielte Lied auf meinem MP3-Player.
Es folgen langsame Tracks (What About Next Time?) und weitere Kracher (Lipstick Licking, Cheshire Cat Smile) die in dem Drumstrip Stockholm Syndrome gipfeln. Auf Platz 8 ist Brewster, der Anwärter auf die nächste Singleauskopplung mit Chance auf Chartplatzierung - die dieser Track aber nicht nötig hätte.
Last Bus geht ein wenig auf die Nerven, denn ich habe bei dem Lied das Gefühl, Mardy Bum wäre Pate (oder Klonvorlage) gestanden. Und die letzte Draufgabe What You Could've Won ist eine nette akustische Nummer, die ein wenig in den irischen Folk spielt.
Die größte Schwachstelle der Platte ist die Aufnahme, sie kann nämlich nicht so recht überzeugen. Zwar sind alle Instrumente klar zu hören, aber nicht voll. Kein Instrument überspielt das andere und die Vocals sind genau in der richtigen Lautstärke aufgenommen, aber wie gesagt: es klingt stellenweise einfach dünn.
Somit sind Milburn ein Garant für Partykracher, die an den Stil der Arctic Monkeys anlehnen, ihn aber nicht kopieren.
Und für jeden der auf treibende Drums steht - zugreifen.
Bewertung

Links
"Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen."
Humphrey Bogart, seine angeblich letzten Worte, 14. Januar 1957
Also, was macht Chrylser, wenn er Sponsor für "Person of the Year" des TIME Magazine ist? Die Firma wird wohl eine Werbung herausbringen, die irgendwie darauf anspielt. Logisch, oder?

Und was macht Time?
(via popkulturjunkie)
Gut, die Filme sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei (auch nicht das Weiße, am ehesten die Schale) und außer den Vitalfunktionen braucht sich das Hirn beim Zusehen um nichts kümmern.
Und jetzt kommt Resident Evil: Extinction. Und das was ich bis jetzt sehe, gefällt mir...
(via peter-noster)

Diese Selbstgefälligkeit und Arroganz, die ruhige Art zu sprechen und zuletzt noch diese Bösartigkeit ist phänomenal. Allein die Szene im Teil 2, wo Smith sagt: "I killed you Mr. Anderson, I watched you die - with a certain satisfaction I might add."
Allein die Ruhe und Bestimmtheit, mit der Weaving das sagt ist enorm. Ich liebe arrogante Charaktäre - damit kann man sich so gut identifizieren.
Ein alter Snowboard-Rucksack von Burton, eine Laptoptasche, eine große Eastpack-Umhängetasche, eine kleine Eastpack-Umhängetasche, eine riesige Umhängetasche von H&M, ein alter Kindrucksack, eine große Laptoptasche, eine dünne Laptoptasche, ein eine Britisch-Airways-Tasche, ein Stoffrucksack und was weis ich noch. Und so hab ich kurz entschlossen einmal diverse Taschen gesäubert, fotografiert und bei eBay angeboten.
Beim Staubsaugen (unterm Bett war’s ziemlich staubig) säuberte ich auch die Oberseite vom Schrank und da fand ich so einige Raritäten: Ein selbstgebautes Schreibbrett aus Schulzeiten, als mein Schreibtisch so unaufgeräumt war, dass ich dort keine Aufgaben machen konnte. Dazu ein Zeichenbrett aus dem Fach "Darstellende Geometrie". Alte Steine, die ich mit meinem Großvater in Steinbrüchen gesammelt habe.
Und: Ein orsay-Top. Sexy, schmal geschnitten, fatal. Ich habe bis heute nicht die geringste Ahnung was damals passiert ist.
Das war vor 2 Jahren, als ich zum letzten Male auf einem Maturaball gearbeitet habe. Ich fing schon mit 14 Jahren an, in Cocktailbars auf Maturabällen zu arbeiten - dafür kaufte ich mir die Ausrüstung zusammen, brachte mir das Shaken selber bei und kam so zu einem netten Nebenverdienst. Anfangs recht lustig (man wurde schnell in der ganzen Schule bekannt) und ertragreich (Eltern geben auf Maturabällen immer viel Trinkgeld) wurde es mit der Zeit aber öde.
Dann kam die Regelung auf, dass keine Getränke mit mehr als 14 Vol-% auf einem Maturaball ausgeschenkt werden dürften - was die Cocktailbar vernichtete. Und so arbeitete ich zuletzt in der Diskobar und schenkte betrunkenen 16-jährigen Pseudopunks in H&M-Anzügen Sangria und Apfelmischung aus. Ein tiefer Fall.
Es war das letzte Mal, als ich für meine Ex-Schule arbeitete, dass ich zu diesem Top kam. Ich kam um etwa 19:00 zu dem Ball, trank zur Einstimmung ein paar Bier bevor die Diskobar um 22:00 öffnete. Vor der Eröffnung der Disko musste dort natürlich auch mit ein paar Eristoff Ice (gerade neu auf dem Markt) angestoßen werden.
Während der Arbeit trank ich eine nicht unerhebliche Menge an diesem Zuckerwasser mit Alkohol und hatte auch Tequila-Eskapaden.
Als meine Schicht um 24:00 endete nahm ich mein Trinkgeld, zog mir meinen Anzug an (das alkoholgetränkte Arbeitshemd war eher peinlich, deswegen hatte ich zu jener Zeit immer Kleidung zum Wechseln mit.) Und dann habe ich dezent mein Trinkgeld in 2 Flaschen Weißwein investiert.
Interessant ist aber, dass ich mich, vom Schichtende an ausgehend, an nichts erinnern kann. Ich fotografierte mit meiner Digicam ein wenig, kann mich aber an kein Foto erinnern. Ich kann mich nicht erinnern welchen Wein ich getrunken habe - aber auf einem Foto stehe ich mit einer Weinflasche da. Ich kann mich nicht erinnern, nach dem Ball in einer Bar in Leibnitz gewesen zu sein. Ich kann mich nicht erinnern, mich dort mit einem Kollegen aus dem Volleyballteam unterhalten zu haben. Ich kann mich nicht erinnern, nach Hause gekommen zu sein. Und auch nicht wie.
Und ich kann mich bei Gott nicht daran erinnern, wie dieses orsay-Top auf den Boden meines Zimmers gelangte. Und wer einmal da drin steckte. Ich erinnere mich noch daran, dass es gut roch und eher für die schlanke Bauart bestimmt war.
Leider fand ich auf den Fotos, die ich gemacht habe niemanden, der dieses Top trug. Und ich habe bis heute keine Beschwerde oder Vaterschaftsklage zugeschickt bekommen. Aber irgendwie möchte ich bis heute wissen, was da eigentlich passiert ist (oder was passieren hätte können). Was weiss ich.
"Kraft kommt nicht aus körperlichen Fähigkeiten, sie entspringt einem unbeugsamen Willen."
Mahatma Gandhi
Ich habe...
...7 Euro für eine Kinokarte verschwendet.
...darüber gestaunt, über welche Dummheiten sich manche Leute lustig machen.
...gesehen, wie man den Charakter James Bond innerhalb von 5 Jahren ändern kann.
...zitternd im Sessel gesessen und beobachtet, wie ein Opportunist zum Rebellen wird.
...mich von einem Blockbuster unterhalten lassen.
...bemerkt, dass nicht alles Gold ist was glänzt.
...realisiert, dass Fortsetzungen weder besser noch schlechter sein müssen - sie können auch gleich gut bleiben.
...eine gute Comicverfilmung gesehen.
...mich gewundert, wie viel Spannung man mit einer Verfilmung aus einem Roman nehmen kann.
Und ich habe mich dagegen gewehrt einen der überflüssigsten Filme des Jahres anzusehen
Fachliteratur
- Breitmaier, Jung: Organische Chemie 1
- Breitmaier, Jung: Organische Chemie 2
- Beyer, Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie
- Carey, Sundberg: Organische Chemie
- Atkins: Physikalische Chemie
- Büchner, Schliebs, Winter, Büchel: Industrial Inorganic Chemistry
- Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie
- Cath Carrol: Tom Waits
- Nicolas Witkowski: Voltaire und die kopflosen Schnecken
- Mick O'Hare (Hrsg.): Wunderbare Alltagsrätsel
- Guillaume de la Croix: Wie Tom Cruise mein Leben stahl
- Burkhard Röwekamp: Schnellkurs Hollywood
- Harald Schmidt: Avenue Montaigne
- Sky Nonhoff: Don't Believe The Hype!
- Sarah Kuttner: Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens
- Günther Fischer, Manfred Prescher: Lexikon berühmter Popsongs
Ernest Hemingway
Hier hätten wir das Lied von Kosheen, "Hide U". Hat sich zwar nicht so lange wie Catch in den Charts gehalten, wird aber von den meisten Leuten als "das" Lied bezeichnet.

Titel: Children Of Men
Produktionsjahr: 2006
Produktionsland: USA, UK
Genre: Dystopischer Spielfilm
Regie: Alfonso Cuarón
Darsteller: Clive Owen, Julianne Moore, Michael Caine,
Länge: 114 Minuten
Meinung
Zentral gesehen ist der Roman ein Entwicklungsroman, in der man die Veränderung des Hauptdarstellers und seine Einstellung zu seiner Umwelt gut verfolgen kann.
Der Film spielt im Jahre 2027 in England. Die Menschheit hat aus einem unbekannten Grund seit 2009 ihre Fortpflanzungsfähigkeit eingebüßt und ist nun mit ihrem bevorstehendem Untergang konfrontiert. Mit diesem machten sich auch Unruhen und Kriege breit und die Welt ist nur noch ein Spottbild von Utopia.
Großbritannien hat sich in die selbst erwählte Isolation zurückgezogen und alle politischen und physischen Verbindungen zum Festland abgebrochen. Der daraus resultierende totalitäre Polizeistaat ist diktatorisch und xenophob - die aufgegriffenen Festlandflüchtlinge werden in Ghettos der schlimmsten Vorstellungen gesteckt.
Gleich zu Anfang erfährt Protagonist Theo (Clive Owen), dass Baby Diego getötet wurde, der jüngste Mensch der Welt. Kurz darauf wird der Coffee-to-go Shop in die Luft gesprengt, in dem er sich noch kürzlich befand. Man erfährt von den "Fishes", Rebellen die sich gegen das Regime wenden.
Kurz darauf wird Theo von Julian (Julianne Moore) kontaktiert, seiner ehemaligen Ehefrau, die sich als ein "Fish" zu erkennen gibt. Sie bittet ihn, einem Flüchtlingsmädchen bei der Flucht vor der Verfolgung des Regimes zu helfen. Er willigt ein und die Flucht funktioniert dank Theos Kontakten.
Doch Julian kommt bei einem Anschlag einer unbekannten Gruppierung ums Leben, und schon bald muss sich Theo mit dem Mädchen und ihrer Begleiterin durch das unfreundliche England schlagen, verfolgt von abtrünnigen Rebellen, Armee und Polizei, um zu ihrem Ziel, einem Schiff des "Human Projects", zu gelangen.
Cuarón, der schon "Y Tu Mamá También" und "Harry Potter 4" drehte, liefert hier ein umstrittenes Glanzstück ab. Bewusst oder unbewusst lässt Cuarón sämtliche Erklärungsversuche aussen vor - wieso Kriege ausbrechen, warum es keine Kinder mehr gibt und weshalb alle nach England fliehen. Zusammenhänge scheinen unklar und so recht logisch ist rein gar nichts. Die Selbstverständlichkeit, dass sich England in einen totalitären Staat verwandelt und die Xenophobie ihren Platz in der Gesellschaft gefunden hat, ist mehr als verwirrend.
Da das anfangs stört und dem Zuseher davon abhält den Film zu verstehen - wenn man es nicht als gegeben akzeptiert - fällt der Einstieg schwer; denn man versucht eher Anworten auf die Filmwelt zu bekommen anstatt den Ausschnitt der Welt zu verfolgen, der dargeboten wird.
Relevant mag es sein, aber der Film konzentriert sich wie gesagt nicht auf die Welt, sondern nur auf den Ausschnitt der Welt den Theo sieht. Theo, der eigentlich als bürokratischer Mitläufer die Geschichte betritt, verwehrt zunächst seine Hilfe um Probleme zu vermeiden. Aus Zuneigung zu seiner Exfrau aber schließt er sich dem Vorhaben an, und nachdem sie gestorben ist hilft er aus Mitleid.
Diese Veränderungen sind es, die im Mittelpunkt des Filmes stehen.
Und diese Veränderungen wird durch die Kamera nur allzu deutlich gezeigt: Direkt am Anfang sieht man den blutigen Anschlag auf das Café, und durch die Handkamera fühlt man sich, als würde man eine Dokumentation sehen und keinen Spielfilm.
Das Wackeln der Kamera wenn Theo hinfällt, die dumpfe Tonspur nach Explosionen - dies alles wirkt wie ein Live-Bericht und spätestens, wenn die Kamera die Sicht von Theo darstellt und sich Blutspritzer auf der Linse befinden, spätestens jetzt ist man gefesselt.

Links
Video: Bloc Party - "The Poster"
Gefunden beim Soundblog
Man staune: Urteil des Monats
Gefunden beim Studiums-Blog
Weiters wären da noch eine Rasierseife von meiner Schwester und eine Autobahnvignette. Alles Dinge, die ich wirklich brauche.




Info
Titel: Wie Tom Cruise mein Leben stahl
Autor: Guillaume de la Croix
Genre: Belletristik, Popliteratur
Verlag: Piper
Veröffentlichung: 2006
ISBN-Nr: 349227112X bzw. 978-3492271127
Seiten: 381
Meinung
Ich hab das Buch Mitte letzten Sommersemesters gesehen und es nicht gekauft - weil es mich einfach nicht angesprochen hat. Aber als ich dann ein paar Tage drauf zufällig den Tipp bekam, mir das Buch zu kaufen habe ich diesen Tipp befolgt. Und eine Fehlentscheidung war es nicht.
Das Buch ist ein Leidensbericht und eine Autobiographie von einem Normalo, einem Otto-Normal-Verbraucher. Dieser Durchschnittsmensch, wie er sich gerne selbst bezeichnet leidet darunter, dass ihn gerade einmal 1000 Menschen kennen und dass er nie beachtet wird. Seine Haut ist nicht rein, seine Zähne nicht strahlend weiss und seine Kleidung alles andere als exklusiv.
Und er ist der festen Meinung, dass Tom Cruise ein Dieb und Lügner ist - da er ihm sein Leben gestohlen hat. Ihm war es beschieden, ein Star zu werden, doch dieser Tom hat ihm alles gestohlen.
Und so schreibt er von seinem Leiden, der fehlenden Beachtung, dem Prozess und dem neuen Leben - und am Ende auch vom Tode.
Es wirkt zwar alles irgendwie übertrieben (na geh) und exaltiert - aber genau das macht den Charme des Buches aus. Leider verblasst aber mit der Zeit der Wortwitz, da sich viele Pointen und Motive wiederholen und das Buch somit aber der Hälfte eher langweilig wird.
Das Ende ist genial, aber dazu erzähle ich nicht mehr.
Bewertung

Links

Audio: Norah Jones - "Thinking About You"
MP3: Monkeeman - "Universe"

Und heute ist auch noch meine neue Weste von Burton gekommen, eine wie ich sie mir immer zum Snowboarden gewünscht habe. Mit Daumenschlaufen um Schnee im Ärmel zu verhindern, einer abnehmbaren Kapuze, einem Fach für den MP3-Player samt Kabelöffnung und einer Kapuze. Modell Octavious - aus Tirol bestellt.
Während seine erste Platte, "Carmen Queasy", die er zusammen mit Skin von Skunk Anansie aufnahm, doch noch einige Beachtung bekam (ich kann mich noch an die Premiere auf MTV erinnern), kam sein zweites Solowerk - Scheming - nicht mehr so gut an; wobei ihm aber Unrecht geschah.
Hier hat man mal zur Beurteilung bei Videos.
Carmen Queasy:
Scheming:
Schließlich wache ich um 5:00 auf und bemerke, dass mein Schlafzimmerfenster immer noch offen ist und die Raumtemperatur irgendwo zwischen Grippe und Erfrierung hin und her pendelt. Dann bin ich todmüde nach Graz gefahren, habe mich zwei Vorlesungen lang damit gequält wach zu bleiben und bekam dann noch eine SMS.
Darin stand, dass die Softshelljacke von Burton, die ich noch vor einem Monat gekauft habe nicht repariert wird und ich eine Gutschrift bekomme. Leider hat das Geschäft derzeit keine Softshelljacken im Angebot - was für mich natürlich optimalst ist.
Bei meinem Protokoll für Reaktionstechnik bin ich auch nicht weiter gekommen und irgendwie habe ich noch eine lange To-Do-Liste in meinem Notizbuch, die aber niemals kleiner wird. Fuck.
Ich denke ich werde heute noch ein bisschen dahinsiechen und dann den Schlaf der Gerechten schlafen. Oh, ein Highlight gab es aber doch: Ich habe eine Dose originales Chili gegessen (und zwar eines mit kleinen Bohnen und ohne Mais) und mir Dead Man von Jim Jarmusch angesehen. Kommt bald als DVD-Bewertung, nur hier.
MP3: TempEau - "Mädchen aus Greifswald"
Auf ihrer Labelhomepage steht folgendes: "dass bandinfos öde sind, finden auch die duesenjaeger aus osnabrück. daher hier nur ein kurzer überblick: die duesenjaeger spielen punkrock mit zwei gitarren, deutschen texten und fahren damit seit 6 jahren gerne durch die republik.
ihr erstling ‚las palmas ok’ handelte thematisch noch vom fernweh, vom wegmüssen und vom nicht mehr aushalten können. das war 2004. die neue platte ‘schimmern’ beschreibt die thematische entwicklung der band und handelt vom loslassen, vom hiergebliebensein und trotz. vom älter werden und sich über sich selbst lustig machen müssen. die ungestüme wut, die schon immer da war, ist komprimierter geworden. eigentlich ist aber alles bloss ein arschtritt: schlichte, kompakte lieder zwischen melancholie und euphorie - aber wen interessiert das hier überhaupt?"
MP3: Duesenjaeger - "Der Anhalter"
MP3: Duesenjaeger - "Keiner"
Die Sieger sind eher leicht abzusehen, es reicht aber schon wenn nicht immer dieselben Bands im Fernsehen zu sehen sind.
Baden-Württemberg: Tele mit “Mario”
Bayern: ANAJO mit “Wenn du nur wüsstest”
Berlin: MIA mit “Zirkus”
Brandenburg: Beatplanet mit “Dreh Dich um und geh”
Bremen: Lea Finn mit “Ich weiß und du weißt”
Hamburg: Jan Delay mit “Feuer”
Hessen: D-Flame mit “Mom Song”
Mecklenburg-Vorpommern: Melotron mit “Das Herz”
Niedersachsen: OOMPH! feat. Marta Jandová mit “Träumst Du?”
Nordrhein-Westfalen: Pohlmann mit “Mädchen und Rabauken”
Rheinland Pfalz: Kalle feat. M.A.R.S. Allstars mit “Aber Nice”
Saarland: B-Stinged Butterfly mit “Liebe”
Sachsen: Manja mit “Es ist die Liebe”
Sachsen-Anhalt: Jenna+Ron mit “Jung und willig”
Schleswig-Holstein: Kim Frank mit “Lara”
Thüringen: Northern Lite feat. Chapeau Claque mit “Enemy”
Gesehen auf soundblog.de/

Titel: Down By Law
Produktionsjahr: 1986
Produktionsland: USA, Deutschland
Genre: Spielfilm
Regie: Jim Jarmusch
Darsteller: Tom Waits, John Lurie, Roberto Benigni
Länge: 107 Minuten
Meinung
In diesem Film treffen Jack und Zack, zwei Loser aus der Unterschicht, im Gefängnis aufeinander - und aufgrund ihrer persönlichen Coolness (die nur ein Symptom ihrer Arroganz ist) reden sie nicht miteinander. Bis Roberto auftaucht, der als einziger der drei Knastbrüder wirklich ein Verbrechen begangen hat.
Mit Hilfe von Roberto brechen sie aus und fliehen in die Sümpfe Louisianas - wo sie sich wieder streiten, zumindest die wortkargen: Zack und Jack. Roberto hingegen versucht mit seiner kommunikationsfreudigen Art immer das Klima zu verbessern.
Und so zieht sich der Film hin - teilweise recht langatmig und ohne rechten Höhepunkt.
Während die drei Hauptdarsteller ihre Charaktäre phänomenal spielen hat die Story so ihre Höhen und Tiefen. Von den abstrusen und den komischen Szenen kommt man wieder in kurze Handlungslöcher, die einfach den Fluss unterbrechen. Und da liegt wohl auch die einzige Schwachstelle in diesem Film.
Ein Indiefilm, der mit Humor und erstklassigen Schauspielern brilliert.

Links
Wieso habe ich mich gestern dazu überreden lassen, im Stand einen Fuß hinter den Kopf zu legen und dabei einem Kellner sein Tablett aus der Hand zu schlagen? Wieso habe ich mich damals dazu anstacheln lassen einen Sektkübel mit Black Bull auf einen Zug zu leeren? Wieso habe ich mich vor zwei Wochen dazu animieren lassen, fünfmal hintereinander ein Glas Almdudlermischung in 1,5 Sekunden zu trinken?
Wieso hab ich mich damals dazu überzeugen lassen 3 Long Island Ice Teas auf einen Zug zu trinken? Wieso nur?
Irgendwie komme ich jetzt zu dem Schluss dass ich einfach nicht lernfähig bin - das ist nunmal so. Derzeit ist es für mich schwer zu akzeptieren - aber das kommt schon noch. Eher tragisch finde ich es wohl in den Situationen, wenn mir klar wird was andere dann über mich denken und für was sie mich halten. Vielleicht denken sie direkt an den Begriff "Depp" - oder sie halten mich einfach für jung, was mir sogar recht ist.
Ich bin damals auf dem Weg zur Uni in der Straßenbahn gesessen und habe mich als erstes innerlich pikiert gefühlt, darauf hab ich auf meinem MP3-Player den Track gewechselt - worauf mir erst klar wurde, dass diese Theorie gar nicht so abwegig ist. Wenn ich morgens mit dem Zug fahre, habe ich immer den MP3-Player dabei; und wenn ich im Zug sitze stelle ich mich schlafend oder verhalte mich so als würde ich Zeitung lesen und würde um mich herum nichts mitbekommen. Das aber nicht ohne Grund, ich werde nur dann nicht gefragt, ob der Platz neben oder gegenüber von mir noch frei sei - ich mag es nunmal lieber alleine zu sitzen. Genauso an der Straßenbahnstation: Lieber alleine stehen und altbekannte Musik hören als etwas anderes zu machen.
Man schafft sich so seine eigene Bastion vor dem, dem man nicht aus dem Weg gehen kann.
Wenngleich ich mich da wiedermal von der Allgemeinheit abheben wollte: bloß kein iPod. Erstens bin ich nicht vom iPod überzeugt, zweitens sehe ich die meisten iPod-Benutzer als einfallslos an und halte sie für Mitläufer - und drittens zahle ich nicht hunderte von Euronen für einen Namen, wenn mir ein anderer Player die selben Möglichkeiten bietet. Deswegen habe ich mir auch den Sony NW-A3000 mit 20 GB Festplatte vor knapp einem Jahr zugelegt.

Gut, der Akku hat von 30 auf 25 Stunden Laufzeit abgenommen, aber die sind immer noch unschlagbar. Die sich selbst berechnende Top100-Liste der meistabgespielten Songs auf dem Player ist praktisch und wird seit dem 20 Januar, als der Player geliefert wurde immer wieder aktualisiert. Selbstzusammenstellbare Favourits, Ordnungssysteme nach Interpret, Album, Genre und Jahr sind Zugaben, die ich aber kaum verwende. Wenn MP3-Player: kein iPod, Sony!
Mir ist aber auch aufgefallen, dass man mit Ohrstöpsel in der Straßenbahn ganz anders angesehen wird: Die älteren Leute sehen einen distanzierter an, Gleichaltrige eher neugierig als ob sie raten würden was man höre. Auch sind viele Leute reservierter, weil sie (wie oben schon bemerkt) anscheinend Menschen mit "Musik in den Ohren" nicht ansprechen wollen... Wenn ich mich zu beschweren habe ist mir das eigentlich egal.

Info
Titel: Sam's Town
Interpret: The Killers
Genre: Synth-Rock
Label: Universal
Release: 2006
Tracks: 12
Meinung
Jetzt im Herbst, vor einigen Woche, kam das lang ersehnte und lang diskutierte Album "Sam's Town", benannt nach einem Casino" von unserer Lieblings-Las-Vegas-Band heraus. Und: Man staune - das Album ist sogar einen Tick besser als das erste. Im ersten Durchlauf wirkt es durch "Enterlude" und "Exitlude" wie ein Programm und nicht wie eine Ansammlung gleichklingender Tracks.
Beginnend mit Sam's Town, sozusagen der Titelmelodie erhofft man sich viel vom Album - schließlich ist der Leadtrack auch phänomenal. Nach Enterlude kommt der Track When You Were Young, den die Killers schon auf einigen Award-Shows präsentiert haben. Der nächste Höhepunkt ist For Reason Unkown, danach kommt This River Is Wild. Das sind Songs, wie sie sein sollen, wenn man sich modernen Rock feinerer Machart erwartet.
Im Gegensatz dazu gibt es auch ein paar unfeine Stücke: Uncle Johnny zieht sich zeitweise gar lang hinaus und My List kann sich nicht zwischen ruhig und langsam entscheiden, wirkt dadurch in etwa wie ein Stadion-Knaller.
Dieses Programmalbum ist trotzdem gut geworden und in meinen Augen deutlich besser als Hot Fuss. Die Musik wirkt etwas dreckiger oder dumpfer, mehr "down-to-the-earth" eben; oder wenn man so will: rockiger. In meinen Augen eine Kaufverpflichtung.
Bewertung

Links
Tom Waits

Titel: James Bond 007: Casino Royale
Produktionsjahr: 2006
Produktionsland: USA, UK, CZ
Genre: Actionthriller
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench
Länge: 147 Minuten
Meinung
Ich aber finde, dass er die Figur gut spielt - jedenfalls wie sie im Drehbuch ausgelegt ist. Und damit kommen wir schon zur Schwachstelle des Films: James Bond ist in meinen Augen kalt und berechnend. Er ist kein emotionaler Mensch, er verliert nie sein Ziel aus den Augen.
Casino Royale aber zeigt den Werdegang von James Bond zu 007: Wie aus einem zweifelnden Regierungsbeamten ein berechnender Agent wird, und genau damit kann ich James Bond nicht identifizieren, James Bond ist einfach der kalte Gute.
Es ist aber auch eine Art Zeichen der Zeit: So wie James Bond früher rauchte und Alkohol in Massen genoss ist es zu Zeiten von Timothy Dalton nicht mehr tragbar geworden. Zu Zeiten von Goldeneye war es nicht mehr möglich Bond mit Moneypenny flirten zu lassen - das wäre ja sexuelle Belästigung. Und genauso zieht es sich wahrscheinlich auch mit der Lizenz zu Töten weiter, denn kaltblügtige Folterknechte im Auftrag des Geheimdienstes sind seit CIA-Geheimflügen und osteuropäischen Foltergefängnissen nicht mehr oppotun.
Sonst ein Prachtfilm: Action par excellence, insbesonders die Verfolgungsjagd in Madagaskar; ein Aston Martin DBS, ein sexy Bond-Girl, Wodkatini und Casinos. Der Film baut zwar zum Ende hin ab, ist aber dennoch unterhaltsam.
Casino Royale ist für mich ein guter, unterhaltsamer Actionfilm - so wie The Rock oder Face/Off; aber es ist kein klassischer James Bond Film. Für einen Kinobesuch gut, für einen Fernsehabend gut, aber keine DVD wert.

Links
Alle drei Songs (wenn auch noch nur Fan-Videos) gibt es hier zum Ansehen/Anhören:
Video: Nelly Furtado - “All Good Things (iTunes Session)"
Video: Nelly Furtado - “All Good Things (feat. Chris Martin)"
Video: Nelly Furtado - “All Good Things (Album Version)"
Gesehen auf soundblog.de
Begonnen hat alles in einem Cafe namens Mels, wo wir um 21:00 begannen ein paar Bierchen zu trinken. Dazu kamen noch mehrere Weichsel-Liköre und ein paar "Flying Bulls" - das ist Jägermeister mit Red Bull.
Gegen Mitternacht sind wir dann vom Mels ins Nachtexpress übersiedelt, wo ich ein paar Almdudler-Mischungen trank. Gleichzeitig kam ich auch auf die Idee ein paar Bekannten zu beweisen, dass ich eine Mischung unter 1,5 Sekunden trinken kann. Leider tat ich das öfters und das zeigte einen ziemlichen Erfolg.
Um etwa 5:00 habe ich dann das Nachexpress verlassen und mir am Hauptpatz einen Hot-Dog gekauft - zumindestens nehme ich das an, denn meine Finger haben danach nach Sauce ausgesehen.
Um etwa 5:30 habe ich mich auf der Straßenbahnhaltestationsbank hingesetzt und bin dann ich Richtung Hauptbahnhof abgefahren. Als ich am Bahnhof angekommen war wunderte ich mich ziemlich über die Geschwindigkeit, mit der es hell geworden war. In Erwartung des ersten Zuges der mich heimbringen sollte hab ich auf der Anzeigetafel nachgesehen - etwa um 5:45 fährt nämlich der erste Zug. Aber: Dort stand nichts von "Nächster Zug: 5:45" - dort stand nur "Nächster Zug 8:39". Nach einer kurzen Grübelei (so schnell war mein Hirn noch nicht) bin ich dann irgendwie darauf gekommen, dass ich wohl in der Straßenbahn eingeschlafen sein musste.
Das war nicht so schlimm, schlimmer aber war, dass ich meine Geldbörse verloren hatte. Ich bin dann von meinem Bruder abgeholt worden und war glücklich irgendwie zuhause angekommen zu sein.
Am Montag bekam ich einen Anruf, dass meine Geldtasche gefunden worden war. Sie läge jetzt beim Magistrat in Andritz. Für jene, die sich nicht in Graz auskennen: Andritz ist der nördlichste und entfernteste Bezirk von Graz - ich aber war nur im Zentrum unterwegs - zumindest soweit ich mich erinnern kann; und umfasst ja nicht jene Zeit zwischen 5:30 und 8:00. Vielleicht bin ich in meinem Rausch umgestiegen und hab eine Fahrt nach Andritz geschlafen. Oder was weiss ich.
Aber wenn jemand am 18.11 am Vormittag einen jungen (feschen) Mann in der Straßenbahn in Graz am Morgen schlafen sah - das war ich.






